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Streik

Erstellt von Uns Uwe, 15.02.2013, 18:40 Uhr · 96 Antworten · 6.078 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von EO Beitrag anzeigen
    Hallo Leute,wieder mal ein Thread wo man beim lesen wütend wird.
    Dan merkst du mal, wie wütend die Bürger über solche Streiks sind!

    Zitat Zitat von EO Beitrag anzeigen
    Ich jedenfalls schliesse mich einigen hier an ,in der Meinung,das die Leute gerechten Lohn haben müssen.
    Definiere mal "gerecht". Auch ich bin für gerechten Lohn, definiere aber gerecht wohl etwas anders.

    Zitat Zitat von EO Beitrag anzeigen
    Ne Frechheit bedeutet für mich,das am Verhandlungstisch die Arbeitgeber sich zwar der unangenehmen Situation der Kunden/Passagiere wahrscheinlich bewusst sind.Es aber auch in Kauf nehmen,nur um ihre Macht zu zeigen.Evtl solange ruhig durchzuhalten und nicht auf Gewerkschaftsverhandlungen/Verträge/Abschlüsse zu reagieren.
    Selbst Staaten gehen bei Erpressungen terroristischer Gruppen nicht darauf ein. Wer das einmal macht wird ja immer wieder erpresst.
    Und am Ende zahlt das eh der Kunde, bzw. der Mitarbeiter selbst, weil er ja auch Kunde ist.

    Zitat Zitat von EO Beitrag anzeigen
    Natürlich ist es immer schlecht für die Reisenden(auch für uns Nittayamember auf dem Weg in den Urlaub).
    So was DARF nicht passieren! Vor allem schaden sich die Leute doch selbst. Ich fliege z.B. nie mit einer streikgefährdeten Airline. Die Lufthansa steht bei mir auf der roten Liste. Logisch. Viel zu unsicher. Klar, dass man auch deshalb verstärkt Airlines aus Arabien nutzt, weil die Araber nie streiken.
    So verliert die Lufthansa Kunden und Geld und kan eben weniger Leute beschäftigen. Statt Lohnerhöhung steht man also bald auf der Straße. Aber das erzählen einem die tollen Gewerkschaften natürlich nicht.

    Zitat Zitat von EO Beitrag anzeigen
    Also Herr kcwknarf und Neo usw.auch mal nachdenken.
    Das genau mache ich ja, indem ich nicht auf die populistischen Reden höre.

    Denk du mal lieber nicht so einseitig. Wozu ist denn die Arbeit in erster Linie da? Eben NICHT zum Geldverdienen, sondern um Produkte und Dienstleistungen an den Kunden zu geben. Und es geht um den Kunden. Der KUNDE ist König und nicht der Mitarbeiter oder der Unternehmer, erstmal NUR der Kunde. Das ist fast in der ganzen Welt so. Nur in Europa (insbesondere aber in Deutschland und Frankreich) ist der Kunde eher ein Nervfaktor. Der Kunde muss sogar vor dem Mitarbeiter auf die Knie fallen, dass er bei ihm kaufen darf. So scheint es mir. Das ist die bekannte Servicewüste Deutschland. Dabei vergessen aber die Leute, dass die Kunden für den Lohn der Mitarbeiter aufkommen - nicht der Arbeitnehmer. Es ist immer der Kunde! Und wenn man diesen vergrault, dann wird man eben auch seinen Job verlieren.

    Es herrscht also kein Arbeitskampf zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sondern ein Krieg zwischen Arbeitnehmern und Kunden! Ist dir das eigentlich bewusst? Sicherlich nicht, weil eben kaum jemand darüber mal nachdenkt.

    Daher darf es auch keine Streiks geben, weil dadurch NUR die Kunden getroffen werden. Wenn man arbeitet, dann muss man sich voll und ganz dem Kunden hingeben. Alles andere ist völlig indiskutabel. Schließlich hat der Kunde das Recht dazu, denn er zahlt! Es sei denn, der Kunde überschreitet seine Kompetenzen (also Gewalt, unberechtigte Beleidigung, Leistungen überhalb des Preises etc.).

