Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 32

Vietnam - zwischen Marx und Markt

Erstellt von HPollmeier, 16.05.2004, 19:48 Uhr · 31 Antworten · 4.167 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von alhash

    Registriert seit
    17.12.2001
    Beiträge
    4.824

    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    @HPollmeier,

    Deine Berichte sind professionell und Du hast wohl die richtige Ausbildung dafür gehabt.

    Du beschwerst Dich über eine derbe Kritik und daß man Dir nahelegt, andere Foren zu suchen, dabei hast Du aber vergessen, daß Du selber den Grundstein dazu gelegt hast:

    Das ist nichtssagendes Gewaesch. Fuer dieses Geschwafel unterhalb des Niveaus von Groschenromanen gibt es geeignetere Foren. Schau Dich mal um!
    Damit hast Du das Mitglied andyyzz dermaßen runtergebügelt, daß er seitdem keinen Beitrag mehr geschrieben hat. Wie soll das Niveau dieses Forums steigen, wenn jemand auf der Empore steht und meint, mit seinem erheblichen Wissen andere abqualifizieren zu müssen?

    Was soll man davon halten:

    auf dem Niveau von Lieschen Mueller bewegt.
    wenn man nicht Willens ist, wenigstens etwas aus seinem Erfahrungsschatz mitzuteilen?

    Runterbügeln ist leicht, konstruktive Kritik zu üben eine andere Sache.

    Schönen Tag noch
    AlHash

  2.  
    Anzeige
  3. #22
    Avatar von HPollmeier

    Registriert seit
    27.08.2003
    Beiträge
    1.959

    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Hallo alhash,

    wir drehen uns im Kreis.

    Ich habe mich im Ton vergriffen, dafuer habe ich mich entschuldigt.

    Zur Lieschen Mueller.Literatur bleibe ich bei meinem Standpunkt.

    Wenn mir jemand an´s Bein pinkelt, der nicht einmal meine Beitraege gelesen hat, wehre ich mich.

    Da ich ohnehin kein Vielschreiber bin, melde ich mich nur sporadisch.

    Fuer Nachhilfestunden haette der sogenannte Forenrat ein lohnendes Betaetigungsfeld.

    Ich freue mich immer ueber Deine Beitraege, denn sie sind in ausgezeichnetem Deutsch verfasst; das ist heutzutage wohl schon professionell.

    Ich wuensch Dir auch einen schoenen Tag!

    Gruss
    Heinz

  4. #23
    Avatar von resci

    Registriert seit
    20.01.2004
    Beiträge
    6.960

    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    wuerde mich mehr fuer das eigendliche Thema Vietnam interessieren,
    als fuer belangloses Hin-und Herbeschuldigen das niemand wissen will.

    Tschuldigung
    Resci

  5. #24
    Avatar von HPollmeier

    Registriert seit
    27.08.2003
    Beiträge
    1.959

    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Hallo resci,

    es gibt Suchmaschinen, da fliegen die gebratenen Tauben nur so herum.

    Tschuldigung

    Heinz

  6. #25
    Avatar von HPollmeier

    Registriert seit
    27.08.2003
    Beiträge
    1.959

    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Irrtum

  7. #26
    Avatar von Otto-Nongkhai

    Registriert seit
    05.11.2002
    Beiträge
    12.292

    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Werde mir naechste Wochen ein 3 Monat-Vietnam-visa besorgen ,50 Dollar ,und dann bekommt ihr etwas zu hoeren und spaetr auch zu sehen.

    Dank an Heinz fuer diesen interessanten Thread ,aus dem ich einige wichtige Infos fuer meine zweite Vietnamreise nehmen konnte.

    gruss

    Otto

  8. #27
    Avatar von HPollmeier

    Registriert seit
    27.08.2003
    Beiträge
    1.959

    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Hallo Otto,

    die Bilder wurden ´geklaut´ und ich wollte sie eigentlich hier wieder einstellen, aber das geht nicht so ohne weiteres: man muss wieder alles umbauen.

    Du findest den Bericht mit allen Bildern und einigen Ergaenzungen unter

    http://www.siamtraveller-forum.org/c...ST;f=21;t=1033

    Mir scheint auch, nicht einmal dieser Hinweis ist hier gern gesehen.Dessen ungeachtet freue ich mich darueber, dass Du an mich gedacht hast.

    Herzlichen Gruss
    Heinz

  9. #28
    Avatar von HPollmeier

    Registriert seit
    27.08.2003
    Beiträge
    1.959

    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Die Vorschau stimmt mit dem endgültigen Text nicht überein.

  10. #29
    Avatar von HPollmeier

    Registriert seit
    27.08.2003
    Beiträge
    1.959

    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Hallo,

    die Bilder zum Artikel wurden aus mir unbekannten Gruenden vom ´Server´ geloescht.

    Da die Arbeit in anderen Foren regen Zuspruch gefunden hat, fuege ich sie hier noch einmal vollstaendig ein.

    Vorwort:

    Wer nach Vietnam will, sollte sich beeilen. Im Boomland Vietnam werden Warnungen vor Tourismussünden lauter:

    Zitate:
    (Hanoi/dpa) - "Aidswarnung auf der Insel Cat Ba im Nordosten Vietnams. Mit der steigenden Zahl der Besucher - die meisten kommen aus China oder anderen Ländern Asiens - wächst auch die Prostitution und damit das Infektionsrisiko.

