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10 minutes in Bangkok

Erstellt von sleepwalker, 04.07.2009, 21:47 Uhr · 59 Antworten · 4.623 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von maphrao

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    Re: 10 minutes in Bangkok

    In der lower Sukhumvit gebe ich generell nichts. In Aussenbezirken, wo eh kaum mal ein Ausländer anzutreffen ist, gebe ich ohne schlechtes Gewissen.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von waanjai_2

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    Re: 10 minutes in Bangkok

    Zitat Zitat von maphrao",p="745505
    In der lower Sukhumvit gebe ich generell nichts. In Aussenbezirken, wo eh kaum mal ein Ausländer anzutreffen ist, gebe ich ohne schlechtes Gewissen.
    Interessanter Ansatz, finde ich.
    Meine Beobachtung ist die folgende. Da ich schon längst aufgegeben habe, entscheiden zu können, was echt und was nur vorgetäuscht ist, habe ich die Entscheidungen über Spenden grundsätzlich meiner Frau übertragen. Ich weiß: Typisch Farang.
    Und zwar in Udon. Denn dort bekommen wir in letzter Zeit die Elephanten zu sehen. Und dort ist es üblich, auf dem lokalen Nachtmarkt auch Leih-Kinder zum Betteln einzusetzen. Ergebnis:
    Es gibt drei Kategorien von "Bettlern"
    1. Die tatsächlich Körperbehinderten. Soll heißen: Erwerbs-Behinderten: Meine Frau gibt.
    2. Die unklaren Fälle, die haben aber zumindest ein Stück Kunsthandwerk - Origami etc. - mit sich, die halt "verkauft" werden. Meine Frau kauft je nach Laune.
    3. Die Kinder, die mit Schnittblumen ankommen. Meine Frau gibt nichts. Auf die Frage: warum gibst Du nichts: Ein thail. Armer würde nicht erst Geld in die Anschaffung von Schnittblumen - Rosen - investieren, bevor er betteln gehen würde. Das seien in Wirklichkeit Geschäftsleute - allerdings Minderjährige. Soll heißen: die verkaufen ihre Arbeitsleistung auf dem Markt für das Ab-Betteln von ahnungslosen Farangs mit ziemlich klaren Rendite-Vorstellungen im Hintergrund. :-)

  4. #23
    Avatar von sleepwalker

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    Re: 10 minutes in Bangkok

    Zitat Zitat von Taunusianer",p="745383
    ...Wenn ich etwas verachte, dann sind es Leute, die mit irgendeiner Mitleidsmasche versuchen an Geld zu kommen. Da sind mir sämtliche blinden Karaoke-Duos lieber, weil die wenigstens noch etwas tun für Ihr Geld, auch wenn es meist grausam klingt, und man nicht weiß, inwieweit einem da etwas vorgegaukelt wird...
    Ich kann es auch nicht leiden, wenn Leute Ihre eitrigen Wunden oder Verkrüppelungen werbewirksam zur Schau stellen, weil sie der Meinung sind, dass sich das besser rechnet.
    Die Frage ist allerdings, ob der Großteil der Leute das genauso sieht...

    Ein Beispiel:
    Ein Bettler sitzt mit einem schlimm verkrüppelten Bein am Straßenrand. Ist es jetzt FÜR IHN die lukrativere Lösung, das Bein so zu platzieren, dass es jeder sieht?
    Oder noch anders gefragt:
    Würden ihm überhaupt irgendwelche Leute Geld geben, wenn er seine Behinderung nicht auf plakative Weise präsentieren würde? Die meisten würden sich doch fragen, warum der da abhängt.
    Von seiner Sichtweise aus betrachtet ergibt diese Masche also schon irgendwie Sinn...

    ...ich selbst schließe mich allerdings den hier genannten Vorgehensweisen an:
    • Keine Spenden an die "Poser" in den Haupteinkaufsstraßen, bei denen mir mein Bauchgefühl sagt, dass das ganze im mehr oder weniger großen Stil organisiert ist.
    • Wenn meine Frau dabei ist, überlasse ich in der Regel ihr die Entscheidung, wem etwas gegeben wird und wem nicht. Habe auch nur selten das Gefühl gehabt, dass sie bei Ihrer Auswahl falsch liegen könnte.

    Ich glaube allerdings trotzdem, dass es auch für Thailänder keine wiklich verlässlichen Indizien gibt, die darauf hinweisen, dass das Geld nicht doch in irgendwelche dubiosen Quellen fließt.

    P.S.: Das schlimmste was ich in Richtung Bettelei mal erlebt habe, war vor eineinhalb Jahren am Bahnhof in Chiang Mai. Dort lümmelte ein völlig verwahrloster und verwirrter Mann rum, dessen halb entblößter Oberkörper von einem übel aussehenden Ausschlag befallen war. Leider saß er dort nicht nur rum, sondern torkelte mit aufgehaltener Hand auf die Leute zu, die in alle Richtungen davonstürmten.