    Es gibt ganz einfache Alternativen:
    man verhandelt VOR der Einstellung den Preis aus. Man kann doch immer sagen: nein, für das Gehalt arbeite ich nicht. Man kann auch von Anfang an jährliche Lohnerhöhungen verhandeln. Das kann ja auch die Gewerkschaft übernehmen. Aber hat man dann den Arbeitsvertrag unterschrieben muss man sich eben daran halten. Das erwarte ich ja vom Arbeitgeber auch.
    Und wenn ich trotzdem nicht zufrieden bin, dann drohe ich eben, zum Fristende zu kündigen. Dennoch werde ich bis dahin die Kunden 100% bedienen.

    So geht das in serviceorientierten Staaten wie Thailand, Arabien etc. Und keiner jammert darüber.
    Wenn ein Chef also seine Mitarbeiter halten oder überhaupt erst haben will dann muss er sie eben gut bezahlen und behandeln. Ansonsten gehen sie eben zum Konkurrenten. Ganz einfach. So wie auch die Kunden entscheiden, wo sie hingehen, wenn die Mitarbeiter lustlos arbeiten oder gar streiken.
    Und wenn einem auch das nicht past, dann macht man eben seinen eigene Betrieb auf und verwucht es mal besser zu machen. Aber da überwiegt ja wieder die Angst. man will ja nur Sicherheit und durchgefüttert werden - auf Kosten der Arbeitgeber und vor allem der Kunden. Das darf einfach nicht sein.

    Ich bin also keineswegs dagegen, sich für guten Lohn einzusetzen. Im Gegenteil: Gegenwehr (insbesondere auch organsierte) finde ich klasse. Aber gerade in einer Zeit, wo die Arbeitslosigkeit in Deutschland so gering wie schon lange nicht mehr ist, hat man ja genügend Druck vor einer Einstellung oder beim Drohen mit einer Kündigung. Nur wenn man dabei die Kunden ausnutzt, dann gehört der Streikende auf die Straße. Ich würde mir das als Arbeitgeber nicht gefallen - und als Kunde erst recht nicht! Und als Arbeitnehmer würde es für mich ohenhin niemals in Frage kommen. Streik ist einfach würdelos! Da kann ich gleich jemanden entführen. Ist auch nicht mein Ding.

    Und nun denk mal über diese Wort nach anstatt immer auf die Phrasen der Sozis zu hören, die mittlerweile völlig weltfremd auf Stimmenfang sind. Das ist für mich fast schon Volksverhetzung.

  2.  
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  3. #62
    Avatar von sunnyboy

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    Blödsinn. Einsperren ist ein verbrechen. Wenn aber die Zulus freiwillig zu einem gewissen Betrag arbeiten wollen, dann sollen sie das gefälligst auch dürfen
    Die Betonung liegt darauf für einen gew. Lohn arbeiten wollen.

    Zum Thema Wasser, ein Polypol in Europa, ist bei der Konzernwirtschaft schwer vorstellbar. Ergo, wird wasser im Zuge der Privatisierung wie ein normaler Rohstoff gehandelt werden und die Resultate sieht man derzeit in div. EU-Ländern. Die Wasserversorgung wurde zu den Cashcows der Konzerne.

    @Knarfi, hast du dich nicht mal zu denen gehört, die sich hier von der deutschen Wirtschaft total übervorteilt fühlten ?

    Gruß Sunnyboy

  4. #63
    NEOT_3.0
    Avatar von NEOT_3.0
    Zitat Zitat von sunnyboy Beitrag anzeigen
    Die Betonung liegt darauf für einen gew. Lohn arbeiten wollen.
    Ich hoffe doch, dass niemand zu der Arbeit gezwungen wird und die Leute die Arbeitsverträge selber unterschrieben haben, d.h. sie arbeiten auf freiwilliger Basis?

