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Vietnam - zwischen Marx und Markt

Erstellt von HPollmeier, 16.05.2004, 19:48 Uhr · 31 Antworten · 4.164 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von HPollmeier

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    Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Vietnam - zwischen Marx und Markt
    Von Heinz & Rainer Pollmeier
    © Fotos Pollmeier


    Man reist als ‚68er’ nicht so einfach nach Vietnam und löst unterwegs den Widerspruch zwischen Mythos und Realität. Vietnam übt den Spagat zwischen Marx und Markt, zwischen Ideologie und Wirtschaftboom – gelegentlich etwas holprig.

    Vom finsteren Flaggenturm in Hué wehte 1968 3 1/2 Wochen lang die Flagge der Nationalen Befreiungsfront als weithin sichtbare Provokation:


    Die marktwirtschaftliche Erneuerung begann zwar Mitte der achtziger Jahre als ‚Doi Moi’, einer eigenen Version von Perestroika, aber die Asienkrise 1998 verschonte auch Vietnam nicht. Doch Hanoi gibt ungebrochenen Reformwillen zu verstehen nach dem Motto: „Wir liegen fünf Jahre hinter China zurück, aber fünf Jahre vor Laos."

    Die alte Kaiserstadt am Parfümfluss:


    In der ‚Sozialistischen Republik’ beherrscht der Dollar den inflationären Dong, Pidgin-Vietnamesisch, die neue ‚lingua franca’, löst auf der Straße - nicht im Geschäftsleben - Französisch ab, westlich-amerikanische Produkte erobern den Markt. Im ‚Eisernen Dreieck’ von Cu Chi kann man gar mit amerikanischen Waffen auf Attrappen ballern. Denn als Touristen sind sie heiß begehrt, die nunmehr ‚guten’ Amerikaner – fett, laut, grellfarben und meist ohne Manieren. Den Kampf gegen diese Kapitalisten – als Sinnbild für die Verlockungen von Devisen und Konsum - hat das Politbüro bereits verloren. „Vietnamesen amerikanisieren sich nicht“, sagt unser deutschsprachiger Reiseführer, „sie einverleiben sich das Praktikable.“

    hat mehr zu bieten, z. B. in der Kaiserstadt:




    Balustrale am Ngo Mon-Tor:


    Peu à peu Kurs West
    Der Moloch Tourismus – bei allem multikulturellen Frohsinn - verschlingt, was sich ihm in den Weg stellt. Natürlich registriert man ein Gefälle von Singapur über Thailand nach Vietnam. 5extourismus als Nachfolger der käuflichen Liebe der GI’s wurde bereits wieder organisiert. Keuschheitsgürtel lassen sich nicht ‚par ordre du mufti’ anlegen, weder durch die katholische Madame Nhu noch durch die ‚Sozialistische Republik’. Marx ist müde. Onkel Hos Leichnam wird zwar jährlich in Gänze ‚restauriert’, doch - salopp gesagt – die ganze Ideologie geht flöten, wenn das ‚amerikanische Weltkulturerbe’ eindringt.

    Die Bibliothek im Kaiserpalast:



    Siegt dabei die traditionelle vietnamesische Überlebenskunst oder verliert am Ende ein Volk den Frieden und seine Identität, das in vieltausendjähriger Geschichte Fremdherrschaften abgeschüttelt und Supermächte aus dem Land geworfen hat? Vietnam ist in Zugzwang, es könnte durch vernüftige Auswahl von der Modernen profitieren, ist aber arg angeschlagen: So wurde das ehemals ausgewogene Verhältnisses von Mensch und Natur weitgehend zerstört. ‚Agent Orange’, das militärische Entlaubungsprogramm gegen Tropengrün – allein 2 Mio Hektar Wald wurden vernichtet - war ein verhängnisvoller Volltreffer: vielerorts Steppengras, Krebskranke und verkrüppelte Kinder. Erst neuerdings haben sich Vietnam und die USA darauf geeinigt, gemeinsame Forschungsprojekte über die Spätfolgen des Giftes durchzuführen.

    Die Dynastischen Bronzeurnen in der Verbotenen Stadt



    Und die gespaltene Gesellschaft: Das siegreiche Nordvietnam ist noch längst nicht mit dem geschlagenen Süden zusammengewachsen. Die Namensänderung von Saigon, der angeblichen Weltstadt mit Flair, in ‚Ho-Chi-Minh-City’ ersetzt auch hier nicht die Realität. Vietnamesisches Harmoniestreben vermeide Einseitigkeit und Extreme, liest man allenthalben, aber die ‚Goldene Mitte’ des Konfuzianismus scheint noch weit entfernt.


    Asien pur
    Und dennoch! Verscheuchen wir düstere Ausblicke


    und die immer aufs Neue durch den Kopf flackernden Bilder von schwarzen Pyjamas, Napalmangriffen, brennenden Mönchen und glühenden Mädchen! Vietnam führt keinen Krieg mehr.

