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Ab ins Kloster?

Erstellt von Mang-gon-Jai, 12.02.2002, 18:46 Uhr · 26 Antworten · 3.255 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von dutlek

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    Re: Ab ins Kloster?

    Ich bin beim Stöbern auf dieses Thema gestossen und bringe es wieder nach oben um zu erfahren, ob...

    @MGJ
    Wie lange warst Du im Wat? Welche Erfahrung hast Du gemacht? Hat sich irgend etwas in Deiner Einstellung, im Umgang mit den Menschen geändert/verändert, als Du wieder aus dem Mönch Stand ausgetreten bist? Oder war es einfach nur weil es wo Dir erwartet wurde und Du froh warst, wieder draussen zu sein?

    @An alle, die schon mal als Mönch gelebt haben:
    Welche positiven/negativen Erfahrungen habt ihr dabei gemacht? Wurden die positiven Erfahrungen im späteren Leben umgesetzt?

    Auch ich will mal eine Zeitlang ins Kloster gehen. Aber ein Paar Wochen sind mir zu kurz. Es sollte mindestens schon 3 Monate bis ??? sein (Da hat aber mein Chef was dagegen). Auch hab ich, den für mich, noch nicht den richtigen Tempel gefunden.

    Gruss.....Rolf

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Ab ins Kloster?

    Hatte diesen Thread glatt übersehen...

    Na bei mir war's genau umgekehrt, ich hatte die Idee (nicht den Wunsch) einmal bei meiner Frau geäussert, eventuell, vielleicht einmal 3 Monate in's Wat zu gehen - und später kam's auch im Kreise der Familie in etwas peinlicher Weise auf die Tapete.

    Meine Frau fand die Idee erst einmal gar nicht so toll, - 3 Monate auf ihren Ehemann verzichten zu müssen, einmal ganz abgesehen von den "ehelichen Pflichten". Der Rest der Familie hat sich halb weg gelacht, sich nicht gerade über mich Lustig gemacht, mir aber prophezeit ich würde das keine 3 Tage durchhalten. Wir leben ja keine 400 Meter vom Dorfwat entfernt, (Ich kann manchmal die Mönche singen hören) und so Fragte mich meine Frau ob ich dann jeden Morgen beim 'Bettelgang' einen Abstecher zum Haus machen würde um dort meinen Espresso und einen selbstgebackenen Chokoladenkecks zu mir nehmen- und eventuell schnell eine rauchen würde. Und irgendwo hatten sie ja auch recht

    Im Nachhinein würde mich Meditation und andere Lehren in Thailand sehr wohl interessieren, - nur schade eben dass im Theravada Buddhismus Ordonanz und Laientum so getrennt sind. Es ist nicht ohne weiteres möglich an Teilen des Mönchlebens (z.B. Meditation) teilzunehmen ohne für eine gewisse Zeit ordoniert zu sein. Im tibetischen Buddhismus ist es genau umgekehrt: Mönche lehren und unterrichten sehr häufig und freizügig ausserhalb ihrer Tempel und an Laien. Man sieht Ordonanz überhaupt nicht als Bedingung. Schade eigentlich dass der Theravada Buddhismus in dieser Angelegenheit so orthodox ist und nur so selten Ausnahmen oder Kompromisse macht.

  4. #23
    Avatar von dutlek

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    Re: Ab ins Kloster?

    Theravada Buddhismus in dieser Angelegenheit so orthodox ist und nur so [highlight=yellow:707a77dc38]selten[/highlight:707a77dc38] Ausnahmen oder Kompromisse macht.
    Wieso das? Wenn man als "normaler Bürger" hingeht mag das ja stimmen, aber man kann auch als "pho khaao" in einem Tempel gehen. Man(n) ist zwar kein Mönch, aber nimmt am normalen (Mönch)Leben teil. Auch mit der der Meditation. So kenne ich das.

    Gruss.....

  5. #24
    Avatar von Micha

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    Re: Ab ins Kloster?

    Ja, wenn Mann in Thailand lebt, kann man durchaus über so ein Vorhaben nachdenken.

    War auch mal fünf Tage in einem Kloster gewesen. Werde es nicht wiederholen. Gewiss, es ist ein Erlebnis.

    Doch wenn ich (beruflich) den lieben langen Tag fast ausschließlich von Männern umgeben ist (im Gefängnis dürfte es nicht schlimmer sein), dann werde ich meine wenigen freien Tage nicht damit verbringen, mich nochmals ausschließlich unter Männer zu begeben.

    Nein, ich habe nichts gegen Männer - bin ja selber einer, doch wenn man den lieben langen Tag nichts anderes sieht...

    Micha

  6. #25
    Avatar von Taoman

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    577

    Re: Ab ins Kloster?

    ist ein schönes interessantes Thema!

    Ich würde jedem Interessiertem empfehlen zum Einstieg erst mal ein 10 Tage Vipassana Retreat bzw. Meditationskurs im Wat Suan Mokh oder einem anderem Kloster zu machen.
    Der Tagesablauf ist fast identisch mit dem von Mönchen (4:00 aufstehen usw.) teilweise jedoch auch strenger da man 10 Tage schweigt und keinen Alkohol, Nikotin usw. zu sich nehmen darf. Mit der Bettelschale muss man natürlich nicht morgens rumlaufen dies wird durch Meditation ersetzt.

