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Behinderte in Thailand.

Erstellt von Otto-Nongkhai, 15.05.2003, 21:27 Uhr · 23 Antworten · 4.017 Aufrufe

  1. #11
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Behinderte in Thailand.

    Zitat Zitat von Otto-Nongkhai
    ...Ich musste mich sputen.
    Dann sah ich noch das lachendes Gesischt ,
    eines Thais im mittleren Alter und weg war er....
    Wahrscheinlich hatte sich der gedacht:
    Bring´se das zu Ende, was Dein Vorgänger angefangen hat...

  2.  
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  3. #12
    Avatar von seven

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    Re: Behinderte in Thailand.

    Ohne die Thais in Schutz nehmen zu wollen, denkst Du, dass es Dir in Deutschland als Rollstuhlfahrer besser geht?
    Zwar werden immer mehr Kaufhäuser und vor allem öffentliche Einrichtungen in Deutschland behindertengerecht ausgebaut, aber das ist noch lange kein Standard. Aktuell ist das Thema auch erst seit ein paar Jahren.
    Auch wenn es wohl nicht jeder zugeben wird, auch bei uns gibt es noch genug Vorurteile und Berührungsängste gegenüber Behinderten. Ich nehme mich da überhaupt nicht aus. Zwar versuche ich einen Menschen im Rollstuhl so zu behandeln wie jeden anderen auch und wenn möglich zu helfen, aber diese Hilfe kommt bei manchen Leuten nicht immer so gut an, da sie selbst mit ihrer Behinderung klarkommen wollen und nicht dauernt auf Hilfe angewiesen sein möchten.

    Nun, anzunehmen, dass in Thailand diese Diskussion schon ähnlich weit ist wie bei uns, ist doch etwas gewagt.
    Das allein auf die Karma-Glauben abzutun und die "positiven christlichen Werte" gegenzuhalten, funktioniert auch nicht so ganz. Vor 10 oder 20 Jahren konnte sich an diese Werte auch im christlichen Deutschland kaum jemand erinnern.
    Da gibt es andere Themen, bei denen in Thailand große Defizite festzustellen sind, wie beim Umweltschutz. Ich werde immer wie ein Mars-Mensch angeschaut, wenn ich Thais, mit denen ich unterwegs bin, daran hindere ihren Müll einfach in der Landschaft zu entsorgen.

    Bleibt Dir nur zu wünschen, dass Dein Fuss bald wieder so weit in Ordnung ist, dass Du auch ohne Hilfsmittel auskommst!!!

  4. #13
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Behinderte in Thailand.

    denkst Du, dass es Dir in Deutschland als Rollstuhlfahrer besser geht?

    Hallo seven!

    Soviel ich informiert bin haben die Schwerbehinderten in Deutschland gewisse Rechte ,die gesetzlich verankert sind.

    Wenn Thailand/Bangkok das Wegwerfen von Abfall unter Strafe stellt ,
    wiso macht es dann nicht auch Gesetze fuer Schwerbehinderte ,dass diese sich in der Gesellschaft bessser zurechtfinden koennen ?

    Gibt es ueberhaupt eine Statistik hier ,
    aus der man die Anzahl der Schwerbehinderten erkennen kann?

    Gruss

    Otto

    dem es taeglich besser geht und der bald ist.

  5. #14
    Avatar von seven

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    Re: Behinderte in Thailand.

    Zitat Zitat von Otto-Nongkhai
    denkst Du, dass es Dir in Deutschland als Rollstuhlfahrer besser geht?


    Soviel ich informiert bin haben die Schwerbehinderten in Deutschland gewisse Rechte ,die gesetzlich verankert sind.

    Die helfen Dir auch nichts, wenn Du wieder mal in ein Gebäude willst und nur Treppen siehst. Aber Du hast schon recht, das Sozialsystem ist hier besser und damit haben auch Behinderte einen besseren Schutz.

