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Bigbike-Days in CHA-AM 2006

Erstellt von abstinent, 29.05.2006, 13:27 Uhr · 31 Antworten · 3.529 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von abstinent

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    Bigbike-Days in CHA-AM 2006

    CHA-AM Bigbikedays 2006
    © abstinent 2006



    Das Wochenende hatte es in sich, 215 Kilometer Landstrasse lagen vor der Brust (je Strecke) - und das Ganze mit einem gerissenen Aussenband am rechten Knie.
    Aber wie schon meine Oma sagte: "Wer nix wagt, der kriegt auch keine Schwiegermutter!"
    Schwiegermuttern hatte ich schon (brauche auch keine neuen mehr!) - aber das Erlebnis einer netten Bikerausfahrt mit grosser Party wollte ich mir doch nicht entgehen lassen. Die Schiene, welche mir mein Freund, Golfbuddy und Forenkamerad Grabue verpasst hat, die sitzt wie angegossen und die verlorene Stabilitaet im Knie ist zumindest teilweise wiederhergestellt.




    Gegen 13 Uhr trafen sich unsere lokalen Motorradfahrer in Pathum Thani City, und in Anbetracht einer aus dem Osten herannahenden Regenfront ging es dann auch relativ zuegig los.

    Die Streckenfuehrung war relativ einfach, wir folgten der westlichen Outer Ringroad (Kanchanapisek oder Nummer 9 genannt) bis zur Ausfahrt an der Phetkasem - die Fernstrasse, welche von Bangkok bis in den fernen Sueden des Koenigreiches fuehrt.
    Die Phetkasem westlich erwies sich als totaler Reinfall, denn sie war verstopft wie es sonst nur eine Sukhumvit oder Asoke sein koennten. Die Spielchen, denen sich die kleinen Mopeds hier an jeder Ampel hingeben - das Durch- und Vorbeiquetschen an den gestauten Fahrzeugen - das mussten wir uns schenken, denn unsere Zweiraeder sind bauartbedingt wesentlich breiter.
    Meine Yamaha 650 ist ein kardangetriebenes Tourenbike, zwar uralt - aber extrem asientauglich. Die Goldwings und Harleys im Pulk hatten da erheblich mehr Probleme mit ihrer Fahrzeugbreite.



    Eine kleinere Querstrasse in suedlicher Richtung wurde dann als Alternative eingeschlagen, und schon bald konnten wir ohne chronische Verstopfungen fahren.
    Kurz vor dem Meer trafen wir dann auf die Rama 2 (Nummer 35), und folgten dieser wieder westlich.

    Die Regenfront sass uns im Nacken - die verlorene Zeit in den Staus hatte der bedrohlichen Wolkenwand die Gelegenheit gegeben, unaufhoerlich naeherzukommen.
    Die Rama 2 fuehrte ueber Samut Songkram ganz um das Nordende des Golfs von Thailand herum, vorbei an den Salzgewinnungsanlagen und stinkenden Fischsossenfabriken, die hier beheimatet sind.
    Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit hier auf der Strecke betraegt so um die 80-90 km/h, und wir schwimmen mit den wenigen Autos, LKW und Bussen hier mit.



    Ausser der Wetterfront ueber Bangkok haben wir es nur mit sonnigem Himmel zu tun, auch in der Regenzeit ist das Motorradfahren hier immer noch recht paradiesisch.
    Vereinzelt, oder in kleinen Rudeln jagen grosse Rennsemmeln an uns vorbei, dei Fahrer in seltsamer Koerperhaltung geduckt, fast den Tank kuessend. Manche drehen sich kurz um und winken, andere sind mit ihrem Hoellenbike so beschaeftigt - das sie dafuer keine Zeit zu haben scheinen. Diese Dinger fahren weitaus schneller als nur 200 km/h, ist ´was fuer junge Draufgaenger - mir wuerde das schon lange keinen Spass mehr bereiten. Man sieht wenig von der Gegend und muss immer in Sekundenbruchteilen richtig reagieren koennen. Bei den Schlagloechern hier waere das ausserdem bestimmt kein Fahrvergnuegen fuer mich. Ganzkoerperkondome (Lederkombis, Rennanzuege) tragen die Racer fast alle, Integralhelme haben die auch auf. Besser ist das schon fuer die.




    Wir cruisen, wir rasen nicht. Klar dreht man ´mal den Gashahn auf, wenn ein stinkender Bus oder Truck ueberholt wird - aber ansonsten geht es gemaechlich dem Ziel entgegen.

    Kurz hinter der Kreuzung mit der von Ratchaburi kommenden Strasse Nummer 4 (Phetkasem) treffen wir auf noch mehr Biker. Ab hier fahren wir suedlich in Richtung Cha-Am. Ein Tankstop wird noch eingelegt, und schnell ein Zigarette geraucht oder eine Cola getrunken. Einige Bikergruppen haben ein Begleitfahrzeug (Pickuptruck) - meist mit riesiger Kuehlbox hintendrauf und knackigen Maedels, die nun den Service hier uebernehmen.

