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Christen in Thailand

Erstellt von KLAUS, 06.05.2001, 17:08 Uhr · 20 Antworten · 3.185 Aufrufe

  1. #11
    Mario
    Avatar von Mario

    Re: Christen in Thailand

    Hallo Klaus,
    wenn es keinen stört,kann es ja hier weitergehen.

    Mit Bekehren meinte ich;ob du vielleicht mitbekommen hast,das buddhistisch Gläubige versucht haben,christlich gläubige von Ihrm Glauben zu überzeugen und umgekehrt.?
    Oder respektieren sich Buddhisten und Christen gegenseitig(tolerieren) ?

  2.  
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  3. #12
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Christen in Thailand

    Hi Mario,
    ich denke,ich habe Deine Frage verstanden.
    Ich glaube es ist angebracht, bei Deiner 2. Frage zu beginnen,
    "Respektieren(tolerieren) sich Buddhisten und Christen in (Thailand) gegenseitig?"
    das war Deine Frage:

    Ich kann da nur aus meiner persoenlichen. Erfahrung als Christ in Thailand etwas zu sagen.
    Wenn wir davon ausgehen, dass die weitaus meissten Christen , zunaechst in buddh. Familien erzogen wurden,haben sie also auch die gesamte Kultur, gesellschaftliche Normen usw. , also auch die hier vielgepriesene "Toleranz" anerzogen bekommen
    (Alleine das Thema "Toleranz" ist sehr umfassend zu betrachten)
    Dass die buddhistischen Glaeubigen eine Toleranz gegenueber den Christen haben (im Rahmen der
    "Volksreligion") ist so zu sehen.
    Etwas anders sieht dann schon in den Regionen der offiziellen Wuerdentraeger in Buddhismus aus,
    aber auch die christlichen Wuerdentraeger haben eine sehr niedriege Toleranzschwelle zu anderen Religionen hier entwickelt.
    Was die Christen betrifft (ich spreche mal nur von den THAILAENDISCHEN Christen) denke und habe das schon erlebt, dass dort ebenfalls eine gute Toleranz und ein gewisses Miteinander, Nebeneinander, gibt.
    Was allerdings klar verstanden werden muss, BEIDE Religionen haben ein Missionsbeduerfnis, welches allerdings auf verschiedene weise und der jeweiligen Glaubensschwerpunkte entsprechend gesehen werden muss,, es ist allgemein bekannt, dass es buddh. Moencher zu ihrer Aufgabe gemacht haben, Nichtbuddhisten zu "bekehren", dieses "Bekehren" muss man unter den besonderen Bedingungen der buddh. Lehre verstehen,
    wie man auch die "Evangelisierung" der Christen aus der Sicht der Bibel und deren Aussage sehen muss und sollte!

    Damit sind wir schon bei Deiner ersten Frage angekommen,
    ob ich mitbekommen habe, dass Buddhisten
    Andersglaeubige "bekehren" wollen. und umgekehrt Christen Andersglaeubige evangelisieren.
    Ja ,
    kann ich dazu nur sagen, was ich an Deiner Frage einschraenken moechte ist die Einengung auf die beiden Gruppen. naemlich der Buddhisten und Christen!
    Diese, Deine Einengung, schliesst natuerlich die. Andersglaeubigen und besonders die ohne Glauben aus!
    Und das wird dann der Frage insgesamt nicht gerecht.

    Warum sehen wir "Auslaender" die Bekehrung oder besser die Heranfuehrung von Nichtbuddisten zum Buddhismus anders , wie die Thai,s selber, "ganz einfach", weil, aufgrund der kulturellen Besonderheiten in Thailand, die nach AUSSEN
    sichtbare Einflussnahme der Buddhisten, durch Auslaender garnicht, oder kaum wahrgenommen wird, vielmehr sehen WIR nur die Aktivitaeten der Moenche in den Tempeln, das was die Moenche dort tun, naemlich die Lehre BUddhas, an das Volk verbreiten,
    ist EIN Teil Deines "Bekehrungsverstaendnisses".
    So sehe ich das zumindestens hier.

