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Studienreise von Vietnam nach Kambodscha

Erstellt von Bajok Tower, 19.09.2010, 22:01 Uhr · 7 Antworten · 1.087 Aufrufe

  1. #1
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower

    Arrow Studienreise von Vietnam nach Kambodscha

    oe1.ORF.at Club

    Mit annähernd 4.500 Kilometern ist der Mekong der drittlängste Strom Asiens

    Der Mekong entsteht aus dem Zusammenfließen mehrerer Wasserläufe im tibetischen Hochland. Der Fluss bahnt sich sein Bett durch Südchina, bildet die Grenze der Staaten Birma, Thailand und Laos, durchfließt Kambodscha und mündet in Vietnam ins südchinesische Meer.

    "Mekong" bedeutet "Die Mutter aller Flüsse"; "Neunköpfiger Drache" wird der Mekong dort genannt, wo er sich in neun Mündungsarmen ins offene Meer ergießt. Das Schiff "Jayavarman" legt in My Tho im Mekong-Delta ab. Der Name des Schiffes geht auf den Namen jenes Khmer-Königs zurück, der im frühen 13. Jahrhundert die Tempelanlagen von Angkor im heutigen Kambodscha erbauen ließ.



    "Soft Adventure" wird die Reise mit dem im Kolonialstil eingerichteten Schiff genannt. Bequem und geruhsam ist der Lebensstil an Bord. Vormittags und nachmittags finden Landgänge in Dörfer, Plantagen und Städte statt. Manchmal klettern die Mekong-Reisenden in kleine Boote, die tief in das beindruckende Labyrinth aus Kanälen und Inseln vordringen, zwischen die Äste der Mangroven, die ins Wasser baumeln. Falls am Ufer keine Landestege vorhanden sind, schlägt die Schiffsbesatzung ganz einfach Stufen in die lehmige Böschung und belegt sie mit Pappkartons, um Rutschfestigkeit zu gewährleisten.



    Drei Ernten pro Jahr

    Das Mekong-Delta ist mit 18 Millionen Einwohnern ein äußerst dicht besiedeltes Gebiet. Vom Schiff aus sind Frauen mit konischen Strohhüten zu sehen, sie bewässern die Felder und lenken die Wasserbüffel. Der Fluss ist schlammbraun bis grau. Dschunken mit Sonnendächern und Fischerboote sind vereinzelt auszumachen.



    Die fruchtbaren Schwemmböden im Mekong-Delta liefern in drei Ernten pro Jahr landwirtschaftliche Traumerträge. Die Infrastruktur im Mekong-Delta ist jedoch schlecht und es mangelt nach wie vor an Schulen. Erst in den letzten Jahren begann man mit dem Bau von Brücken. Auf der Schiffsreise werden Plantagen besucht und eines der ältesten Wohnhäuser im Mekong-Delta, bevor die "Jayavarman" über die Grenze zwischen Vietnam und Kambodscha tuckert.

    Besuch von Phnom Penh

    Erste Station in Kambodscha ist die Hauptstadt Phnom Penh. Gepflegt und weitläufig ist der Königspalast der Khmer. Gezeichnet ist die Stadt und die Bevölkerung in Phnom Penh von dem Terrorregime der roten Khmer, die das Land in einen Zustand des Steinzeitkommunismus versetzt hatten. Heute ist Kambodscha Arbeitsstätte vieler internationaler Organisationen, die sich am Wiederaufbau der Strukturen beteiligen.

    Einige Führer des ehemaligen Gewaltregimes stehen derzeit vor einem Tribunal, an dem auch eine österreichische Richterin tätig ist.



    Auf der weiteren Flussfahrt werden wieder in Betrieb genommene Tempelanlagen angelaufen, ebenso wie kleine Dörfer mit Webereien, Töpfereien und Schulen, bis die Schiffsreise ihr Ende nimmt und der Südostasien-Trip ausklingt mit einem Besuch der beeindruckenden Tempelanlage von Angkor Wat.

    Ö1 Studienreise durch das Mekong-Delta
    Reisetermine: 19. Oktober - 3. November, 23. November - 8. Dezember 2010 und 22. Februar - 9. März 2011
    Ö1 Club-Preis bei Vorweisen der Clubkarte: EUR 3.180,- im Doppelzimmer (statt EUR 3.340,-), Einzelzimmerzuschlag: ab EUR 1.110,-.
    Beratung und Buchung: RUEFA, 1200 Wien, Dresdner Straße 81 - 85, (01) 588 00-783, E-Mail

    Österreichisches Verkehrsbüro-RUEFA Reisen

  2.  
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  3. #2
    Avatar von berti

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Gezeichnet ist die Stadt und die Bevölkerung in Phnom Penh von dem Terrorregime der roten Khmer, die das Land in einen Zustand des Steinzeitkommunismus versetzt hatten. Heute ist Kambodscha Arbeitsstätte vieler internationaler Organisationen, die sich am Wiederaufbau der Strukturen beteiligen
    also, an die Verantwortlichen des ORF:

    erstens sind weder die Stadt noch die Menschen vom Terror PolPots "gezeichnet" - für die ist das längst schon Geschichte. Nur für ein japan. Wirtschaftsunternehmen noch nicht, welches inzwischen von der Regierung die sogen. "killing fields" gepachtet hat, ein wenig die Infrastruktur verbesserte u. als erstes die Eintrittsgelder drastisch erhöhte.