    (Hanoi/dpa) - Nicht selten geht Vietnams gegenwärtiger Tourismusboom mit einem Donnerschlag einher. Dann nämlich werden wie etwa auf der Insel Cat Ba in der spektakulär schönen Halong-Bucht im Norden des Landes wieder einmal Hügel oder Felsbarrieren einfach weggesprengt - für neue Straßen und Hotels. Entlang der gesamten Küste des Landes wachsen Dutzende weitere Ferienanlagen aus dem Boden. Während Investoren angesichts steil ansteigender Urlauberzahlen die Kasse klingeln hören, erheben Umweltschützer und westliche Landeskenner, die um die schweren Tourismussünden etwa rund um das Mittelmeer wissen, immer lauter warnend die Stimme.

    «Wenn die Vietnamesen klug sind, dann wiederholen sie nicht die Fehler der Türkei, alles zuzubetonieren», gab bereits vor einiger Zeit der Vietnam-Landeschef der Touristikagentur «Indochina Services», Thomas Weigelt, zu bedenken. «Es ist aber zu befürchten, dass es in diese Richtung geht.» Ein anderer Deutscher, der seit Jahren in Hanoi lebt, lässt unterdessen alle Hoffnung fahren: «Die Lage kippt schon. Wenn alles zugebaut ist, was immer schneller geschieht, wird das Potenzial sehr bald aufgebraucht sein.» So sei es kaum vorstellbar, dass der Boom die nächsten fünf Jahre überlebe.

    Inzwischen reckt sich auch auf Cat Ba ein 17-stöckiger Hotelklotz in den Himmel. Doch landen Abwässer oder Müll geradewegs im Meer, berichte Aaron Becker von der Australischen Stiftung für die Völker in Asien und der Pazifikregion (AFAP). «Die ursprünglich vorhanden Ressourcen sind gefährdet. Man schlachtet die Gans, die Goldene Eier legt.» Als weiteres Negativbeispiel gilt die Stadt Phan Thiet an der Südostküste: Vor ein paar Jahren noch ein Fischerdorf, stehen dort inzwischen acht internationale Hotels."

    Darum bringen wir den Bericht einer Mietwagentour mit Fahrer ueber ein Vietnam, wie es einmal war:


    Vietnam - zwischen Marx und Markt
    Von Heinz & Rainer Pollmeier
    ©Text & Fotos Pollmeier


    I. Teil

    Man reist als ‚68er’ nicht so einfach nach Vietnam und löst unterwegs den Widerspruch zwischen Mythos und Realität. Vietnam übt den Spagat zwischen Marx und Markt, zwischen Ideologie und Wirtschaftboom – gelegentlich etwas holprig.

    Vom finsteren Flaggenturm in Hué wehte 1968 3 1/2 Wochen lang die Flagge der Nationalen Befreiungsfront als weithin sichtbare Provokation:


    Die marktwirtschaftliche Erneuerung begann zwar Mitte der achtziger Jahre als ‚Doi Moi’, einer eigenen Version von Perestroika, aber die Asienkrise 1998 verschonte auch Vietnam nicht. Doch Hanoi gibt ungebrochenen Reformwillen zu verstehen nach dem Motto: „Wir liegen fünf Jahre hinter China zurück, aber fünf Jahre vor Laos."

    Die alte Kaiserstadt am Parfümfluss:


    In der ‚Sozialistischen Republik’ beherrscht der Dollar den inflationären Dong, Pidgin-Vietnamesisch, die neue ‚lingua franca’, löst auf der Straße - nicht im Geschäftsleben - Französisch ab, westlich-amerikanische Produkte erobern den Markt. Im ‚Eisernen Dreieck’ von Cu Chi kann man gar mit amerikanischen Waffen auf Attrappen ballern. Denn als Touristen sind sie heiß begehrt, die nunmehr ‚guten’ Amerikaner – fett, laut, grellfarben und meist ohne Manieren. Den Kampf gegen diese Kapitalisten – als Sinnbild für die Verlockungen von Devisen und Konsum - hat das Politbüro bereits verloren. „Vietnamesen amerikanisieren sich nicht“, sagt unser deutschsprachiger Reiseführer, „sie einverleiben sich das Praktikable.“

    hat mehr zu bieten, z. B. in der Kaiserstadt:




    Balustrade am Ngo Mon-Tor:


    Der Moloch Tourismus – bei allem multikulturellen Frohsinn - verschlingt, was sich ihm in den Weg stellt. Natürlich registriert man ein Gefälle von Singapur über Thailand nach Vietnam. 5extourismus als Nachfolger der käuflichen Liebe der GI’s wurde bereits wieder organisiert. Keuschheitsgürtel lassen sich nicht ‚par ordre du mufti’ anlegen, weder durch die katholische Madame Nhu noch durch die ‚Sozialistische Republik’. Marx ist müde. Onkel Hos Leichnam wird zwar jährlich in Gänze ‚restauriert’, doch - salopp gesagt – die ganze Ideologie geht flöten, wenn das ‚amerikanische Weltkulturerbe’ eindringt.