    Fortsetzung folgt

  2.  
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  3. #2
    Avatar von abstinent

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    Re: Bigbike-Days in CHA-AM 2006




    Die Berge und Huegelkuppen von Petchaburi lagen dann neben uns, und unser Tross wurde an jeder Ampel groesser. Leider ist man als Fahrer zu sehr mit seiner Maschine beschaeftigt - denn sonst haette ich sicher bessere Fotos hinbekommen koennen. Auch kamen nun Wolken von Westen her ueber die burmesischen Grenzberge.



    Haufenweise tauchten dann ueberall Polizisten auf, an jeder Tankstelleneinfahrt, Strasseneinmuendung und Fussgaengerbruecke stand jeweils einer oder zwei mit Funkgeraet in der Hand. Das kannten wir alle - denn der koenigliche Wohnsitz Klai Klangwon Palace liegt nur 20 KM hinter Cha-Am in Hua Hin. Man bereitete sich fuer die Passage einer koeniglichen Fahrzeugkolonne vor. Nun war etwas Eile angesagt, denn die bald erforderliche Warterei haette gegebenenfalls fuer pitschnasse Rocker und Biker gesorgt.
    Bis Cha-Am war es von Phetburi nur noch gut 30 KM, und wir schafften die Strecke in rund 20 Minuten.
    Der freundliche Polizist liess unsere Meute noch abbiegen, dann riegelte er den gesamten Verkehr ab - und alle Verkehrsteilnehmer mussten Ausweichparkplaetze anfahren, um dem Konvoi Platz zu machen.
    Das nenne ich "Schwein gehabt!"

    In Cha-Am folgten wir den Wegweisern zum Veranstaltungsort:



    Hier wurden wir alle registriert, und fuer einen Kurs von sage und schreibe 450 Baht gab es ein tolles T-Shirt, eine Verpflegungsmarke fuer´s Abendessen, einen Zimmerschluessel fuer das Resort hier sowie einen Fruehstueckscoupon und etliche Bikerzeitschriften.



    Jeder Teilnehmer erhielt eine Hundemarke um den Hals gehangen, und eine korrespondierende Nummer auf den Scheinwerfer geklebt.

    Nun war aber erstmal eine Emergency-Langzeitscheuerdusche angesagt. Sogar Heisswasser gab es im Resort! Die Zimmer waren einfach ausgestattet, aber sauber und fuer uns spottbillig. Der Dieselmief der Trucks und Busse hinterlaesst auf entbloessten Hautstellen starke Verunreinigungen, nur ein Biker kann das nachvollziehen.

    Frisch geduscht mischte ich mich unter die Leute hier, und mit dem einsetzenen Sonnenuntergang fotografierte ich noch ein wenig umher.
    Das hier war uebrigens die Wolkenwand, vor der wir seit dem fruehen Nachmittag wegfuhren:



    Die Rennsemmelpiloten waren allesamt vor uns hier eingetroffen, und waren schon dabei - der weiblichen Dorfjugend hier klarzumachen, das "echtes" Motorradfahren erst ab 200 km/h beginnt (und wir als "Grossvaeter" auf unseren Choppern nur so dabei sein duerfen )











    Fuer mich gab es bei den Chopperleuten mehr zu sehen, denn mit denen habe ich mehr gemeinsam.






  4. #3
    Avatar von wingman

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    Re: Bigbike-Days in CHA-AM 2006

    Hi Abstinent,
    schöner Tread, doch mal etwas für mich :-).
    Etwas muss ich noch warten, erstens bis ich endgueltig in Thailand bin, dann einigermassen eine schoene Yamaha V-Max für mich.
    Viel Power, sehr zuverlässiger Motor und trotzdem tauglich zum gemuetlichen Cruisen.

  5. #4
    Avatar von Wittayu

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    Re: Bigbike-Days in CHA-AM 2006

    Hallo Frank,

    danke für den klasse Bericht, da wäre ich gerne mit von der Partie gewesen.


    Zitat Zitat von abstinent",p="350523
    [Die Streckenfuehrung war relativ einfach, wir folgten der westlichen Outer Ringroad (Kanchanapisek oder Nummer 9 genannt) bis zur Ausfahrt an der Phetkasem - die Fernstrasse, welche von Bangkok bis in den fernen Sueden des Koenigreiches fuehrt.
    Darf man nun mit dem BigBike auf der RingRoad fahren ??? Mir war bisher bekannt, dass das Befahren grün gekennzeichneter "Autobahnen" nicht erlaubt ist. Wäre toll, wenn man das jetzt dürfte, oder war das eine Ausnahme der Polizei für den doch recht großen Bike-Pulk ?? Ist immer ein Kreuz, wenn ich mit dem Mobbed aus Nakhon Sawan kommend an Bangkok vorbei muss.

    Hoffe auf weitere Bilder und Bericht von diesem Event. TNX.

    Gruß,
    Wittayu

  6. #5
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Bigbike-Days in CHA-AM 2006

    Mal ne Frage, wird es in einer Lederkombi nicht ziemlich warm?

