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Bitte dringend um übersetzung....

Erstellt von Rawaii, 01.04.2004, 08:26 Uhr · 10 Antworten · 2.387 Aufrufe

  1. #11
    Thai-Robert
    Avatar von Thai-Robert

    Re: Bitte dringend um übersetzung....

    Kein Problem ..... Die Ostergeschichte von Beach.

    Hier einiges zum Thema Ostern,für alle die es vergessen haben was Ostern eigentlich ist

    KARFREITAG

    Der Karfreitag, auch Stiller Freitag genannt, ist der dem Gedächtnis des Kreuzestodes Jesu gewidmete Freitag der Karwoche. Der römische Ritus feiert den Karfreitag heute durch einen Wortgottesdienst mit Verlesung der Passionsgeschichte, einer Kreuzverehrung und eine Kommunionfeier. In der evangelischen Kirche ist er höchster Feiertag. Er wird als Fasttag und im Zeichen der Trauer in Stille und Besinnlichkeit begangen. Wahrscheinlich leitet sich das Wort Karfreitag vom althochdeutschen Begriff "chara" ab, was Klagen oder Trauer bedeutet.
    Die Kreuzigung und der Tod von Jesus, seine Gefangennahme, die Verhörung vor dem Hohen Rat, die Überstellung an den römischen Statthalter Pilatus, seine Verspottung, die Verurteilung zum Tod, die Verbringung nach Golgota und sein Kreuzigungstod um die neunte Stunde am Rüsttag vor dem Sabbat bilden den biblischen Hintergrund des Karfreitags als hohen kirchlichen Feiertag. Die Reformatoren sahen im Tod Jesu die Erlösung aus Sünde und Schuld. Deshalb galt der Karfreitag früher für die evangelischen Christen als strenger Bußtag.
    Zwar wurde in den ersten Jahrhunderten der Karfreitag gottesdienstlich nicht begangen, wohl ist aber für Karfreitag und Karsamstag das Trauerfasten bezeugt. Im 4. Jahrhundert finden sich Hinweise auf gottesdienstlichen Feiern in der Karwoche und am Karfreitag in Form von Gottesdiensten von der neunten Stunde an (von Sonnenaufgang an gerechnet) bis in den Abend.
    Die Jerusalemer Gemeinde bildete das Vorbild für die Ausgestaltung des Karfreitags. Dort begann beim "Hahnenschrei" im nächtlichen Dunkel eine Prozession nach Getsemani mit dortiger Verlesung des Evangeliums von der Gefangennahme Jesu. Nach der Rückkehr in die Stadt in der Morgendämmerung versammelte man sich in der Kreuzeskirche und hörte das Evangelium vom Verhör Jesu vor Pilatus. Noch vor dem Sonnenaufgang betete man bei jener Säule, an welcher Jesus gegeißelt wurde sein soll. Etwa von der zweiten Stunde gegen acht Uhr bis zur sechsten Stunde dauerte die Verehrung der Kreuzesreliquie. Von der sechsten bis zur neunten Stunde wurde in der Kreuzkirche ein Wortgottesdienst mit dem Höhepunkt der Verlesung des Berichtes vom Tod Jesu aus dem Johannesevangelium gehalten. Anschließend ging man in die Auferstehungskirche zur Lesung des Evangeliums von der Grablegung Jesu.


    In Rom ist eine vermutlich nach Jerusalemer Vorbild seit dem 7. Jahrhundert abgehaltene Prozession von der Lateranbasilika zur Kirche "Vom heiligen Kreuz in Jerusalem", wo man eine mitgeführte Kreuzesreliquie verehrte, bezeugt. Ebenfalls im 7. Jahrhundert kam der Brauch auf, den Wortgottesdienst mit einer Kommunionfeier (keine Heilige Messe!) zu verbinden. Im ausgehenden Mittelalter entwickelten sich Karfreitagsprozessionen, in denen wie im Passionsspiel die verschiedenen Szenen aus den Leidensevangelien dargestellt wurden.