    Die thailaendischen Christen, so sie denn den Glauben und das Glaubensleben ernst nehmen, verstehen es als Selbstverstaendlichkeit, Ihren Glauben an andere weiterzugeben, das nennt man evangelisieren (Evangelium = Die gute Nachricht/Bibel).
    Wenn wir in allen Religionen mal die Vergangenheit und deren menschliche Auswuechse
    zur Machtausuebung unter Benutzung des Glaubens beiseite lassen,
    dann ist es legitim, dass unter den heutigen Bedingungen, Christen Andersglaeubige/Unglaeubige
    evangelisieren und auch die Buddhisten in aller Welt Ihren Auftrag zur Verbreitung der buddhistischen Lehre nutzen.
    Ist es heute nicht so, dass es jedem (in Thailand) ueberlassen ist, welcher Religion
    er sich zugehoerig fuehlen moechte und welche Religion er passiv oder aktiv fuer sich in Anspruch nehmen will.
    Von Staatswegen her (der Koenig ist bekanntermassen der Schirmherr aller Religionen)
    wird niemand im Lande wegen seines Glaubens verfolgt, eingesperrt oder sonstwie
    offiziell benachteiligt.
    (Im Gegenteil zu China, -nur als aktuelles Beispiel-, wo Christen von den staatlichen Behoerden verfolgt und eingesperrt werden.)
    Das es inoffiziell auch zu Kampagnen , z.B. in den Medien kam, wo die Christen verleumdet wurden, ist allgemein bekannt und belegbar.
    (Diese Prozesse wurden von hoechsten Stellen in den Raeten. gesteuert und werden es da und dort immer noch.
    Hiervon war besonders unsere christliche Religionsgemeinschaft betroffen.)
    Aber der "Volkschrist" und der "Volksbuddhist", und das war glaube ich Deine Frageansatz, leben friedlich, tolerant zusammen!
    Mir sind keinerlei. Taten , egal welcher Art von irgendeiner Seite bekannt, die auf die andere Religion abzielte.
    Beide Religionen leben ihren Glauben, haben Ihre Glaubensgrundsaetze und/oder Ideologie/Philosophie
    und versuchen diese mit ihren Mitteln in der MODERNE unserer Zeit zu verbreiten....:-)
    Ich hoffe, ich konnte Deine Frage soweit beantworten in aller KUERZE:-),
    aber sicher hat dieser Beitrag neue Fragen aufgeworfen, oder fordert Widerspruch,
    nun ich kann nur aus meiner persoenlichen
    Erfahrung und Einstellung. das Thema angehen, was ich versucht habe.
    Gruss Klaus


  4. #13
    Avatar von Tschaang-Frank

    Registriert seit
    26.05.2004
    Beiträge
    4.213

    Re: Christen in Thailand

    Hallo Klaus,

    wieweit hast du dich mit den Worten Goatamas beschäftigt?

    Wo liegt für der Unterschied (primär) Christentum - Buddhismus?

    Ic werte das Christentum in keinster Weise ab - was überzeugt dich Christ zu sein - was bemängelst du am Buddhismus ( im Sinne Goatamas!!!)

    Frank

  5. #14
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Christen in Thailand

    Hi Frank,
    Deine Frage:
    Wie hast Du Dich mit der Lehre Gautamas beschaftigt?
    Etwa so:
    Ich habe ein ausfuehrliches aber verstaendliches Buch gelesen, teilweise mehrmals, weil,
    einige Stellen muss man, um sie zu verstehen schon mehrmals lesen,
    ausserdem habe ich alles genutzt,
    um mich ueber die Geschichte und Gegenwart des Buddhismus und der Lehre Buddha,s
    zu informieren,
    ich denke ,
    ich kenne mich recht gut aus,
    sowohl in der Lebensgeschichte des Sitthartha Gautama,
    seiner Philosophie zum Leben und den praktischen
    buddhistischen Regeln,
    besonders fuer die Laien, die der. Moenche kenne ich nicht alle, aber ich glaube, die kennt kaum einer. vollkommen, es sind zu viele...:-)
    Also wie Du sagst "beschaeftigt", das schliesst ein, ein gewisses Mass an Uebernahme der Lehre,
    habe ich mich , glaube ich, nicht, ich wuerde es "informieren" nennen,
    die Lehre fuer mich realisieren, das konnte ich nicht.
    ----------
    Frage: Der primaere Unterschied, den ich in den beiden Religionen Buddhismus und Christenlehre sehe:

    Nun, der wesentliche Unterschied ist der Glaubensansatz im Leben nach dem Tode und der Unterschied,
    dass es sich beim Buddhismus um eine von einem Menschen aufgestellte Philosophie/Weltsicht-anschauung handelt, aus der dieser eine Lebenslehre. kreiert hat.
    Waehrend die Christen zwar auch an einem Menschen glauben, naemlich Jesus Christus, der aber durch Gott gesandt wurde und durch diesen goettlich gemacht wurde,
    also Gottglauben , an ein "Uebermenschliches" Wesen.
    Ein Unterschied besteht auch in der Glaubensweise nach dem Tode, wo ja den Christen durch Gott das ewige Leben an seiner Seite versprochen ist.
    Das sind meiner Meinung nach die Hauptunterschiede der beiden "Religionen".
    Wobei festzustellen ist, das die moralisch, ethischen Lebenswerte, identisch sind, die sich in den 5 Verhaltensregeln fuer die Laienbuddhisten und den 10 Geboten fuer die Christen,
    manifestieren.
    Diese betrachtungsweise ist meine persoenliche Auffassung und sicher hier nicht "wissenschaftlich" theologisch sicher
    formuliert, dazu muesste man einen Theologen oder Religionswissenschaftler heranziehen..:-)

    -----------
    Frage:...was ueberzeugt Dich Christ zu sein,
    was bemaengelst Du am Buddhismus, im Sinne der Lehre Gautamas:

    Christ sein, bedeutet nach der Lehre,
    an die Geburt Jesu, an seine Auferstehung nach der Kreuzigung und der anschliessenden Himmelfahrt zu glauben,
    besonders dann aber in der Nachfolge Jesu Christ, sein Leben nach der Aussage der Bibel zu gestalten, mit all der menschlichen Unzulaenglichkeit und Unvollkommenheit,
    das eigene christliche Leben fuer sich zu gestalten, das setzt eben genau den oben beschriebenen Glauben voraus, also der Glaube an den allmaechtigen Herrn, an Jesus Christus, den eingeborenen Sohn und an den von Gott gesandten "Heiligen Geist", also wie die Christen sagen die "Dreieinigkeit".
    Das ist sehr vereinfacht ausgedrueckt, dazu gehoert in jedem Falle die christliche Gemeinschaft, ohne diese, gibt es kein christliches Leben, alleine im stillen "Kaemmerlein" kann Glaube nicht wachsen und Bestand haben, so die eindeutige Aussage der Bibel.
    Damit habe ich , denke mal, mein Glaubensbekenntnis ausfuehrlich beschrieben, welches anders nicht ausfallen konnte...
    Ich bitte da um Verstaendnis, da ,anders war es mir nicht moeglich die Frage zu beantworten.
    ----
    Mir steht es nicht zu, einen Buddhisten zu "bemaengeln" in seiner Glaubensausuebung,
    gleichwohl, sehe ich, dass die Befolgung der Lehre Buddha,s nicht leichter ist,
    als die Befolgung der Gebote Gottes in all der Vielfalt beider Lehren, aber das wiederum ist die bekannte Unzulaenglichkeit der Menschen,
    die Christen haben die Gewissheit der Gnade Gottes, die Buddhisten haben, wenn ich das richtig verstanden habe, die Hoffung durch ihr
    Karma, das koennte man mit etwas gutem Willen , fast gleichsetzen, ist es aber nicht, was zu erlaeutern, diesen Rahmen sprengen wuerde.

