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Das "richtige" Thailand

Erstellt von Ampudjini, 21.07.2005, 13:31 Uhr · 264 Antworten · 16.189 Aufrufe

  1. #151
    Avatar von wingman

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    14.074

    Re: Das "richtige" Thailand

    Bin vielleicht ein Dinosaurier......ich habe noch nie einen .... aufgesucht, weder in Deutschland noch in einem anderen Land.
    Das Geld wäre mir einfach zu schade um es dort zur verbrennen.

  2.  
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  3. #152
    Avatar von tira

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    Re: Das "richtige" Thailand

    Zitat Zitat von Netandy",p="700853
    Für mich immer wieder am meisten verblüffend ist der Stolz den Thais gegenüber ihrem Land, Volk und König
    der anscheinend wirklich ehrlich empfunden wird.
    moin,

    iss der fakt für einen dritten net einfach als solches zu akzeptieren und punkt.

    die these der nahezu allgemeinen volksdummheit im kontext mit dem konialherrenvergleich
    assoziert beim leser eher ein bild vom überlegen herrenmenschen, der meint
    seine wertvorstellungen, gesellschaftliche grundordnung etc. sind das nonplusultra.


  4. #153
    Lanna
    Avatar von Lanna

    Re: Das "richtige" Thailand

    Das sind die Maßstäbe die jeder anders ansetzt.
    Was ist Dumm?

    Ich kenne flüchtig ein älteres Paar, welches das gesamte Leben um die Welt gereist ist, habe mich mit denen unterhalten, und gemerkt was für Spießer das im Herzen immer gebieben sind, kleinkariert und kleinbürgerlich.Ich hätte anderes vermutet....

    Das sind die, die sich als die wahren "Herrenmenschen" fühlen. Alle anderen Kulturen, OHNE Ausnahme, sind in deren Augen primitiv.


    Jeder Indianerstamm im Urwald, ob Borneo oder Brasilien, ist in meinen Augen keineswegs dumm. Sie sind völlig Gleichwertig zu sehen, nur auf einer anderen Ebene.

    Umgekehrt könnte man auch fargen: Was ist Schlau? Sind wir es?

  5. #154
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Das "richtige" Thailand

    Zitat Zitat von tira",p="700971
    die these der nahezu allgemeinen volksdummheit im kontext mit dem konialherrenvergleich
    assoziert beim leser eher ein bild vom überlegen herrenenschen, der meint seine wertvorstellungen, gesellschaftliche grundordnung etc. sind das nonplusultra.
    Ja, so haben es die siamesischen Könige eigentlich immer gehalten.

  6. #155
    Avatar von franky_23

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    Re: Das "richtige" Thailand

    Zitat Zitat von Lanna",p="700976
    Umgekehrt könnte man auch fargen: Was ist Schlau? Sind wir es?
    Bei dir enthalte ich mich der Stimme. Ab und zu bin ich es, ja. :-)

  7. #156
    Avatar von Micha

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    Re: Das "richtige" Thailand

    Wenn ich nur mal an die Threadstarterin denke.

    Eine Thailänderin! mit deutscher Muttersprache.

    Wortgewandter und in vielen Belangen auch intelligenter, als so ziemlich jeder hier an Board!

    Kaum einer, der sie auch nur ansatzweise kennt, käme auf die Idee sich gegenüber dieser Frau überlegen zu fühlen.

    Auch in Thailand hat es solche Frauen.
    Und weil sie dort nicht deutsch sprechen, muss man halt ihre Muttersprache können um sie verstehen- und schätzen zu können.

    Vermute mal, dass es gerade damit nicht so weit her sein dürfte - bei den ach so überlegenen...

  8. #157
    Avatar von Netandy

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    192

    Re: Das "richtige" Thailand

    Ich bin immer wieder sehr erstaunt und es entringt mir ein Lächeln was manche Schreiber hier für spezielle Ansichten an den Tag legen. Andere haben sich augenscheinlich in Thailand so stark integriert (oder sollte ich sagen assimiliert) das sie dieses Land "wie die Löwin ihr Junges" verteidigen und jede berechtigte Kritik als Angriff verstehen.

    Es geht hier um das Thema wie "das richtige Thailand" aussieht. Dies ist natürlich bei jedem Poster der uns seine Meinung kund tut verschieden und es sollte nicht mehr als eine spannende Diskussion entstehen.