    Vor der Osterzeit liegt die Fastenzeit auch Passionszeit genannt, die 40 Tage andauert und am Aschermittwoch beginnt. Die Bezeichnung Fastenzeit ist mit dem kirchlichen Begriff Passionszeit gleichzusetzen. Die Passionszeit beschreibt die Leidenszeit von Jesus Christi. Der Gläubige wird in der Passionszeit an das Wirken Jesu erinnert und soll sein Handeln nach seinem Vorbild ausrichten. Die Fastenzeit vor Ostern soll das Bewußtsein schärfen für ein verantwortungsvolles Leben.
    Die Fastenzeit dauert vierzig Tage. Da an Sonntagen nicht gefastet wird und nur Werktage als Fastentage gezählt werden, beginnt die Fastenzeit mit dem Aschermittwoch und endet mit dem Karsamstag. Die Zahl 40 hat in der Bibel eine große Bedeutung. Die Fastentage leitet sich von der vierzigtägige Gebets- und Fastenzeit ab, die sich Jesus nach seiner Taufe im Fluß Jordan selbst auferlegt hatte. Aber auch viele wichtige Zeitperioden, die in der Bibel beschrieben werden, wie zum Beispiel die Sintflut und die Zeit, die Moses auf dem Berg Sinai verbrachte, dauerten 40 Tage.
    Das Fasten als Vorbereitung auf das Osterfest hat eine lange Tradition. Bereits im 2. Jahrhundert wurde vor dem Ostersonntag zwei Tage gefastet. Man verzichtete während der Fastenzeit auf das Fleisch von warmblütigen Tieren und auf Alkohol. Später begnügte man sich mit nur einer Mahlzeit am Abend und strich zusätzlich Milch, Butter, Käse und Eier vom Speiseplan. Im Mittelalter durfte man fast gar keine Nahrung zu sich nehmen.
    Während der erste Teil der Passionszeit im Zeichen der Trauer stehen, soll im zweiten Teil der Erlösung der Menschheit durch den Opfergang Christi gedacht werden. Die kirchliche Farbe der Passionszeit ist das Violett. Sie ist die Farbe der Buße, des Gebetes und der Besinnung. Außerdem beschreibt sie das Leiden Jesus Christi. Er trug einen Purpurmantel auf dem Weg zu seiner Kreuzigung. Er wurde ihm zum Spott umgehängt. Taufbewerbern, die zur Osternacht getauft werden sollten, mußten violette Kleidung als Zeichen ihrer Buße tragen. Als symbolische Vergebung der Sünden durften sie diese Kleidung in der Osternacht wieder ablegen.




    Heute wird während der österlichen Fastenzeit meist nicht mehr auf Essen und Trinken verzichtet, sondern der Gläubige konzentriert sich in dieser Zeit viel mehr auf den sinnvollen Umgang mit den Gaben Gottes und der Schöpfung. Durch das Gebet und die Besinnung auf Glauben soll das Bewußtsein geschärft werden für ein verantwortungsvolles Leben. Viele Menschen verzichten auf Fleisch, Süßigkeiten, Zigaretten, Alkohol oder andere Genußmittel. Andere spenden Geld für Hilfsorganisationen. Heute sind nur noch der Aschermittwoch und der Karfreitag strenge Fastentage. Traditionell wird am Aschermittwoch Hering gegessen, als Alternative zum Fleisch. Der saure Fisch sollte den Körper entschlacken. Allerdings haben heute andere Meerestiere den "billigen" Heringsschmaus fast verdrängt. Im Jahre 1969 wurde das Kirchenjahr neu geordnet. Die Fastenzeit endet heute bereits am Gründonnerstag. Trotzdem wird am Karfreitag gefastet. Die Zahl der 40 Fastentage scheint so willkürlich gewählt.

