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Buddhismus und das toeten von Lebewesen

Erstellt von Sioux, 15.10.2006, 09:01 Uhr · 137 Antworten · 15.157 Aufrufe

  1. #1
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Buddhismus und das toeten von Lebewesen

    In @Dutleks Thread ueber die Verhaltensregeln fuer Moenche
    ist die allererste fuer alle Buddhisten gueltige Regel:

    Keine Lebewesen zu toeten oder zu verletzen

    Wie sieht das bei euch in der Praxis aus? Legen eure Frauen darauf Wert?

    Ich habe daheim eine Hobbyranch und war es gewoehnt Schafe, Enten oder Huehner zu schlachten.
    Meine Frau besteht aber darauf dass das Schlachten jemand anders uebernimmt. Weil das fuer den Ausfuehrenden schlechtes Karma braechte.

    Wie leben eure Frauen mit diesem 1. Gebot? Oder interessiert sie das gar nicht?

    Sioux
    PS: Wollte das nicht in den Diskussionsthread stellen, da es dort ja eigentlich um die Regeln fuer Moenche und nicht um Laien geht.

    Sioux

  2.  
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  3. #2
    Met Prik
    Avatar von Met Prik

    Re: Buddhismus und das toeten von Lebewesen

    Nicht nur meine Frau denkt so, ich auch. Ich koennte nie ein Lebewesen toeten, denn jedes Lebewesen hat das Recht zu leben.

    Wir waren mal zu einer Feier nach Sukhothai eingeladen. Dort habe ich gesehen, wie ein Schwein geschlachtet wurde. Wirklich kein schoener Anblick und mir tat das arme Schwein unglaublich leid und mir tat es in der Seele weh, denn es hat Todesangst gehabt und geschrien, sowas habe ich noch nicht gehoert.

    Met Prik

  4. #3
    Avatar von Samuianer

    Registriert seit
    04.09.2003
    Beiträge
    17.303

    Re: Buddhismus und das toeten von Lebewesen

    Stalingrad glich einem Trümmerfeld. Etwa 150.000 deutsche Soldaten waren im Kessel den Kämpfen, der Kälte oder dem Hunger zum Opfer gefallen....



    Allein der 2.WK hat 62 MILLIONEN Menschen das Leben gekostet...!

    dagegen halte ich das Schlachten von Tieren, zum Zwecke der Nahrungssicherung, eher fuer harmlos, dient es doch einem Zweck.

    War mal auf einer Veranstaltung von tibetanischen Moenchen (Lama Thupten Rimpotsche) in Amsterdam, nach der Veranstaltung, fanden ishc viele der gaeste an einm riesen Buffet ein. So auch einige der Moenche. Da waren auch Fleischgericht u.A. Huehner-Sate-Spieschen, die Moenche griffen eifrig zu... Einer der Anwesenden fragte ganz erstaunt: "Aren't you vegetarians?" Die Moenche grinsten breiten und fragten: "Who told you that?"

  5. #4
    Met Prik
    Avatar von Met Prik

    Re: Buddhismus und das toeten von Lebewesen

    Zitat Zitat von Samuianer",p="409357
    War mal auf einer Veranstaltung von tibetanischen Moenchen (Lama Thupten Rimpotsche) in Amsterdam, nach der Veranstaltung, fanden ishc viele der gaeste an einm riesen Buffet ein. So auch einige der Moenche. Da waren auch Fleischgericht u.A. Huehner-Sate-Spieschen, die Moenche griffen eifrig zu... Einer der Anwesenden fragte ganz erstaunt: "Aren´t you vegetarians?" Die Moenche grinsten breiten und fragten: "Who told you that?"
    Sicherlich esse ich auch gerne Fleisch, aber ich koennte nie ein Tier selbst toeten. Wenn du den Tieren im Moment vor dem Tod in die Augen guckst, siehst du deren Traenen.

  6. #5
    buoi
    Avatar von buoi

    Re: Buddhismus und das toeten von Lebewesen

    Zu Töten zwecks Nahrungsbeschaffung ist doch was natürliches, dies hat die Natur so vorgesehen, sonst gäbe es auch keine Raubtiere.
    Wer dem aus religiösen Gründen widerspricht, darf dies gerne tun und wird sicher seine edelen Gründe haben.
    Nur sollte man dan auch auf den Verzehr von Fleisch und Fisch verzichten. Das Töten lassen damit man selbst nicht töten muss dafür man aber trotzdem Fleisch konsumieren will, ist eigentlich eine Doppelmoral sondergleichen, und nur dazu da das man nicht hinschauen muss für was man aber selbst verantwortlich ist.

    buoi

  7. #6
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Buddhismus und das toeten von Lebewesen

    Persoenlich stehe ich auf dem Standpunkt:

    Ich esse nur, was ich bereit bin selbst zu toeten. Alles andere halte ich fuer verlogen.
    Esse z.B. kein Kalbfleisch.