    Die Lehre Buddha,s gar zu bemaengeln, ist fuer mich nicht geboten, es waere nicht gerecht und subjektiv, es wuerde ausserdem mich nicht weiterbringen und einen anderen Menschen auch nicht.
    Ich hoffe, ich konnte diese Frage einigermassen beantworten, weise aber wieder darauf hin, es ist meine persoenliche Auffassung,
    fuer wichtig halte ich besonders im Zusammenleben von verschiedenen Glaubensgruppen, dass alle ein gutes Mass an Toleranz und Respekt dem anderen Glauben gegenueber pflegen, das schliesst "Evangelisierung" oder gegenseitige "Bekehrung" nicht aus!!
    Gruss Klaus

  6. #15
    Avatar von Tschaang-Frank

    Registriert seit
    26.05.2004
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    4.213

    Re: Christen in Thailand

    Herzlichen Dank für deine Antwort.
    Warum Christ - das hast du kurz aber recht deutlich beschrieben.
    Min Fehler war wahrscheinlich, daß ich das Wort "bemängeln" gewählt habe. Ich finde es ja sehr tolerant das du den buddhismus nicht "bemängeln " willst aber man kann doch obejektiv kritisch Religionen diskutieren, daß ist doch nichts schlimmes.
    Ich drücke es einmal anders aus - mit welchen Punkten kannst du dich nicht identifizieren und/oder was fehlt dir in den Erkenntnissen Siddartas?
    Im übrigen geht es mir genau wie dir, ich muss die Bücher auch mehrmal lesen da sich viele Punkte nicht sofort erschließen. Wahrschinlich bin ich in dieser recht hektischen Welt gar nicht mehr in der Lage philosopische Fragen sofort umzusetzen, mein Hirn zugemüllt mit den unzulänglichkeiten des Alltags - Schade eigentlich - das ist aber auch ein Grund weshalb ich hier weg will und möglichst. mit "FU" (woher habe ich das den wohl!?) mein derzeitiges restliches Leben, mit wichtigeren Dingen als Geldverdienen beenden möchte. Schauen wir mal wie es weitergeht - wo ein Wille ist, ist auch ein Weg - so is es!!

    Frank. . . .

  7. #16
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Christen in Thailand

    Hi Frank,
    dass ich ich den Buddhismus nicht "bemaengeln" will, hat nicht nur mit Toleranz zu tun, sondern auch mit einem grossen Teil an Glaubwuerdigkeit, denn sieh mal, ich als bekennender Christ, nehme den buddhistischen Glauben "auseinander", was denkst Du wohl, wie die hier lesenden Buddhisten,
    aus D oder deutschsprachig, das bewerten und einschaetzen??
    Also, es wuerde mir und meinem Glaubensbild garantiert nichts bringen ,
    den Buddhismus zu kritisieren und denen, die den Buddhismus fuer Ihr Glaubensziel auserkoren haben, bringt es auch nichts,
    eines wuerden wir garantiert erreichen, wir wuerden sog. "Feindbilder" entstehen lassen und dies unnoetigerweise, da ich mir , jedenfalls fuer meinen Teil, nicht anmassen moechte, das , was ich von der Theorie der buddh. Lehre weis,
    ausreicht,
    Kritik oder Bewertung zu ueben.
    Sehrwohl sehe ich ich die Unterschiede in der heutigen Zeit, zwischen den Lehrthesen des Buddha und der realen. , praktischen Umsetzung des Buddhistischen Lebens in unserer Zeit.
    Nur da kann man dann auch genug Ansatzpunkte im Christentum finden, besonders in den "christlichen Laendern", oder die dafuer gehalten werden, also bringt uns das nicht weiter, weiter bringt uns nur, wenn wenn jeder in seinem Glauben betrebt ist, das beste draus zu machen fuer sich und die Gesellschaft, dann haben alle was davon, egal, welcher Religion. man angehoert.
    Will sagen, die Religionslehre ist das eine, die Umsetzung. ist das andere, und da ist jeder gefordert , jeder wie es mit seinem Glauben kann.
    Ich als Christ versuche mich in unserer Gemeinde einzubringen und so gut es mir gegeben ist, nach aussen zu wirken, mal gelingt es mir, mal haue ich daneben:-)
    Ich bin halt ein Mensch wie alle anderen, nicht besser, und ich fuehle mich nicht schlechter wie andere, aber das ist schon wieder ein anderes weiterfuehrendes Thema.
    Bitte habe aus dem. vorangesagten Verstaendnis, fuer meine Zurueckhaltung in dieser frage, etwas anderes ist es, wenn wir zwei uns gegenueber sitzen und dieses Thema behandeln...:-)
    Gruss Klaus