    Schade manchmal, das bei manchen Leuten in ihrem Geschriebenen, statt eines fairen Austauschs der Meinungen und Argumente, oft eine gewisse negative Emotionalität in Form eines nicht so freundlichen Schreibstils gegen andere Poster durchschlägt. Aber absolut bedauerlich finde ich dabei, das deren manchmal viellicht nicht einmal schlechten Argumente dadurch an Kraft und Stärke verlieren.

    Eben weil die Schreiber sich dadurch quasi selbst disqualifizieren und von vielen Lesern natürlich dann in die entsprechende Schublade gesteckt werden. Ich denke solches Verhalten nimmt vielen (besonders poteniellen Erstpostern) die Freude zu schreiben. Persönlich würde ich es sehr schön finden wenn diese Leute die Disziplin hätten an sich zu arbeiten und dadurch ihre Posts verbessern könnten.

    Einer von dem ich jedoch sehr gerne Posts lese ist Tramaico, er schreibt in seinem letzten Post:

    Ich bin aber auch ehrlich stolz auf mein Land (Thailand), meine Mitbuerger und meinen Koenig.... Das Zusammengehoerigkeitsgefuehl vereint sich besonders im Sinnbild Seiner Majestaet. Er ist sehr weise und ein ausgezeichneter Staatsmann. Ein gutes Vorbild fuer uns, auf das wir stolz sind. Wer hat schon so einen Landesvater....?
    Ich werde eines Tages mal mit Stolz meine Thai-ID in Empfang nehmen und mich mit einem sehr respektvollen Wai dafuer bedanken... dieser schleichende Einfluss dieses vermaledeiten Buddhismuses. Hat mich wohl irgendwie in den Griff bekommen. Bin vermutlich in diesem Leben bereits hoffnungslos verloren. Mai pen rai.
    Über dieses Post habe ich ehrlich eine Weile nachgedacht und komme nicht dahinter. Du bist kein Thailänder, hast deshalb natürlich keinen König und sprichst von deinem Landesvater den du augenscheinlich verehrst? War das jetzt ernst oder ein sehr subtiler Sarkasmus da manche Themen eventuell nicht anderst kritisiert werden können. Falls das letztere stimmt.... haben es mit Sicherheit hier viele nicht verstanden. Ich bitte deshalb für uns alle um eine kurze Aufklärung.

    Ein weiteres Statement in ähnlichem Kontex (Thema: Thailändischer Stolz, Königsverehrung..etc.) der sicher aber einen wichtigen Part des "richtigen Thailand" ausmacht:

    Netandy:
    Für mich immer wieder am meisten verblüffend ist der Stolz den Thais gegenüber ihrem Land, Volk und König der anscheinend wirklich ehrlich empfunden wird
    .

    tomtom:
    Den Du als Deutscher nie nachvollziehen wirst können, denn das Eintrichtern von irgendwelchen Schemas (das Du ja ach so kritisierst) hast auch Du voll und ganz durchlaufen und scheinst es nicht mal selbst zu merken...
    Ja du hast recht, er ist für einen normalen kritischen Westeuropäer meiner Meinung nach absolut nicht nachvollziehbar. Persönlich würde ich es für schlimm empfinden wenn sich so etwas bei einem Expat oder sonstigen Besucher dieses Landes einstellen würde. Aber vielleicht hat jemand die Lust, bei dem sich dieses Gefühl wirklich ernsthaft einstellt, näher darüber zu berichten.

    Ich habe ja in meinem Vorposting dick die Frage aufgestellt auf was ein Thailänder eigentlich stolz sein kann, jedoch bisher keine Antwort erhalten. Als Deutscher, Amerikaner oder sonstiger Westeuropäer fällt mir da schon eine ganze Menge ein. Für mich bleibt deshalb als einzige Erklärung (und ich persönlich denke es stimmt auch), das es wie schon geschrieben eine Frage der Introkdination im Laufe der (schulischen) Erziehung sowie der sonstigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ist.

    Warum du allerdings die Behauptung aufstellst so etwas wäre auch bei mir (eventuell in anderer Weise) der Fall, ist mir rätselhaft. Du kennst mich nämlich nicht persönlich, und schon gar nicht meine Vergangenheit. Du könntest es vielleicht "höchstens vermuten" (durch meine Postings), oder "der Meinung sein das es so wäre". Beides sind dann Thesen die du hier im Forum immer aufstellen kannst. Ich habe selbstverständlich nichts dagegen (Meinungsfreiheit).