  6. #15
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Behinderte in Thailand.

    Hi all,
    eigentlich wollte ich mich da raus halten...:-)
    ...aber es ist so schwer...
    Dieses Thema ist wieder einmal ein Beweis dafuer, dass der Versuch Gegebenheiten, wie sie in TH vorzufinden sind, also Realitaeten, NICHT mit den Gegebenheiten in D/EU zu vergleichen sind.
    Das war und ist schon immer meine persoenliche Meinung.
    Sehen wir uns doch diese beiden so grundverschiedenen Systeme, Kulturen an:
    Da ist Deutschland, welches schon seit Jahrzehnten eine Gesetzgebung hat, die auch immer wieder an die aktuellen Notwendigkeiten angepasst wird, und da haben wir Thailand,
    wo es NICHTS dergleichen gibt !
    Was also ist da vergleichbar...?
    Vergleichbar ist nicht, das individuelle Verhalten der Menschen, denn, sie handeln aus verschiedenen kulturellen und religioesen Sichten, hinzu kommt die individuelle Erziehung und Sicht des Einzelnen zu einem Behinderten oder einer Behindertengruppe sowie zum Problem insgedamt.
    da gibt es Menschen in beiden laendern, die bestimmte "Defizite" haben, die sich dann auch im Verhalten innerhalb der Gesellschaft auswirken und sichtbar werden.
    Waehrend es in D, ein buerokratisches System zur Erfassung und Betreuung/Versorgung gibt, diese Instutitionen werden ueberwiegend vom Staat gelenkt und finanziert und sind gesetzlich geregelt.
    Dass es dabei zu Ungerechtigkeiten im Einzelfall kommen kann, bleibt nicht aus, den das "Gesetz" ist das eine, der Mensch das andere...da und dort...:-)
    Was aber finden wir in Thailand vor:
    Aktuell ist es so, dass es zwar Nichtstaatliche Organisationen (NGO) gibt, die sich um Behinderte bemuehen, ihnen eine soziale Geborgenheit, Arbeit und Lebensqualitaet unter den gegebenen Umstaneden ermoeglichen.
    Diese Organisationen sind vielfach auf auslaendische Hilfe angewiesen und viele auslaendische Organisationen wirken auch in diesem Bereich.
    Was aber tut der Staat?!
    SO GUT WIE NICHTS!
    erst kuerzlich hat diese jetztige Regierung das Problem, wie auch alle vorhergehenden Regierungen angesprochen, dabei kam raus, verkuerzt dargestellt, dass es garnicht moeglich ist, eine Behindertensozialgesetzgebung zu erarbeiten, da man NICHT einmal weis, wieviele Menschen in TH betroffen sind, das liegt daran, dass sich bisher KEINE der Regierungen ernsthaft um die Behinderten und deren Probleme gekuemmert hat!
    So hat die jetztige Regierung erklaeert, dass zunaechst ein Kommitee gegruendet werden muesste, welches UEBER JAHRE, die Erfassung der Behinderten in TH organisieren sollte.
    In einigen Jahren jedoch, weiss niemand mehr was davon, so wie auch bisher!!
    Ich will sagen, diese beiden Kulturen sind NICHT vergleichbar in ihrem tatsaechlichen Handeln, da sind Welten zwischen, das jedoch schliesst nicht aus, dass es in Einzelfaellen zu positiven oder leider auch negativen Behandlungen von Behinderten in beiden Gesellschaften kommen kann und wird.
    Es sind nur zwei Seiten, einmal die gesellschaftliche, und dann die staatlich gelenkte, und BEIDE sind als eine gewisse Einheit zu betrachten.
    Dass Thailand unbetritten, sehr grosse, fast(fuer mich) nicht entschuldbare Defizite in diesem Bereich hat, sollte jeder sehen, der sich mit dieser Problematik auseinander setzt.
    Und ich moechte abschliessend , das sicher kommende Argument, einer religioes bedingten Handlungsweise (Karma,Schicksal usw.) aus der diese Situation/Ralitaet "entschuldigt" oder erklaert wird, ( ist fuer mich) unakzeptabel.
    Warum?
    Wir leben in einer globalen Welt der Moderne, wo Information und technischer Schnelllebigkeit, jeder, besonders die staatlichen Stellen eines Landes, weltweit, koennen sich innerhalb Minuten alle noetigen Informationen zu allen Wissengebieten auch der weltweiten Norm des "Sozialen Rechts" aneignen.
    Die Regierenden aller Laender sind gebildete, geschulte Menschen, die in der Lage sein muessen, auch in Thailand, diese weltweiten Grundnormen schon seit langer Zeit erkannt zu haben und aus dieser Sicht diese auch unter den Bedingungen ihres Landes umsetzen koennten.
    Und Thailand hat diese Mittel verfuegbar, wenn sie den will, aber genau das ist es der mangelnde Wille in diesem bereich zu handeln, zu handeln fuer das Volk und besonders denen die benachteiligt sind in dieser gesellschaft!
    Ja, so sehe ich das fuer mich persoenlich, sicher nicht umfassend dargestellt, aber einige Gedanken dazu.
    Gruss
    Klaus

