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Reisefreiheit im 21 th. Jahrhundert!

Erstellt von Otto-Nongkhai, 16.07.2007, 07:37 Uhr · 10 Antworten · 1.925 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Reisefreiheit im 21 th. Jahrhundert!

    Habe mir mal in der letzten Woche die Muehe gemacht und in Bangkok so ca.30 Botschaften abgeklappert und mir Visainfos fuer eine Asiatin eingeholt.
    Mit Ausnahme der Chengen Staaten habe ich u.a. die Botschaften von Mexiko,Brasilien,Argentinien,Chile,Uruquei,Sued Afrika,Czech Republik,Tuerkei,Bulgarien,Jugoslavien,Rumaenien,T unesien,Japan,Australien,New Zeeland,Kanada usw besucht.
    Bei fast allen Botschaften gilt das gleiche Chema:
    1.Man kann in Bangkok nur ein Visum beantragen,wenn man Thai ist,oder in Thailand ein Resident Permit besitzt.
    2.Der Antragsteller muss genuegend Geldmittel nachweisen,Grundstuecke haben und Beruf ausfuehren.
    3.Man muss fuer die Visumdauer eine bezahlte Unterkunft/Hotel nachweisen,oder man hat das Glueck in dem Land Verwandte zu besitzen die fuer einen buergen.
    Auch wurde verwundert nachgefragt,was denn eine Asiatin in ihrem Land touristisch wolle???!!

    Schon der 3.Punkt ist fuer mich ungewoehnlich,da ich individuell reise und mir die Reiseroute mit Hilfe des LP erst vorort zurechbastele.

    Also,wenn man seine asiatische Freundin,die nicht berufstaetig ist mit auf Reisen nehmen will,kann man hoestens (NOCH) in den Asian Staaten reisen,alle uebrigen Laender bleiben einem versperrt.

    Wenn man mit seiner Reisebegleitung verheiratet ist und sie ist Thai ,dann hat man bei Punkt 1 und 2 keine Probleme mehr,aber Punkt 3 bleibt weiter bestehen und auf eine reservierte Unterkunft wird bestanden.Einige Botschaften wollen sogar eine beglaubigte und legalisierte Heiratsurkunde fuer ein Touristvisa sehen.

    Habe hier gerade das Visaformular von Kanada vor mir liegen,was dort alles fuer persoenliche Daten abgefragt werden ist doch sehr ungewoehnlich.
    Die Antragstellerin ist hier meine Thai-Frau,die Verwandte in Kanada besuchen will.
    Im Formular werden aber genaue Angaben ueber ihre Familie erfragt,also ueber Ehemann,Kinder,Mutter,Vater,Bruder,Schwester.
    Zu jeder Person werden Daten wie Name,Geburtsdatum,Passnummer,Nationalitaet,Adresse abgefragt.
    Wenn eine dieser Person in den letzten 5 Jahre in einem Land lebt,dessen Nationalitaet er nicht hat,dann wird nach dem Grund gefragt,selbst wenn diese Person kein Visa beantragt.

    Geldmittel:wenn also die thai Ehefrau keine eigenen Einkuenfte hat,dann muss der Mann sein Vermoegen offenbaren.Es werden Bankbuecher,Wertpapiere,Grundstuecke und Gehalt aus einem Beruf abgefragt,bez. soll man die Unterlagen und Copie mitbringen.
    Es wird erfragt wie hoch man die Kosten fuer die Reise nach Kanada beziffert und wie man das Geld aufbrigen kann,bzw.woher das Geld kommt,wenn das Gehalt zu niedrig ist.

    Zusaetzlich werden 2 Passfotos verlangt,die spezielle Formen haben muessen und die nicht mehr als 2 mm von der Vorgabe abweichen duerfen.
    Die Visagebuehr ist uebrigends nicht bar zu entrichten,sondern ueber Bank Draf,Certified Cheque oder Cashiers Cheque.

    Fuer mich ist die Vorgehensweise der Kanadischen Botschaft abschreckend ueberhaupt dieses Land zu bereisen,wenn man ein Visa benoetigt.
    Moechte mal wissen wieviel persoenliche Daten die verschiedenen Botschaften von uns schon im Computer haben,die sie gegenseitig austauschen und auch dem Finanzamt und Meldebehoerden auf Anfrage weiterleiten.

    Fazit:Wenn man gene reist ist eine Asiatin als Reisebegletung ungeeignet.
    Mir bleibt dann nur uebrig in Zukunft alleine zu reisen,da fuer Deutsche immer noch die meisten der o.a. Laender visafrei zu bereisen sind (3-6 Monate)

    Mal sehen wie lange wir noch so ohne Probleme in Asien reisen koennen,bis auch diese Staaten andere Seiten aufziehen und uns zu Hotelbuchungen und Geldkontrolle zwingen.
    Thailand ist ja schon auf dem besten Weg dahin und bevorzugt Quallitaetstouristen.
    Wehm aber die 20.000 Bath Vorzeigepflicht bei der Einreise fehlen,kann sie sich am Schlagbaum kurz borgen,wird eskotiert und nach Kontrolle zahlt man das Geld ,einschliesslich 500 Bath Gebuehr wieder zurueck.Selbst erlebt!