    Aber du lässt es leider in deinen Posts immer so aussehen als ob es eine feste Tatsache wäre, und das ist kein guter Stil. Und weg vom Thema zu gehen und Behauptungen gegen andere Poster aufzustellen ist natürlich auch vom Prinzip her schon nicht schön. Fällt mir öfters bei deinen Posts auf. Schau das doch mal bitte durch wenn du Zeit hast, und du wirst sehen das ich recht habe.

    Etwas das immer noch für Aufregung bei so Manchem sorgt ist meine hier niedergeschriebene Meinung das ich wirklich 95% der Thailänder für dumm halte. Dieser Prozentsatz ist natürlich subjektiv und entspricht nur meiner persönlichen Wahrnehmung. Und man kann natürlich noch einmal ausdiskutieren was "dumm" bedeutet.

    tomtom24:
    Was ist wie hier? Das Deiner Meinung nach 95 Prozent der Menschen hier dumm sein sollen? Das ist einfach nicht so.
    Dann argumentiere dagegen. Zeige Beispiele wo du intelligente Thailänder getroffen hast, oder erzähl wenigstens eine Begebenheitwo du einen intelligenten Thailänder erlebt hast..

    tomtom24
    Keine Ahnung wo Du unterwegs warst.
    Wie solltest du es auch wissen, da du mich nicht persönlich kennst. Ich will dir die Frage gerne beantworten. Geschäftlich knapp 13 Jahre sporadisch in Bangkok, Hongkong, Singapore. Die nächsten 2 Jahre viele Urlaube (Samui, Phuket, Pattaya Koh Chang), verbunden mit Trips nach Laos, Kambotscha und Malaysia. Seit 4 Jahren in Thailand mit ganz kurzen Unterbrechungen sesshaft.

    tomtom24:
    Denn schlechte oder keine Schulausbildung macht keine dummen Menschen, sondern fördert lediglich nicht deren Stärken. Dumm ist für mich jemand, der nichts kann, niemals was können wird und u.U. damit auch noch zufrieden ist oder einer der es weiss, und der sich damit abgefunden hat, dass er dumm ist (gibt es ja auch).
    Das halte ich für eine sehr gute Definition. Ganz genauso würde ich Dummheit vom Prinzip auch definieren, du triffst damit den Nagel fast auf den Kopf. Und ganz genau das trifft nach meiner Meinung, natürlich in individuell verschieden starken Ausprägungen, auch auf ca. 95% aller Thailänder zu.

    Du schreibst zu recht das eine schlechte oder keine Schulausbildung noch keinen dummen Menschen macht. Das ist im Prinzip richtig, jedoch kann durch ein Schulsystem das den Kindern und späteren Erwachsenen das eigenständige Denken aberzieht, Kritik und ein (Hinter)Fragen als Vergehen ahndet, ja als grobe Unhöflichkeit versteht und ansieht, aus Normalen in wenigen Jahren eben echte "Dumme" machen!. Ich hatte ja schon in meinem Vorposting geschrieben das thailändische Kinder bevor sie in die Schule kommen genauso aufgeweckt und wissbegierig sind wie alle Kinder auf der Welt. Nichts bleibt davon leider in der Regel übrig!

    Des Weiteren hatte ich in einem Vorposting geschrieben:

    Natürlich sollte man nie einem Menschen (welchen Landes auch immer) sagen das er dumm ist. Man sollte es selbst verhindern das er es so empfindet und gekränkt wird. Dies alles verbietet schon die Höflichkeit.

    (Gemeint war damit natürlich im persönlichen Kontakt)

    tomtom24 meinte dazu:

    Dass Du im www schreibst, hast Du aber schon erkannt, oder? Und dass der eine oder andere Thai hier auch unterwegs ist?
    Da mache ich mir also wirklich nicht die geringsten Sorgen. Ein thailändischer Bürger der im Internet ein deutschsprachiges Forum besucht, das Geschriebene lesen und auch wirklich verstehen kann, gehört mich Sicherheit nicht zu den 95% dummen Thailändern. Er hat wahrscheinlich nach meiner Meinung auch den Intellekt das er ganz genau selbst weis, wie es um sein Land und die überwiegende Mehrzahl seiner Landsleute bestellt ist. Auch wenn er es natürlich aus Stolz höchstwahrscheinlich nie zugeben würde.

