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"Arbeitsmoral" TH/D im Vergleich

Erstellt von Peter Feit, 22.01.2007, 18:21 Uhr · 64 Antworten · 6.614 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Re: "Arbeitsmoral" TH/D im Vergleich

    Zitat Zitat von woody",p="440275
    [...]
    "warum ist die Arbeit in EU effektiver".
    habe ich gerade etwas zu gelese, die Angleichung erfolgt stetig, also quasi die globale Pfuschenthropie verhält sich genauso wie im zweiten Hauptsatz der Thermodynamik vorhergesagt, auf Deutschland bezogen aus der FAZ von heute (im Teil Technik und Motor)
    Zitat Zitat von Die FAZ von heute
    Glosse Technik und Motor
    Bauseitig

    kff. Wasser und Strom werden "bauseitig" bereit gestellt. So heißt es in den kryptischen Niederschriften, die zwischen Bauherrn und ausführenden Unternehmen selbst dann ausgetauscht werden, wenn lediglich die umfangreiche Renovierung eines in die Jahre gekommenen Einfamilienhauses ansteht. Doch wie sich während der wochenlangen Sanierungsaktion herausstellt, war diese Liste mehr als unvollständig. Präzise hätte es heißen müssen: Torx-Schraubendreher (das sind die mit dem Sechskantkopf), Inbusschlüssel kleiner Durchmesser, Rundfeile (für Stahl), Schraubstock und Wasserwaage sind bei Bedarf zügig aus dem Bastelkeller zu holen, und der Bauherr hat selbstverständlich allmorgendlich alle mit dem Architekten abgestimmten und diesen an die ausführenden Firmen weitergegebenen Aufgabenbeschreibungen mit den auf der Baustelle auftauchenden Fachkräften noch einmal durchzukauen. Diese keineswegs aus der Luft gegriffene Zustandsbeschreibung der Arbeitsabläufe "am Bau" verdeutlicht, warum die Rendite zahlreicher Handwerksbetriebe gegen Null tendiert. Nur in Ausnahmefällen werden Arbeiten auf Anhieb perfekt ausgeführt. Das Nacharbeiten ist bei vielen Gewerken längst zur Routine geworden. Hilfestellungen für die Auswirkungen des ungenauen Arbeitens stehen massenhaft bereit. Unebenheiten werden mit Silikonpasten zugekleistert. Sitzen die neu installierten Anschlüsse eines Heizkörpers nicht dort, wo sie hingehören, werden flexible Schlauchverbindungen aus dem Werkzeugkoffer gezaubert. Mit diesen kleinen Helferlein lässt sich fast jeder Pfusch kaschieren. Mit der Konsequenz, dass der Aufwand steigt und Kundenzufriedenheit sinkt. Anschlussaufträge kann man so nicht akquirieren.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von Claude

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    Re: "Arbeitsmoral" TH/D im Vergleich

    Die Arbeitswelt hat ja verschiedene Sektoren:

    - der industrielle Sektor, hier ist D nur bei Produkten mit einer geringen Lohnquote konkurrenzfähig (Porsche usw.)
    - der öffentlichen Sektor, hier ist D in der Effiziens und in der Qualität den Thais haushoch überlegen
    - der Dienstleistungssektor, hier ist ein Vergleich aufgrund des unterschiedlichen Lohnniveaus unzulässig

    In fast allen Ausbildungsberufen (von Ausnahmen wie Masseuse, Bargirl abgesehen) ist D den Thais um 20 bis 30 Jahre voraus.

    Die Arbeitsmoral ist in beiden Ländern gut, wobei in D weniger gelacht und deutlich mehr in deutlich kürzerer Zeit gearbeitet wird.
    Die Jahresarbeitszeit dürfte in D um etwa 25 % geringer sein.

    Ums nicht zu vergessen: In TH sind während 9 von 12 Monaten das Klima und die Menschen deutlich angenehmer! Im Sommer sind aber auch wir Deutsche sehr nette Zeitgenossen, siehe WM 2006.

  4. #33
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: "Arbeitsmoral" TH/D im Vergleich

    @Claude schreibt:
    "...Ausbildungsberufen...Bargirl..."

    Na bitte, da hat Thailand doch was mit großem Vorsprung. ;-D

  5. #34
    Avatar von tomtom24

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    Re: "Arbeitsmoral" TH/D im Vergleich

    Zitat Zitat von Claude",p="440302
    Die Jahresarbeitszeit dürfte in D um etwa 25 % geringer sein.
    Mal die Leistung ausser acht lassend (stimmt schon, die sitzen auch viel rum) aber die Arbeitszeiten sind deutlich hoeher. Ich kenne kaum ein Geschaeft, das nicht 7 Tage die Woche auf hat. Und, mal Restaurants als Beispiel, grade in den kleineren siehst Du Chef/Chefin taeglich.

