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Aussprechen von Unglück - ein Tabu?

Erstellt von MrLuk, 22.04.2002, 00:47 Uhr · 29 Antworten · 1.500 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von DisainaM

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    Re: Aussprechen von Unglück - ein Tabu?

    In der westlichen Kultur haben wir folgende Verhaltensweisen unseres 'alten Geisterglaubens' (der dann später als Aberglauben umtituliert wurde) weiterhin beibehalten :

    Redewendung : man soll etwas nicht verschreien
    - auf Holz geklopft -
    die Sache ist noch nicht spruchreif
    über ungelegte Eier spricht man nicht

    In Thailand ist man da einen Schritt weiter gegangen,
    man hat sich nämlich damit beschäftigt,
    an wen richtet man das Zeichen, wenn man auf Holz klopft ?


  2.  
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  3. #12
    Avatar von Nokgeo

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    Re: Aussprechen von Unglück - ein Tabu?

    An wen richtet man das Zeichen......hast du Erfahrungen?? Wer gibt Zeichen ?? gruss.

  4. #13
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Aussprechen von Unglück - ein Tabu?

    @Leute,
    auch wenn ich mich unbeliebt mache...

    hier wird gelabert. Das Thema ist: Ansprechen von Unglück.. ein Tabu?

    hier ist ausdrücklich Thailand gemeint und ich habe geglaubt, dass einige von euch was dazu zu sagen haben, weil es auch für mich nach vielen Jahren ein Rätsel ist. Für MrLuk auch, nehme ich mal an.

    Also, Nokgeo, reiss dich mal am Riemen....(schwach)

  5. #14
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Aussprechen von Unglück - ein Tabu?

    Laß mal gutsein Iffi...Nokeo meint das nicht so!
    Ich verstehe ihn, was allerdings wenig damit zu tun hat daß ich ihn mal getroffen habe. Er knufft gerne mal in was rein um zu sehen ob es nicht sofort zerbröselt:-)

    Aber Nokgeo, du hast was falsch verstanden: Kausalität an sich ist etwas sehr einfaches und nachvollziehbares.
    Wenn du beispielweise jemanden etwas schenkst was ihm gefällt, dann ist er/sie möglicherweise glücklich - und du machst dich beliebt. Wenn du Jemanden anschreist, dann gibt's eher negative Reaktionen...
    Oder einfacher noch: wenn du wiederholt einen Fuß vor den anderen setzt, und eine Bewegung vollführst die wir gemeinhin als Gehen bezeichnen, dann wirst du dich mit Sicherheit weiterbewegen - Kausalität...

    Kausalität ist in diesem Fall eine einfachgestrickte Aktion-Reaktion Auswirkung, das braucht man nicht zu beweisen:-)

    Wenn man jetzt aber blind drauflos spekuliert, was passieren könnte wenn.....was-wann-wo, dann ist das ein anderes Thema.
    Ich pflege zu sagen: "Man kann das Experiment nicht wiederholen":-)

    Karma wird im Tibetanischen Buddhismus (glaube ich) übrigens sehr differenziert gesehen. es gibt 5 oder 6 Arten von Karma. 1. das Karma das direkte und kurzfristige Konsequenzen
    bringt. 2. Karma das mittelfristig Konsequenzen mit sich bringt. 3. Karma das auf längere bis lange Zeit Auswirkungen zeigt. 4. Auswirkungen die sich in diesem Leben zeigen, aber in einem früheren Leben verschuldet wurden (damit könnte man auch beginnen). Und 5. Karma das man erzeugt, aber erst im nächsten- oder in einem späteren Leben Konsequenzen haben wird. Ich hab' das mal vor einiger Zeit gelernt, ich gebe es aus meiner Erinnerung wieder...

    Interessant ist diese Staffelung allemal...

    DisainaM hat sicherlich nicht unrecht, man vergesse nicht daß der Buddhismus eine sehr tolerante Religion ist und (anders als der Islam beispielweise) fremde Götter neben sich duldet.
    Schamanismus ist in Thailand bekanntlicherweise weitverbreitet und mischt sich zuweilen sogar mit dem Buddhismus. Übrigens werden auch hinduistische Götter "verehrt": Ganesh(a), "the destroyer of obstakles" beispielweise...
    Eine Thai hat die Existenz einer Ganeshastatue in ihrer Wohnung einmal so begründet: "very powerfull" .
    Meine Frau hat mir auch erzählt daß sie Hanuman (den Affengott) und Shiva (in Religionskunde?)in der Schule gehabt hat:-) Verblüft war sie allerdings daß ich die Jungs bereits kannte:-)

    Die Geister die ich rief.....


  6. #15
    Avatar von Nokgeo

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    Re: Aussprechen von Unglück - ein Tabu?

    Hallo Iffi,
    na du bist gut....:-)

    ich weiss auch nur was schon bekannt ist. Keine Kritik und nicht über Unglück ,was schlechtes reden....Buuuuhhh. :-)) gruss.

  7. #16
    Avatar von DisainaM

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    Re: Aussprechen von Unglück - ein Tabu?

    In dieses Gefüge kann nun der Einzelne eine unnatürliche Veränderung bewirken, indem er zu einem Moh Du geht.
    Der Moh Du kann entweder im positiven als auch im negativen eine Situation beeinflussen.

    Da er das Gefüge von Ursache und Wirkung beeinflussen kann, sind Thais, die im Geisterglauben stark verwurzelt sind, oft auf der Suche nach einem guten Moh Du.