  8. #17
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Christen in Thailand

    Hi Frank, bitte noch einen Nachsatz zum vorher geschriebenen,
    ich kann mich mit der Lehre des Buddha nicht identifizieren, es ist fuer mich als Christ nicht nachvollziehbar, gleichwohl,
    das sagte ich bereits, sind die menschlichen Werte in beiden Glaubensansaetzen gleich.
    Eigentlich will die Lehre des Buddha das gleiche erreichen, wie die christliche Lehre , sie sind "LEBENSHILFE" und "Sterbehilfe" zugleich, ich sehe da aber persoenlich, was wunderts, die Christliche Religion als in dieser Beziehung wirksamer an.
    Vorraussetung ist in beiden Faellen ein Mindestmass an Glaubenstiefe und Ehrlichkeit.
    Weder Pseudochristen, noch Pseudobuddhisten, haben Gelegenheit diese gebotenen Lebenshilfe fuer sich in Anspruch nehmen zu koennen!!
    Ich hoffe das ist verstaendlich , was ich damit meinte...??:-)
    Gruss Klaus

  9. #18
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Christen in Thailand

    @ Klaus
    Danke - soll reichen. Wenn ich das nächste mal drüben bin komme ich sicherlich mal hoch zu dir.
    Ist ja nicht so weit.
    Frank.

  10. #19
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Christen in Thailand

    Hi Frank,
    gerne,
    dann koennen wir bestimmt auch andere Themen streifen,
    bitte sage rechtzeitig Bescheid, da ich manchmal unterwegs bin, besonders in der Winterzeit...:-)
    Gruss Klaus

  11. #20
    Niko
    Avatar von Niko

    Re: Christen in Thailand

    Habe was gefunden wo gut hierher passt Quelle ist mir unbekannt.

    Vergleiche mit dem Christentum

    Es gibt immer wieder Leute, die Buddha und Jesus v. Nazareth auf eine Stufe stellen möchten, oder die meinen, daß die beiden Lehren eigentlich identisch seien, so wie auch alle Religionen im Grunde iden-tisch seien.
    They used to call him Jesus
    Long time ago....
    They called him Gautama Buddha
    Oh long time ago...
    Cat Stevens
    Es mag natürlich Parallelen gegeben haben, aber Jesus und Buddha waren derart verschieden in ihren Methoden und Lehren und dem, was sie erreicht haben, daß man Jesus ohne weiteres als Anti-Buddha bezeichnen könnte.
    ·Angaben zur eigenen Person
    ·Jesus nannte sich im allgemeinen Menschensohn, insgeheim scheint er sich aber für den jüdischen Messias gehalten zu haben, was er aber seinen Jüngern verbot, weiterzusa-gen. (Mk8:29,Mt16:16,Lk9:20).
    An anderer Stelle bekannte er sich, Gottes Sohn zu sein (Mt24:36,Mt11:27,Mt16:16), und schließlich hielt er sich auch noch für einen Propheten (Mk6:4).
    Der Überlieferung nach haben wir bei Jesus jemand Einmaligen, Großartigen, der im Himmelreich zur Rechten Gottes sitzen wird, und somit auch dort in einer Hierarchie über uns stehen wird.
    ·Bei Buddha gibt es nichts Verdecktes und Verstecktes. Er nennt sich normalerweise Tat-hagata (der [am Ziel] Angekommene). Andere Ausdrücke sind "Vollkommen Selbst-Erwachter", "Erleuchteter", "Vollendeter", "höchster Meister", "der, der getan hat, was zu tun war", usw.
    Trotz all dieser Superlativen ist er aber nur ein Mensch, der das, was er ist, dem zu ver-danken hat, was er getan hat, und jeder, der sich die Mühe macht, dasselbe zu tun, kann dasselbe erreichen.
    Der Überlieferung nach ist Gótama Buddha weder der erste noch der letzte Buddha in dieser Welt und wer ausreichende Ambitionen hat, kann selber ein unterrichtender Buddha werden wie der Gótama.
    Fazit: Keine Übereinstimmung