    Mit der deutschen 36 Stunden Woche (ist es die ueberhaupt noch?) hat das wenig zu tun.

    Ausserdem denke ich, ist die Arbeitsmoral (gezwungener Massen - sorry ich hab kein scharfes s) hoeher da es hier kein staatliches soziales Netz gibt: Arbeite, und Du hast zu essen und ein Dach ueber dem Kopf, arbeite nicht und Du hungerst...

  6. #35
    Odd
    Avatar von Odd

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    Re: "Arbeitsmoral" TH/D im Vergleich

    Warum haben denn dann so viele deutsche / schweizer Unternehmen ihre Produktion nach Thailand verlagert?
    Soweit muss man gar nicht gehen. Bei meiner ehemaligen Automobilfirma, wurden ca. 80 % der Komponenten in nicht EU-Laendern produziert und vormontiert. Die Endmontage dann wieder in der EU.

  7. #36
    Avatar von megabonsai

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    Re: "Arbeitsmoral" TH/D im Vergleich

    [quote="rebo",p="440299"]@ woody
    Trotz hoher Lohnkosten in D sind die Stuecklohnkosten niedriger und die Produktion und Serviceleistungen deshalb effektiver.
    Warum haben denn dann so viele deutsche / schweizer Unternehmen ihre Produktion nach Thailand verlagert?

    @rebo

    Um die hohen Einfuhrzölle zu umgehen!!!

    Hier wird zum Teil in anderen Länder Teilproduziert und dann im Innland fertiggestellt! Ist gängige Produktionsweise! Weltweit. In Jedem Land, dass hohe Einfuhrzölle hat, wird eine Herstellerfirma versuchen eine Produktion aufzubauen (wenn Kosten-Nutzen-Faktor plausibel ist)

    Im übrigen: Ist es nicht schön, dass hier anders gearbeitet und gelebt wird?

    Gott sei Dank!!!!

    Ich finde einen Vergleich nicht logisch.

    mfg

    Megabonsai

  8. #37
    Avatar von resci

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    Re: "Arbeitsmoral" TH/D im Vergleich

    würde auch mal gerne so arbeiten wie die Thais, zumindest ein paar Tage lang. Schon der Versuch wäre strafbar, würde mein Chefe sagen.

    resci

  9. #38
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: "Arbeitsmoral" TH/D im Vergleich

    Vatern hat 97 in Xian(g)?, China fuer Siemens ein kleines Teilewerk aufgebaut. Wochenlang nach einheimischen Produzenten gesucht die Einzelteile herstellen (drehen, fraesen....) und und an das Werk liefern wo sie dann zusammengebaut werden. ersteinmal musste er den Chinesen im Werk Logistik beibringen. Anfangs flogen die angelieferten Teile quer durch die Halle , hier ne Kiste, da ne Kiste - das Problem war aber schnell geloest, die Chinesen haben wohl doch recht schnell begriffen wie es laeuft. Es lief alles Prima, doch letztendlich gibt es das Werk schon nicht mehr - die Transportkosten nach D sind in der Zwischenzeit so hoch das es sich gar nicht mehr lohnt aus China Teile ranzuschaffen
    Ich weiss nicht ob das Typisch ist aber anscheinend ist das mit der "Produktsionsauslagerung" ins Ausland auchnicht mehr so der "Bringer" zumindest nicht nach Asien, Bulgarien, Polen, Tschechien,,, sind naeher!

  10. #39
    Avatar von tira

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    Re: "Arbeitsmoral" TH/D im Vergleich

    Zitat Zitat von megabonsai",p="440326
    ...und dann im Innland fertiggestellt! Ist gängige Produktionsweise! Weltweit. In Jedem Land, dass hohe Einfuhrzölle hat, wird eine Herstellerfirma versuchen eine Produktion aufzubauen (wenn Kosten-Nutzen-Faktor plausibel ist)...
    moin,

    in bezug auf die autohersteller iss da was dran, ansonsten würden net schon alle, in grösseren
    stückzahl vertretenen, in thailand fertigen.

    gruss

  11. #40
    Avatar von tomtom24

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    Re: "Arbeitsmoral" TH/D im Vergleich

    Zitat Zitat von tira",p="440336
    Zitat Zitat von megabonsai",p="440326
    ...und dann im Innland fertiggestellt! Ist gängige Produktionsweise! Weltweit. In Jedem Land, dass hohe Einfuhrzölle hat, wird eine Herstellerfirma versuchen eine Produktion aufzubauen (wenn Kosten-Nutzen-Faktor plausibel ist)...
    moin,

    in bezug auf die autohersteller iss da was dran, ansonsten würden net schon alle, in grösseren
    stückzahl vertretenen, in thailand fertigen.

    gruss
    Was aber nichts an den hohen (Luxus)Steuern aendert...

    Gruss Tom

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