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Altersvorsorge in Thailand

Erstellt von Chak3, 21.10.2007, 18:17 Uhr · 71 Antworten · 5.277 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Dieter1

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von mipooh",p="536173
    In TH gilt "zahl oder krepier".
    Damit ist das thailaendische "Sozialsystem" bestens beschrieben.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Lungkau

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Beamte, Banker, sowie Angestellte großer Unternehmen bekommen eine Rente. Für den Rest gibt es durch Toxin eine ins Leben gerufene Minnirente von zwei oder dreihundert Bath wenn diese beantragt wurde!!!

    Es wissen aber leider meiner Erkenntnis nach nicht so viele Bedürftige von dieser Minnirente

  4. #13
    Avatar von Gerd / Muenchen

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    @kcwknarf, nicht ganz so:

    "Sonst zählt in Thailand die Familie bald auch nichts mehr. Die Folgen: hohe Scheidungsraten, Streit, Zwietracht, Erbschaftskriege, Mißtrauen..."

    Gibt es alles in TH und zwar zur Genüge, brauchst Dir nur einmal die Tageszeitungen und die Fernsehreportagen am Abend reinziehen...

    "Gerade in der Gesellschaftsharmonie sehe ich den großen Vorteil Thailands. Und der würde durch staatliche Sozialsysteme nur kaputt gehen."

    In Th gibt es keine Gesellschaftsharmonie im bezug auf die Versorgung der Eltern im Alter. Den Thais wird von Kindesalter an eingebleut, dass sie es sind, die sich um die armen und kranken Eltern kümmern müssen. Dies ist ein gesellschaftlicher Zwang und die monetären Versorger sind darüber oft nicht glücklich. Dies hat sich zu einer Art Sozialsystem entwickelt, das jetzt durch die Stadtflucht und die geringere Geburtenrate langsam zerbricht.
    Die jungen Thais wollen auch ein Stück vom großen Kuchen, die ihnen die Werbung im Fernsehen 24 Stunden täglich schmackhaft macht.
    Was interessieren dann schon die Alten in der Pampa, wenn man eigentlich gerne einen Breitwand-Monitor hätte und in BKK leben möchte?

    "So, wie es jetzt ist, ist es doch ideal: wer will, der kann sich versichern, andere machen es mit Eigenersparnis und die Mehrheit durch Familienunterstützung. Läuft seit Jahrhunderten problemlos (sonst hätte man das System ja schon geändert)."

    Solange das Sozialsystem hielt, waren die (Groß-)Familien zusammen und so konnte Hunger und Not gegenseitig gelindert werden.
    Ein Thai, der 16 Stunden am Tag arbeiten muß, um über die Runden zu kommen, wird sich abends keine Gedanken machen, von was er im Alter lebt, erst recht nicht, wenn die Leute aus der Unterschicht kommen. Bei denen geht´s um´s Überleben.

    Neben dem thailändischen Sozialsystem gibt es in Deutschland schon seit über 1000 Jahren ein funktionierendes Sozialsystem.

    Dies hat früher die Kirche organisiert und übernommen, die die "Alten und Schwachen" in Hospitälern unterbrachte. Der Adel hat verdientem Gesinde ein Gnadenbrot gewährt. Das Bürgertum später zahlte den Alten oft die Unterkunft in einem Heim, wo sie zumindest nicht Hunger litten und froren.
    Selbst auf dem Land war dies organsiert: Die Eltern der Bauern kamen auf den Altenteil und erhielten täglich Essen. Auch Knechte und Mägde, wenn sie nicht mehr arbeiten konnten, durften bei ihren Brötchengebern alt werden.
    Dann kam Bismarck, später Kohl, Blühm und Schröder, und jetzt Hartz IV.

    Was sich der Staat in Th für eine neue Alternversorgung einfallen lassen muß?
    Da muß es erst einmal bergab gehen, bis alle aufwachen.

  5. #14
    Avatar von mipooh

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    @ Lungkau,

    nett, dass Du die Minirente erwähnst... eine Oma könnte davon einmal im Monat eine Pizza essen... aber nur die mittlere Größe... sie kann stattdessen auch ein billiges Straßenrestaurantgericht essen, sagen wir 20 Bath. Dann könnte sie sogar jeden zweiten Tag etwas essen.

