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Copy, Paste, Enter - Thailands Plagiatproblem

Erstellt von x-pat, 21.04.2015, 05:41 Uhr · 6 Antworten · 963 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von x-pat

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    Copy, Paste, Enter - Thailands Plagiatproblem

    Heute morgen wurde ich auf einen aufschlussreichen Artikel aufmerksam gemacht, der sich mit dem Thema "Plagiate" im Erziehungsbereich beschäftigt und dabei auch einige andere Probleme in diesem Bereich beleuchtet und teils durch Anekdoten illustriert:

    Copy, Paste, Enter Thailand's Plagiarism Problem

    Ist leider in nur in Englisch verfügbar, aber ich möchte es euch trotzdem nicht vorenthalten.

    Zitat Zitat von Chiang Mai Citylife
    “Cheating and copying is a daily occurrence in Thai schools,” one teacher, we’ll call him Frank, told me. A long-term British expat, Frank has taught at both private international institutions and Thai government schools here in Chiang Mai, and says he can’t distinguish much of a difference between the two when it comes to rates of plagiarism.

    He recalls one incident that occurred a few years ago at a prominent international school in Chiang Mai. A student was using a phone to cheat during an exam, so Frank confiscated the student’s phone. The student responded by getting physical with Frank, yelling at him to give back the phone and slamming a door in his face.

    “Then when I threw the student out of the class and didn’t allow him to come back in to any of my lessons, the administration wouldn’t back me up and told me I had to teach him as his parents paid for the school,” recalls Frank, adding that the student ended up avoiding any punishment whatsoever for both the cheating and the attempt to start a fight.
    Zitat Zitat von Chiang Mai Citylife
    “There’s a culture of plagiarism in Thailand – just look at the Night Bazaar,” says Dr. Deakin. “Copying is bound in with Thai culture and university culture is a micro-representation of that.”

    Thailand is what sociologists would call a “communal culture,” characterised by high degrees of both sociability and solidarity. Unlike in the west, where individualism is prized above all else, here community is valued over personal achievement. And while this can often be a good thing in many ways, it also carries with it the possibility of sweeping negative behaviour from fellow community members, and leaders in particular, under the rug.

    “You could argue that plagiarism is a form of corruption – academic corruption,” Dr. Deakin says. “If a culture decides to accept corruption, as Thailand does daily when it comes to the government, it’s going to trickle down to universities and colleges. Bottom line: if it’s okay to do it at the macro level than why not at the micro level?”
    Cheers, X-pat

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Amsel

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    Thailand is what sociologists would call a “communal culture,” characterised by high degrees of both sociability and solidarity. Unlike in the west, where individualism is prized above all else, here community is valued over personal achievement
    Gerade an Solitaritaet mangelt es hier. (beschraenkt sich auf die Einfluss-reichen und Schoenen)

    In Bezug auf Individualismus sind die Eingeborenen sehr an ihrem individuellen Wohlergehen interessiert.

    Ruecksicht auf Andere ist da nur hinderlich.


    (Nein, ich bin nicht verbittert, ich bin Realist. )

  4. #3
    Avatar von x-pat

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    Da muss ich der @Amsel zustimmen. Interessanterweise funktioniert die Zusammenarbeit auf der kommunalen Ebene oft sehr schlecht.

    Die Gesellschaft lässt sich nicht in die kollektivistisch/individualistisch Schablone pressen, weil sie sowohl kollektivistische als auch individualistische Merkmale hat. Darüber hinaus befinden sich kollektivistische Strukturen, zum Beispiel die ungeschriebenen Gesetze der ländlichen/traditionellen Dorfgesellschaft in Thailand gerade in der Auflösung.

    Man kann vielleicht sagen, dass die thailändische Gesellschaft, wie viele andere asiatische Gesellschaften Klan-orientiert ist, d.h. kollektivistisch in Bezug auf den Klan und individualistisch (viele würden sagen hemmungslos eigennützig) in Bezug auf die Allgemeinheit.

    Cheers, X-pat

  5. #4
    Avatar von DisainaM

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    Im Fall des lehrers war wohl die Erfahrung schmerzvoller,

    auch ein gut bezahlter Wasserträger, bleibt ein Wasserträger,

    da hilft ihm auch ein noch so gutes Gehalt nicht.

    Wenn ein Schüler einem Lehrer die Klassentür vor den Kopf schlagen darf,
    ud das Direktorium nimmt den Schüler aus der wichtigen XYZ Familie in Schutz,

    dann hat die Schule nur einen angestellten Hilfs-Lehrer, der sich zum Affen macht, gesucht.

  6. #5
    Avatar von lucky2103

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    Ich würde niemals Lehrer für irgendwas in TH sein wollen...ich kenn die Stories alle.
    McD oder Burger King in D ist da noch besser.

  7. #6
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Wenn ein Schüler einem Lehrer die Klassentür vor den Kopf schlagen darf, ud das Direktorium nimmt den Schüler aus der wichtigen XYZ Familie in Schutz, dann hat die Schule nur einen angestellten Hilfs-Lehrer, der sich zum Affen macht, gesucht.
    Das ist ein Problem, dass hauptsächlich in Privatschulen anzutreffen ist. Schulen als Geschäft zu betreiben führt dazu, dass der Lehrauftrag oft mit dem Ziel der Gewinnmaximierung im Konflikt steht und man kann sich denken welches Ziel dem Management in diesem Fall wichtiger war.

    Ich glaube zwar nicht dass das Beispiel repräsentativ ist, aber es ist sicher auch kein Einzelfall. Unter den Privatschulen können es sich nur die gut etablierten leisten, Disziplinarmaßnahmen konsequent anzuwenden. Das wird sehr vorsichtig getan, weil es immer zu Konflikten mit Eltern führt.

    Cheers, X-pat

  8. #7
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Das ist ein Problem, dass hauptsächlich in Privatschulen anzutreffen ist. Schulen als Geschäft zu betreiben führt dazu, dass der Lehrauftrag oft mit dem Ziel der Gewinnmaximierung im Konflikt steht und man kann sich denken welches Ziel dem Management in diesem Fall wichtiger war.

    Ich glaube zwar nicht dass das Beispiel repräsentativ ist, aber es ist sicher auch kein Einzelfall. Unter den Privatschulen können es sich nur die gut etablierten leisten, Disziplinarmaßnahmen konsequent anzuwenden. Das wird sehr vorsichtig getan, weil es immer zu Konflikten mit Eltern führt.

    Cheers, X-pat
    sehe ich genauso, und ähnlich liegen viele Dinge in Thailand, ne einfache Erklärung ohne das man dafür jetzt großartig Thaikultur und Gesichtsverlust hin und her beleuchten müsste.

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