    Da witzeln intelligente Thailänder ja selbst gerne darüber. Ich war 12 jahre lang in Bangkok im Berater-Business und weis wirklich von was ich spreche. Dort spricht man in gewissen Thai-Kreisen häufig vom sogenannten "dummen Isaan / Lao Volk" (Orginalton Thai: "this stupid Isan / Lao ........"), die das Land überschwemmen. Die sich angeblich sogar anmassen durch ihre Stimmen die thailändische Regierung bestimmen zu wollen, und was man am liebsten mit diesen tun würde. Darüber aber möchte selbst ich hier nichts schreiben.


    Micha:
    Kann es nicht nachvollziehen, warum man sich als Besucher auch nur ansatzweise einen Kopp über den prozentualen Anteil von schlauen und dummen Menschen irgendeines Landes machen sollte?
    Hast du absolut recht, solange du Besucher bist. Als Urlauber und Geschäfgtsreisender stehst du im Normalfall über den vielen kleinen Dummheiten der Thailänder die dir begegenen. Sie werden dich vielleicht sogar amüsieren oder wenigstens später für lustige Anekdoten im Kollegenkreis sorgen.

    Wohnst du aber hier, fängt es irgendwann an wahnsinnig zu nerven. Es sind eigentlich nicht die grossen Sachen, bei denen erwartet man ja gar nicht das sie auf Anhieb perfekt funktionieren, sondern die vielen vielen selbstverständlichen Kleinigkeiten. Ich mache nun ein sehr trivales Beispiel von vorgestern: Montiert doch tatsächlich ein Handwerker ein teures amerikanisches Designer-Türschloss (dreieckig) falsch herum (auf dem Kopf stehend) in die Tür. Und dies obwohl das Schloss eine Aufschrift-Gravur hatte. Das Schliessen funktioniert nun entgegen der normalen Schliessrichtung. Frage: Hätte einem normal intelligenten Menschen auffallen müssen das etwas nicht stimmt. Hätte ein normal intelligenter Mensch nicht gefragt bevor er die Säge ansetzt? Ändern lässt sich das nun nicht mehr, da man die Aussparung neu machen müsste (= neue Tür).

    Zuerst denkt jeder an Pech wenn ständig irgend etwas Dummes passiert, eine einfache Sache umständlich gehandelt wird, oder etwas einfach nicht verstanden wird. Dann versuchst du es zu ignorieren (Ärger zu unterdrücken), aber irgendwann bist du an dem Punkt wo du dir wirklich Gedanken machst. Und irgendwann begreifst du es: "Sind sind einfach alle blöd..."


    Micha:
    Dagegen ist für mich die Frage wichtig, ob ich jene Menschen Frauen, die mich interessieren leicht finden kann - und noch wichtiger - ob ich dann auch an sie herankomme
    .

    Also ich wohne in der Nähe von Pattaya, und da sind solche Fragen natürlich nur rein akademischer Natur. :-) Und wie du schon selbst erkannt hast schneidet Thailand da schon ungleich besser ab als deine Heimat. Auch diese Seite (5ex als letzte und auch einfachste (bequemste) Einkommensquelle der Ungebildeten) ist natürlich, wen man es wirklich näher betrachtet, meiner Meinung nach auch nur auf die "Dummheit" zurückzuführen. So ziehen eben viele Thailand-Besucher aus der Dummheit auch ihren Nutzen (Fun).

    Und auch das ist natürlich das "echte Thailand". :-)

    Gruss an alle von

    Netandy

    Nachtrag: ich weis selbst, dieses Posting ist zu lang. Sorry deswegen. :-)

  9. #158
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Das "richtige" Thailand

    Zitat Zitat von Netandy",p="701017
    Über dieses Post habe ich ehrlich eine Weile nachgedacht und komme nicht dahinter. Du bist kein Thailänder, hast deshalb natürlich keinen König und sprichst von deinem Landesvater den du augenscheinlich verehrst? War das jetzt ernst oder ein sehr subtiler Sarkasmus da manche Themen eventuell nicht anderst kritisiert werden können. Falls das letztere stimmt.... haben es mit Sicherheit hier viele nicht verstanden. Ich bitte deshalb für uns alle um eine kurze Aufklärung.
    Gerne. Nein, (diesmal) war kein Sarkasmus im Spiel. Schau, das Koenigreich Thailand ist meine Wahlheimat. Ich bin ausgewandert, das heisst, als ich hier herkam, habe ich alle meine vorherigen Bruecken abgebrochen. Ein zurueck stand schon 2000 voellig ausser Frage.

