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Altersvorsorge in Thailand

Erstellt von Chak3, 21.10.2007, 18:17 Uhr · 71 Antworten · 5.282 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Ok, nehmen wir mal an, die Thais seien tatsächlich alle so arm und verdienen wenig. Wenn also nun Kranken- und Rentenversicherung eingeführt werden würden, dann würde der Nettoverdienst ja noch geinger ausfallen, bwz. die KK-Kosten könnte den Bedarf ja gar nicht decken, wenn die KK-Kosten denn tatsächlich so hoch wären.

    Durch Versicherungen müssen ja die Gesamtkosten für die Bevölkerung logischerweise höher ausfallen (durch Gebäude, Mitarbeiter, Verwaltungsapparat) als durch Direktzahlung. Dann können sich die Thais Krankheiten doch erst recht nicht leisten!

    Und die Kluft Reich/Arm im Vergleich zu Deutschland, wo die Reichen die Armen mitfinanzieren, ist in Thailand nicht so extrem, so dass diese Art der Solidarität auch nicht funktionieren würde.

    Es müssten also entweder die Gehälter generell angehoben oder die Krankenkosten gesenkt werden. Erster Fall geht aber noch, wenn man die Personalkosten insgesamt senkt, also Leute kündigt. Und das würde zu einer Servicewüste führen, wie man sie von Europa kennt. Zudem natürlich zu einer höheren Arbeitslosigkeit. Katastrophal!

    Was Krankenhäuser angeht, habe ich ebenfalls die genau entgegengesetzte Erfahrung gemacht. Als Kind habe ich mal ein Schuljahr wiederholen müssen, weil ich mir das Pfeiffersche Drüsenfieber geholt habe, als ich im deutschen Krankenhaus lag (schlechte hygienische Verhältnisse). Ein halbes Jahr lag ich brach.

    Ebenso hatte ich eine Operation nach einem Unfall im Gesicht. Folge: eine dauerhafte Schädigung an der Lippe. Jahre später meinte ein Schönheitschirurg, dass die da Pfusch gemacht hätten. Ich hätte mich sofort beschweren sollen. Aber dann war es zu spät.

    Vor kurzem wäre mein Neffe durch eine Fehlprognose fast gestorben und und und... Alles in deutschen Krankenhäusern.

    Selber habe ich auch in Thailand sowohl private als auch staatliche Krankenhäuser kennengelernt. Man erkennt schon einen Unterschied. Doch in beiden habe ich mich gut umpflegt gefühlt - zu Spottpreisen.

    Aber es kann ja auch hier sein, dass wir halt beide zu unterschiedlichen Momenten ander Eindrücke gewonnen haben. Im Zweifel ziehe ich aber meine persönlichen Erfahrungen vor. Und wenn ich die Wahl zwischen dt. und thail. Krankhaus hätte, würde ich immer Thailand bevorzugen (bis ich eine andere Erfahrung mache).

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Dieter1

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="536529
    Und die Kluft Reich/Arm im Vergleich zu Deutschland, wo die Reichen die Armen mitfinanzieren, ist in Thailand nicht so extrem, so dass diese Art der Solidarität auch nicht funktionieren würde.
    Mann o mann, was hast Du fuer eine verzerrte Wahrnehmung. Eine soziale Kluft wie die zwischen der Hilfsarbeiterin auf der Baustelle in Bangkok und dem Manager, der in Bangkok mit der neuesten Mercedes S-Klasse unterwegs ist, die gibt es in Deutschland ueberhaupt nicht.

    Zum Gesundheitssystem, in Thailand wird keine Behandlung begonnen, bevor die Finanzierung geklaert ist, in Deutschland wird zunaechst mal behandelt, dann geht es um die Finanzierung.

  4. #23
    Avatar von Micha L

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="536529
    Und die Kluft Reich/Arm im Vergleich zu Deutschland, wo die Reichen die Armen mitfinanzieren, ist in Thailand nicht so extrem, so dass diese Art der Solidarität auch nicht funktionieren würde.
    Vielleicht. Aber in Asien ist man gegenüber armen Mitbürgern gleichgültiger als hier.

  5. #24
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Altersvorsorge in Thailand

    @kcwknarf,
    das habe ich anderst in erinnerung.
    in war mit einer hotelmanagerin und einem polizisten 2003 in einem thailändischen krankenhaus. dort gab`s u.a. zimmer für HIV-infizierte frauen im endstadium, denen fast alle medikamente abgesetzt wurde, da die familien das geld dafür nicht aufbringen konnten.#
    die beste altervorsorge für den farang in thailand bei aufkommender armut wird wohl die rückkehr nach deutschland sein.

  6. #25
    Avatar von schauschun

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="536529

    Selber habe ich auch in Thailand sowohl private als auch staatliche Krankenhäuser kennengelernt. Man erkennt schon einen Unterschied. Doch in beiden habe ich mich gut umpflegt gefühlt - zu Spottpreisen.
    ja, ja, diese spottpreise....
    da lachen doch wirklich alle thailaender drueber

    kann mich noch gut an den anruf von verwandten meines ex-schwiegervaters erinnern:
    somchai braucht sofort 6.000 thb fuer die krankenhaus behandlung. wenn er kein geld hat = keine behandlung, sondern nur schmerzstillendes opiat und warten auf den in 3-4 tagen einsetzenden tod ....