    Die Bibliothek im Kaiserpalast:



    Siegt dabei die traditionelle vietnamesische Überlebenskunst oder verliert am Ende ein Volk den Frieden und seine Identität, das in vieltausendjähriger Geschichte Fremdherrschaften abgeschüttelt und Supermächte aus dem Land geworfen hat? Vietnam ist in Zugzwang, es könnte durch vernüftige Auswahl von der Modernen profitieren, ist aber arg angeschlagen: So wurde das ehemals ausgewogene Verhältnisses von Mensch und Natur weitgehend zerstört. ‚Agent Orange’, das militärische Entlaubungsprogramm gegen Tropengrün – allein 2 Mio Hektar Wald wurden vernichtet - war ein verhängnisvoller Volltreffer: vielerorts Steppengras, Krebskranke und verkrüppelte Kinder. Erst neuerdings haben sich Vietnam und die USA darauf geeinigt, gemeinsame Forschungsprojekte über die Spätfolgen des Giftes durchzuführen.

    Die Dynastischen Bronzeurnen in der Verbotenen Stadt



    Und die gespaltene Gesellschaft: Das siegreiche Nordvietnam ist noch längst nicht mit dem geschlagenen Süden zusammengewachsen. Die Namensänderung von Saigon, der angeblichen Weltstadt mit Flair, in ‚Ho-Chi-Minh-City’ ersetzt auch hier nicht die Realität. Vietnamesisches Harmoniestreben vermeide Einseitigkeit und Extreme, liest man allenthalben, aber die ‚Goldene Mitte’ des Konfuzianismus scheint noch weit entfernt.


    Asien pur
    Und dennoch! Verscheuchen wir düstere Ausblicke


    und die immer aufs Neue durch den Kopf flackernden Bilder von schwarzen Pyjamas, Napalmangriffen, brennenden Mönchen und glühenden Mädchen! Vietnam führt keinen Krieg mehr.

    Vietnam ist heute ein faszinierendes Stück Asien, das wir im Widerspruch, im Übergang, sozusagen in der Schwebe erleben dürfen: Mehr als 3.000 Kilometer Küste, Berge im Westen, Dschungel im Norden, Pinien säumen die Sandstrände des Südchinesischen Meeres, Reis wächst überall. Das ‚Mekong-Tiefland’ und das gebirgsumrahmte ‚Delta von Tonking’ sind die beiden Hauptlebensräume, dazwischen erstreckt sich der lange, schmale, gebirgige Saum von ‚Annam’ mit der alten Kaiserstadt Hué, an der ‚Pforte von Annam’, der schmalsten Taille, nur 50 km bis Laos. Die S-Form des Landes vergleicht man gern mit einer Bambusstange, die an jedem Ende einen Reissack trägt. Das Bild zeichnet die Natur der kargen Küste und der ‚Reisschalen’ nach und stimmt mit den historischen, den sozial- und wirtschaftsgeographischen Fakten überein. Fläche und Einwohnerzahl entsprechen knapp den Daten der Bundesrepublik Deutschland, aber die Vietnamesen leben nur auf einem Drittel ihres Landes, den zwei Gunsträumen und der Küste. Die menschenarmen Bergländer sind die Heimat ethnischer Minderheiten, ein Mosaik aus etwa fünfzig Stammesgruppen, die 10% bis 15% der Gesamtbevölkerung ausmachen (Vietnamesen 87.1%; Thai 1.8%; Chinesen 1.5%; Tai 1.5%; Khmer 1.4%; Muong 1.4%; Nung 1.1%; andere 4.2%).

    In Da Nang liegt das kleine Cham-Museum mit den besten Cham-Skulpturen der Welt:








    Natürliche Abriegelung und die stark sinisierte Kultur heben Vietnam vom indisierten Südostasien ab. Selbst der Name Viet-Nam stellt es zwischen die Kulturräume: Das ‚nach Süden verstoßene Volk’ spricht die ursprüngliche Wanderung aus Südchina an. Die Menschen sind durchweg gastfreundlich, ein wenig zurückhaltender als die Thais, keineswegs aufdringlich wie viele Indonesier, eher geprägt von vornehmer, altertümlich anmutender Höflichkeit; so wohnt dem Land insgesamt viel Liebreiz inne.

    II. Teil

    Handtuch-Häuser und Halongbucht – Gegensätze rühren das Herz
    Hanoi nennt man das ‚letzte Dorf Asiens’. Und tatsächlich: Hanoi hat Atmosphäre mit viel kolonialem Charme, grünen Alleen, alten französischen Villen und reizvollen Seen.



    600 Pagoden und Tempel sind über die ganze Zauberstadt verstreut, futuristische Hochhäuser Mangelware.






    Das Schachbrett zwischen Hoan-Kiem-See und Rotem Fluß ist das quirlige, pulsierende Herz des Landes, mit den Straßen der 36 Zünfte und den niederländisch anmutenden Handtuch-Häusern archtektonisches Wunderwerk zugleich.




    Nicht weit entfernt bestaunen wir – mehr oder minder berührt - im hybriden Ho Chi Minh- Mausoleum mit seiner finsteren Monumentalität Sozialismus pur. An dieser Pilgerstätte, die ‚der Erleuchtende’ gar nicht wollte, halten Altrevoluzzer den Atem an.