  6. #15
    Avatar von Gerd / Muenchen

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von mipooh",p="536402
    @ Lungkau,

    ...sie kann stattdessen auch ein billiges Straßenrestaurantgericht essen, sagen wir 20 Bath. Dann könnte sie sogar jeden zweiten Tag etwas essen.
    Und ein Falang bekommt dafür bis zu 8 Chang.

  7. #16
    Avatar von Lungkau

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    mipooh, Gerd / Muenchen, mir ist durchaus bewusst, das solche Summen für einen Europäer keinen Eindruck machen, jedoch ist es besser als Nichts und dieses Nichts (obwohl es Thailand ein Vermögen kostet) hilft denjenigen die keinen „gutbetuchten“ Farang in ihrer Familie haben!

    Ich verstehe jedoch euere Emotionen und den Einsatz zu eueren neuen Familien. Versteht bitte aber auch, dass ihr eueren ehrvollen Einsatz als Hilfe zur Selbsthilfe ansehen sollt. Ihr gebt und ihr sollt/müsst auch nehmen damit ihr letztendlich nicht nur als Farang- Melkkühe dasteht. Das Nehmen sollte für euch in Form als ehrliche Lernbereitschaft herüber kommen was den meisten Thais/Thailänderinnen als nicht Sanuk erscheint und somit schwierig zu bewerkstelligen ist! Wenn ich mich so in Deutschland umschaue und sehe wie viele Thais einfach nur labern ohne richtig zuzuhören und eine Sache ernst zu nehmen stehen mir die Haare hoch! Micha

  8. #17
    Avatar von mipooh

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Ich geb überhaupt nix..., ist aber auch niemand aus dem nahen Kreis wirklich bedürftig. Niedriger Lebensstandard allein wäre für mich kein Grund und Krankheit könnte ich nicht bezahlen. Jedenfalls nicht, wenn es was ernstes wäre.

  9. #18
    Avatar von Gerd / Muenchen

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von Lungkau",p="536408
    mipooh, Gerd / Muenchen, Wenn ich mich so in Deutschland umschaue und sehe wie viele Thais einfach nur labern ohne richtig zuzuhören und eine Sache ernst zu nehmen stehen mir die Haare hoch! Micha
    Ich kenne diese Stories hier von meiner Frau von Freundinnen, es ist manchmal zum verzweifeln.

    Unsere Mama bekommt genügend Geld, um sich gutes Essen zu kaufen und sich ärztlich behandeln zu lassen; auch im Krankenhaus mit teuren Medikamente. Sie wird auch noch von ihren anderen Kindern ihrer Familie alimentiert.

    Dennoch habe ich so dreiste und unverschämte Forderungen in meinem Bekanntenkreis von Familien zur Befriedigung von materiellen Besitztümern durch den Falang erfahren müssen, dass ich dem Projekt "Hilfe zur Selbsthilfe" bei so einer Einstellung und auch Mentakität keine große Chance gebe.

    Ganz im Vertrauen:
    Mein Schwager ist ein armer Fischer in der Nähe von Trang. Um Erträge wie sein wohlhabender Schwager zu erzielen, der eine angenehmen Lebenssituation hat, müßt er zirka 400 Euro für 8 neue Netze investieren. Natürlich hat er keinen Baht dafür.
    Ich habe meiner Frau versprochen, dies für ihn zu übernehmen und ein paar Tage später, als meine Frau im selbigen Ort bei ihrer Mutter anrief, erfuhr ich, dass man mit dem Geld besser das Dach reparieren und sich einen neuen Fernseher anschaffen wolle.
    Ich ließ ihm dann mittteilen, dass, wenn ich ihn wieder mal besuche, mit ihm persönlich in ein Geschäft seiner Wahlgehen werde, er sich die Netze aussuchen kann, und ich bezahlen werde; - jedoch ohne Umtauschmöglichkeit.