    Vietnam ist heute ein faszinierendes Stück Asien, das wir im Widerspruch, im Übergang, sozusagen in der Schwebe erleben dürfen: Mehr als 3.000 Kilometer Küste, Berge im Westen, Dschungel im Norden, Pinien säumen die Sandstrände des Südchinesischen Meeres, Reis wächst überall. Das ‚Mekong-Tiefland’ und das gebirgsumrahmte ‚Delta von Tonking’ sind die beiden Hauptlebensräume, dazwischen erstreckt sich der lange, schmale, gebirgige Saum von ‚Annam’ mit der alten Kaiserstadt Hué, an der ‚Pforte von Annam’, der schmalsten Taille, nur 50 km bis Laos. Die S-Form des Landes vergleicht man gern mit einer Bambusstange, die an jedem Ende einen Reissack trägt. Das Bild zeichnet die Natur der kargen Küste und der ‚Reisschalen’ nach und stimmt mit den historischen, den sozial- und wirtschaftsgeographischen Fakten überein. Fläche und Einwohnerzahl entsprechen knapp den Daten der Bundesrepublik Deutschland, aber die Vietnamesen leben nur auf einem Drittel ihres Landes, den zwei Gunsträumen und der Küste. Die menschenarmen Bergländer sind die Heimat ethnischer Minderheiten, ein Mosaik aus etwa fünfzig Stammesgruppen, die 10% bis 15% der Gesamtbevölkerung ausmachen (Vietnamesen 87.1%; Thai 1.8%; Chinesen 1.5%; Tai 1.5%; Khmer 1.4%; Muong 1.4%; Nung 1.1%; andere 4.2%).

    In Da Nang liegt das kleine Cham-Museum mit den besten Cham-Skulpturen der Welt:








    Natürliche Abriegelung und die stark sinisierte Kultur heben Vietnam vom indisierten Südostasien ab. Selbst der Name Viet-Nam stellt es zwischen die Kulturräume: Das ‚nach Süden verstoßene Volk’ spricht die ursprüngliche Wanderung aus Südchina an. Die Menschen sind durchweg gastfreundlich, ein wenig zurückhaltender als die Thais, keineswegs aufdringlich wie viele Indonesier, eher geprägt von vornehmer, altertümlich anmutender Höflichkeit; so wohnt dem Land insgesamt viel Liebreiz inne.

    Handtuch-Häuser und Halongbucht – Gegensätze rühren das Herz
    Hanoi nennt man das ‚letzte Dorf Asiens’. Und tatsächlich: Hanoi hat Atmosphäre mit viel kolonialem Charme, grünen Alleen, alten französischen Villen und reizvollen Seen.



    600 Pagoden und Tempel sind über die ganze Zauberstadt verstreut, futuristische Hochhäuser Mangelware.






    Das Schachbrett zwischen Hoan-Kiem-See und Rotem Fluß ist das quirlige, pulsierende Herz des Landes, mit den Straßen der 36 Zünfte und den niederländisch anmutenden Handtuch-Häusern archtektonisches Wunderwerk zugleich.




    Nicht weit entfernt bestaunen wir – mehr oder minder berührt - im hybriden Ho Chi Minh- Mausoleum mit seiner finsteren Monumentalität Sozialismus pur. An dieser Pilgerstätte, die ‚der Erleuchtende’ gar nicht wollte, halten Altrevoluzzer den Atem an.

    Hanoi wuselt. Als unachtsamer Fußgänger ist man ein Verkehrshindernis im ‚geordneten Chaos’ von Zweirädern, einer klingelnden und knatternden Flut, einer Prozession ohne Anfang und Ende:




    Mopeds und Motorräder gewinnen die Oberhand, Fahrräder sind auf dem Rückzug,

    Cyclos, wie die Rikschas heißen, blockieren vor den Trottoirs immer wieder den Verkehr, Autos sind tatsächlich in der Minderzahl. Das ändert sich auf dem Weg nach Süden. Ein Reiseautor vergleicht das Hanoi von fast vier Millionen Einwohnern mit einem verschlafenen Giganten, durch dessen Adern und Venen Zweiräder fließen – unaufhaltsam, eigensinnig, aber gleichermaßen höflich, wie wir das in Europa nicht mehr kennen.

    Drei Stunden Autofahrt führen zu einem landschaftlichen Höhepunkt Vietnams, der Halong-Bucht: Wie auf chinesischen Tuschzeichnungen


    ist die Wasserfläche übersät mit bizarren Inseln, Felsen und Klippen aus tropischem Turm- oder Halbkugelkarst,


    vertraut aus der thailändischen Phangnga-Bucht, dem Lingayan-Golf von Luzon oder aus Guilin im benachbarten China.

    Der Formenschatz der Inselschwärme ist ganz simpel durch Korrosion der Gesteine entstanden. Ihr Calzitgehalt bildet mit Regen-, Boden- oder Meerwasser Kohlensäure, die mit organischen Säuren, wie z. B. Humus, Kalk löst. Während in den gemäßigten Zonen überwiegend Hohlformen wie Dolinen, Höhlen usw. entstehen, kommen in den Tropen mächtige,


    markante Vollformen,


    Kegelkarste, hinzu, weil das feuchtheiße Klima die Entwicklung intensiviert. Mit den Marmorbergen in Zentralvietnam finden wir ein weiteres, nicht so spektakuläres Beispiel.