    Hanoi wuselt. Als unachtsamer Fußgänger ist man ein Verkehrshindernis im ‚geordneten Chaos’ von Zweirädern, einer klingelnden und knatternden Flut, einer Prozession ohne Anfang und Ende:




    Mopeds und Motorräder gewinnen die Oberhand, Fahrräder sind auf dem Rückzug,


    Cyclos, wie die Rikschas heißen, blockieren vor den Trottoirs immer wieder den Verkehr, Autos sind tatsächlich in der Minderzahl. Das ändert sich auf dem Weg nach Süden. Ein Reiseautor vergleicht das Hanoi von fast vier Millionen Einwohnern mit einem verschlafenen Giganten, durch dessen Adern und Venen Zweiräder fließen – unaufhaltsam, eigensinnig, aber gleichermaßen höflich, wie wir das in Europa nicht mehr kennen.

    Drei Stunden Autofahrt führen zu einem landschaftlichen Höhepunkt Vietnams, der Halong-Bucht: Wie auf chinesischen Tuschzeichnungen



    ist die Wasserfläche übersät mit bizarren Inseln, Felsen und Klippen aus tropischem Turm- oder Halbkugelkarst,


    vertraut aus der thailändischen Phangnga-Bucht, dem Lingayan-Golf von Luzon oder aus Guilin im benachbarten China.

    Der Formenschatz der Inselschwärme ist ganz simpel durch Korrosion der Gesteine entstanden. Ihr Calzitgehalt bildet mit Regen-, Boden- oder Meerwasser Kohlensäure, die mit organischen Säuren, wie z. B. Humus, Kalk löst. Während in den gemäßigten Zonen überwiegend Hohlformen wie Dolinen, Höhlen usw. entstehen, kommen in den Tropen mächtige, markante Vollformen,


    Kegelkarste, hinzu, weil das feuchtheiße Klima die Entwicklung intensiviert. Mit den Marmorbergen in Zentralvietnam finden wir ein weiteres, nicht so spektakuläres Beispiel.


    III. Teil

    Der Atem der Geschichte im Land der grünen Drachenfrucht
    Hué, die Stadt der Kaiser an beiden Seiten des Parfümflusses – er stinkt dort allerdings nach Kloake, wo die Hausboote der Armen in den Wellen wippen - war jahrhundertelang das politische Zentrum Vietnams, das kulturelle und geistige ist die einstige Metropole der ‚feudalistischen Nguyen-Dynastie’ noch heute.

    Die Thieu Mu Pagode:


    Hier hat der Tourismus tatsächlich ‚nationale Schätze’ vor dem endgültigen Verfall bewahrt. Ho Chi Minh, einst auch Idol der westeuropäischen Linken, und General Giap haben an der Quoc-Hoc-Schule studiert.


    Wer den Herzschlag der Vergangenheit intensiv spüren möchte, besucht die Kaisergräber im mystischen Umland, versteckt zwischen Kiefernwäldern und grünen Hügeln. Auf einer Anhöhe über dem Parfümfluß liegt die achteckigeThien-Muh- oder auch Linh Mu- genannte Pagode, das inoffizielle Wahrzeichen von Hué. Hinter dem Hauptheiligtum steht der Austin, der den Mönch Thich Quang Duc 1963 nach Saigon brachte. Dort verbrannte er sich öffentlich aus Protest gegen das Regime von Ngo Dinh Diem.

    Die Grabstaette des Kaisers Tu Duc:



    Xung-Khiem-Pavillon:


    Die bezaubernde Kleinstadt Hoi An, 30 km südöstlich von Da Nang entfernt, ist ein lebendiges Museum



    und läuft mit ihrem schillernden Lokalkolorit in der Gunst der Touristen der großen Nachbarin den Rang ab. Als der Thu-Bon-Fluß Ende des 18. Jahrhunderts versandete, versank die bis dahin mit Macao oder Malacca vergleichbare Hafenstadt in einen Dornröschenschlaf.







    Aber schon frißt Kommerz am beschaulichen Charme unzerstörter Geschichte, denn Hoi An wird immer mehr zum Einkaufsparadies: Hunderte historischer Häuser wurden in Cafés, ‚Shops’, Schneidereien, Galerien und Kunsthandwerkstätten umgewandelt.

    Doch mit den prachtvollen Versammlungshallen der Chinesen






    - Hoi An war die erste chinesische Siedlung im Süden – den alten Wohnhäusern, religiösen Stätten, der überdachten japanischen Brücke,


    lädt der herrliche Ort direkt zum Spazierengehen ein. Wer echte Seide kaufen will – Stoffprobe nicht vergessen: Seide brennt, Synthetik schmilzt! - macht hier ein Schnäppchen.

    Für die Außenbezirke kann man leicht ein Fahrrad mieten, für My Son sollte es schon ein Motorrad sein.