    Wenn sie bei ihrer Qualifikation einen besser bezahlten Job bekommen können, dann werden sie hoffentlich auch nicht daran gehindert.

  5. #64
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von NEOT_3.0 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe doch, dass niemand zu der Arbeit gezwungen wird und die Leute die Arbeitsverträge selber unterschrieben haben, d.h. sie arbeiten auf freiwilliger Basis?
    Das ist sicher so, wenn sie von Job zu Job wechseln.
    Werden sie aber von der ARGE geschickt und meinen, dass dieser Job unterbezahlt ist und treten ihn deshalb nicht an, erhalten sie ob ihrer Konsquenz eine 6wöchge Sperrfrist.

  6. #65
    NEOT_3.0
    Avatar von NEOT_3.0
    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Werden sie aber von der ARGE geschickt und meinen, dass dieser Job unterbezahlt ist und treten ihn deshalb nicht an, erhalten sie ob ihrer Konsquenz eine 6wöchge Sperrfrist.
    Das ist ja auch richtig so. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass viele von der ARGE empfohlenen Mitarbeiter es nicht mal schaffen, eine Bewerbung zu schreiben. Insofern hält sich mein Mitleid in Grenzen.

    Wobei: Werden die Sicherheitskräfte an den Flughäfen von der ARGE geschickt?

  7. #66
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von NEOT_3.0 Beitrag anzeigen
    Das ist ja auch richtig so.
    Das widerspricht aber doch ein wenig deiner Äusserung:
    dass niemand zu der Arbeit gezwungen wird
    Ich seh da schon ein klein wenig Zwang drin, wenn der Job über die ARGE besetzt wird.

  8. #67
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Ich seh da schon ein klein wenig Zwang drin, wenn der Job über die ARGE besetzt wird.
    Das ist vor allem ein enormes Risiko, in einem so sensiblen Bereich Leute einzusetzen deren Alternativen Aushilfsjobs im Niedriglohnsektor oder Hartz VI waeren.

  9. #68
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Das ist vor allem ein enormes Risiko, in einem so sensiblen Bereich Leute einzusetzen .....
    Das geht mir auch so durch den Kopf.
    Da kannste mit einem Buendel Geld moeglicherweise richtig was bewegen .....

  10. #69
    NEOT_3.0
    Avatar von NEOT_3.0
    Deshalb stehen die da ja auch immer im doppelten Dutzend rum. Die passen primär auf die eigenen Kollegen auf.

  11. #70
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von sunnyboy Beitrag anzeigen
    @Knarfi, hast du dich nicht mal zu denen gehört, die sich hier von der deutschen Wirtschaft total übervorteilt fühlten ?
    Ich gehöre vor allem zu denen, die selten etwas einseitig sehen, sondern immer das Große und Ganze betrachten. Zu kritisieren oder zu verbessern gibt es überall. Die deutsche Wirtschaft ist natürlich in einer denkbar schlechten Position: extrem staatlich gesteuert und reguliert, Buhmann der Nation hinter den Türken und ausgebeutet durch extreme Steuern und Sozialabgaben und massakriert durch extrem viele Schutzgesetze, die man ohne eine Schar von Anwälten kaum überstehen kann. Verständlich, dass dann der eine oder andere Unternehmer Amok läuft und seinen Zorn auslebt.
    Umso erstaunlicher ist es, dass die deutsche Wirtschaft dennoch so gut dasteht. Aber Drangsalierung fördert ja auch Kreativität (Verlagerung ins Ausland, Schlupflöcher finden, Ei pellen etc.).

    Im Moment gehören Unternehmer jedenfalls zur bedrohten Minderheit, die man halt beschützen muss. Sollte die Waage mal wieder zu Ungunsten der Arbeiter ausschlagen, würde ich natürlich wieder vermehrt diese beschützen. Ist halt mein soziales Herz, das da pocht... Aber immer mit einer Portion Logik und Verstand dabei.

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