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="536529
    Im Zweifel ziehe ich aber meine persönlichen Erfahrungen vor. Und wenn ich die Wahl zwischen dt. und thail. Krankhaus hätte, würde ich immer Thailand bevorzugen (bis ich eine andere Erfahrung mache).
    tja, manchmal ist es dann bereits zu spaet ....
    (und: eigene erfahrungen sind kein ersatz fuer die realitaet)

  7. #26
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von Dieter1",p="536534
    Eine soziale Kluft wie die zwischen der Hilfsarbeiterin auf der Baustelle in Bangkok und dem Manager, der in Bangkok mit der neuesten Mercedes S-Klasse unterwegs ist, die gibt es in Deutschland ueberhaupt nicht.
    Schau dir mal an, wieviel der Manager der Deutschen Bank verdient und eine Putzfrau. Das siehst du nicht als Kluft an? Es heißt doch, dass 10% in Deutschland 90% der Gesamtgehälter verdienen. Und dieses Mißverhältnis gibt es so krass wohl nicht in Thailand. Ist aber nur eine Vermutung, weil mir hierzu entsprechende Zahlen fehlen.

    Zitat Zitat von Dieter1",p="536534
    in Deutschland wird zunaechst mal behandelt, dann geht es um die Finanzierung.
    Wovon träumst du denn? Durfte ich jedenfalls auch anders erleben. Einmal persönlich nach einem Glaswurf auf meinen Kopf, als man sich in der Notaufnahme in Hamburg erst meine Versicherungsdaten genau recherchierte, bevor sich jemand meinen noch blutenden Kopf ansah und zum anderen, als ich jemanden begleitete.
    Mag sein, dass es in München anders läuft...

    Auf jeden Fall kritisiere ich ja Deutschland nicht ohne Grund. Ich beziehe mich immer auf eigene Erfahrungen. Wobei die ja nicht repräsentativ und allgemeingültig sind, aber mich geprägt haben.

  8. #27
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von Dieter1",p="536534
    in Deutschland wird zunaechst mal behandelt, dann geht es um die Finanzierung.
    so nicht. erst wird nach der krankenkarte gefragt und dann wird behandelt. sogar ein notarzt fragt erst nach der krankenkarte des patienten. so in der familie erlebt vor drei wochen.

  9. #28
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von schauschun",p="536541
    ja, ja, diese spottpreise....
    da lachen doch wirklich alle thailaender drueber
    Ich meinte im Verhältnis zu Deutschland. Was für eine Behandlung bekommst du denn für rund 120 Euro in Deutschland? Ich war mal eine Zeit lang privat versichert. Da durfte ich ja die Rechnungen einsehen.
    Gebührenordnunggebühr und dann noch mal ordentlich Aufschläge... Routineuntersuchungen selten unter 100 Euro, in Thailand beim Zahnarzt im Privathospital mit Röntgenuntersuchung neulich 1000 THB, also gerade mal ein Fünftel.

    Natürlich ist das für ein Thai immer noch viel Geld. Aber wie schon gesagt, wird sich das durch Versicherungen natürlich nicht ändern - eher im Gegenteil.
    Vorteile hätten dann "nur" die chronisch Kranken oder tatsächlich die selten Fälle, die sehr teure Operationen oder Medikamente benötigen.

    Es ist dann eher eine moralische Grundsatzfrage, ob ein ganzes Volk ein Leben lang hohe Versicherungskosten zahlen sollte, um einigen wenigen das Leben zu verlängern. Da es in der Solidarität aber immer wieder Spielverderber gibt (insbesondere Raucher, Alkoholiker, Extremsportler), die die Spielregeln brechen (gerade diejenigen sagen ja: "lieber ein kurzes Leben mit Spaß"), hat ein solches System aus meiner Sicht seine Daseinsberechtigung verloren, auch wenn dadurch Menschen auf der Strecke bleiben (ich, bzw. eher meine Hinterbliebenen, ja vielleicht auch mal).

  10. #29
    Avatar von Armin

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    @mipooh,
    du hältst die Fahne der Solidarität ja hoch in den Wind, doch kann es sein, dass du bei etwas Gegenwind dir gegenüber, als Individuum, schnell in den Schutz der besseren Gemeinschaft wechselst.
    Der Grundgedanke der Solidarität ist in D. schön und gut, aber auch nur besser verpackt wie in Th. In Th. muss ich für Solidarität kämpfen, wie fürs allgemeine tägliche Leben. In D. überrnimmt das der Staat mit einer teuren bürokratischen Verwaltung, wo menschliche Solidarität (Wärme) oft nicht mehr spürbar ist. Nicht um sonst sagte meine Mutter immer bringt mich bitte nie in ein Heim, ich melde mich wenn ich einen Arzt brauche. Sie ist mit 82 nach kurzer Gartenarbeit gestorben.

    Nicht, dass ich die Probleme in Thailand nicht sehe, doch bezweifele ich den Nutzen staatlicher Macht. Mein Stichwort ist Eigenverantwortung.

  11. #30
    Avatar von Dieter1

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von deguenni",p="536555
    Zitat Zitat von Dieter1",p="536534
    in Deutschland wird zunaechst mal behandelt, dann geht es um die Finanzierung.
    so nicht. erst wird nach der krankenkarte gefragt und dann wird behandelt. sogar ein notarzt fragt erst nach der krankenkarte des patienten. so in der familie erlebt vor drei wochen.
    Kein Arzt darf Dir in Deutschland eine lebensrettende Massnahme wegen ungeklaerter Finanzierung verweigern.

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