  11. #30
    Avatar von HPollmeier

    Registriert seit
    27.08.2003
    Beiträge
    1.959

    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    IV. Teil

    My Son- ein Beispiel fuer die Art, wie amerikanisches Sendungsbewusstsein Kultur bewahrt:



    ist der bedeutendste Ort der Cham in Vietnam und kann sich mit den anderen, von Indien beeinflussten Tempelanlagen in Südostasien wie Angkor, Pagan, Ayutthaya und Borobudur messen. Jeder gute Reiseführer bringt detallierte Beschreibungen.


    Die Periode der höchsten Blüte ist vor allem Indravarmann III. zuzuschreiben, der vom Jahre 918 an seinem Land etwas von seinem früheren Glanz wiedergab und ihn bis zum Ende des Jahrhunderts trotz der immer bedrohlicher werdenden Überfälle der Vietnamesen zu erhalten wußte, wie Groslier in seinem Klassiker ‚Hinterindien’ schreibt.


    ‚Der edle Turm von Mi-son A 1’, der als wichtigstes Bauwerk der Gruppe A galt – fast vollständig durch amerikanische Angriffe zerbombt - wurde eigens von einer amerikanischen Pioniergruppe zerstört. Nixon zählte sich seinerzeit zu den ‚Guten’. Nach wie vor „gehen die Amerikaner an Orte, wo sie nicht hingehören und über die sie nichts wissen.“


    Dieser Satz stammt von der amerikanischen Journalistin A. Louisa Schaefer.


    Nha Trang an der Zentralen Südküste ist Vietnams Lieblingsstrand mit mildem Klima, langen Sandstreifen unter Kokospalmen, türkisfarbenem Meer.


    Leider offenbart der Tourismus schon seine häßliche Seite, und die Preise einiger Anlagen sind total überzogen. Der Naturhafen ist ein ‚Foto-Traum’ mit seinen blau-rot gestrichenen Fischerbooten, die vorgelagerten Inseln sind exzellente Bade- und Angelreviere.

    Die Po Nagar Cham-Türme auf einer Granitkuppe nördlich der Stadt sind fast vollständig restauriert und vermitteln eindrucksvoll die elegante und harmonische Kunst der Cham bis in die letzte Phase des Stils von Mi-son A 1.



    Verknüpfen wir den Hafen mit einigen Fakten zur Fischerei: Der Fischfang mit Tausenden von Segeldschunken und oft veralteten Motorbooten vor den langen Küsten und Deltas ist eine traditionelle Nahrungsergänzung.


    Frischfisch, Krabben, Garnelen,


    Hummer, Muscheln, Kalmare usw.


    - auch Süßwasserfische im Binnenland –


    werden intensiv gefangen und verarbeitet. Fischereiprodukte zählen neben den Haupt-Ressourcen Kohle, Öl, Erdgas, Phosphate, Chrom, Gold, Reis, Tee, Kaffee und Kautschuk zu den wenigen Exportartikeln in westliche Länder, besonders nach Japan. Vietnams Zuwachs in der Fischerei kann auf mehrere vorteilhafte Kooperationsverträge mit großen Fischereiflotten der Welt zurückgeführt werden. Und Schlemmen auf vietnamesisch


    ist ohne Meeresfrüchte nicht denkbar.

    Die Reiskammer des Südens
    Die Landeshälften haben eine unterschiedliche Wirtschaftsstruktur. Während der Norden, reich an Bodenschätzen, das industrielle Zentrum darstellt, sind im Süden 70% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Vietnam ist überwiegend ein Agrarland, die Landwirtschaft der größte Arbeitgeber. Reis ist das wichtigste Erzeugnis, und Vietnam ist nach Thailand und den USA der größte Rei5exporteur der Welt.

    Auf der Fahrt in die Berge und nach Saigon durchquert der Reisende ein Asien vergangener Epochen und verloren geglaubter Bilder: Verwunschene Dörfer, vergessene Kleinstädte, märchenhafte-magische Landstriche, Frauen tragen ihre konisch geformten Strohhüte


    und Holz auf Schulterstangen, Wasserbüffel und Kinder baden, es gibt Entenhüter und Ochsenkarren. Aber Touristenromantik täuscht: Die Bevölkerung hat insgesamt von den Wirtschaftsreformen profitiert, doch die Kluft zwischen Arm und Reich ist gleichzeitig größer geworden.


    So bestehen erhebliche Einkommensunterschiede zwischen der städtischen und ländlichen Bevölkerung. Es leben zwar nur ein Viertel der Vietnamesen in Städten, doch steuern diese ca. 70% des BIP bei. 75 % der Minoritäten leben unterhalb der Armutsgrenze.

    Saigon ist ganz anders. Saigon ist laut und heiß, Saigon ist dreckig. Chaotisch durcheinandergewirbelt wirken Kolonialhäuser, Neubauten, Pagoden, Ruinen, Buden und Verschläge, dazwischen blüht der Kleinkapitalismus in tropischer Fülle. Lediglich der koloniale Kern wirkt ein wenig aufgeräumt, mit einem letzten Hauch vom alten ‚Paris des Ostens’. Mancher Reisende mag bedauern, daß die Schubladenarchitektur der Kathedrale von 1880 erhalten blieb, während das My Son der Cham zerbombt wurde. Andere Besucher werden ‚Boom-City’ fluchtartig verlassen mit dem Ziel Mekong-Delta,


    der Reiskammer Vietnams – ein eigenes Thema.