    DAS OSTERFEST




    Das höchste und älteste Fest der christlichen Kirchen ist Ostern. Allerdings wird Ostern nicht von allen Kirchen zum selben Termin und der gleichen Hervorhebung begangen. Ursprünglich feierten die Christen jeden Sonntag als Gedenktag der Auferstehung Christi. Das jährliche Osterfest, bildete sich in Anschluß an das jüdische Passahfest, da Jesu am Vorabend von Passah gekreuzigt wurde und am dritten Tag von den Toten auferstand. Passah war ursprünglich ein Erntefest, wurde dann aber zum Fest der Erinnerung an den Auszug Israels aus Ägypten. Das Passahfest, das nach dem babylonischen Mondkalender mit der Vollmondnacht des ersten Monats im Jahr übereinstimmte, konnte auf verschiedene Wochentage fallen. Um das christliche Oster- vom Passahfest zu unterscheiden, beschloß das nizäische Konzil im Jahre 325 das höchste christliche Fest einheitlich am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond zu feiern.
    Die Ableitung des Namens Ostern von dem Namen der germanischen Frühlingsgöttin Ostera ist nicht beweisbar. Die Theorie, Osten als einen ursprünglich heidnischen, aber christlich überformten Brauch zu deuten, entstand erst im 19. Jahrhundert und wurde später durch den Nationalsozialismus propagiert. Beide Erklärungsmodelle, das christliche wie das heidnische können jedoch, unparteiisch betrachtet, trotzt Deutungszwistigkeiten nebeneinander existieren. Zum Fest der Göttin Ostera wurde die frische, grünende Erde und die Liebe (Morgenröte) gefeiert, denn die Tage sind zu diesem Zeitpunkt länger als die Nächte und der Frühling hat sich gegenüber dem Winter durchgesetzt. Die Natur ist also erwacht. Wahrscheinlich wurden während des Festes als Opferbrauch Eier vergraben, Eier verschenkt und gegessen. Das heidnische Fest der Ostera wurde schließlich mit einem christlichen Gewand ummantelt.
    Vielmehr jedoch scheint Ostern mit Osten, der Himmelsgegend des Sonnenaufgangs, in Beziehung zu stehen. Lange Zeit galt Ostern vielerorts auch als Jahresanfangstermin, an den sich neben christlichen Glaubensvorstellungen von Kreuzigung und Auferstehung zahlreiche Frühlingsbräuche lehnen, die Begegnung zwischen Tod und Leben, Vergehen und neuem Wachstum, Fasten und Verschwendung, Untergang und Erlösung thematisieren. In der christlichen Lehre richteten sich die Blicke der Frauen, die zuerst am leeren Grab Jesu standen, nach Osten zum Sonnenaufgang, denn sie glaubten Jesu kommt von dort auf die Erde zurück. Somit verbindet sich Blick nach Osten mit der Auferstehung Christi. Aus diesem Grund sind die Kirchen auch nach Osten ausgerichtet.
    Ostern ist das theologisch bedeutendste Fest der Christenheit. Es ist die Feier der Auferweckung Jesu aus dem Tod. Seit dem dritten Jahrhundert ist die Osternacht zugleich auch der Termin der jährlichen Taufnacht. In den ersten beiden Jahrhunderten ist der Festtag keineswegs festgelegt. Weitverbreitet war die Osterfeier am 14. Nissan, dem Paschafesttermin des jüdischen Kalenders. Andere betonten bewußt die sonntägliche Feier, um sich von der jüdischen Tradition schärfer abzusetzen. Das Konzil von Nizäa (325) bestimmte schließlich den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn zum Auferstehungsfest.
    Während im romanischen Sprachgebrauch die ursprüngliche Bezeichnung des Passahfestes begriffsbildend für das Auferstehungsfest wurde, verwendete man im angelsächsischen und deutschen Sprachraum den mit "aurora" bedeutungsgleichen altenglischen Begriff "eastron" bzw. das althochdeutsche "ostarum", aus dem sich das heutige "easter" bzw. Ostern entwickelte.
    Im Christentum dauert die Osterzeit 49 Tage bis Pfingsten. Vor der Osterzeit liegt die Passionszeit, welche mit Aschermittwoch beginnt. Der Karfreitag und der Ostersonntag sind die wichtigsten Feiertage im Kirchenjahr. Im Mittelpunkt der Liturgie der katholischen Kirche steht die Feier der Osternacht (Karsamstag auf Ostersonntag) mit Lichterfeier (Segnung des Osterfeuers, Entzündung der Osterkerze, Einzug mit der Osterkerze in die Kirche), Wortgottesdienst, Tauffeier mit Erneuerung des Taufversprechens und Eucharistiefeier. Der Ostermontag schließt das Osterfest ab.