    Der Atem der Geschichte im Land der grünen Drachenfrucht
    Hué, die Stadt der Kaiser an beiden Seiten des Parfümflusses – er stinkt dort allerdings nach Kloake, wo die Hausboote der Armen in den Wellen wippen - war jahrhundertelang das politische Zentrum Vietnams, das kulturelle und geistige ist die einstige Metropole der ‚feudalistischen Nguyen-Dynastie’ noch heute.

    Die Thieu Mu Pagode:


    Hier hat der Tourismus tatsächlich ‚nationale Schätze’ vor dem endgültigen Verfall bewahrt. Ho Chi Minh, einst auch Idol der westeuropäischen Linken, und General Giap haben an der Quoc-Hoc-Schule studiert.


    Wer den Herzschlag der Vergangenheit intensiv spüren möchte, besucht die Kaisergräber im mystischen Umland, versteckt zwischen Kiefernwäldern und grünen Hügeln. Auf einer Anhöhe über dem Parfümfluß liegt die achteckigeThien-Muh- oder auch Linh Mu- genannte Pagode, das inoffizielle Wahrzeichen von Hué. Hinter dem Hauptheiligtum steht der Austin, der den Mönch Thich Quang Duc 1963 nach Saigon brachte. Dort verbrannte er sich öffentlich aus Protest gegen das Regime von Ngo Dinh Diem.

    Die Grabstaette des Kaisers Tu Duc:



    Xung-Khiem-Pavillon


    Die bezaubernde Kleinstadt Hoi An, 30 km südöstlich von Da Nang entfernt, ist ein lebendiges Museum



    und läuft mit ihrem schillernden Lokalkolorit in der Gunst der Touristen der großen Nachbarin den Rang ab. Als der Thu-Bon-Fluß Ende des 18. Jahrhunderts versandete, versank die bis dahin mit Macao oder Malacca vergleichbare Hafenstadt in einen Dornröschenschlaf.







    Aber schon frißt Kommerz am beschaulichen Charme unzerstörter Geschichte, denn Hoi An wird immer mehr zum Einkaufsparadies: Hunderte historischer Häuser wurden in Cafés, ‚Shops’, Schneidereien, Galerien und Kunsthandwerkstätten umgewandelt.

    Doch mit den prachtvollen Versammlungshallen der Chinesen






    - Hoi An war die erste chinesische Siedlung im Süden – den alten Wohnhäusern, religiösen Stätten, der überdachten japanischen Brücke,


    lädt der herrliche Ort direkt zum Spazierengehen ein. Wer echte Seide kaufen will – Stoffprobe nicht vergessen: Seide brennt, Synthetik schmilzt! - macht hier ein Schnäppchen.


    Für die Außenbezirke kann man leicht ein Fahrrad mieten, für My Son sollte es schon ein Motorrad sein.

    My Son

    - ein Beispiel fuer die Art, wie amerikanisches Sendungsbewusstsein Kultur bewahrt:



    ist der bedeutendste Ort der Cham in Vietnam und kann sich mit den anderen, von Indien beeinflussten Tempelanlagen in Südostasien wie Angkor, Pagan, Ayutthaya und Borobudur messen. Jeder gute Reiseführer bringt detallierte Beschreibungen.


    Die Periode der höchsten Blüte ist vor allem Indravarmann III. zuzuschreiben, der vom Jahre 918 an seinem Land etwas von seinem früheren Glanz wiedergab und ihn bis zum Ende des Jahrhunderts trotz der immer bedrohlicher werdenden Überfälle der Vietnamesen zu erhalten wußte, wie Groslier in seinem Klassiker ‚Hinterindien’ schreibt.


    ‚Der edle Turm von Mi-son A 1’, der als wichtigstes Bauwerk der Gruppe A galt – fast vollständig durch amerikanische Angriffe zerbombt - wurde eigens von einer amerikanischen Pioniergruppe zerstört. Nixon zählte sich seinerzeit zu den ‚Guten’. Nach wie vor „gehen die Amerikaner an Orte, wo sie nicht hingehören und über die sie nichts wissen.“


    Dieser Satz stammt von der amerikanischen Journalistin A. Louisa Schaefer.

    Nha Trang an der Zentralen Südküste ist Vietnams Lieblingsstrand mit mildem Klima, langen Sandstreifen unter Kokospalmen, türkisfarbenem Meer.


    Leider offenbart der Tourismus schon seine häßliche Seite, und die Preise einiger Anlagen sind total überzogen. Der Naturhafen ist ein ‚Foto-Traum’ mit seinen blau-rot gestrichenen Fischerbooten, die vorgelagerten Inseln sind exzellente Bade- und Angelreviere.



    Die Po Nagar Cham-Türme auf einer Granitkuppe nördlich der Stadt sind fast vollständig restauriert und vermitteln eindrucksvoll die elegante und harmonische Kunst der Cham bis in die letzte Phase des Stils von Mi-son A 1.