    Ein Ausflug führt gewiß von Saigon über Cu Chi nach Tay Ninh. Cu Chi, das meistbesuchte Kriegsdenkmal Vietnams, war wegen seiner strategisch günstigen Lage ein wichtiger Stützpunkt. Der Vietcong baute ein unterirdisches, 250 km langes Tunnelsystem mit Kommandoständen, Krankenhäusern, Schutzräumen und Waffenfabriken. Von Hand in den harten Lateritboden getrieben, ohne Zusatz von Zement, wurde das erstaunliche Tunnelnetz im Krieg nie entdeckt.

    Damit die ‚Sehenswürdigkeit’ blutiger Vergangenheit keine Touristenfalle wird, haben polnische Spezialisten das System hier und da ‚aufgeweitet’ und museal aufbereitet. Mr. Pepsi kann entspannt gespenstische Atmosphäre genießen, wenn er nicht - als sentimentaler Kriegsveteran - Tränen vergießt vor den Denkmälern seiner materiellen und seelischen Verwüstung. Die ‚Enkel Johnsons’ betrachten Vietnam ohne die kriminelle Energie ihrer Väter als stinknormales Reiseland, können aber bisweilen eine gewisse kollektive Verblödung als Folge dreister und verlogener US-amerikanischer Außenpolitik nicht verschleiern. „Wir haben nicht gegen das amerikanische Volk gekämpft“, bemerkt der Reiseführer bei solchen Vorfällen, „wir haben uns gegen eine aggressive Regierung gewehrt.“

    V. Teil

    Tay Ninh


    ist der Hauptsitz der Cao-Dai Sekte, eine der schillerndsten Religionsgemeinschaften Vietnams.


    Graham Greene schilderte bereits die Mischung aus Konfuzianismus, Buddhismus und Christentum, in der selbst Victor Hugo als Heiliger verehrt wird.


    Der Caodai-Großtempel innerhalb des heiligen Stuhls der Sekte ist ‚eines der verblüffendsten Bauwerke in ganz Asien’, sagt der ‚Loose’.


    Hier kann sich ein jeder zwischen Kitsch und Kunst entscheiden.


    Vietnam im ganzen wird das Herz aller Reisenden gewinnen - bevor der Massentourismus einsetzt. Wer dann wohl- oder wellnessorganisiert durch das Land reist, wird vom Alltag asiatischen Überlebens nichts spüren. Welch ein Versäumnis wäre das!


    Informationen zur Wirtschaft:
    Ein neuer Tiger ist geboren! – Auf leisen Pfoten schleicht Vietnam (VN) unbemerkt seine Konkurrenten in Südostasien an. VN bietet eine Wachstumsstory, die man nur sehr selten findet. So liegt das Wirtschaftswachstum des 80-Millionenvolkes der letzten Jahre bei durchschnittlich 8,9 %, aktuell beträgt das Pro-Kopf-Einkommen 450 USD; es gibt kaum eine Inflation.


    Das sah einmal ganz anderes aus: 1997 betrug das Pro-Kopf-Einkommen 270 USD, und die Inflation lag z. B. 1986 bei über 700 %. Heute stellt sich VN in einer einzigartigen Situation dar:

    Kriegsbedingt ist über die Hälfte der Bevölkerung jünger als 20 Jahre – und dies bei guter Bildung. VN hat eine der geringsten Analphabetenraten Asiens. Auch Steuersätze unter 15 % und weitgehend abgeschaffte Zölle, ein für 2006 geplanter WTO-Beitritt und deutlich steigende Direktinvestitionen ausländischer Firmen sprechen für VN. So beschäftigt NIKE heute bereits ca. 50.000 Menschen im Lande - eine Folge des ‚Arbeitsplatzexportes’ der sogenannten entwickelten Industriestaaten.

    VN ist politisch stabil. VN gilt heute als eines der sichersten Länder Asiens.

    Die Befreiungskämpfe der Vietnamesen gegen Frankreich und später gegen die USA erregten weltweites Aufsehen. Dennoch ist VN weitgehend unbekannt, weil die Öffnung zum Westen erst vor einigen Jahren richtig begann.

    Mit einer Bevölkerung von rd. 80 Mio. ist VN das zwölftgrösste Land der Welt, die Fläche beträgt knapp 330.000 km2 (Deutschland: 83 Mio. Einwohner auf 357’000 km2). Ähnlich wie in China ist die ”Kommunistische Partei“ das Machtzentrum. Der Generalsekretär der Partei (Nong Duc Manh), der Staatspräsident (Tran Duc Luong) und der Ministerpräsident (Phan Van Khai) halten die Fäden in den Händen. An den Parlamentswahlen vom Mai 2002 wurden zu 90 % Parteimitglieder und 10 % der Partei genehme Kandidaten in die Nationalversammlung gewählt.

