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QUICKTRIP CAMBODIA

Erstellt von abstinent, 21.07.2006, 09:19 Uhr · 67 Antworten · 3.925 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    @ rene

    oh, das soll keine "amtsanmassung" sein - ich schreibe und schrieb die meisten meiner berichte forenuebergreifend in blauer farbe. wenn es hier stoert - dann kann das sicher jemand aendern.

    ciao

    abstinent

  2.  
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  3. #22
    Avatar von maphrao

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Also meinetwegen kannste auch in gelb schreiben, falls es ein gut lesbares Gelb geben sollte.
    Die Berichte sind klasse, die Fotos auch, alles andere interessiert mich nicht.

  4. #23
    Avatar von Huanah

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Einfach Klasse deine Cambodia Trips - und Berichte. Ich war 2000 dort- hat sich bestimmt enorm verändert - die schönen Expressbote gab es damals denkeich noch nicht in Batambong - bin von Siamreap mit einem Miniboot durch die Kanäle nach Batambong - Kniee fast an den Ohren und dennoch Kniekontakt zum Gegenüber. Optisch visuell ein Supertrip aber sehr schmerzhaft durch die enge Sitzerei.

    Gruss

    Dieter

  5. #24
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Part 12:

    Abgesehen von besagter Sreymom gab es im ganzen Sharky's nicht ein weibliches Wesen zu bestaunen, welches das Prädikat "hinsehenswert" verdient gehabt hätte. Einigen, offensichtlich vietnamesische Nuttchen und Flittchen, begegnet man hier immer - aber wir signalisierten keine Paarungsbereitschaft oder locker sitzende Brieftaschen und so ließ man uns denn auch in Ruhe unser Dinner genießen.

    Im Anschluß geht es für uns wieder zum Angkor International, denn der per Handy hierhergebetene Kontaktmann für mich war nun endlich zwischenzeitlich eingetroffen!
    Onkel Rap hatte auch wieder etwas ganz Feines für mich parat. Bei ihm, einem hochangesehenen Ausbildungsoffizier der RCAF (Royal Cambodian Armed Forces) und auch Securityconsultant der Hotels bekomme ich nun, was ich am Dringlichsten benötige - einen fahrbaren Untersatz!
    Das Tolle an diesem Moped ist das Nummernschild, welches den Fahrer dieses Bikes als hochoffiziellen Militaristen ausweist.
    Man stelle sich nur einmal vor, den nächsten Berlin- oder Wienurlaub mit eigenen Touren im Streifenwagen zu absolvieren.



    Noch gestern in Pailin, hätte ein solches Bike zu einer mittelprächtigen Bleivergiftung der Besatzung per AK 47 gesorgt - hier in Phnom Penh gelten nun Ruhe und Anstand, und die Regierungstruppen lassen sich das Heft nun auch nicht mehr aus der Hand nehmen.
    Wir wollen uns nicht der weit verbreiteten Willkür und Korruption der hiesigen Polizisten und anderer Ordnungshüter aussetzen und wissen - das wir nun weitestgehend von uniformierten Schergen unbehelligt nach Herzenslust herumcruisen können.
    Ein Pflichtstop im Martini am Südende der Stadt steht nun auf der Agenda. Martini, der Schmelztiegel der Völker - Kontaktschuppen für bleichhäutige Touristen und Zuckerpüppchen aus allen Regionen Indochinas. Max ist über die schiere Menge der hier scheinbar lustlos herumsitzenden Girls erstaunt, für den versierten Betrachter ist hier alles noch beim Alten! Die Vietnamesinnen kontrollieren die schlauchartige Zugangsgasse und den rechten Teil des Innenhofs, die Khmergirls den linken Sektor und die Diskothek.
    Der erhöhte Poolbereich mit Bar (beste Aussichtslage!) vermengt dann die sonst recht klar abgegrezten Territorien.
    Max und ich probieren uns an den gratis bereitstehenden Billiardtischen im Pool und werden argwöhnisch von den Girlies observiert.
    So wie die Mütter und Großmütter der Vietnamesinnen hier schon vor Jahren die GI's in DaNang und Saigon abzockten, so würden die das heute gerne mit uns machen, aber wir lassen uns nicht beirren und ziehen unseren Zeitvertreib durch.

    Die Disko füllt sich zusehends, und dort treffen wir dann eigentlich eher zufällig den bekannten Forenautor Jeff und seinen norwegischen Jungspundsatelliten.
    Großes Hallo und viel Fachsimpelei zu Cambodia im Allgemeinen und Phnom Penh im Speziellen war nun angesagt. Jeff gefiel die Sache hier scheinbar auch ganz gut, wir sassen noch lange zusammen und kloenten im "offiziell" suendigsten Teil Cambodias.
    Nachher zeigten denen dann noch das "Walkabout" - die Szenebude mit dem magnetischen Effekt auf attraktive weibliche Wesen, und obließen die 2 dann der Obhut der Khmerbeauties. Man verabredete sich noch zu einem gemeinschaftlichen Mopedausflug am Folgetag, denn beim Max und mir zeichneten sich müde Stellen im Gesicht ab, besonders um die Augen herum und so trollten wir uns heimwärts.


    ist die farbe so genehm?

  6. #25
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Part 13:

    Wir schlafen an diesem Tag lang, und holen unser nicht unerhebliches Schlafdefizit somit etwas auf. Danach stürzen wir uns in den Trubel der Hauptstadt auf der Suche nach einem geeigneten Internetcafe.