    zweitens: Man muß die "internationalen Organisationen", ihre Mitarbeiter (innen), ihre Gehälter (bis zu 10k CHF/Monat plus Lebensausgleichskosten von bis zu 3k CHF/Monat) u. ihre Autos (Lexus, RangeRover, LandRover, Hummer, Chevrolet ... usw. mit min. 6Zyl., oft 8Zyl.) mal gesehen haben u. den Schnöseln abends auf Riverside zuhören, wie sie sich darüber kaputtlachen, mal wieder "ihre" Hilfsorganisation abgezockt zu haben.

    Wenn der "Wiederaufbau der Strukturen" hauptsächl. darin besteht, die Kunst des Reisanbaus u. des Gewinnens von Brennstoff aus Rinderkacke zu übermitteln kann man sich nur noch wundern wie blauäugig hier "selbstlos helfenden Organisationen" begegnet wird

  4. #3
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    @ berti

    Ja. Aber was erwartest Du denn von ORF, ist doch die übliche Propaganda...

  5. #4
    Avatar von berti

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    @ berti

    Ja. Aber was erwartest Du denn von ORF, ist doch die übliche Propaganda...
    natürlich hast Du Recht, mich ärgern nur die vielen nutzlosen NGO Absauger, Abstauber die sich
    in Phnom Penh herumtreiben u. daß in den Spenderländern für diese Herr-u. Damenschaften Pfründe
    bereitgestellt werden, mit denen man ein ganzes Land durch Direktzuwendung ernähren u. ausbilden
    könnte. Übrigens sagt man, daß an einem ausländ. NGO immer noch in der Regel drei Khmer hängen
    u. ebenfalls abstauben - wäre doch gelacht, wenn die Khmer eine solch goldene Chance nicht wahrnähmen...

    Übrigens hat sicherlich jedes einzelne Thai- Forum Mitglieder, die sich als ex-NGO in Kambodscha eine
    goldene Nase angerafft haben u. diese Beute jetzt über mehrere Jahre in Thailand oder sonstwo in der
    Umgebung ungerührt verbraten

  6. #5
    Avatar von tomtom24

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    Zitat Zitat von berti Beitrag anzeigen
    Übrigens hat sicherlich jedes einzelne Thai- Forum Mitglieder, die sich als ex-NGO in Kambodscha eine
    goldene Nase angerafft haben u. diese Beute jetzt über mehrere Jahre in Thailand oder sonstwo in der
    Umgebung ungerührt verbraten
    Du vermittelst hier ein voellig falsches Bild. Aber restlos falsch: es gibt keine freiwilligen NGO helfer (NGO's) die sich dort eine goldene Nase verdienen. Diejenigen, die wirklich gute Kasse mit den NGO's machen, sind die Khmers selbst. Vor drei Jahren gab es einen bericht von UNO oder UN: ca. 90 prozent der Hilfsgelder kommen nicht an, sondern versickern.

    Und das meiste teilen sich 50 kambodschanische Familien auf, in deren Haenden die macht liegt. Im Prinzip alles durch die Bank Militaers. Genauso sehr, wie sich das Militaer in allen Regionen die Sahnestuecke rausgesucht hat (Land). Die NGO's verbraten sehr wohl sehr viel Geld in SOA, aber das ist nicht auf Kambodscha alleine zutreffend (man nehme ja nur mal das "World Vision" Gebaeude in Vientiane, Laos). Auch zutreffend ist, dass viele Hilforganisationen ueberteuerte oder nicht notwendige Anschaffungen machen, weil sie einfach soviel Geld haben, dass sie gar nicht wissen, wie sie es ausgeben sollen.

    Allerdings betrifft auch das die Organisationen selbst und nicht deren (freiwillige) Mitarbeiter. Dass einzige, was mir extrem negativ aufgefallen ist in Bezug auf die NGO Mitarbeiter in Kambodscha: .......... sind ein grosses Thema in Kambodscha. Und anscheinend sorgt das "Aufspueren von ..........n" fuer positive und somit Geld bringende Schlagzeilen in der westlichen Welt. Jedenfalls konnte ich in meiner Kambodschazeit eine regelrechte hexenjagd auf allein reisende maenner oder Maenner im Allgemeinen festellen (ich halte nun rein gar nichts von ..........n, aber es werden in Kambodscha sehr viele Unschuldige mit rein gezogen).

    Es mag ja sein, dass Unterorganisationen, also kleinste NGO's, welche Ihre Gelder von den grossen Hilfsorganisationen bekommen, ihren teil an Kohle abschoepfen. Aber nicht die durchschnittlichen, normalen freiwilligen helfer. Das aber genau vermittelt Dein Statement.