    René

  7. #6
    Avatar von tira

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    Re: Bigbike-Days in CHA-AM 2006

    Zitat Zitat von Rene",p="350862
    Mal ne Frage, wird es in einer Lederkombi nicht ziemlich warm?
    einfach scheller fahren gibt mehr fahrtwind ;-D

    gruss :P

  8. #7
    Avatar von wingman

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    Re: Bigbike-Days in CHA-AM 2006

    Hallo,
    schneller fahren nutzt bei der Waerme gar nichts. Der Fahrtwind kühlt kaum noch. In der Kombi kann es ganz schön warm werden.
    Schon in Richtung Schwarzes Meer kühlte der Fahrtwind nur noch wenig.

  9. #8
    Avatar von tira

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    Re: Bigbike-Days in CHA-AM 2006

    Zitat Zitat von wingman",p="350957
    ...schneller fahren nutzt bei der Waerme gar nichts. Der Fahrtwind kühlt kaum noch.....
    dachte da weniger anstelle 80 km/h 100 km/h, fahr x an die 200 km/h + ran, da wir es schon zugig. ;-D

    gruss :P

  10. #9
    Avatar von abstinent

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    Re: Bigbike-Days in CHA-AM 2006



    Staendig kamen noch weitere Gruppen von Bikern auf's Gelaende gefahren. Die voruebergehende, koenigliche Strassensperre an der Hauptstrasse vorne hatte den Strom kurz abreissen lassen.



    Manche von den Racern sind auch regelrecht auf das Gelaende geprescht gekommen, heissbluetige Jungs....e von der Sorte, die allen Motorradfahrern ihr negatives Image bei anderen Verkehrsteilnehmern verschafft.



    Auf der Buehne bereitete eine Band den Soundcheck vor, und der Wohlgeruch von einer nicht sichtbaren Kueche machte sich breit.



    Auf den Verandas der Resorthaeuschen, bzw. in deren Eingangsbereichen machten es sich die Gruppen gemuetlich - Hunger hatten wir alle, aber den Durst konnte man ja schon jetzt stillen. Es war wirklich gemuetlich, ueberall musste man mittrinken und wurde freundlichst empfangen. Rocker in Thailand sind gesellige und friedliche Leute!



    So um die 250 Biker hatten sich eingefunden. Ich war die einzige Langnase, aber das tat meinem nun folgenden Spass in keinster Weise Abbruch :yes:

    Einem Biker aus Saraburi tat hoellisch der Hintern weh, aber bei Betrachtung seines ungedaempften Bikehecks muss er sich da nicht wundern:



    Man nahm an bereitgestellten Tischen vor der Buehne Platz, und eine Schar von Serviceleuten servierte das Dinner. Es gab Ente, Grillhaehnchen, den in Thailand fast obligatorischen Fisch in der fischfoermigen Pfanne, Tom Yam und dreierlei Sorten Reis. Das aus den Tischen stehende Wasser tauschten die Biker selbst gegen mitgebrachtes Bier, Whisky und andere Leckereien aus.
    Als Dessert gab es eine Kokosmilchspeise, welche ich noch nicht kannte (megalecker!) sowie Fruechte und Nuesse.
    Ein Conferencier auf der Buehne begruesste alle und began mit dem Verlosen von Preisen.



    Die Hundemarken um unsere Haelse hatten hinten Nummern draufstehen, und es gab tolle Preise zu gewinnen. Sponsoren der Veranstaltung hatten diese offensichtlich gestiftet. Einen Coupon ueber 200 Liter Sprit gab es als Hauptpreis, dann viele Pflegemittel, Oele und T-Shirts ohne Ende. Jeder bekam irgendwas, mir drueckte man einen Liter Synthetikrennoel in die Hand.

    Dann began die Band mit der Musik, und die Stimmung im Gelaende war super. Ich sass mit am Tisch der Hitorque-Riders, denn hier war auch mein alter Bikerbuddy Adjahn mit von der Partie:



    Die Band war vom Veranstalter clever gewaehlt, denn deren Repertoire umfasste neben den typischen Thaisongs auch etliche Klassiker aus der Heimat des Rock'n Roll.





    Einige von den Rockerbraeuten liessen sich dann auch nicht lange bitten, und fingen mit der Tanzerei an:


  11. #10
    Avatar von abstinent

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    Re: Bigbike-Days in CHA-AM 2006

    @ witthayu
    ernsthaft kontrolliert wird nur an mautstellen. der gesamte westliche teil der outer ring ist mautfrei und somit problemlos befahrbar. der oestliche teil hat zu 90% direkt benachbarte servicestrassen, welche unmittelbar parallel laufen - wenn ich 'mal nach chonburi oder so gurke, dann immer ueber diese nebenwege der outer ring (zumindest auf den streckenabschnitten, wo mautstellen sind)

    @ rene
    zu ganzkoerperkondomen (lederkombis) kann ich keine kompetente auskunft geben - waere mir viel zu warm und schwer

    ciao

    abstinent

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