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Altersvorsorge in Thailand

Erstellt von Chak3, 21.10.2007, 18:17 Uhr · 71 Antworten · 5.285 Aufrufe

  1. #1
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Altersvorsorge in Thailand

    Zu der Unterstützung der Eltern durch die Kinder in Thailand:
    Zitat Zitat von Leipziger",p="536015
    Und in Thailand ist das nicht "üblich" oder gehört "zur Kultur" sondern zwingend notwendig (da keine Rentenkasse) und wird den leiben Kleinen da quasi mit der Muttermilch schon eingetrichtert , also ein "Altenversorgungs-Gen" praktisch in der Prägungsphase eingepflanzt (habe ich selber schon miterlebt) , die können dann später gar nicht mehr anders...................

    Darum hinkt ein Vergleich mit D gewaltigt ..........
    Wie so häufig wird hier von einer gewissen Schicht unzulässig verallgemeinert. Ansonsten gibt es in Thailand zwar keine staatliche Rentenkasse, aber sehr wohl die Möglichkeit, Geld in Pensionsfonds oder ähnliches anzusparen bis zu 10% des Einkommens, von denen der Arbeitgeber gegebenenfalls einen Teil trägt. Meines Erachtens ohnehin das bessere System.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von andydendy

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    2.746

    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Na vorher das Geld nehmen und nicht stehlen. Ich jedensfalls
    weis jetzt schon das wenn meine Frau und ich in Thailand
    leben das wir die liebe Verwandtschaft unterstützen,
    womit auch immer.

  4. #3
    Avatar von michael59

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    1.959

    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Kann jemand zu dem Pensionskassensystem mal näheres schreiben, für wen trifft das zu und wie wird das durchgesetzt.

    M.

  5. #4
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Hier gibt es einen guten Überblick:
    http://www.ier.hit-u.ac.jp/pie/Japan...dp201/text.pdf
    Es gibt also im wesentlichen eine staatliche Sozialversicherung (Säule) mit sehr geringen Leistungen, wenn ich das richtig verstanden habe, sowie private Vorsorge (Säule III) in Form von Pensionsfonds, bei denen 3 bis 15% des Einkommens eingezahlt werden müssen und der Arbeitgeber mindestens so viel wie der Arbeitnehmer einzahlt, sofern der Arbeitgeber einen solchen Fonds eingerichtet hat, was wohl bei großen Unternehmen eher vorkommt.

  6. #5
    Avatar von Gerd / Muenchen

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    857

    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Solange der Unterschicht in TH nicht die Bedeutung und der Sinn einer Altersversorgung bzw. privaten Rente "eingebleut" wird, wird es so weiter laufen wie bisher.

    Die Kinder sichern die Alterversorgung weiterhin:
    Wer nicht kann, zahlt eben nicht und wer nicht mag, setzt sich ab.
    Bei Krankheit der Eltern wird nach eigenem Ermessen ein Beitrag entrichtet, aber es werden dabei die eigenen Prioritäten genau abgewägt; sollte er nicht für die ( auch medizinische) Behandlung ausreichen, treten die Hilfebedürftigen schnell in den Hintergrund.

    Für die (normalen) Arbeitgeber ist die Unterschicht der Beschäftigten oder deren Altersabsicherung ebenso kein Thema, wobei ich jetzt nicht von großen Firmen mit sozialen Leistungen und sozialem Gewissen gegenüber der Arbeitnehmer rede.

    Ein Otto von Bismarck müßte kommen, aber dies wird dann für TH sehr teuer, daran dürfte dort niemand Interesse haben.

    Ganz ehrlich:
    Wichtiger ist doch vielmehr momentaner sanuk und sabai für die etwas einfacher Strukturierten,
    - was in Zukunft kommt, wen schert´s...

  7. #6
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von Gerd / Muenchen",p="536112
    Ein Otto von Bismarck müßte kommen, aber dies wird dann für TH sehr teuer, daran dürfte dort niemand Interesse haben.
    Bloß nicht! Sonst zählt in Thailand die Familie bald auch nichts mehr. Die Folgen: hohe Scheidungsraten, Streit, Zwietracht, Erbschaftskriege, Mißtrauen...
    Gerade in der Gesellschaftsharmonie sehe ich den großen Vorteil Thailands. Und der würde durch staatliche Sozialsysteme nur kaputt gehen.

    So, wie es jetzt ist, ist es doch ideal: wer will, der kann sich versichern, andere machen es mit Eigenersparnis und die Mehrheit durch Familienunterstützung. Läuft seit Jahrhunderten problemlos (sonst hätte man das System ja schon geändert).

    Dass das Sozialsystem in Deutschland gescheitert ist, sieht man doch am Rückrudern. Immer mehr Dinge müssen nun wieder aus eigener Tasche gezahlt werden. Kaum jemand in meiner Altersklasse glaubt noch daran, dass Renten sicher sind. Warum sollten die Thais also eine Fehlentscheidung kopieren?

    Ich biete meinen Eltern inzwischen auch schon an, nach Thailand zu kommen. Hier würden wir uns um sie kümmern können. In Deutschland reichen die Renten/Pensionen nicht mal mehr, die Miete zu zahlen.

  8. #7
    Avatar von Neptun

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    151

    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="536145
    Zitat Zitat von Gerd / Muenchen",p="536112
    Ein Otto von Bismarck müßte kommen, aber dies wird dann für TH sehr teuer, daran dürfte dort niemand Interesse haben.
    Bloß nicht! Sonst zählt in Thailand die Familie bald auch nichts mehr. Die Folgen: hohe Scheidungsraten, Streit, Zwietracht, Erbschaftskriege, Mißtrauen...
    Gerade in der Gesellschaftsharmonie sehe ich den großen Vorteil Thailands. Und der würde durch staatliche Sozialsysteme nur kaputt gehen.