    Und wenn ich ein Tier zu Hause schlachte, wie z.B. ein Schaf oder ein Schwein dann kriegt das gar nicht mit um was es geht. Bis es das merkt ist es schon vorher tot.

    Halte das fuer wesentlich humaner als die Tiere ueber zig Kilometer zu transportieren. Und das Fleisch schmeckt auch wesentlich besser. Die Stresshormone machen sich in der Fleischqualitaet durchaus bemerkbar.

    Ich hab das halt jetzt so geloest, dass das eigentliche Toeten ein Nachbar uebernimmt. So sind alle zufrieden.

    Aber wie machen das eure Frauen? Z.B. bei Fisch.

    Sioux

  8. #7
    Avatar von Conrad

    Registriert seit
    11.04.2005
    Beiträge
    8.820

    Re: Buddhismus und das toeten von Lebewesen

    Zitat Zitat von Met Prik",p="409354
    Wir waren mal zu einer Feier nach Sukhothai eingeladen. Dort habe ich gesehen, wie ein Schwein geschlachtet wurde. Wirklich kein schoener Anblick und mir tat das arme Schwein unglaublich leid und mir tat es in der Seele weh, denn es hat Todesangst gehabt und geschrien, sowas habe ich noch nicht gehoert.
    Met Prik
    Man kann ein Schwein auch kurz u. schmerzlos per Bolzenschußgerät töten. Unnötiges Leiden der Tiere sollte man wo immer es geht vermeiden. Das sehen doch auch Buddhisten so, oder ?

    Ich esse sehr wenig Fleisch und am besten wäre es eben in Hinblick auf das Leiden der Tiere, völlig darauf zu verzichten.

    Nur, wer sagt einem, daß nicht auch Pflanzen leiden, wenn sie sterben müssen. Es kann doch sein, daß es dem Baum wehtut, wenn man ein Messer in seinen Stamm hineinrammt.

    Jedenfalls scheint den Thais ein Mitgefühl für Tiere fast völlig zu fehlen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich es in Thailand oft so wahrgenommen.

  9. #8
    Met Prik
    Avatar von Met Prik

    Re: Buddhismus und das toeten von Lebewesen

    Zitat Zitat von Lamai",p="409364
    Man kann ein Schwein auch kurz u. schmerzlos per Bolzenschußgerät töten.
    Dort wurde das Schwein in einen engen Kaefig gezogen, so dass es sich nicht mehr bewegen konnte und dann wurde ein langes Messer von vorne in den Brustkorb gestochen. Literweise Blut und Innereien flossen dann heraus.

    Wirklich kein schoener Anblick und eine Qual fuer das Tier. Sowas muss doch nun wirklich nicht sein.

  10. #9
    Avatar von Samuianer

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    Re: Buddhismus und das toeten von Lebewesen

    Zitat Zitat von Lamai",p="409364

    Jedenfalls scheint den Thais ein Mitgefühl für Tiere fast völlig zu fehlen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich es in Thailand oft so wahrgenommen.

    Zwar 'ne krasse Verallgemeinerung, aber das lass ich mal so stehen...

    :???: :keineahnung: :O

    Warum dat wohl so is.... :keineahnung:

    Toeten zur Nahrungsbeschaffung, immer wieder "JA"!

    Muss ja nicht kosher oder schaechten sein....

    Ich kenne eine Schweinefleischhaendlerin hier auf 'mui, die ist Vegetarierin, eben weil sie vom Verkauf von Schweinefleisch, d.h. dem Toeten von Schweinen lebt und findet das voellig in Ordnung, ich auch!

  11. #10
    Avatar von Conrad

    Registriert seit
    11.04.2005
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    8.820

    Re: Buddhismus und das toeten von Lebewesen

    Zitat Zitat von Samuianer",p="409370
    Zitat Zitat von Lamai",p="409364

    Jedenfalls scheint den Thais ein Mitgefühl für Tiere fast völlig zu fehlen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich es in Thailand oft so wahrgenommen.
    Zwar ´ne krasse Verallgemeinerung, aber das lass ich mal so stehen...
    Mag eine krasse Verallgemeinerung sein, wie du sagst, aber es ist meine subjektive Wahrnehmung, so sympathisch mir die Thais auch sonst sind.

    Es rennen auch viele Katzen auf Samui rum, eigentlich fast alle, denen man den Schwanz abgehackt hat und das tut wiederum mir als dem Katzenliebhaber schlechthin, weh.

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