    DER OSTERHASE

    Als besonders populäres Requisit der Osterbräuche gilt der Osterhase. Er ist allerdings als österlicher Eierbringer erst seit Mitte des 17. Jahrhunderts bekannt. In der Reformationszeit machten evangelische Familien den Osterhasen zum Eierlieferanten. In einer medizinischen Abhandlung von Georgius Francus wird er erstmals erwähnt. Populär wurde der Osterhase jedoch erst um das 19. Jahrhundert durch Bilderbücher zum Osterfest und durch die Schokoladen und Spielzeugindustrie. Es dauerte jedoch noch einige Zeit bis sich der Brauch auch in der Landbevölkerung aufgrund der besseren Kenntnisse über den Hasen durchsetzte. Wie kam jedoch die Verbindung zwischen Ostern und Hase zu stande?
    Der Hase gilt als Mondtier. Das Osterfest fällt stets auf den ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes. Zudem ist der Hase das Sinnbild der Fruchtbarkeit. Er ist der Liebesgöttin Aphrodite und der Fruchtbarkeitsgöttin Ostera (siehe auch "Das Osterfest") als heiliges Tier zugeordnet. Außerdem beweist der Hase seine Fruchtbarkeit durch seine starke Vermehrung selbst.
    Da er im Frühling auf der Suche nach Nahrung in die Nähe der Gärten und Häuser der Menschen kommt und Ostereier keine gewöhnlichen Eier sind, war es naheliegend, den Hasen für die Ostereier verantwortlich zu machen. Der Hase wurde früher auf österlichen Bildbroten gelegentlich neben einem Ei abgebildet. Im Mittelalter galt der Gründonnerstag als Abgabe- und Zinstermin. Mit der letzten Entrichtung von Zins und Abgaben war - zumindest für einen Monat - der Schuldner frei bis das neue Schuldenjahr begann. Der freie Schuldner wurde mit einem Hasen verglichen, der nicht vom Hund gehetzt wurde. Eine andere Überlieferung gibt an, das die Gläubiger nicht nur mit Eiern, sondern auch mit Hasen bezahlt worden sind.
    Man hat außerdem versucht, den Osterhasen mit Psalm 104,18 in Verbindung zu bringen. Dort ist von "Klippdachsen" die Rede. In alten Übersetzungen wurde jedoch dafür das Wort "Hase" oder "Kaninchen" verwendet. Der Osterhase war wohl zunächst vorwiegend bei evangelischen Familien bekannt, weil es bei ihnen üblich war, die Ostereier zur Verschleierung ihrer Herkunft zu verstecken. Man erfand den Osterhasen, um den Auswüchsen des katholischen Osterglaubens zu begegnen.
    Da die Henne als Eierbringer nicht glaubhaft war, da sie keine bunten, verzierten Eier legen konnte und der Hase ihr gegenüber flinker ist, wurde der Hase von den Eltern gegenüber den Kindern zum Ostereierlieferanten gemacht. Ein kleiner Hase ist zudem wesentlich niedlicher als ein Huhn. Da die Erwachsenen das Geheimnis des eierlegenden Langohrs so lange wie möglich vor ihrem Nachwuchs zu hüten versuchten, kam es zum Versteckspiel, sollte er doch bei seiner widernatürlichen Tätigkeit des Eierlegens nicht beobachtet werden können. Erst seit der Erfindung des Osterhasen werden Ostereier deshalb versteckt. Heutzutage kommt der Osterhase am Ostersonntag zu den Kindern und versteckt nicht nur Ostereier sondern auch Süßigkeiten und Spielzeug.

    So und jetzt können wir uns auf nächste Ostern freuen

  2.  
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