    ·Tätigkeitsbereich
    ·Jesus war ein Wanderprediger und Wunderheiler, wie es solche mehrere gab zu seiner Zeit, und er war mit Sicherheit nicht der erfolgreichste, sonst würde sich das jüdische Volk an ihn erinnern. Jesus war nationalistisch eingestellt und er glaubte, daß seine Leh-re nur seinem eigenen Volk (den Juden) gelte (Mt10:5-6, Mt15:24, Mk12:29), die Nichtju-den verglich er sogar mit Hunden (Mt15:26, Mk7:27), und als ein Nichtjude sich ihm an-schließen wollte, sagte er:" Gehe nach Hause zu den Deinen..."(Mk5:18, Lk8:38 ).
    ·Buddha war ein Wanderprediger, wie es solche mehrere gab zu seiner Zeit, und er war der erfolgreichste, wenn man den buddhistischen Schriften einigermaßen Glauben schenken kann. Obwohl die Brahmanen schon seit vielen Jahrhunderten wieder die Oberherrschaft erlangt haben, bleibt der Name Buddha‘s als ein großer Name in der Er-innerung des Volkes erhalten.
    Buddha schloß kategorisch keinen Menschen aus seiner Lehre oder seinem Orden aus (Die einzige Ausnahme waren die Sklaven, die der Genehmigung ihrer Herren bedurften, nachdem zu viele wegen der angenehmeren Lebensumstände in seinen Orden geflohen waren) und nationalistische oder rassistische Erwägungen kommen nicht vor.
    Fazit: Keine Übereinstimmung

    ·Feinde
    ·Bei Jesus hatten wir
    ·die etablierten Religionshüter (Pharisäer)
    ·seinen Jünger Judas, dessen hauptsächliches Motiv wahrscheinlich Neid oder Geldgier gewesen war.
    Es gelang seinen Feinden, Jesus umzubringen und damit seine Lehrtätigkeit zu been-den.
    Deshalb können wir auch nicht zweifelsfrei feststellen, was genau seine Lehre war, aber offenbar hatte er die Vorstellung, daß seine Anhänger durch Wunderheilungen seine Kunde verbreiten sollten, während sie selber irgendeine körperliche Unverwundbarkeit genossen (Mk16:17). Dieses Konzept hat wenig mit dem später durch andere entwickel-ten Christentum zu tun, und somit kann man Jesus nicht als erfolgreichen Religionsstifter bezeichnen, um so weniger, als daß gerade jene, an die er seine Botschaft richtete, ihn bis heute verschmähen, denn die "verlorenen Schafe Israels" (Mt15:24) warten immer noch auf ihren Messias.
    ·Buddha hatte ähnliche Feinde:
    ·Die etablierten Religionshüter (Brahmanen), deren Vorherrschaft er mit der Ab-sage an das Kastensystem bedrohte
    ·rivalisierende Heilsprediger
    ·seinen Vetter Devadatta, der zuerst die Führung des Ordens an sich reißen woll-te, nachher eine Spaltung des Ordens vorhatte, und zuletzt mehrmalige Mord-versuche an Buddha unternahm, sowohl im Alleingang, als auch mit dem König von Magadha als Komplizen.
    Devadatta versagte in allen Punkten, denn es ist unmöglich, einen Buddha zu töten.
    Die Brahmanen versagten auch, denn Buddha’s Ansehen wuchs fortwährend und der Buddhismus wurde unter Indiens größtem König, Asoka Maurya, zur Staatsreligion.
    Fazit: Keine Übereinstimmung