    Werde mal in den naechten Tagen die Afrikanischen Botschaften besuchen,vieleicht bekommen wir dort leichter ein Visa.
    Das freie Reisen ala Marco Polo gehoert nun leider der Vergangenheit an,in einer durch den Terrorismus aengstlichen,unfreien,bequemen Welt!

  2.  
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  3. #2
    Avatar von DisainaM

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    Re: Reisefreiheit im 21 th. Jahrhundert!

    was erwartest Du, Otto ?

    Nehmen wir zum Beispiel Süd Afrika.
    Nachdem sich eine kleine Völkerwanderung von vermögenden deutschen Ehepaaren zur Umsiedlung entschieden hatten, und das Land für die Ehefrauen die Erfüllung eines Filmtraumes ist, entstand bei den Ehemännern eine enorme Nachfrage nach Thailänderinnen.

    Alleine von 1998
    http://www.uri.edu/artsci/wms/hughes/soafrica.htm

    bis heute,
    http://www.humantraf....ing.org/updates/527

    hat der Menschenhandel von Thais in das Land derartig zugenommen,
    das man eine Beschränkung der Visavergabe auf der Süd-Afrikanischen Botschaft in Bangkok erwarten muß.

  4. #3
    ffm
    Avatar von ffm

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    Re: Reisefreiheit im 21 th. Jahrhundert!

    Zitat Zitat von Otto-Nongkhai",p="504617
    Wenn man mit seiner Reisebegleitung verheiratet ist und sie ist Thai ,dann hat man bei Punkt 1 und 2 keine Probleme mehr,aber Punkt 3 bleibt weiter bestehen und auf eine reservierte Unterkunft wird bestanden.Einige Botschaften wollen sogar eine beglaubigte und legalisierte Heiratsurkunde fuer ein Touristvisa sehen.
    Stimmt das wirklich? Nach meinen Infos koennen Thais, ob in Begleitung oder nicht, fuer Kurzaufenthalte visafrei nach Argentinien, Brasilien, Chile und Suedafrika reisen.

  5. #4
    Avatar von Serge

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    Re: Reisefreiheit im 21 th. Jahrhundert!

    Denke bei den afrikanischen Botschaften ist es noch schwerer. Versuch mal Kenya, die ist ganz in der Naehe dort wo wir uns letzte Woche trafen.

    Russland koennte auch gehen wie gesagt.

    Suedamerika kommt noch Peru hinzu.

  6. #5
    Avatar von Armin

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    Re: Reisefreiheit im 21 th. Jahrhundert!

    Hallo Otto,
    wir leben in neuen Zeiten. Auch ich und meine Frau mussten uns fast nakig vorstellen um ein Visa für D. zu bekommen.
    Wenn du allerdings bedenkst, welche schweinischen Geschäfte mit Frauen und Kinder weltweit betrieben werden, dann finde ich eine genauere Befragung schon berechtigt.
    In Zukunft werden an jedem Grenzpunkt, Airport oder Checkpoint biometrische Daten abgeglichen. Dann ist dein Aufenthaltsort immer bekannt. Selbst bei den neuen Handys mit GPRS sind deine Koordinaten immer bekannt. Eigentlich ja nicht weiter schlimm. Die Frage ist nur wer verwertet die Daten?
    Ich musste für meinen neuen Reisepass auch spezielle biometrische Fotos abliefern.

  7. #6
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Reisefreiheit im 21 th. Jahrhundert!

    Zitat Zitat von Otto-Nongkhai",p="504617

    Fuer mich ist die Vorgehensweise der Kanadischen Botschaft abschreckend ueberhaupt dieses Land zu bereisen,wenn man ein Visa benoetigt.
    Und genau diese Abschreckung bezweckt doch Kanada.

  8. #7
    Avatar von fontog

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    Re: Reisefreiheit im 21 th. Jahrhundert!

    Hallo Otto

    Welcome back, hatte mir schon Sorgen gemacht dass deine interessanten Berichte ausbleiben, da du einen Monat ruhig warst.

    Die Zeiten als man nur mit Pass, Zahnbürste und einer handvoll Dollars von Amsterdam nach Kathmandu trampen konnte sind schon lange vorbei. Die Überwachung der Landesgrenzen wird immer totalitärer. Schon als ich meine Frau vor vielen Jahren in die Schweiz kommen lassen wollte, wurde dies von der Behörde verweigert, mit der Begründung, dass ich mir dies gar nicht leisten kann, weil ich damals noch nie Steuern bezahlt hatte (ich war Student).

    Inzwischen garantiere ich ohne zu Murren für 20´000 Franken pro Kopf plus alle Eventualitäten falls Verwandtschaft aus Thailand zu Besuch kommt. Durch solche Zwänge zeigt sich dass auch die Freiheit zu einem blossen Konsumartikel geworden ist: Je mehr Geld man hat umso mehr Freiheiten kann man sich nehmen. In der Schweiz gibt es eine perverse Steigerung dieses hässlichen Kapitalismus: degressive Steuern, also je mehr jemand verdient umso weniger Steuerprozente muss er abgeben.