  7. #16
    woody
    Avatar von woody

    Re: Behinderte in Thailand.

    Ich kann mich der kurzen aber richtigen Analyse von seven
    Aber Du hast schon recht, das Sozialsystem ist hier besser und damit haben auch Behinderte einen besseren Schutz.
    anschliessen, so ist es.
    Und unser Sozialsystem ist auch nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde mühsam im letzten Jahrhundert aufgebaut. Thailand hinkt da noch hinterher aber durchläuft die Phasen der Entwicklung zeitlich schneller als Europa.
    Man darf nicht vergessen, als Deutschland schon lange industrialisiert war etwa 1930, hat sich Thailand erst vom Feudalismus verabschiedet und war bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts ein Agrarland.
    Erst mit der Industrialisierung wird es aber [highlight=yellow:d540bbb8c6]möglich[/highlight:d540bbb8c6] und auch [highlight=yellow:d540bbb8c6]nötig[/highlight:d540bbb8c6], einen Sozialstaat zu schaffen, der Aufgaben der dann aussterbenden Grossfamilien übernimmt.

  8. #17
    Avatar von Bökelberger

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    Re: Behinderte in Thailand.

    Hallo...
    Zum Thema selbst kann ich eigentlich nichts beisteuern. Es wird wohl so sein wie Otto sagt, wenn man selbst nicht Betroffener ist, fällt einem vieles auch nicht auf. Im Nachhinein höchstens, dass ich in meinen bisherigen Thailandaufenthalten kaum Behinderte ausmachen konnte. Insofern möglicherweise ein Indiz zu Otto's Behauptungen.

    Hallo Iffi !
    Deine Erzählung über das Gogogirl war sehr beeindruckend. Eine wirklich sehr schöne Geschichte ! Beim lesen vieler Postings kann man mitunter den Eindruck haben, Menschlichkeit fände in Thailand nicht statt. Deine Geschichte beweist das Gegenteil und das ist gut so !
    Und nochwas...ich freue mich für den in deiner Geschichte erwähnten Rollstuhlfahrer !

  9. #18
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von Otto-Nongkhai Beitrag anzeigen
    Aus mehreren Berichten konnte ich erkennen ,dass es Behinderte in Thailand sehr schwer haben und meistens zu Hause weggeschlossen werden ,
    .
    .
    .
    bis sie von alleine ins Gras beissen.
    .
    .
    .


    Werden wohl alle zu Hause entsorgt.

    Viele Thais stehen dem Schwerbehinderten skeptisch gegenüber.