  10. #19
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    So langsam bin ich davon überzeugt, dass ich vermutlich in einer ganz besonderen Umwelt in Thailand lebe. Fast immer habe ich völlig unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Und auch in meinem Vorleben in Deutschland hatte ich wohl ein völlig anderes Umfeld (allerdings negativ gesehen).

    Doch noch eien Bemerkung zu dem Satz: In Deutschland würde die Krankenkasse zahlen. Das ist ja ein Trugschluss. Die KK zahlt, weil der Bürger monatlich KK-Beiträge zahlt. Das Problem: die meisten (nämlich alle Arbeitnehmer) bekommen das ja praktisch gar nicht mit, weil jeden Monat mal eben gerne mal 300 Euro direkt vom Lohn abgezogen wird.

    Ich finde es immer wieder amüsant, wenn sich Leuet über 10 Euro Praxisgebühr im Quartal aufregen. Sie können sich das nicht leisten. So sparen sie sich den Artztbesuch. Aber dabei haben sie schon rund 1000 Euro an KK-Beiträgen bezahlt - für Leistungen, die sie dann nicht mal in Anspruch nehmen, weil sie 1% (!!!) mehr nicht bezahlen wollen.

    Auch so ein Beispiel: meien Frau schlug neulich vor, die Geburt unseres Kindes in Durtschland machen zu lassen, weil das ja kostenlos sei. Ich musste ihr dann erklären, dass das eine Milchmädchenrechnung sei. Man muss ja in eine Krankenkasse rein und schon nach 2 Monaten hat man den Betrag bezahlt, den in Thailand eine Geburt kostet (rund 500 Euro). Von der besseren Pflege (gefühltes Ärzte und Krankenschwesterverhältnis zu Deutschland beträgt 5:1).

    In 40 Jahren zahlt man als Durchschnitts-Arbeitnehmer über 100.000 Euro an Krankenkassenbeiträgen. Selbst wenn dann eine 50.000 Euro-Operation fällig wird (wie hier ja als Beispiel genannt wurde), hätte man trotzdem immer noch 50% übrig.

    Versicherungen selber sind diejenigen, die den meisten Gewinn machen. Man schaue sich nur mal die Luxusgebäude, die vielen Angestellten an. Fazit: der Bürger zahlt im Schnitt wesentlich mehr KK-Beiträge als er insgesamt in Anspruch nimmt.

    Es ist also eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Betreibe ich ein gesundes Leben ist das Risiko minimal, privat mehr zu bezahlen als durch KK-Beiträge. Natürlich gibt es ein gewisses Restrisiko. Aber wo gibt es das im Leben nicht. Passiert auch, wenn ich in ein Auto steige.

    Und so ist es auch bei der Rentenversicherung. Ob der Staat (oder die Rentenkasse) mein Geld verwaltet oder ich das Geld vielleicht besser anlege, ist doch egal.

    Natürlich ist es vielen Thais nicht möglich, viel Geld zur Seite zu legen. Aber es gibt zumindest die Wahlmöglichkeiten. In Deutschland nicht. Rentenpflicht und seit kurzem ja auch Krankenversicherungspflicht (selbst als Expat, wenn man seinen Wohnsitz noch in Deutschland hat und niemals Leistungen in Anspruch nimmt).

    Eine Anleitung zu einem eigenständigen Leben ist das nicht gerade. Man ist dem Staat vollkommen ausgeliefert. Das erzeugt zwar Sicherheit, aber auch Faulheit.

    Ich bevorzuge auf jeden Fall das System: bis 40 kümmern sich Eltern um ihre Kinder und ab 40 Jahren umgekehrt. Das ist gerecht und ich persönlich kenne niemanden, der dieses System als zwanghaft ansieht. Es ist einfach nur sozial und venünftig. In Deutschland natürlich unmöglich. In jeder zweiten Familie, die ich dort kenne, haben die Eltern keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern. Haßkultur halt.

    Sind die ganzen Plasma-TVs in den Einkaufszentren eigentlich nur für Farangs? Wenn Thais so arm sind, klönnten die sich solch teuren Geräte doch gar nicht erlauben... Und die ganzen Luxusschlitten auf den überfüllten Straßen fahren wahrscheinlich auch nur Farangs...