    Auch ansonsten muss ich sagen, dass die Spuren von Pol Pot durchaus noch ueberall allgegenwaertig sind. Man muss sich nur mal die Bevoelkerung etwas genauer anschauen. Als erstes faellt naemlich schon mal auf, dass es kaum Alte gibt. Und wenn man noch etwas genauer hinschaut, wird man auch ueberdurchschnittlich viele Menschen finden, denen Minen Arme oder Beine weggerissen haben. Ausserdem - durch das Zurueck in die Steinzeit durch Pol Pot - ist der Bildungsstand auch heute noch desastroes in Kambodscha. Entsprechend unmotiviert sind viele Menschen dort auch.

    Und frag auch nur eine Familie: jede hat hier sein leidvolles Schaerflein aus Pol Pot Zeiten zu tragen: verschwundene oder ermordete Familienangehoerige (viele, mit denen ich gesprochen hatte, haben nie Grosseltern kennengelernt). Dann, wenn Du Dich etwas abseits der touristisch erschlossenen Gebiete bewegts, fallen Dir ueberall Schilder auf, die die Bevoelkerung zur Waffenabgabe abfordern. Ausserdem kann Reisen in touristisch unerschlossenen Gegenden lebensgefaehrlich sein, da die Gefahr von Minen nachwievor allgegenwertig ist. Nach letzten berichten, die ich gelesen hatte, sind gerade mal ca. 10 prozent entschaerft.

    Dazu kommen auch noch viele Bomben aus dem Vietnamkrieg (die USA haben in etwas genausoviele Khmer ermordet wie die Khmer Rouge). Auch hier gilt das viele Landstriche, insbesondere im grenzgebiet zu Vietnam, aber auch zu Thailand, noch mit Bomben verseucht sind, weil die nach Thailand zurueckkehrenden Bomber der USA, die ihre last nicht in Vietnam abwerfen konnten, diese kurzerhand ueber Kambodscha "entsorgt" haben.

    Die meisten Lexus und Hummer besitzer sind im Uebrigen Khmers. Khmers, die sich einfach irhend teil des Kuchens abgeschnitten haben oder es noch tun. Den das land ist bis ins Mark korrupt (so muessen die NGO's auch hohe Schmiergelder bezahlen, um ueberhaupt im Land bleiben zu duerfen). Aber weil die westliche Welt Angst hat, dass sich die Lage wieder destabilisieren koennte, nimmt man Hun Sen und seine korrupte bande als das kleinere Uebel in Kauf

    Ich weiss also nicht, welches Kambodscha Du da beschreibst. Aber die Folgen von den Khmer Rouge sind immer noch allgegenwaertig. Und die ganze Situation entspricht nicht Deiner Beschreibungen. Du wuerfelst da ein paar Sachen durcheinander.

  7. #6
    Avatar von berti

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    naja, es gibt Myriaden solcher Leute - dieser hier nur beispielhaft:

    weblog.wanhoff.de » NGOs in Kambodscha: Ein Trauerspiel der Mildtätigkeit

    die die Umtriebigkeit u. Abstaubermentalität der NGOs ins Visier genommen haben. Vielleicht kennst Du
    den ja aus Deiner Zeit in Kambodscha. Was kann sich denn überhaupt noch in diesem Lande "erneut desta-
    bilisieren"? Korruption u. omnipotente Einflußnahme sind auf höchstem Niveau, die Khmer werden dafür sorgen, daß sich hier nichts ändert...

  8. #7
    Avatar von Yogi

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    Hochachtung vor Thomaswanhoff, diesen Bericht zu publizieren.
    Ich hätte wohl Angst vor Repressalien seitens der Nutzniesser.

  9. #8
    Avatar von tomtom24

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    @berti

    Das liest sich aber jetzt schon ganz anders: zwischen einem NGO Mitarbeiter (i.d.R. Volunteer) und einem NGO Chef oder Leitenden sehe ich doch einen grossen Unterschied. Und so ist es dann auch nachzuvollziehen.

    Ich hatte mich uebrigens hier in Thailand mal mit einem unterhalten. Und ich hab gefragt, warum es immer die neuesten Autos sein muessen und dann auch immer in der teuersten Ausstattung. Damals kamen viele interessante Sachen auf den Tisch. Zum einen ist es so, dass einige der lokalen NOG Stellen bestimmte Jahresbudgets bekommen, die muessen, weg, sonst werden sie gekuerzt. Also ein aehnlicher Irrsinn wie auch in unserem deutschen Gemeindewesen.

    Und trotz alle dem machen die NGO's auch in Europa noch sehr viel Geld. Nur so, dass es legal ist und somit auch nie in die Schlagzeilen kommt: wird das geld von einem land in das naechste weitergeschoben, darf sie die entsprechende Landesleitung einen bestimmten prozentsatz der Spendengelder fuer die Adminsitration einbehalten. Wenn ich also 100.000 Euro durch 5 europ. Laender schiebe und dann im Zieland auch noch mal entsprechende Gelder abgezweigt werden duerfen, kommen bei angenommenen 7 Prozent (die Zahl, die mir genannt wurde, war sogar hoeher) am Ende noch knapp 65.000 Euro raus. Und das voellig legal

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