    Verknüpfen wir den Hafen mit einigen Fakten zur Fischerei: Der Fischfang mit Tausenden von Segeldschunken und oft veralteten Motorbooten vor den langen Küsten und Deltas ist eine traditionelle Nahrungsergänzung. Frischfisch, Krabben, Garnelen,


    Hummer, Muscheln, Kalmare usw.


    - auch Süßwasserfische im Binnenland –


    werden intensiv gefangen und verarbeitet. Fischereiprodukte zählen neben den Haupt-Ressourcen Kohle, Öl, Erdgas, Phosphate, Chrom, Gold, Reis, Tee, Kaffee und Kautschuk zu den wenigen Exportartikeln in westliche Länder, besonders nach Japan. Vietnams Zuwachs in der Fischerei kann auf mehrere vorteilhafte Kooperationsverträge mit großen Fischereiflotten der Welt zurückgeführt werden. Und Schlemmen auf vietnamesisch


    ist ohne Meeresfrüchte nicht denkbar.

    Die Reiskammer des Südens
    Die Landeshälften haben eine unterschiedliche Wirtschaftsstruktur. Während der Norden, reich an Bodenschätzen, das industrielle Zentrum darstellt, sind im Süden 70% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Vietnam ist überwiegend ein Agrarland, die Landwirtschaft der größte Arbeitgeber. Reis ist das wichtigste Erzeugnis, und Vietnam ist nach Thailand und den USA der größte Rei5exporteur der Welt.

    Auf der Fahrt in die Berge und nach Saigon durchquert der Reisende ein Asien vergangener Epochen und verloren geglaubter Bilder: Verwunschene Dörfer, vergessene Kleinstädte, märchenhafte-magische Landstriche, Frauen tragen ihre konisch geformten Strohhüte


    und Holz auf Schulterstangen, Wasserbüffel und Kinder baden, es gibt Entenhüter und Ochsenkarren. Aber Touristenromantik täuscht: Die Bevölkerung hat insgesamt von den Wirtschaftsreformen profitiert, doch die Kluft zwischen Arm und Reich ist gleichzeitig größer geworden.


    So bestehen erhebliche Einkommensunterschiede zwischen der städtischen und ländlichen Bevölkerung. Es leben zwar nur ein Viertel der Vietnamesen in Städten, doch steuern diese ca. 70% des BIP bei. 75 % der Minoritäten leben unterhalb der Armutsgrenze.

    Saigon ist ganz anders. Saigon ist laut und heiß, Saigon ist dreckig. Chaotisch durcheinandergewirbelt wirken Kolonialhäuser, Neubauten, Pagoden, Ruinen, Buden und Verschläge, dazwischen blüht der Kleinkapitalismus in tropischer Fülle. Lediglich der koloniale Kern wirkt ein wenig aufgeräumt, mit einem letzten Hauch vom alten ‚Paris des Ostens’. Mancher Reisende mag bedauern, daß die Schubladenarchitektur der Kathedrale von 1880 erhalten blieb, während das My Son der Cham zerbombt wurde. Andere Besucher werden ‚Boom-City’ fluchtartig verlassen mit dem Ziel Mekong-Delta,


    der Reiskammer Vietnams – ein eigenes Thema.

    Ein Ausflug führt gewiß von Saigon über Cu Chi nach Tay Ninh. Cu Chi, das meistbesuchte Kriegsdenkmal Vietnams, war wegen seiner strategisch günstigen Lage ein wichtiger Stützpunkt. Der Vietcong baute ein unterirdisches, 250 km langes Tunnelsystem mit Kommandoständen, Krankenhäusern, Schutzräumen und Waffenfabriken. Von Hand in den harten Lateritboden getrieben, ohne Zusatz von Zement, wurde das erstaunliche Tunnelnetz im Krieg nie entdeckt.

    Damit die ‚Sehenswürdigkeit’ blutiger Vergangenheit keine Touristenfalle wird, haben polnische Spezialisten das System hier und da ‚aufgeweitet’ und museal aufbereitet. Mr. Pepsi kann entspannt gespenstische Atmosphäre genießen, wenn er nicht - als sentimentaler Kriegsveteran - Tränen vergießt vor den Denkmälern seiner materiellen und seelischen Verwüstung. Die ‚Enkel Johnsons’ betrachten Vietnam ohne die kriminelle Energie ihrer Väter als stinknormales Reiseland, können aber bisweilen eine gewisse kollektive Verblödung als Folge dreister und verlogener US-amerikanischer Außenpolitik nicht verschleiern. „Wir haben nicht gegen das amerikanische Volk gekämpft“, bemerkt der Reiseführer bei solchen Vorfällen, „wir haben uns gegen eine aggressive Regierung gewehrt.“

    Tay Ninh


    ist der Hauptsitz der Cao-Dai Sekte, eine der schillerndsten Religionsgemeinschaften Vietnams.


    Graham Greene schilderte bereits die Mischung aus Konfuzianismus, Buddhismus und Christentum, in der selbst Victor Hugo als Heiliger verehrt wird.