    Eine besondere Rolle nimmt dabei das Wahrnehmen von Zeichen ein.

    Wer in bestimmten ländlichen Gegenden eine Thai kennengelernt hat, wird manchmal erleben, das man nach dem Geburtstag und der Geburtszeit befragt wird.

    Dahinter steckt das Interesse, anhand dieser Daten über einen Moh Du das Schicksal des Farangs zu scannen.

    Fällt dieses scannen negativ aus, wird der Kontakt kurzfristig beendet, was häufig den Farang erhebliche Kopfschmerzen bringt, da er den Grund nicht weiß.
    (Tip, die Geburtszeit immer für sich behalten)

    Da Thais sich von Menschen, die ein schlechtes Karma haben fernhalten wollen, will keiner ein Überbringer von schlechten Nachrichten sein, da er sonst schnell zum ai heer wird.
    (bin eigentlich ein ausgesprochener Waranliebhaber, aber warum diese armen Tiere in Thailand den Job haben, als Omen zwischen der Geisterwelt und der 'realen Welt' ein Unglück anzukündigen, weiß ich leider auch nicht / zumindestens sind sie in Malaysia in einer dankbaren Rolle, als Glücksbringer von malayischen Moh Dus)

    Aus diesem Grund sagen Thais häufig, 'hab ich nichts mit zu tun; nicht meine Sache; geht mich nichts an; ... weil keiner unnötig ein Überbringer von schlechten Botschaften sein will.

    Das macht man ein paar Mal, und sofort ist für die Thais klar, wer ihr Karma unnötig belastet, - nämlich der Überbringer.

    -----------------------------------------------------------------

    In Europa wurden im Mittelalter in Königshäusern ja auch die Überbringer von schlechten Nachrichten getötet, von daher dürfte uns dieses denken ja auch nicht ganz fremd sein.

  8. #17
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Aussprechen von Unglück - ein Tabu?

    Fragmente, Fragmente und noch mehr Fragmente....

    Das warten auf ein Zeichen (Omen) ist beinahe eine Standardsituation im "internationalen" Schamanismus:-)

    Ein Omen (vom Schrei eines Vogels bis hin zum Gurgeln einer Expressomaschine) , gibt einen "Schub" im Ursache-Wirkungsgefüge (wie es DisainaM genannt hat). Insofern kann man das auch "privat" ausprobieren, Bedingung ist allerdings das man an den "elektrischen Strom" angeschloßen ist - anders ausgedrückt: daß man gewisse mediale Fähigkeiten hat! (Nokkeo halte dich bitte raus).

    Insofern wartet man auf "dieses Omen" bevor man zu einer Tat schreitet, oder bewußt eine Veränderung (auch eine Bewußtseinsveränderung) hervorrufen will.
    Die Geisterwelt teilt auf diese Weise mit daß sie eine (diese) Veränderung zuläßt.

    Geburtstag und Geburtsstunde gehören eindeutig in den Bereich der Astrologie oder aber Numerologie. Die Thailändischen Mönche erstellen auch Horoskope, geben aber meistens nur Auskunft über die Elemente (Wasser Feuer Erde und Luft) die einem zugehörig sind (ideale Berufswahl, u.s.w.), Jahre in denen man erfolgreich ist, Jahre in denen man besonders vorsichtig sein sollte, etc...

    Allerdings kommen wir der Antwort auf die Frage "des "Aussprechens von Unglück" nicht gerade näher....

  9. #18
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Aussprechen von Unglück - ein Tabu?

    OK, Jungs, ich versuchs noch mal.

    ihr seid doch alle mit Thais verheiratet. Wer hat denn wirklich mal seine Frau gefragt, was es denn mit "dem nicht erwähnen von Unglück" auf sich hat?

    Raus damit! Oder kommuniziert ihr verbal mit euren Holden nich??? :-
    Ich bitte um Vergebung, aber je mehr ich in diesem Forum lese, um so mehr hab ich das Gefühl (von Ausnamen abgesehen), das hier die selbsternannten "Spezialisten" sprechen, denen es nicht im Traume einfallen würde, ihren Frauen eine Frage stellen.

    P.S. ich bin allein, kann im Augenblick niemanden (Thai) fragen.

  10. #19
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Aussprechen von Unglück - ein Tabu?

    @ Iffi

    Ungeduldig? Kein Bock auf Schamanismus?

    Habe zur Zeit keinen Zugriff auf "diese Daten":-)
    Wenn ich morgen oder übermorgen anrufe und ihr damit komme, riskire ich folgende Gegenfragen/Antworten: 1. wo hast du das wieder aufgegabelt? 2. hast sonst keine Sorgen? - 3. wieso willst du das wissen? 4. Hast du eine neue Freundin die dir das erzählt hat ? 4. Keine Ahnung, das ist nun mal so...

    Ich kann aber mal nachfragen und ein blaues Auge riskieren, denn irgendwo hast du auch recht:-)
    Apropos, du hast aber auch Zeit gebraucht bis du darauf gekommen bist!:-)

  11. #20
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Aussprechen von Unglück - ein Tabu?

    @MrLuk,
    ich weiss ja auch nich, welch Ross mich im Augenblick reitet.

    Aber in einem gebe ich dir Recht. Hab verdammt lang gebraucht um darauf zu kommen, dass hier wenige ihre Holde zu Thaithemen konsultieren, beziehungsweise ihre Weisheiten zugestandenermassen weitergeben.

    Erhebt sich die Frage: warum?

    Dreamland????

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