    Die freie Marktwirtschaft steht mehr und mehr über der Freiheit des Menschen. Also machen wir uns keine Gedanken wenn unser Menschenrecht der Reisefreiheit eingeschränkt wird, der globale Markt wird es schon richten.

  9. #8
    Avatar von JT29

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    Re: Reisefreiheit im 21 th. Jahrhundert!

    Zitat Zitat von fontog",p="504826
    ... wenn unser Menschenrecht der Reisefreiheit eingeschränkt wird, ....
    Interessant, gibt es so etwas in der Schweiz

    Ich kenne das irgendwie ganz anders. Jeder Staat ist souverän genug zu entscheiden, wer in sein Land darf oder nicht und entsprechend werden die Ströme kanalisiert. Das Ganze nennt sich Sichtvermerk, besser unter Visum bekannt.

    Bereits im Mittelalter gab es die Geleitbriefe, die priviligierte Reisende unter Schutz des Staates stellten, daraus wurden dann später die Reisepässe und diese wurden im späten 18. Jahrhundert an den Landesgrenzen gekennzeichnet, "visiert" .

    Wer unter die Visumpflicht fällt oder nicht, bestimmt sich allein nach dem Recht des Einreisestaates. Es besteht kein allgemeiner Grundsatz des Völkerrechts, wonach hinsichtlich der Visumpflicht Gegenseitigkeit zu gewähren wäre oder nicht. (Drum dürfen momentan auch Afghanen (auch Diplomaten) in TH nicht einreisen)

    Manche Staaten haben aber auch Sichtvermerksabkommen miteinander geschlossen (so DE und USA 1953 - allerdings für DE nur eine vereinfachte Visumsvergabe).

    Das Bekannteste ist das Schengener Abkommen, ein Visum für alle Schengensaaten.

    Die Voraussetzungen, die Otto oben beschreibt, sind übliche internationale Gepflogenheiten. Man will halt keine armen Schlucker ins Land lassen, die dann u.U. dem Staat zur Last fallen, wissen wo man sich aufhält und bei einem Besuch die Hindergründe wissen - manche Staaten machen es da einem schwerer (USA und CAN z.B), mir selbst wurde auch schon ein Visum in die damalige CSSR abgelehnt - muss man mit leben. Andere Staaten verlangen recht hohe Gebühren, andere wiederum setzen hohe Hürden - genauso wie es Chak3 sagt, abzuschrecken ...

  10. #9
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Reisefreiheit im 21 th. Jahrhundert!

    Zitat Zitat von JT29",p="504844
    Man will halt keine armen Schlucker ins Land lassen, die dann u.U. dem Staat zur Last fallen
    Nein,den Botschaften genuegt nicht,dass man Geld nachweist.
    Habe selbst angeboten,ich wuerde fuer meine Freundin eine Kaution hinterlegen.
    Hilft nicht.
    Die wollen wissen woher das Geld kommt,ob man auch schoen fein alle Steuern bezahlt hat.
    Dann und das ist der wichtigste Punkt wird die Rueckkehrabsicht geprueft,nicht nur in Chengen und wer kann schon nachweisen,dass er wiederkommt.
    Sollte vieleicht Thailand auch mal machen,die Rueckkehrabsicht bei Farangs pruefen!!!!

    Wie geschrieben,in Asien ist es zum grossen Teil noch anders,hier bekommt man an vielen Grenzen ein Visa on Arrivel und auch in 2-7 Tage fuer einige Staaten,ohne viel Pruefung ein 3-6 Monats Visa.

    Sollte man noch ausnuetzen,bis diese Laender es auch so machen wie die in Europa/Amerika,dann ist entgueltig schluss und nur die Hammelherden-Touribueros koennen sich dann freuen!!!
    Ich bin wieder unterwegs,quer in Asien und geniesse noch die verschiedenen Kulturen,Sitten,Ess- und Biereindruecke.

  11. #10
    Avatar von JT29

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    Re: Reisefreiheit im 21 th. Jahrhundert!

    Zitat Zitat von Otto-Nongkhai",p="506210
    Dann und das ist der wichtigste Punkt wird die Rueckkehrabsicht geprueft,nicht nur in Chengen und wer kann schon nachweisen,dass er wiederkommt.
    Sollte vieleicht Thailand auch mal machen,die Rueckkehrabsicht bei Farangs pruefen!!!!
    Ja, so wie überall - auch in TH solltest Du ein Weiter-/Rückflugticket haben, ansonsten wird ein Visum benötigt.

    Es ist doch schön, wenn es uni-/bilaterale Verträge zwischen Staaten gibt, wo man sich dann zumindest durchgerungen hat, ein Visa on Arrival auszustellen, anstatt die jeweilige Botschaft zu bemühen oder noch besser, man bekommt eine 30tägigen Aufenthaltserlaubnis wie in TH.

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