    Der Caodai-Großtempel innerhalb des heiligen Stuhls der Sekte ist ‚eines der verblüffendsten Bauwerke in ganz Asien’, sagt der ‚Loose’.


    Hier kann sich ein jeder zwischen Kitsch und Kunst entscheiden.


    Vietnam im ganzen wird das Herz aller Reisenden gewinnen - bevor der Massentourismus einsetzt. Wer dann wohl- oder wellnessorganisiert durch das Land reist,


    wird vom Alltag asiatischen Überlebens nichts spüren. Welch ein Versäumnis wäre das!


    Informationen zur Wirtschaft:
    Ein neuer Tiger ist geboren! – Auf leisen Pfoten schleicht Vietnam (VN) unbemerkt seine Konkurrenten in Südostasien an. VN bietet eine Wachstumsstory, die man nur sehr selten findet. So liegt das Wirtschaftswachstum des 80-Millionenvolkes der letzten Jahre bei durchschnittlich 8,9 %, aktuell beträgt das Pro-Kopf-Einkommen 450 USD; es gibt kaum eine Inflation.

    Das sah einmal ganz anderes aus: 1997 betrug das Pro-Kopf-Einkommen 270 USD, und die Inflation lag z. B. 1986 bei über 700 %. Heute stellt sich VN in einer einzigartigen Situation dar:

    Kriegsbedingt ist über die Hälfte der Bevölkerung jünger als 20 Jahre – und dies bei guter Bildung. VN hat eine der geringsten Analphabetenraten Asiens.
    Auch Steuersätze unter 15 % und weitgehend abgeschaffte Zölle, ein für 2006 geplanter WTO-Beitritt und deutlich steigende Direktinvestitionen ausländischer Firmen sprechen für VN. So beschäftigt NIKE heute bereits ca. 50.000 Menschen im Lande - eine Folge des ‚Arbeitsplatzexportes’ der sogenannten entwickelten Industriestaaten.

    VN ist politisch stabil. VN gilt heute als eines der sichersten Länder Asiens.

    Die Befreiungskämpfe der Vietnamesen gegen Frankreich und später gegen die USA erregten weltweites Aufsehen. Dennoch ist VN weitgehend unbekannt, weil die Öffnung zum Westen erst vor einigen Jahren richtig begann.

    Mit einer Bevölkerung von rd. 80 Mio. ist VN das zwölftgrösste Land der Welt, die Fläche beträgt knapp 330.000 km2 (Deutschland: 83 Mio. Einwohner auf 357’000 km2). Ähnlich wie in China ist die ”Kommunistische Partei“ das Machtzentrum. Der Generalsekretär der Partei (Nong Duc Manh), der Staatspräsident (Tran Duc Luong) und der Ministerpräsident (Phan Van Khai) halten die Fäden in den Händen. An den Parlamentswahlen vom Mai 2002 wurden zu 90 % Parteimitglieder und 10 % der Partei genehme Kandidaten in die Nationalversammlung gewählt.

    Bereits 11 Jahre nach der Vereinigung von Nord- und Südvietnam (1975) beschloss der Parteikongress die Zulassung von privaten Unternehmen; in der Staatsverfassung von 1992 wurde die Planwirtschaft durch ein "reguliertes, nach marktwirtschaftlichen Prinzipien funktionierendes System“ ersetzt. Die Umsetzung der Reformen begann zögerlich. Mit der Ablösung von Le Kha Phieu - einem Militär - durch den Ingenieur Nong Duc Manh als Generalsekretär der Partei im Mai 2001 und der Bestätigung von Ministerpräsident Phan Van Khai im Juli 2002 für eine weitere fünfjährige Amtszeit haben nun ganz klar die Reformer die Oberhand. Die Umwandlung von Staatsunternehmen in Aktiengesellschaften soll durch weitere Vereinfachungen des Prozederes beschleunigt werden; bis 1998 wurden lediglich 262 Unternehmen umgewandelt, von 1999 - 2002 immerhin 904 und in den nächsten Jahren sollen 1.400 folgen. Die Reform des Bankensektors schreitet ebenfalls voran.

    VN kam 1993 in den Genuss einer Schuldenrestrukturierung mit dem Pariser Club im Umfang von USD 544 Mio. Die Auslandschulden betragen heute weniger als USD 13 Mrd. oder 39 % des BIP. Die Umwandlung von Staatsunternehmen in Aktiengesellschaften sowie die Sanierung der Staatsbanken belastet den Staatshaushalt und das Defizit bewegt sich um 5 % des BIP. Die Staatsschuld wird deshalb zunächst von 65 % auf 79 % in 2006 weiter ansteigen. Den um rund
    14 % p.a. steigenden Importen - insbesondere von Kapitalgütern - steht ein zunehmendes Wachstum der Exporte gegenüber. Das im Dezember 2001 mit den USA geschlossene Handelsabkommen hat bereits 2002 die Ausfuhren in die USA um ca. 100 % steigen lassen. Aber sie betragen erst die Hälfte der Exporte nach Europa, es besteht also grosses Steigerungspotenzial, zumal VN einen Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO anstrebt. Das Gros der Exporte von fast 60 % wird mit den asiatischen Nachbarn abgewickelt, wird also nicht von westlichen Konjunkturschwankungen beeinflusst. Die wichtigsten Exportgüter sind:

    - Agrar- und Fischprodukte
    - zweitgrösster Kaffee-, Pfeffer- und Rei5exporteur
    der Welt,
    - Textil- und Lederwaren - insbesondere Schuhe,
    - Rohstoffe - insbesondere Erdöl.