    Bereits 11 Jahre nach der Vereinigung von Nord- und Südvietnam (1975) beschloss der Parteikongress die Zulassung von privaten Unternehmen; in der Staatsverfassung von 1992 wurde die Planwirtschaft durch ein "reguliertes, nach marktwirtschaftlichen Prinzipien funktionierendes System“ ersetzt. Die Umsetzung der Reformen begann zögerlich. Mit der Ablösung von Le Kha Phieu - einem Militär - durch den Ingenieur Nong Duc Manh als Generalsekretär der Partei im Mai 2001 und der Bestätigung von Ministerpräsident Phan Van Khai im Juli 2002 für eine weitere fünfjährige Amtszeit haben nun ganz klar die Reformer die Oberhand. Die Umwandlung von Staatsunternehmen in Aktiengesellschaften soll durch weitere Vereinfachungen des Prozederes beschleunigt werden; bis 1998 wurden lediglich 262 Unternehmen umgewandelt, von 1999 - 2002 immerhin 904 und in den nächsten Jahren sollen 1.400 folgen. Die Reform des Bankensektors schreitet ebenfalls voran.

    VN kam 1993 in den Genuss einer Schuldenrestrukturierung mit dem Pariser Club im Umfang von USD 544 Mio. Die Auslandschulden betragen heute weniger als USD 13 Mrd. oder 39 % des BIP. Die Umwandlung von Staatsunternehmen in Aktiengesellschaften sowie die Sanierung der Staatsbanken belastet den Staatshaushalt und das Defizit bewegt sich um 5 % des BIP. Die Staatsschuld wird deshalb zunächst von 65 % auf 79 % in 2006 weiter ansteigen. Den um rund 14 % p.a. steigenden Importen - insbesondere von Kapitalgütern - steht ein zunehmendes Wachstum der Exporte gegenüber. Das im Dezember 2001 mit den USA geschlossene Handelsabkommen hat bereits 2002 die Ausfuhren in die USA um ca. 100 % steigen lassen. Aber sie betragen erst die Hälfte der Exporte nach Europa, es besteht also grosses Steigerungspotenzial, zumal VN einen Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO anstrebt. Das Gros der Exporte von fast 60 % wird mit den asiatischen Nachbarn abgewickelt, wird also nicht von westlichen Konjunkturschwankungen beeinflusst. Die wichtigsten Exportgüter sind:

    - Agrar- und Fischprodukte
    - zweitgrösster Kaffee-, Pfeffer- und Rei5exporteur
    der Welt,
    - Textil- und Lederwaren - insbesondere Schuhe,
    - Rohstoffe - insbesondere Erdöl.

    Da VN über umfangreiche Erdölvorkommen verfügt, ist es im Gegensatz zu anderen asiatischen Tiger-Ländern, in der Energieversorgung autark und profitiert sogar von hohen/steigenden Erdölpreisen.

    Der Aussenhandel ist ein wichtiger Faktor für das Wirtschaftswachstum. VN steht dabei in Konkurrenz mit Indien, Indonesien und China. Die Handelsbilanz weist ein Defizit aus. Da Investitionsgüter ein Grossteil der Importe ausmachen und die Leistungsbilanz bis 2001 positiv war, ist dies nicht beunruhigend, zumal die Kapitalverkehrsbilanz positiv ist und die Währungsreserven sukzessive steigen. Der vietnamesische Dong (VND) wird von der Zentralbank mit einem kontrollierten Floating - maximale Tagesschwankung +/- 0.25 % - kompetitiv gehalten.

    Ein kleines Intermezzo:

    Mit der Ueberschrift “Feuchte Füße - Wasserpuppen in Vietnam“,

    schreibt der MDR:

    „Eine alte vietnamesische Legende besagt, dass einst eine gewaltige Flut einige Puppenspieler im Delta des Roten Flusses überraschte. Trotzdem wurde weitergespielt - nämlich mit den Puppen auf dem Wasser! Der Erfolg bei den Dorfbewohnern war so unglaublich groß, dass es fortan Wasserpuppentheater gab. Seit dem 11. Jahrhundert gibt es nun schon dieses feuchte Spektakel. Damals dienten Teiche und Seen als Bühne. Heute befindet sich das Theater meistens in alten Kinos. Die müssen natürlich erst umgebaut werden. Ein großes Becken wird errichtet und mit Bambusmatten ausgelegt. Dann kommt das Wasser hinein und schon beginnt das bunte Treiben. Auf wundersame Weise fangen die Puppen zu tanzen an.


    Die Puppenspieler stehen während der ganzen Vorstellung hinter einem Vorhang im Wasser und führen "ihre" Figuren an langen Stangen. Aber kein Tanz ohne Musik. Und für die sorgen die Musiker neben der Bühne. Mit Trommeln, Flöten, Lauten und Gesang wird die Handlung unterstützt. Außerdem gibt es noch einen Erzähler, der den farbenprächtigen Figuren seine Stimme leiht. Dieses Theater ist in Vietnam total beliebt. Überall in den Städten und Dörfern in kleinen und großen Häusern lässt man die Puppen auf dem Wasser tanzen.“



    Was macht VN nun für Investoren so attraktiv?

    1. Stabile politische und wirtschaftliche Ausgangslage:

    - keine politischen, sozialen, ethnischen oder religiösen Spannungen,
    - Auslands- und Staatsverschuldung kein Problem,
    - Budgetdefizit und Inflation unter Kontrolle, Währung stabil,
    - Handels- und Leistungsbilanz leicht negativ, Währungsreserven aber steigend,
    - Nettoexporteur von Nahrungsmitteln und Erdöl.