    Integration ist unter diesen Voraussetzungen ein absolutes MUSS um Zufriedenheit in seiner Wahlheimat zu finden. Ich habe die alte Welt verlassen, weil ich dort nie richtig gluecklich war. Ich bin jetzt zufrieden. Warum sollte ich anfangen, mich auf die faulen Stellen in meinem "Paradies" zu konzentrieren? Natuerlich wuerde ich sie finden. Aber wuerde mich dies weiterbringen?

    Was ich meine fuer "mein" Land tuen zu koennen, das tue ich. Ich bin sehr stark integriert in meiner Wahlheimat, viel staerker als ich es je in Deutschland war. Denn mein Aufenthalt hier basiert auf meiner eigenen freien Entscheidung. Koennte ich mich nicht mit den Umstaenden hier problemlos arrangieren, dann waere es Zeit fuer mich zu gehen, denn ich waere lediglich vom Regen in die Traufe umgezogen.

    Als ich im Mai letzten Jahres nach acht Jahren das erste Mal (zwangsweise) fuer ein paar Tage nach Deutchland zurueckkehren musste, habe ich das nur zoegerlich getan. Da ich in meinem zu Hause gluecklich bin, sehe ich keinen Grund (mehr) woanders hinzureisen. Frueher war ich dagegen sehr viel und gerne unterwegs und habe mich ueber jede Reise gefreut.

    In der kurzen Besuchszeit in D fuehlte ich mich dort als Auslaender und absolut nicht, als sei ich zu meinen Wurzeln zurueckgekehrt. Alles war irgendwie fremd. Absolut still, keine Leute, eigenartig surreal. Selbst meine Mutter meinte, dass es so extrem sonst nicht sei. Dies war der Ort (ca. 22.000 Einwohner), wo ich 33 Jahren von 48 Jahren zugebracht hatte. Somit war/ist klarer als je zuvor wo nun tatsaechlich meine Heimat ist.

    Als ich dann wieder auf dem Flughafen Suvarnabhumi ankam, wurde ich von einem Taxifahrer gelinkt. Kam gebuertig sogar aus Roi Et, dem Geburtsort meiner Frau. Ich faltete ihn mit eher aufgesetztem Aerger verbal und meinte, dass er Glueck habe, dass meine Frau nicht hier sei und ich eben ein ausgeglicher Mensch sei. Er grinste. Schlitzohr, Bazille und ups, sogar nach so vielen Jahren gelingt es einigen immer noch mit mir Spielchen zu spielen. Okay, mich hat die ganze Sache 100 Baht mehr gekostet, aber Teufel, ich war gluecklich wieder zu Hause und in ca. einer halben Stunde bei meiner Familie zu sein.

    Also hier ist der Ort, wo ich sein moechte. Im vertrauten Nest, das natuerlich alles andere als makellos ist. Aber hat mich letztendlich nicht die vermeintliche Makellosigkeit bewogen meine fruehere Heimat zu verlassen? Was will ich? Deja vu? Mit Sicherheit nicht. Muss ich mich dafuer selbst verleugnen? Nein, ich bin zufrieden, so wie es ist. Die Wiese ist fuer mich gruen genug.

    Meine Wiese, meine Diesteln, meine ......... und ja auch mein Koenig, denn meine Wahlheimat ist ja ein Koenigreich. Nein, ich sehe seine Majestaet nicht als Gott, als Uebermensch. Jeder Mensch ist fehlbar, auch er, sind ja schliesslich seine eigenen Worte.

    Als Staatsmann steht man natuerlich immer in der Oeffentlichkeit und kommt sehr leicht unter Beschuss. Dies ist, weil Entscheidungen zu treffen sind und nun ja, allen kann man es nie gleichzeitig recht machen. Faktum. Es kann sogar vorkommen, dass man unangenehme Entscheidungen treffen muss, selbst bis dahin Opfer zu bringen. Diese koennen natuerlich immer als Angriffsflaechen verwendet werden. JEDER Mensch hat diese Angriffsflaechen und man wird sie natuerlich finden, wenn man gezielt danach sucht. JEDER Mensch ist ja fehlbar.