    Da VN über umfangreiche Erdölvorkommen verfügt, ist es im Gegensatz zu anderen asiatischen Tiger-Ländern, in der Energieversorgung autark und profitiert sogar von hohen/steigenden Erdölpreisen.

    Der Aussenhandel ist ein wichtiger Faktor für das Wirtschaftswachstum. VN steht dabei in Konkurrenz mit Indien, Indonesien und China. Die Handelsbilanz weist ein Defizit aus. Da Investitionsgüter ein Grossteil der Importe ausmachen und die Leistungsbilanz bis 2001 positiv war, ist dies nicht beunruhigend, zumal die Kapitalverkehrsbilanz positiv ist und die Währungsreserven sukzessive steigen. Der vietnamesische Dong (VND) wird von der Zentralbank mit einem kontrollierten Floating - maximale Tagesschwankung +/- 0.25 % - kompetitiv gehalten.

    Ein kleines Intermezzo:

    “Feuchte Füße - Wasserpuppen in Vietnam“,

    schreibt der MDR unter
    http://www.mdr.de/kinderwelt/checken/114148.html


    „Eine alte vietnamesische Legende besagt, dass einst eine gewaltige Flut einige Puppenspieler im Delta des Roten Flusses überraschte. Trotzdem wurde weitergespielt - nämlich mit den Puppen auf dem Wasser! Der Erfolg bei den Dorfbewohnern war so unglaublich groß, dass es fortan Wasserpuppentheater gab. Seit dem 11. Jahrhundert gibt es nun schon dieses feuchte Spektakel. Damals dienten Teiche und Seen als Bühne. Heute befindet sich das Theater meistens in alten Kinos. Die müssen natürlich erst umgebaut werden. Ein großes Becken wird errichtet und mit Bambusmatten ausgelegt. Dann kommt das Wasser hinein und schon beginnt das bunte Treiben. Auf wundersame Weise fangen die Puppen zu tanzen an.


    Die Puppenspieler stehen während der ganzen Vorstellung hinter einem Vorhang im Wasser und führen "ihre" Figuren an langen Stangen. Aber kein Tanz ohne Musik. Und für die sorgen die Musiker neben der Bühne. Mit Trommeln, Flöten, Lauten und Gesang wird die Handlung unterstützt. Außerdem gibt es noch einen Erzähler, der den farbenprächtigen Figuren seine Stimme leiht. Dieses Theater ist in Vietnam total beliebt. Überall in den Städten und Dörfern in kleinen und großen Häusern lässt man die Puppen auf dem Wasser tanzen.“



    Was macht VN nun für Investoren so attraktiv?

    1. Stabile politische und wirtschaftliche Ausgangslage:

    keine politischen, sozialen, ethnischen oder religiösen
    Spannungen,

    Auslands- und Staatsverschuldung kein Problem,

    Budgetdefizit und Inflation unter Kontrolle, Währung
    stabil,

    Handels- und Leistungsbilanz leicht negativ, Währungsreserven aber steigend,

    Nettoexporteur von Nahrungsmitteln und Erdöl.

    2. Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum günstig:

    Land mit weltweit tiefstem Durchschnittsalter - die Hälfte
    der Bevölkerung ist unter 21 Jahre alt, d.h.
    Alterspyramide genau umgekehrt wie in Europa,

    1.4 Mio. Vietnamesen treten jährlich ins Erwerbsleben;
    Einkommen bedeutet Kaufkraft und führt zu Investitionen
    und damit zu neuen Arbeitsplätzen,

    hohes Bildungsniveau - nur 6 % Analphabeten,

    sehr fleissige und motivierte Arbeiter,

    Lohnniveau für Ingenieure, IT-Spezialisten und Manager
    tiefer als in Bombay/Bangalor oder Schanghai/Schenzhen,

    breit gestreuter Aktienbesitz, keine Familienclans,

    strenge Buchhaltungsvorschriften.

    3. Reformprozess beschleunigt Wachstum zusätzlich:

    Privatisierung von Staatsunternehmen kommt zügig voran; im
    Gegensatz zu China behält Staat nur Minderheit und ist
    bereit, auch diese abzugeben;

    neue Unternehmen benötigen keine Lizenz mehr, sondern nur
    Registrierung,

    Liberalisierung zieht ausländisches Kapital an,
    Industrieproduktion wächst im Privatsektor um fast 20 %,
    im Staatssektor immerhin um ca. 11 % p.a.;

    Beitritt zu asiatischer Freihandelszone AFTA liess Exporte
    um fast 20 % p.a. wachsen,

    Handelsabkommen mit USA schafft Zugang zum grössten
    Absatzmarkt,

    angestrebter WTO-Beitritt wird Aussenhandel weiter
    beschleunigen.