    ·Methoden
    ·Jesus benutzte Wundertaten und Wunderheilungen, um seine Autorität unter Beweis zu stellen, sie waren sein Beleg für seine Vollmacht zu lehren. (Mk1:22, Mt7:29, Lk4:32)
    Verständnis und Einsicht spielten keine dominante Rolle, er benutzte sowohl absichtlich als auch unabsichtlich verwirrende Gleichnisse und Begriffe, die er seinen Jüngern nach-träglich erklären mußte (Mk4:10-12, Mk4:33, Mt13:10-12, Mk7:18, Mk8:21), wobei sie sich nicht immer zu fragen trauten (Mk9:32). und selbst der Schriftgelehrte Nikodemus sympathisierte mit ihm nur wegen seiner Wundertaten. (Jn3:2).
    ·Buddha benutzte Argumente und Einsicht, und er betonte, daß man nur das glauben sol-le, von dessen Richtigkeit man sich selber überzeugt hätte. Er hatte Anhänger, an die man sich vertrauensvoll mit Fragen wenden konnte. Er etablierte sich in der Allgemein-heit den Ruf der Allwissenheit.
    Wundertaten und Hokuspokus lehnte er ab, weil er darin große Gefahren sah (für denje-nigen, der sich ihrer bediente), und er ermahnte seine Mönche, ihre etwaigen übernatürli-chen Fähigkeiten nicht zur Schau zu stellen.
    Wunderheilungen passen nicht in das ideologische Konzept des Buddhismus (es kom-men welche vor in den Schriften, aber nie um der Verbreitung der Lehre willen).
    Fazit: Die Methoden sind grundverschieden.

    ·Die Lehre
    ·Christentum
    ·Liebe den Gott Israels
    ·Liebe Deinen Nächsten (Mk12:29)
    ·Liebe Deine Feinde (Reiche Deine andere Wange) (Mt5:39)
    ·Der Gewinn ist ewiges Leben (im Himmelreich)
    ·Leute, die sich nicht danach richten sind offenbar nicht im Buch des Lebens auf-geführt (von Anbeginn der Zeit) und werden somit nicht ewig leben (Off17:8, Off20:15)
    ·Buddhismus
    ·Analysiere Deine Situation und erkenne, daß sie nicht befriedigend ist weil alles, was entsteht, wieder vergehen muß
    ·Befolge die praktischen Anleitungen des Buddha und befreie Dich von dieser Si-tuation
    ·Einen Gott sollst Du weder lieben, noch Dich um solche Begriffe küm-mern. Der Buddha kannte die Methoden, die zur Vereinigung mit dem Schöpfer (Brahma) führen, aber er lehnte das explizit als geeignete Ziel-setzung ab
    ·Deinen Mitmenschen und allen Dingen dieser Welt gegenüber sollst Du eine friedliche und freundliche Haltung haben, ohne Deine Souveränität zu verletzen
    ·Etwaigen Übeltätern sollst Du nicht mit Widerwillen oder Mißgunst be-gegnen, sondern diese mit derselben ruhigen, wohlwollenden und friedli-chen Haltung betrachten, wie auch alles andere in der Welt
    ·Der Gewinn ist die Befreiung von einer lästigen Krankheit, der Selbst-sucht, die durch Unwissenheit entsteht und einen zwingt, immer wieder beschwerliche Existenzformen anzunehmen
    ·Das buddhistische Äquivalent zum Himmelreich (Nibbana) ist höchstens durch Negation definiert und gehört somit nicht zur Vorstellungswelt des praktizierenden Buddhisten.
    ·Leute, die sich nicht danach richten, bereiten sich eventuell große Unan-nehmlichkeiten, aber im Grunde genommen kann jeder jederzeit eine Wende zum Besseren einführen

    Fazit: Man könnte sagen, daß es eine Übereinstimmung in der Einstellung gegenüber anderen gibt, wenn man einräumt, daß Jesus einen etwas dramatisierenden und übertreibenden Sprach-stil hatte. Abgesehen davon gibt es keine Übereinstimmungen in der Lehre.