  5. #24
    Avatar von clear1

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    Re: 10 minutes in Bangkok

    Ja ich weiß - man soll nix geben, aber wenn ich so ne arme Sau sehe kann ich nicht anders und gebe halt 10, 20 oder 50 THB. Ich bin froh, dass ich nicht hungern muss, dass ich sauberes Wasser trinken kann und dass ich warm und trocken sitze...

    clear1

  6. #25
    Avatar von maphrao

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    Re: 10 minutes in Bangkok

    Zitat Zitat von clear1",p="745625
    Ja ich weiß - man soll nix geben, aber wenn ich so ne arme Sau sehe kann ich nicht anders und gebe halt 10, 20 oder 50 THB. Ich bin froh, dass ich nicht hungern muss, dass ich sauberes Wasser trinken kann und dass ich warm und trocken sitze...
    Womit du in vielen Fällen nicht den Armen hilfst, sondern der Mafia dahinter, die sich damit einen neuen Mercedes finanzieren...wenn dir Leute leid tun, die in Touristenzonen sitzen, warum kaufst du ihnen nicht was zu essen und zu trinken? Mache ich auch manchmal so, mit teilweise krassen Erfahrungen. Einmal bettelte mich ein alter Mann an, er habe Hunger. Ich habe ihm einen Döner angeboten, da ich gerade im Dönerladen saß. Er lehnte dankend ab, das würde ihm nicht schmecken Also wenn man wirklich Hunger hat, dann ist man nicht wählerisch.

  7. #26
    Avatar von sleepwalker

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    Re: 10 minutes in Bangkok

    Zitat Zitat von maphrao",p="745669
    ...Einmal bettelte mich ein alter Mann an, er habe Hunger. Ich habe ihm einen Döner angeboten, da ich gerade im Dönerladen saß. Er lehnte dankend ab, das würde ihm nicht schmecken Also wenn man wirklich Hunger hat, dann ist man nicht wählerisch.
    Also wenn ich im Isaan betteln müsste, und ein freundlicher Eingeborener mir eine leckere Portion Ameiseneier anbieten würde, dann würde ich auch dankend ablehnen, und den Hungertot vorziehen...

  8. #27
    Avatar von alhash

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    Re: 10 minutes in Bangkok

    Zitat Zitat von sleepwalker",p="745682
    Also wenn ich im Isaan betteln müsste, und ein freundlicher Eingeborener mir eine leckere Portion Ameiseneier anbieten würde, dann würde ich auch dankend ablehnen, und den Hungertot vorziehen...
    Wobei gerade diese Ameiseneier als Delikatesse gelten und nicht gerade billig sind

    Zitat Zitat von clear1",p="745625
    Ja ich weiß - man soll nix geben, aber wenn ich so ne arme Sau sehe kann ich nicht anders und gebe halt 10, 20 oder 50 THB.
    Damit verfestigt sich mal wieder das Bild des mit Geld um sich werfenden Farangs. Die meisten Thais geben allenfalls ein paar Münzen.

    AlHash

  9. #28
    Avatar von maphrao

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    Re: 10 minutes in Bangkok

    Zitat Zitat von sleepwalker",p="745682
    Also wenn ich im Isaan betteln müsste, und ein freundlicher Eingeborener mir eine leckere Portion Ameiseneier anbieten würde, dann würde ich auch dankend ablehnen, und den Hungertot vorziehen...
    Köstlich, dafür zahl ich sogar regelmäßig.

  10. #29
    Avatar von Nokgeo

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    Re: 10 minutes in Bangkok

    Zitat Taunusianer # 10:

    " Wenn ich etwas verachte, dann sind es Leute, die mit irgendeiner Mitleidsmasche versuchen an Geld zu kommen. Da sind mir sämtliche blinden Karaoke-Duos lieber,

    ---> weil die wenigstens noch etwas tun für Ihr Geld,

    auch wenn es meist grausam klingt, und man nicht weiß,inwieweit einem da etwas vorgegaukelt wird."
    ____Zitatende_____

    Sich langsam kriechend, schneckenmässig auf dem Boden, Tag für Tag..Stunde für Stunde ? " Vortrieb " zu geben..stell ich mir nun nicht soo einfach vor. Mental und körperlich!. Denn bei ihm ist kein SCHLEIM unter seinem Körper.

    Der Mann, der da über den Weg " gleitet ," zum Glück ohne HUNDEKOT vor der Nase, hat mein Bedauern. Was ist das für ein Leben?

    Würde ER sich ne Mini Cam incl. Aufzeichnung am Kopf befestigen..könnte ER evtl. richtig Kohle machen..

    Als menschliche Schnecke und deren Sichtwinkel unterwegs in Bkk.. Traurig..traurig.

  11. #30
    Avatar von DisainaM

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    Re: 10 minutes in Bangkok

    am Sonntag, 28.06.2009 lief im Ersten der Film,

    Verkauft für einen Teller Reis - Kinderhandel in Kambodscha

    Die kambodschanische Stadt Poipet. Hier schleusen Menschenhändler Kinder über die Grenze nach Thailand.

    Totale Armut veranlasst die kambodschanischen Eltern zu dieser Verzweiflungstat. Dabei wollen es die meisten nicht wahrhaben, dass ihre Kinder nicht zum Betteln oder Arbeiten nach Thailand geschmuggelt werden, sondern dort in einem der unzähligen .......e landen.
    Das Filmteam von Lourdes Picatera spricht mit den verzweifelten Eltern und spürt mit versteckter Kamera die Menschenhändler in den kambodschanischen Elendsvierteln auf.
    In der Film wurde auch von den kamboschanischen Knochenbrechern berichtet, die gesunde Kinder verstümmeln, damit sie in den thailändischen Touristengebieten höhere Erträge erbetteln.

    Diesen Wirtschaftszweig sollte man als Tourist auf keinen Fall unterstützen, weil es zu erhöhter Nachfrage von sogenannten Miet-Krüppeln führt.

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