    Verehrung ist ein extremes Wort und auch ein extremes Verhalten. Extreme sind nie gut, da sie nur in Nachteilen enden koennen. Verehrung bedeutet, die zu starke Anhaftung an etwas und muss bei Verlust zwangsweise Leid ausloesen. Somit verehre ich nicht. Ich respektiere Seine Majestaet als Menschen. Er macht es mir hierbei sehr leicht. Ich schaetze seinen Rat, seine Weisheit, seine Umsicht, die in seinen Geburtstagsreden zum Ausdruck kommen. Ich schaetze seinen unermuedlichen Einsatz zum Wohle seines Landes (meine Wahlheimat) und seiner Bevoelkerung (meine Mitbuerger).

    Ich erkenne die enorme Last, die auf seinen Schultern ruht. Kein Gott, nur ein Mensch und wie es die Umstaende auch wollen, mein Koenig und Landesvater. Oberhaupt meiner Wahlheimat, die fuer mich von groesserer Bedeutung ist als meine nicht selbst gewaehlten Wurzeln. Ich entschied mich selbst, wie es auch meine eigene Entscheidung ist, den Menschen, den Seine Majestaet verkoerpert, zu respektieren. Natuerlich wuerde ich Makel finden, wenn ich danach suche, aber warum sollte ich danach suchen? Ich weiss bereits jetzt, dass die Welt nicht perfekt ist und die Menschen erst recht nicht, brauche somit keine Bestaetigung mehr.

    Tam djai laeau. Hierdurch ist mein Leben viel einfacher und lebenswerter geworden. Ich versuche in Harmonie zu leben. Weder Kritik noch Verehrung hilft mir hierbei weiter, sondern es sind lediglich Stoerkomponenten, die es zu vermeiden gilt. Muss ich mich selbst dafuer geisseln? Nein, da es ein natuerlich gewachsener Zustand ist, faellt es mir sehr leicht so zu leben.

    Dummheit ist beim Menschen ein nicht ausmerzbarer Zustand. Egal wo auf der Welt. Da es keine generelle Kur dafuer gibt, kann die Loesung nur Toleranz heissen. Verehre NICHT die Klugen, aber verachte genausowenig die Dummen. Nimm sie wie sie sind und gewinne eigene Harmonie hieraus. Dies ist das Optimum, das erreicht werden kann. Optimaler gibt es nicht, wie sehr man es sich auch manchmal wuenschen mag.

  10. #159
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Das "richtige" Thailand

    [quote="Armin",p="700924"]
    Zitat Zitat von Tramaico",p="700905
    Bin ein sehr simpel gestrickter Bangkoker. Etwa zu simpel zu erkennen, dass da jemand anderes in Wirklichkeit meine Faeden zieht?
    Und das mit deinem Leitspruch:
    Nur wer sein Leben nach seinen eigenen Vorstellungen gelebt hat, kann letztendlich behaupten wirklich gelebt zu haben.
    Armin, nur zur Aufklaerung. Bei der von Dir zitierten Aussage handelt es sich um Tramaico-typischen Sarkasmus. Unter dieser Beruecksichtigung mag einiges klarer werden.

    Mein Frau meint, dass ich ein sehr sehr einfacher komplizierter Mensch sei. Ein "Kung Fu-Moench" (ihre eigenen Worte).

  11. #160
    Avatar von Silom

    Registriert seit
    05.02.2008
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    4.776

    Re: Das "richtige" Thailand

    Zitat Zitat von Micha",p="701005
    Wenn ich nur mal an die Threadstarterin denke.

    Eine Thailänderin! mit deutscher Muttersprache.

    Wortgewandter und in vielen Belangen auch intelligenter, als so ziemlich jeder hier an Board!

    Kaum einer, der sie auch nur ansatzweise kennt, käme auf die Idee sich gegenüber dieser Frau überlegen zu fühlen.

    Auch in Thailand hat es solche Frauen.
    Und weil sie dort nicht deutsch sprechen, muss man halt ihre Muttersprache können um sie verstehen- und schätzen zu können.

    Vermute mal, dass es gerade damit nicht so weit her sein dürfte - bei den ach so überlegenen...
    Ich will es einmal so umschreiben.

    2 PC´s gleiche Leistung, Prozessor, etc. ausgerüstet nur mit der Grundausstattung werden von 2 verschiedenen Personen gekauft.

    Die eine Person ist glücklich mit der Leistung und arbeitet tagtäglich ohne jegliche Zusatzprogramme an diesem Computer.

    Die andere Person hat andere Ansprüche. Um den PC voll ausnützen zu können werden verschiedene Programme installiert, neue Komponenten eingebaut, etc.

    Nun die Frage: Wer hat den besseren (schnelleren) Computer?

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