    VN liegt im Wirtschaftswachstum weltweit hinter China an zweiter Stelle!

    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das internationale Kapital diesen neuen asiatischen Tiger entdeckt. Dies wird die Kurse an der bis heute arg vernachlässigten Börse explodieren lassen. Auch die Zulassung von Aktienfonds für Inländer wird das Interesse an Aktien steigen lassen.

    Seit dem 20. Juli 2000 gibt es in Ho Chi Minh City eine Börse, an der derzeit ca. 20 Gesellschaften mit einer Marktkapitalisierung von gerade einmal 170 Mio. USD notieren. In den ersten 12 Monaten nach der Eröffnung der Börse stiegen die Kurse um gut 450 %. Die darauf folgende Korrektur hat 4/5 davon wieder aufgefressen. Die Bewertungen sind deshalb heute wieder sehr günstig.

    Der Zugang für Europäer ist schwierig, so dass sich zunächst nur der Weg über einen Spezialfonds anbietet. Vietnam Enterprise Investment Ltd. (VEIL), von Dragon Capital verwaltet, könnte eine Investitionsmöglichkeit darstellen, bei einer der nächsten Mega-Wachstumsstories in Asien frühzeitig dabei zu sein - www.dragoncapital.com/veil_whyvietnam.htm

    Apropos China: Der Asienspezialist Dr. Marc Faber hat in einer Konferenz gesagt, dass VN das einzige Land sei, das mit China konkurrieren kann. Nachstehend ein kleiner Vergleich zwischen dem noch praktisch unbekannten VN und dem bekannten "Liebling" der "corporate and financial investors":

    Bevölkerung unter 15 Jahre : China 22 %, VN 38 %
    Bevölkerung über 60 Jahre (1996) : China 10 %, VN 7 %
    Bevölkerung über 60 Jahre (2010) : China 12 % s, VN 7 %s
    BIP per capita (Kopf und Jahr) in
    USD : China 920, VN 444
    Staatsanteil bei "privatisierten"
    Unternehmen : China 70 %, VN 30 %
    Aussenhandelsvolumen zu BIP : China 48.3 %, VN 103.0 %
    Anteil Non-performing loans an
    Gesamtausleihungen : China 42.0 %, VN 30.0 %
    Anteil Non-performing loans
    am BIP : China 48.3 %, VN 15.5 %
    Kursgewinnverhältnis 2003 : China 13 x s, VN 5 x s
    Gewinnwachstum 2003 : China 4 % s, VN 15 % s
    s = Schätzung

    Nehrungskueste Hang Cot auf dem Weg zum Wolkenpass



    Vietnam auf einen Blick:
    http://www.auswaertiges-amt.de/www/d...=2&land_id=190
    Beziehungen zwischen Vietnam und Deutschland:
    http://www.auswaertiges-amt.de/www/d...14&land_id=190

    Gruß
    Heinz Pollmeier

    P.S.: Aufnahmen mit Leica minilux zoom, Film Kodak Ektachrome 64, Dias bearbeitet mit Photoshop 8.0.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von dr_farnsworth

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    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Schöner Bericht! Ihr hattet vor drei Jahren im Norden besseres Wetter als ich diese Jahr...

  4. #3
    Avatar von DisainaM

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    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    super Bericht, nächstesmal mußt Du Dir unbedingt mehr Zeit nehmen.

    War im Mai 2001 in Hanoi, hatte wohl mit dem Wetter etwas mehr Glück, obwohl es auch bewölkt war.

    Besonders das alte Botschaftsviertel in Hanoi, mit seinen ca. 150 Jahre alten europäischen Palästen gibt der Stadt einen besonderen Charme.
    Die Stadt ist in den alten Vierteln wie eine verschlafende französische Kleinstadt angelegt, besonders die Baumalleen sind in Asien einzigartig.
    Der Vorteil der Bäume, sie wirken wie eine Klimaanlage.
    Der Film 'Ein Sommer in Hanoi' hat die Szenerie gut eingefangen.


    Die Fahrt zur Halong Bucht bei gutem Wetter ist auch ein Schmanckerl.
    Wer sich ein Boot nimmt, kann phantastische Tempelanlagen in Tropfsteinhöhlen besuchen.

    Abends in Haifong trifft man in den Hoteldiscos auch eine Menge Thais.
    Es dominiert jedoch Gruppendenken, jeder feiert abgeschottet.
    Europäer trifft man zum Glück sehr wenig, der Badeort hat den Charme einer kommunistischen Urlaubssiedlung der 50 Jahre, mit wenigen Luxushotels als Ausnahme.

  5. #4
    Avatar von abstinent

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    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    toll geschrieben, gut recherchierte details :bravo: :bravo: :bravo:

    leider sind die fotos etwas breit und sorgen somit für einen zeilenumbruch, der flüssiges lesen ohne seitliches scrolling nicht möglich macht. fotobreiten zwischen 500 und 600 sind gut genug detailliert und meines erachtens nach forengeeigneter als vollformatiges bildmaterial.

    ciao

    "abstinent"

  6. #5
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Hallo abstinent,

    ich bedanke mich für den Hinweis wegen der Photos.