  11. #20
    Avatar von mipooh

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Ziemlich blauäugige Betrachtungsweise...
    Schon die Milchmädchenrechnung mit dem Krankenkassenbeitrag zeigt mir, dass Dein Denken da nicht nüchtern ist.
    Die "Ich-hab-ja-schliesslich-bezahlt"-Mentalität habe ich im Krankenhaus gelegentlich erlebt und dann mit einfachem Kopfrechnen feststellen können, dass es dann ja nun an der Zeit wäre, denjenigen dem Schicksal zu überlassen, denn sein Obolus war längst aufgebraucht.

    Grundgedanke des Sozialversicherungssystems ist Solidarität. Die beinhaltet, dass einer zahlt und ein anderer versorgt ist. Keine schlechte Idee angesichts dessen, dass viele ansonsten krepieren würden. So wie ich es in TH erlebt habe. Die junge Dame war 23 und benötigte lediglich ein Herz. Das hat aber niemand bezahlt, also durfte sie es mit Reinkarnation versuchen...

    Es gibt berechtigte Kritik an dem was in D abläuft. Gestern habe ich in der Apotheke für 100ml Alkohol 7,4€ bezahlt. Sowas finde ich voll ätzend. Der wäre mit 0,5€ bestens bezahlt gewesen. Im Gesundheitssystem verhalten sich Pharmaindustrie und Funktionsträger häufig antisozial/unsolidarisch und sahnen ab. Dafür ist dieses System aber nicht gemacht.

    Jetzt könnte man kurzsichtigerweise auf die Idee kommen, dass in TH ja alles so viel besser ist, weil ein ordentlich wirkendes Krankenhaus durchaus für knapp 10 000 Bath am Tag zu haben ist (hab für Tante für 7 Tage 63 000 hingeblättert). In D kostet das mehr. Der prozentuale Gewinn dürfte in TH erheblich höher ausfallen als in D. Denn während die Krankenschwester im Privatkrankenhaus max 30 000 Bath pro Monat bekommt, erhält sie in D ca 70 000 Bath (sind Werte von vor 10 Jahren für D, weil ich die aktuellen nicht kenne). Dabei ist sie kranken-, renten- und arbeitslosenversichert. Plus Berufsgenossenschaft...

    Es gibt sicher viele berechtigte Ansätze zur Kritik. Für mich waren es so viele, dass ich meinte in einem schrecklichen Land zu leben und glaubte froh sein zu sollen, dem entkommen zu sein.
    Nach nur sechs Jahren TH habe ich dieselbe sachliche Kritik. Nur bin ich froh, in D zu sein, weil da von der alten Solidarität zumindest noch ein Grundgerüst geblieben ist. Während in TH jeder Gedanke in der Richtung illusorisch ist.

    Die gestorbene 23-jährige ist nur das krasseste Beispiel. Mangels Mitteln schlecht operierte leichtverkrüppelte Mopedfahrer habe ich so einige gesehen. Tante (s.o.) wäre ohne Falanghilfe ebenfalls todsicher krepiert. Ich habe staatliche Krankenhäuser von innen gesehen und das was ich da gesehen habe reicht mir.

    Ich hab auch "Ambulanzen" gesehen, in denen Kranke mal locker mehrere Tageslöhne für eine Behandlung einschl. Medikamente hinlegen. Bei dem Überfluß in dem sie da alle leben sicher ein Problem...

    Klar, wenn man mit Falang-Kohle in TH lebt oder zur absahnenden Oberschicht oder nur der entstehenden ebenfalls stark absahnenden Mittelschicht gehört, dann ist das alles fast paradiesisch. Eine Sonnenbrille sollte man dabei schon tragen und nicht hingucken, wie es der Masse der Bevölkerung geht.

    Die Autos? Landen zu einem hohen Prozentsatz nach kurzer Zeit auf dem Gebrauchtwagenmarkt und eine weitere Familie ist für die nächsten 15 Jahre ruiniert...

    Du lebst tatsächlich in einem anderen TH als in dem, das ich gesehen habe.

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