    2. Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum günstig:
    - Land mit weltweit tiefstem Durchschnittsalter
    - die Hälfte der Bevölkerung ist unter 21 Jahre alt, d.h. Alterspyramide genau umgekehrt wie in Europa,
    - 1.4 Mio. Vietnamesen treten jährlich ins Erwerbsleben;Einkommen bedeutet Kaufkraft und führt zu
    Investitionen und damit zu neuen Arbeitsplätzen,
    - hohes Bildungsniveau - nur 6 % Analphabeten,
    - sehr fleissige und motivierte Arbeiter,
    - Lohnniveau für Ingenieure, IT-Spezialisten und
    Manager tiefer als in Bombay/Bangalor oder
    Schanghai/Schenzhen
    - breit gestreuter Aktienbesitz, keine Familienclans,
    - strenge Buchhaltungsvorschriften.

    3. Reformprozess beschleunigt Wachstum zusätzlich:

    - Privatisierung von Staatsunternehmen kommt zügig voran;
    im Gegensatz zu China behält Staat nur Minderheit und ist bereit,auch diese abzugeben;
    - neue Unternehmen benötigen keine Lizenz mehr, sondern nur Registrierung,
    - Liberalisierung zieht ausländisches Kapital an,
    - Industrieproduktion wächst im Privatsektor um fast 20 %, im Staatssektor immerhin um ca. 11 % p.a.;
    - Beitritt zu asiatischer Freihandelszone AFTA liess Exporte um fast 20 % p.a. wachsen,
    - Handelsabkommen mit USA schafft Zugang zum grössten Absatzmarkt,
    - angestrebter WTO-Beitritt wird Aussenhandel weiter
    beschleunigen.

    VN liegt im Wirtschaftswachstum weltweit hinter China an zweiter Stelle!

    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das internationale Kapital diesen neuen asiatischen Tiger entdeckt. Dies wird die Kurse an der bis heute arg vernachlässigten Börse explodieren lassen. Auch die Zulassung von Aktienfonds für Inländer wird das Interesse an Aktien steigen lassen.

    Seit dem 20. Juli 2000 gibt es in Ho Chi Minh City eine Börse, an der derzeit ca. 20 Gesellschaften mit einer Marktkapitalisierung von gerade einmal 170 Mio. USD notieren. In den ersten 12 Monaten nach der Eröffnung der Börse stiegen die Kurse um gut 450 %. Die darauf folgende Korrektur hat 4/5 davon wieder aufgefressen. Die Bewertungen sind deshalb heute wieder sehr günstig.

    Der Zugang für Europäer ist schwierig, so dass sich zunächst nur der Weg über einen Spezialfonds anbietet. Vietnam Enterprise Investment Ltd. (VEIL), von Dragon Capital verwaltet, könnte eine Investitionsmöglichkeit darstellen, bei einer der nächsten Mega-Wachstumsstories in Asien frühzeitig dabei zu sein - www.dragoncapital.com/veil_whyvietnam.htm

    Apropos China: Der Asienspezialist Dr. Marc Faber hat in einer Konferenz gesagt, dass VN das einzige Land sei, das mit China konkurrieren kann. Nachstehend ein kleiner Vergleich zwischen dem noch praktisch unbekannten VN und dem bekannten "Liebling" der "corporate and financial investors":

    Vietnam China
    Bevölkerung unter 15 Jahre 22 % 38 %
    Bevölkerung über 60 Jahre (1996) 10 % 7 %
    Bevölkerung über 60 Jahre (2010) 12 % s 7 % s
    BIP per capita (Kopf und Jahr) in USD 920 444
    Staatsanteil bei "privatisierten" Unternehmen 70 % 30 %
    Aussenhandelsvolumen zu BIP 48.3 % 103.0 %
    Anteil Non-performing loans an
    Gesamtausleihungen 42.0 % 30.0 %
    Anteil Non-performing loans am BIP 48.3 % 15.5 %
    Kursgewinnverhältnis 2003 13 x s 5 x s
    Gewinnwachstum 2003 4 % s 15 % s
    s = Schätzung

    Nehrungskueste Hang Cot auf dem Weg zum Wolkenpass



    Vietnam auf einen Blick:

    http://www.auswaertiges-amt.de/www/d...=2&land_id=190

    Beziehungen zwischen Vietnam und Deutschland:

    http://www.auswaertiges-amt.de/www/d...14&land_id=190


    Gruß
    Heinz Pollmeier

    P.S.: Aufnahmen mit Leica minilux zoom und Kodak Ektachrome 64.

Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Aw Taw Kaw Markt - Etikette
    Von harno im Forum Essen & Musik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 11.03.09, 18:51
  2. lao-markt in strassburg
    Von rübe im Forum Essen & Musik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 03.08.07, 12:05
  3. Asia-Markt
    Von Tilak1 im Forum Treffpunkt
    Antworten: 38
    Letzter Beitrag: 05.09.06, 15:41
  4. Chatuchak Markt von Noyne
    Von rstone16 im Forum Touristik
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 02.11.05, 18:34
  5. PC-Markt: China auf dem Vormarsch.
    Von odysseus im Forum Computer-Board
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 06.02.03, 18:09