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Beerdigung in Thailand

Erstellt von Oberkracher, 13.11.2008, 10:49 Uhr · 22 Antworten · 6.599 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von JT29

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    Re: Beerdigung in Thailand

    So wie es @KKC beschrieben hat, lief es auch bei uns im März ab - und ganz schnell darf/muss ma nnach LOS.

    Rustikal .. in der Tat, aber auch hochinteressant (so ein Blick in den Brennofen und die Überreste danach)

    Allerdings auch eine relativ teure Angelegenheit, obgleich die Kosten geteilt wurden.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von tira

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    Re: Beerdigung in Thailand

    Zitat Zitat von JT29",p="654703
    ....Allerdings auch eine relativ teure Angelegenheit, .....
    was bei den von den chinesen praktizierten erdbestattungen auch der fall iss,
    ähnlich den hiesiegen verhältnisse wird diese variante in thailand immer teurer,
    weshalb auch die thaichinesen verstärkt eine einäscherung präferieren.


  4. #13
    Avatar von sedric

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    Re: Beerdigung in Thailand

    So, hier auch meine Beerdigungserfahrung vom Lande:
    Essen mit den Gästen wie bei uns, Schamanengetrommel, kurze Andacht, Sarg auf´n Pickup, dann losgefahren und die Gemeinde aufm LKW hinterher, geprägte Papierschitzel geworfen, beim Maisfeld abgebogen, den Sarg auf alte Reifen gestellt, ein Huhn unter dem Sargdeckel durchgezogen, mit Zweigen gefächelt und getrommelt, Kracher losgelassen, einen Kanister Diesel drüber geschüttet, die schwarze Rauchwolke betrachtet.
    So war´s. Ein für mich unvergessliches Erlebnis das mir immer wieder durch den Kopf geht. Wenn mir das mal passiert, vielleicht sollte ich mir dann vorher Michelin kaufen oder kaufen lassen...

  5. #14
    Avatar von roelfle

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    Re: Beerdigung in Thailand

    ich durfte,als die mama meiner freundin,vor dem krematorium aus dem schmucksarg gezogen wurde,ihr gesicht mit kokosmilch waschen.
    zuvor hatten die engsten familienmitglieder,einschliesslich mir,die mama 3 mal ums krematorium getragen.
    zuvor war mama drei tage lang,in einem gekühltem schmucksarg zuhause aufgebahrt.
    lustig war,als jeder etwas reis in eine heisse pfanne gab und es eine weile rumrühren mußte.
    dabei poppte der reis auf wie popcorn.
    an der intensivität in der pfanne wurde gleich erkannt,wie gut die verstorbene die leute leiden konnte.
    ich belegte den zweiten platz,worüber mein schatz nicht glücklich war:
    "mama like you more than me"
    war der enttäuschte kommentar.
    die 4 tage der zeremonie war eindrucksvoll,wenn auch sehr traurig für mich und meine freundin.
    der großteil der "trauergemeinde" feierte eine lange und meist fröhliche party.

  6. #15
    Avatar von raksiam

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    Re: Beerdigung in Thailand

    Zitat Zitat von deguenni",p="654641
    wäre ja mal interessant was die für bestattungsritualen haben. vielleicht gibt es ja den einen oder anderen der kenntnisse hat.
    Der Tote/die Tote wird gewaschen und fein angezogen. Der Körper kommt in einen Holzsarg. Der Sarg ist abhängig wieviel Geld man investieren möchte. Auch die Dauer des "Tempelaufenthaltes" ist abhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Familie. Möglich sind 3, 5, 7 oder 9 Tage.

    Die Tote/die Tote wird im Tempel aufbewahrt. Jede Nacht beten die Angehörigen mit den Mönchen 3 mal.
    Viele Familien bezahlen für einen Koch oder Köchin um die Trauernden und die Mönchen mit Speisen und Getränke versorgen zu lassen.

    Die Angeörigen und die übrigen Trauernden tragen weisse Kleidung. Die Familienangehörigen tragen zusätzlich noch eine Art Baumwollsack und eine Kopfbedeckung. An jeden dieser Trauertage müssen die Angehörigen Geld verbrennen.