    Auf meinem Bildschirm machen sie sich recht gut, aber ich will natuerlich auf recht viele Leser Ruecksicht nehmen.

    Ist immer prima, wenn man praktikable Tips bekommt.

    Besten Gruss
    Heinz Pollmeier

  7. #6
    Avatar von franki

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    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Danke für den ausführlichen und interessanten Bericht! :bravo: Ich war im März '98 für 3 Wochen mit Wikinger-Reisen in Vietnam und habe vieles wiedererkannt.

    Schöne Grüße von Franki.

  8. #7
    Avatar von phimax

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    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Toller Bericht

    Leider kam meine Vietnam-Connection erst an meinem Abflugtag in Bangkok an. Nächstes Mal muß ich das besser koordinieren und mit meiner privaten Reiseleitung ein paar Tage nach Vietnam...

    Michael

  9. #8
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Hallo Phimax,

    nimm Dir soviel Zeit, wie es eben geht! Es ist ein phantastisches Land.

    Gruss
    Heint P.

  10. #9
    Avatar von abstinent

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    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    @ hpollmeier
    wir haben da gerade einen diesbezüglichen poll mit diskussion im susiforum gehabt. der poll ergab eine 3/4 mehrheit für 550er bildbreiten (unter anderem wegen der seitlichen scrollerei). auch sollten dann die pics im bericht linksbündig sein, wenn eingerückt - dann springt der zeilenumbruch wieder.
    wenn du noch ein gutes gratis-bildbearbeitungsproggi suchst, was deine guten bilder etwas verkleinert - dann checke 'mal beiwww.irfanview.com oder www.irfanview.de. ich habe gute erfahrungen mit den kleinen und unkomplizierten programmen gemacht.

    ciao

    "abstinent"

  11. #10
    Hamburger
    Avatar von Hamburger

    Re: Vietnam - zwischen Marx und Markt

    Moin Moin,

    toller Bericht und gute Foto´s.Hatte keine Probleme mit den Bildern bei 1076x768 Auflösung des Monitor´s.
    War schon zwei mal dort,allerdings nur recht kurz.Eigendlich sollte ich ja die Schwester der Frau meines vietnamesischen Arbeitskollegen "kennenlernen".Da sie keinen Urlaub machen konnte,hockte ich tagsüber in meinem Hotel in Saigon,oder machte die Gegend zu Fuss unsicher,was aber nicht einfach ist,weil alle 10 Sekunden ein Mopedfahrer anhielt,und mich mitnehmen wollte.Das man freiwillig zu Fuss geht,kriegen die Jungs nicht geschnallt .
    Am Wochenende machten wir dann längere Ausflüge nach Na Thrang oder Dalat.Wenn man dem Fahrer das Hotel klarmachen lässt bekommt man locker ein Zimmer mit 3 (!) Doppelbetten für 10 Euro.Auch sonst gefiel es mir dort,ausser in Saigon,dort wird´s schnell langweilig.Die Leute sind supernett,ok,mit Englisch kommt man ausserhalb des Hotels kaum noch weiter,aber dafür hatte ich ja meine "Führerin",die gut Englisch konnte.
    Sie ist ein süsses Mädel,und auch wenn ich sie nicht heiraten wollte,habe ich doch viele tolle Erinnerungen mitnehmen können.
    Natürlich habe ich die Ehre des Mädels nicht angetastet,könnte ja sonst peinlich für mich ausgehen.
    Da das Land nicht so überlaufen ist wie Thailand,würde ich es gerne noch mal besuchen,hatt es doch einen ganz eigenen Charme.Thailand ist auch wunderschön,aber nur noch abseits des Trubels.Sonst wird´s schnell laut,grell und teuer,siehe Pattaya.
    Ob ich noch mal die legändäre Zugfahrt von Saigon nach Hanoi schaffe,weiss ich nicht.Inzwischen mit einer Thaifrau vermählt,liegt das Reiseziel eigendlich schon fest ;-D .
    Aber wer weiss,vieleicht kann ich sie ja irgendwann mal überreden ?
    Leider ist sie mehr der Typ Stubenhocker,und bei unserem letzten Besuch für drei Wochen hatte ich dann Bangkok satt bis zum abwinken.Einmal in der Woche ne Tagestour,mehr war nicht drin,ansonsten nur bei Schwiegermutter.
    Wer mal drei Wochen nur in Bangkok war,weiss,wie ich litt .Stellte ich denn zu Hause auch gleich klar:
    SO nicht noch mal.Fahr ich lieber alleine los,sagte ich.
    Aber ich glaube,sie hatts eingesehen.Wenn schon immer nach Thailand,dann will ich auch was sehen.
    Und wer weiss,eines Tages doch noch mal mit dem Zug von Saigon nach Hanoi?
    Schön war´s schon .

    Schöne Grüsse von der Waterkant

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