    Es wird allgemein angenommen ,dass der Schwerbehinderte an seinem Schicksal selbst Schuld trägt ,da er vermutlich im früheren Leben keine guten Taten vollbracht ,oder zuwenig Tambun geleistet hat.
    Der Biss ins Grass ist in den Fällen wohl mehr ein Biss in den Beton.

    68-jähriger behinderter Mann stürzt vom 14. Stock in den Tod
    Pattaya - Gegen Abend wurden Polizei und Rettungsdienst zu einer 35-stöckigen Wohnanlage in Nord Pattayagerufen, wo ein 68 Jahre alter Rollstuhlfahrer vom Balkon seines Apartments in der 14. Etage gestürzt war. Ermittleruntersuchten den beim Aufprall schrecklich entstellten Körper, bevor Rettungskräfte den Leichnamabtransportierten.
    Bei einer Durchsuchung des Apartments des verstorbenen Herrn Anon Suksiriwet konnten die Beamten keinerleiHinweise auf ein Verbrechen bzw. eine Gewalttat entdecken. Stattdessen fanden die Ermittler zahlreicheMedikamente gegen diverse chronische Krankheiten.
    Beim Gespräch mit Angehörigen des Herrn Anon erfuhren die Beamten,
    dass es zwei Tage vor dem Balkonsturz zu einem Streit bei einem Besuch im Apartment gekommen sei.

    Angeblich habe man versucht Herrn Anon klar zumachen,

    dass sich seine Pflege immer komplizierter gestalte und es daher besser wäre, wenn er das Apartment aufgeben

    und in das Haus eines Familienangehörigen ziehen würde.


    Davon habe er allerdings nichts hören wollen,weil er angeblich niemandem zur Last fallen wollte.


    Die Polizei geht davon aus, dass der 68-Jährige sich aus Verzweiflung das Leben nahm,

    indem er sich auf demBalkon mit letzter Kraft aufrichtete und dann über das Balkongeländer fallen ließ.

    Wie üblich bei Fällen dieser Art wurde derLeichnamzur Obduktion an ein Krankenhaus überstellt.
    Wenn ich in manchen berichten gelesen habe,
    das sich mancher Renter vorstellte,
    seinen lebensabend in Thailand zu verbringen,
    und von der Thai-Familie gepflegt zu werden, oder
    sich jemanden zu suchen, der einen pflegt,

    nun,

    nicht alle Thais sind dafür geeignet, langfristig zu pflegen,
    man pflegt eine Zeitlang, bis es den leuten genug wird,
    und sie dann versuchen, einen in den Tod zu treiben,
    weil es ihnen einfach zuviel wird.

    Deswegen sind es einfach Ausnahmen, wo Familienangehörige einen pflegebedürftigen Alten vor einem Tempel aussetzen,
    frei nach dem Motto,
    zu Lebzeiten ist Dein geld dort hin gegangen,
    jetzt sieh zu, was die für Dich tun,
    denn für uns hattest Du kaum Geld übrig.

    Es sind allerdings die wenigen, positiven Ausnahmen,
    die wir im Forum lieber hören wollen,
    - liebevolle hingebungsvolle Pflege,
    - alle Thais respektieren die alten Menschen, und man ist umgeben von Wärme und herzlichkeit,
    - was brauch ich eine behindertengerechte Toilette, meine perle wird mich vor der WC Tür aus dem Rollstuhl heben,
    und mich zum WC Sitz geleiten, und dass mehrmals täglich, Thaifrauen sind kräftig, die können einen alten Mann auch ins Bett heben, wie ein deutscher Pflegedienst.

    ... nun mach mir mal keine Angst


    (wir wissen, wie das endet)

  10. #19
    Avatar von DisainaM

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    naja,
    zumindestens muss man klar eingestehen,

    dass Rollstuhlfahrer auch Teil des Songkranspasses sind





    also this is thailand


  11. #20
    Avatar von DisainaM

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    komisch, gibt viel zuwenig solche Fotos,

    obwohl es das Normalste auf der Welt sein sollte


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