    Die Familie muss dann im Tempel eine kleine Holzbrücke überqueren. Dadurch wird der Verstorbene/die Verstorbene symbolisch von den Angehörigen in den Himmel gebracht.

    Anschließend wird der Sarg auf einen Lastwagen verladen und die Truaergemeinde begleitet den LAstwagen zum Friedhof.

    Dort findet dann die entgültige Erdbestattung statt.

  7. #16
    Avatar von

    Re: Beerdigung in Thailand

    Mein Schwiegervater lebte und starb in Bangkok.
    Im Unterschied zu den Vorschreibern wurde er gleich nach dem Tod in einer Holzkiste ins Wat gebracht.

    Nachdem sich die Familie versammelt hatte fuehrte eine Art Totengräber verschiedene Zeremonien durch, wie Waschung, Ankleidung und jeder der Angehörigen hat dem Toten geweihtes Wasser und Blumen gegeben.
    Danach hat der Totengräber den "Geist" aus dem Toten weichen lassen. Anschließend wurde er gemeinsam in den Sarg gelegt, dieser verschlossen und für vier Tage aufgebahrt.

    An jedem Tag gab es Gebete mit vier Mönchen vor dem Sarg. Und die Gäste wurden von einem Koch bewirtet. Auch Getränke gab es reichlich.

    Die Einaescherung lief aehnlich ab wie mehrmals beschrieben. Dreimal mit Bild voran um das Krematorium marschiert, verschiedene Gebete und Ansprachen.

    Der Schmucksarg wurde durchaus verbrannt. Nachdem der Sarg in die Brennkammer kam wurde das Feuer leicht entzuendet.
    Und jeder der Angehörigen hat nochmal Blumen und Wasser auf den Sarg geworfen.

    Dann wurde die Temperatur erhöht und man konnte durch ein Glasfenster die Flammen ihr Werk tun sehen.
    Anschließend gabs noch TEmpeltänzerinnen und natürlich reichlich Speiss und Trank.

    Alles in allem hat das gut 50.000 Baht gekostet.

    Nach 60 (?) Tagen gabs nochmal eine Feier bei der die Asche in den Mae Nam geschüttet wurde. Da war ich aber nicht dabei.

  8. #17
    Avatar von Lungkau

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    Re: Beerdigung in Thailand

    Ich denke Oberkracher stellt die Frage eher wegen den finanziellen Hintergründen um ein vernünftiges Mittelmass der Kosten zu erkunden! Micha

  9. #18
    Avatar von Dieter1

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    Re: Beerdigung in Thailand

    Bei den Beerdigungen die ich bislang auf dem Land erleben durfte lief es immer so. Bis 22.00h sangen die Moenche irgendeinen singsang in Pali, ab 22.00h wurde gesoffen und gezockt bis in den Morgen :-) .

  10. #19
    Avatar von Roah

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    Re: Beerdigung in Thailand

    Zitat Zitat von Dieter1",p="655024
    Bei den Beerdigungen die ich bislang auf dem Land erleben durfte lief es immer so. Bis 22.00h sangen die Moenche irgendeinen singsang in Pali, ab 22.00h wurde gesoffen und gezockt bis in den Morgen :-) .
    löl... bei uns nicht anders .. nennt sich Leichenschmaus... so ein Unsinn..

  11. #20
    KKC
    Avatar von KKC

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    Re: Beerdigung in Thailand

    Das Finanzielle ist absolut abhängig von der Familie, deren Status und Geltungsbedürfnis.
    Ich war zur Bestattung der Mutter eines thail. Freundes eingeladen, der der oberen Mittelschicht angehört.
    Da wurde das Feuer, das zum Anzünden des Sarges benötigt wurde, extra aus Bangkok geholt. Die Honoratioren waren natürlich entsprechend (und sind wahrscheinlich auch nicht umsonst gekommen).
    Wie bei einer Hochzeit, auch eine Bestattung kann anständig Geld kosten. Welche Kosten letztlich anfallen muß man dann im Vorfeld mit seiner Frau abklären.
    gruß

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