    So, wie es jetzt ist, ist es doch ideal: wer will, der kann sich versichern, andere machen es mit Eigenersparnis und die Mehrheit durch Familienunterstützung. Läuft seit Jahrhunderten problemlos (sonst hätte man das System ja schon geändert).

    Dass das Sozialsystem in Deutschland gescheitert ist, sieht man doch am Rückrudern. Immer mehr Dinge müssen nun wieder aus eigener Tasche gezahlt werden. Kaum jemand in meiner Altersklasse glaubt noch daran, dass Renten sicher sind. Warum sollten die Thais also eine Fehlentscheidung kopieren?

    Ich biete meinen Eltern inzwischen auch schon an, nach Thailand zu kommen. Hier würden wir uns um sie kümmern können. In Deutschland reichen die Renten/Pensionen nicht mal mehr, die Miete zu zahlen.
    Ich jedenfalls lebe als Rentner lieber in Deutschland mit wenig Rente, Zuzahlung usw. wie in Thailand ohne Rente. Ich habe gesehen was ein Thailänder für Ansprüche stellen kann im Alter falls er schwer erkrankt ist. Prima ging es meinem Schwiegervater der schwer Herzkrank war. Er saß zuhause auf dem Lehmboden, auf dem er sein ganzes Leben geschuftet hatte, und wartete unter Schmerzen auf seinen Tod, das hat einige Jahre gedauert. Medikamente gab es nur das Nötigste und ab und zu ein Bett im Krankenhaus aber auch nur wenn es nicht mehr anders ging.
    Das soziale System in Deutschland ist zwar nicht mehr so wie es mal vor 20 Jahren war aber es zählt immer noch zu einem der besten der Welt. Ich kann mich jedenfalls nicht beschweren obwohl ich chronisch krank bin und nicht gerade wenig dazu zahlen muss. Mit meiner staatlichen Rente, Betriebsrente und Miete zahle ich auch keine, da ich vor 20 Jahren mir was gekauft habe, komme ich über die Runden. In Thailand würde ich meinem Sohn auf der Tasche liegen, der sollte aber lieber ein eigenes Leben aufbauen wie sich um seinen alten Herrn deppert zahlen.
    Meine Frau ist Thailänderin und sie weiß warum sie in Deutschland lebt und nicht in ihrer Heimat. In Thailand kümmern sich die Menschen nicht unbedingt freiwillig um Ihre Eltern, es geht einfach nicht anders weil es ein armes Land ist und nicht weil das System so toll ist. Ich wäre mir an Deiner Stelle nicht sicher mit Deinen Eltern ob diese in Thailand besser aufgehoben sind?? Ist man ernsthaft erkrankt in Thailand braucht man auf jeden Fall mehr Geld als in Deutschland. Meine Therapie wegen einer Organkrankheit im Jahr 2002 hätte mich ca. 50.000 Euro gekostet. Diese wäre in Thailand auch nicht billiger gewesen, da die Medikamte einfach weltweit so teuer sind. In Deutschland zahlt so etwas die Krankenkasse mit ca. 100€ Zuzahlung. Ohne diese Therapie hätte ich noch eine Lebenserwartung von 5-10 Jahren gehabt, heute bin ich geheilt und habe eine Lebenserwartung wie alle anderen auch. In Thailand hätte ich diese Therapie nur bezahlen können wenn ich alles vekauft hätte wofür ich mein halbes Leben gearbeitet hätte.
    Gruß

  9. #8
    Avatar von mipooh

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    6.152

    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Es ist erschreckend, wie wenig viele wissen...
    Oder zumindest, wie platt viele daherreden, denen es vielleicht finanziell ganz gut geht.

    In TH gilt "zahl oder krepier". Die Familien sind schon längst nicht mehr das was sie vielleicht einmal waren. Die Armut ist so groß, dass es einfach lächerlich ist von privater Vorsorge zu sprechen.

    Manche sollten tatsächlich mal über die Mauern ihrer Stammkneipen hinausschauen.

  10. #9
    Avatar von atze

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    1.092

    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Wie wirkt sich eigentlich die fallende Geburtenrate únd die steigende Konsumlust auf die traditionelle Altersvorsorge aus?
    Sprich, wo früher 3-6 Kinder die Eltern unterstützten, sind es bald nur noch 1,7 (aktuelle Geburtenrate TH) und die 1,7 wollen auch noch besser leben.

  11. #10
    Avatar von Ruedi

    Registriert seit
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    538

    Re: Altersvorsorge in Thailand

    Mipooh:
    In TH gilt "zahl oder krepier". Die Familien sind schon längst nicht mehr das was sie vielleicht einmal waren. Die Armut ist so groß, dass es einfach lächerlich ist von privater Vorsorge zu sprechen.
    Das deckt sich eher mit meinen Erfahrungen und Beobachtungen .

    Von den 500 bis 1000 B mit dem die Kinder , falls möglich (auch besserverdienende ) ihre Eltern unterstützen , kann man keine teure Medizin oder grössere Krankenhauskosten bezahlen .
    Wenns ums bezahlen geht , da klemmpts dann beim Grossteil .
    Das System , wo die Kinder für die Eltern sorgen , funktiomiert nur noch , wo ganze Sippen zusammenleben , was recht selten geworden ist .

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