    Ich habe es einmal in Deutschland bei den Goenka Leuten gemacht, wo dies alles ohne exotischen SchnickSchnack und konfessionsübergreifend stattfindet.
    Dies ist eine gute Lösung für Leute die nicht die Zeit haben eine solche Erfahrung in Thailand zu machen.
    Die 10 Tage sind kostenfrei am Ende spendet jeder was er möchte, fairer geht es nicht ich kann es wirklich sehr empfehlen.
    Das ganze ist jedoch kein Vergnügungstrip sondern harte Arbeit mit sich selbst!
    Hier der link Vipassana

    Mein zweites Retreat habe ich im Wat Suan Mokh in Thailand gemacht, die Regeln sind eigentlich identisch.
    Die Retreats fangen immer am 1st eines Monats an!
    Dort gibt es dann jeden Abend einen Vortrag von einem sehr gewitzten symphatischen Mönch aus England welcher genau das Innenleben der westlichen Teilnehmer versteht und die Dinge sehr gut erklärt!

    Mein drittes Retreat im Wat Kao Tham auf Ko Phangan musste ich leider wegen Dengue Fieber abbrechen.
    Dort wird das ganze von der Äbtisin (man staune dort ist eine Frau die Vorsteherin des Klosters!) und einem amerikanisch-australischen Paar geleitet.

    Insgesamt möchte ich diese Erfahrungen nicht mehr missen da sie mir sehr viel gegeben haben.
    Ich hatte noch nie einen so klaren Geist und so tiefen Einblick in mein Selbst, auch die Verpflechtungen aller Dinge und des Ganzen wurden mir erstmalig in der ganzen Fülle bewusst und klar.
    Im wahrsten Sinn des Wortes waren innerlich alle Wogen geglättet wie ein klarer See und ich konnte auf den Wesenskern meiner selbst schauen, so wie in einem klaren stillen Bergsee wo man jeden Stein am Grund klar und deutlich sehen kann.

    Bei den meisten Teilnehmern passiert etwa am 7 oder 8 Tag das was man Samadhi nennt...das Ego löst sich in einer Meditation auf und es gibt kein Ich oder Du mehr man erfährt sich als Teil des Ganzen.
    Deshalb sind die Retreats auch 10 Tage lang, man braucht diese Zeit um die Möglichkeit zu erhalten diesen Punkt auch zu erreichen, wobei man sich darauf niemals fixieren darf...es kommt von ganz alleine "zu einem"
    Dies ist sehr beglückend und eigentlich unbeschreiblich...jedoch sobald man es festhalten will...sprich der Denkapparat wieder anspringt...schwupp ist es auch sofort wieder weg.
    Die Erfahrung selbst vergisst man jedoch nie mehr!

    Nach der Erfahrung eines Vipassana Retreat hat man nun eine Vorstellung wie es wohl sein wird einmal als Mönch eine zeitlang zu leben und die Entscheidung dürfte sehr leicht sein.

    Ich weiss bereits jetzt das ich irgendwann nachdem ich meine Thai Frau geheiratet habe von ganz alleine sagen werde das ich mal für 2 Wochen oder 1 - 2 Monate ins Kloster gehen möchte.
    Dies wird bei mir irgendwann durch einen Impuls von innen kommen wenn ich die Zeit dazu habe und beruflich nicht mehr so eingespannt bin.
    Vielleicht komme ich erst dazu wenn ich 60 und im Ruhestand bin ...spätesten wenn ich dann ein halbes Jahr oder für immer in Thailand lebe wird es passieren und darauf freue ich mich jetzt schon.

    Das wichtigste an der Sache ist das man es freiwillig macht.


    hier kurz die Bedeutung von Vipassana

    Vipassana ist eine der ältesten Meditationstechniken Indiens und bedeutet soviel wie "die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind". Vipassana wurde in Indien vor über 2500 Jahren von Gotama, dem Buddha, wiederentdeckt und von ihm als ein universelles Heilmittel gegen universelle Krankheiten, als eine Kunst zu leben gelehrt.

    Diese jedem frei zugängliche Technik, die nichts mit Religion oder Weltanschauung zu tun hat, strebt die vollständige Beseitigung geistiger Unreinheiten und letztendlich vollkommene Befreiung an. Heilung, jedoch nicht nur Heilung von Krankheiten, sondern das umfassende Geheiltwerden von menschlichem Leiden ist ihr Ziel.

    Vipassana ist ein Weg der Selbstveränderung durch Selbstbeobachtung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der engen Wechselbeziehung zwischen Körper und Geist, die durch trainierte, auf die körperlichen Empfindungen gerichtete Achtsamkeit auf direktem Wege erfahren werden kann. Diese Empfindungen bestimmen das Leben des Körpers, beeinflussen einander im ständigen Wechselspiel und konditionieren den Geist. Die auf eigene Beobachtung gründende, selbsterforschende Reise zu dem gemeinsamen Ursprung von Geist und Körper löst die geistigen Unreinheiten auf und führt zu einem ausgeglichenen Geist voller Liebe und Mitgefühl.

    Die Naturgesetze, die unser Denken, unsere Gefühle, unsere Urteile und Empfindungen steuern, werden klar. Durch direkte Erfahrung versteht man, wie man Fortschritte macht und wann man wieder zurückfällt, wie man Leiden schafft oder sich davon befreit. Das eigene Leben wird bestimmt durch gesteigerte Achtsamkeit, das Durchschauen von Illusion und Täuschung, größere Selbstkontrolle und inneren Frieden.

    QuelleVipassana

    gruß taoman

  7. #26
    ryu
    Avatar von ryu

    Re: Ab ins Kloster?

    das klingt ja interessant, wär mal wirklich anzudenken so einen kurs zu besuchen

  8. #27
    Avatar von Taoman

    Registriert seit
    01.04.2005
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    577

    Re: Ab ins Kloster?

    Zitat Zitat von ryu",p="247258
    das klingt ja interessant, wär mal wirklich anzudenken so einen kurs zu besuchen
    try it

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