    ·Verläßlichkeit der Quellen
    ·Von Jesus wissen wir nicht mit Sicherheit, in welcher Sprache er gepredigt hat, aber es wird vermutet, daß es ein galiläischer Dialekt des Aramäischen war. Davon sind uns aber höchstens ein paar Wortfetzen erhalten geblieben, wie "Talitha kum" (Steh auf, Mäd-chen).
    Das Christentum selber, zusammen mit dem Begriff "Christos" wurde von Paulus ge-prägt, einem einzelnen Mann, der überdies Jesus niemals persönlich begegnet ist (we-nigstens nicht vor dessen Tod).
    Der Überlieferung nach hat das Neue Testament einen einzigen wirklichen Autor (Gott), der zudem noch allwissend und unfehlbar ist, was bedeutet, daß man jedes Wort wörtlich nehmen müßte oder können sollte.
    ·Wie bereits in dem Kapitel "Was wissen wir schon wirklich" ausführlich erklärt wurde, ha-ben wir in den buddhistischen Schriften unter anderem Originallehrreden in der Original-sprache des Buddha.
    Die Autoren sind Mitglieder einer großen Mönchsgemeinde, die das Gehörte jahrhunder-telang auswendig gelernt hatten und später die Texte auch auf Palmblättern festhielten.
    Die Einleitungen der Suttas (Lehrreden) "So habe ich es gehört." beziehen sich auf Ananda, der zweieinhalb Jahrzehnte Buddhas Sekretär gewesen war und beim ersten Konzil die oberste Autorität für Suttas war.
    Keine einzige Stelle der Schriften muß oder sollte wörtlich genommen werden. Was nicht öfters wiederholt und paraphrasiert wurde, kann ruhig ignoriert werden, ebenso wie alles, was Sprachwissenschaftler eindeutig einer jüngeren Periode zuweisen können.
    Da man aber von Buddha sowieso ermahnt wurde, sich nicht nach Hörensagen, Überlie-ferungen und Meinungen anderer zu richten, dürfte die Frage nach der Authentizität der Schriften für keinen Buddhisten eine große Belastung sein, da man das Gelesene höch-stens als Denkanstoß oder eine Weisung in eine bestimmte Richtung ansehen sollte, um zu eigenen Erkenntnissen zu gelangen.

    Fazit: Die einzige Übereinstimmung ist die, daß Wissenschaftler bei beiden Schriften reichlich Manipulationen finden können.

    ·Die Familie
    ·Jesus hatte kein gutes Verhältnis zu seiner Familie. Ihre Meinung war: "Er hat seinen Verstand verloren" und sie wollten ihn mit Gewalt vom Predigen abhalten (Mk3:21).
    Das gestörte Verhältnis beruhte aber auf Gegenseitigkeit: "Wer ist meine Mutter und meine Brüder?" (Mk3:33). Des weiteren meinte er:" Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und bei seinen Verwandten und in seinem Hause."(Mk6:4), und ver-wunderte sich trotzdem über ihren Unglauben (Mk6:6)
    ·In Buddha´s Orden waren viele Sakyas. Ananda, der 25 Jahre lang sein Sekretär gewe-sen war, war sein Vetter, ebenso wie sein Widersacher Devadatta. Buddhas Vater und Sohn waren auch Anhänger. Der Nonnenorden wurde auf Betreiben einer Tante Buddha’s gegründet, und wahrscheinlich wurde Gótamas Frau auch Nonne.
    Buddha äußerte sich nie herablassend über seine Familie.
    Fazit: Keine Übereinstimmung
    ·Die letzten Stunden
    ·Jesus starb am Kreuz, während er von anderen verspottet wurde und seine Anhänger sich aus Angst versteckten.
    Seine letzten Worte waren: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?", und zwar auf aramäisch (also nicht die hebräischen Schriften zitierend)(Mt27:46, Mk15:34)
    ·Bevor Buddha starb, ließ er mehrere hundert Mönche versammeln und forderte sie auf, ihm Fragen zu stellen, falls es irgendwelche Unklarheiten oder Zweifel bezüglich seiner Person, der Lehre oder deren Ausübung gäbe. Es meldete sich niemand. Also wiederhol-te der Buddha die Forderung noch zweimal. Auch dann meldete sich niemand.
    Um sicherzustellen, daß niemand aus Angst oder Scham sich nicht meldet, forderte er sie auf, einen Freund für sich fragen zu lassen. Auch dann meldete sich niemand. Das wiederholte sich ebenfalls noch zweimal.
    Seine letzten Worte waren: "Strengt Euch an, alle zusammengesetzten Dinge müssen vergehen".
    Fazit: Keine Übereinstimmung

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