    Der Nord-Südverkehr läuft im Wesentlichen über die beiden Achsen Norodom Boulevard und Monivong, das hier ist letztere:



    Abwechselnd checken wir unsere Mails in einem netten Cafe direkt vis-a-vis des Kampulpich Kinos. Max hockt hier gerade davor:



    Die Geschwindigkeit des angebotenen Internetzugangs läßt Wünsche offen, aber die Leute hier sind sehr freundlich und hilfsbereit. 2000 Riel für eine Stunde surfen sind ja auch nicht zuviel verlangt.

    Das Kampulpich Kino, bei Cineasten weit über die Grenzen Phnom Penhs bekannt, präsentiert hier heute einen neuen Khmerfilm:





    Kulinarische Erlebnisse sind nicht immer von der angenehmen Seite, besonders in Cambodia nicht!

    Für den Gegenwert eines Wochenlohns eines cambodianischen Fabrikarbeiters serviert man z.B. in diesem Establishment Fastfood nach Western Style:



    Das georderte Ergebnis erfreute dann auch einen der hier herumlungernden Knaben, wollte mir das Erbrechen esparen :hehe: :



    Denn das undefinierbare Proteinpatty unter den beiden mickrigen Baconstrips sah aus wie eine homogene Pampe, und erinnerte auch bei größtmöglicher Phantasie nicht an etwas Eß- oder gar Genießbares.

    Doch ein Feature hatte unser Stopover hier! Wir trafen Sreylyn, und die hatte eine Menge Tipps für uns parat.

    Sreylyn war als Tänzerin in einem neuen Nachtclub beschäftigt, sprach sehr akzeptables Englisch und hatte auch ansonsten nicht nur optische Vorzüge



  7. #26
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Part 14:

    Neue Treffpunkte in Phnom Penh gibt es jede Woche, sie schiessen förmlich wie Pilze aus dem Boden. Am Beispiel Sharkys und "Heart of Darkness" kann man sehen, daß die Läden, welche gestern noch Publikumsmagnet ohnegeleichen waren - bereits Wochen später in Vergessenheit geraten sind.
    Nachtclubs und Discos sind trendig hier, und wir machen uns nach Einbruch der Dunkelheit auf den Weg zu Sreylyn's Wirkungsstätte.
    George's Bar, direkt hinter dem Wat Phnom gelegen, ist eine dieser neuen Konzeptlokale. Unten spielt ein DJ recht gekonnt discotypische Farangscheiben, oben ist ein angenehmer Open-Airbereich mit Billiardtischen und gemütlichen Sitzgruppen.
    Es ist noch früh, und der lauschige Open-Airbereich zieht uns an. Wir bestellen uns Drinks, und können die süße Serviermaus überreden, ab sofort auch Dietcoke mit in's Programm zu nehmen. Ein Mopedtaxler wird folglich zur nächstgelegenen Tankstelle gescheucht und kehrt kurz später mit meinen heißbegehrten Dosen in einer Tüte retour.
    Der Mopedparkplatz ist direkt an der gegenüberliegenden Straßenseite, und wir beobachten zufrieden, daß der eigens hierfür eingestellte Guard seinen Job gewissenhaft erledigt.
    Wir spielen hier einige Partien Billiard und lümmeln uns in den Polstern. Gegen 22:00 Uhr verziehen wir uns in die unteren Gefilden, denn die seicht hier heraufdringende Musik von unten klingt angenehm.



    Eingekerkert in seine Jeepneybude verrichtet der DJ hier seine Arbeit, seine Auswahl an Beschallung trifft auch unsere Geschmäcker. Außer uns sind nur wenige Gäste anwesend, ein paar wohlhabend aussehende Khmer trinken Bier aus Riesengläsern an einem Stehtisch in der anderen Ecke.

    Die Barkeeperin ist etwas fotoscheu, was ihr freundliches Wesen ansonsten aber nicht beeinträchtigt:



    Irgendwann kurz später blitzt es dann blau direkt vor meiner Nase auf!



    Die langerwarteten Tänzerinnen hatten still und leise die Bühne betreten, und rockten ab! Geschickt beleuchtet von der Raumtechnik gaben die Mädels hier ihr Bestes - und wir starrten gebannt hin:





    Ich knipste, was die Digicam hergab, und den Girls gefiel es!





    Just in dem Moment, als sich die gelben Beauties anschickten, das Podest für die Roten Khmer freizumachen, da knallten plötzlich mehrere Schüsse im Salon!
    Die Musik stoppte, die Girls lagen auf dem Boden bzw. versteckten sich hinter Möbeln und auf der Toilette. Max und ich traten hinter eine Säule und sondierten die Lage.
    Ein Schreihals in schwarzer Uniform (mit Handfeuerwaffe schußbereit gezogen) und der hiesige Manager fauchteten sich an.
    Die Situation war zunächst unklar für uns, aber sehr wohl fühlten wir uns in diesem Moment nicht.
    Der Pulverrauch biß in der Nase und zwickte in den Augen und das Szenario vor uns drohte zu eskalieren!

  8. #27
    Kuki
    Avatar von Kuki

    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    WOW,
    besser als jeder Roman, bin schon auf den nächsten Teil gespannt.
    Toller Bericht....weiter so und vielen dank dafür
    Gruß
    Kuki :bravo:

  9. #28
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Part 15:


    Wahrhaft ritterlich kümmerte sich Max um die Tanzküken und scheuchte diese in Sicherheit. Bei der Gelegenheit sah ich neidisch aus dem Augenwinkel, das 2 der Roten Khmer sich ganz fest an den guten Max pressten!

    Schusswaffengebrauch in geschlossenen Räumen birgt besondere Gefahren und aus meinem Versteck heraus checke ich die Situation. Der Schütze hat nun seinen Job verloren, das war 'mal der Securitymann hier drinnen. Er sieht, das mehrere der Khmergaeste hier in der Runde nun ebenfalls mit gezogenen Waffen dastehen - und stellt zu seinem Erschrecken fest, das seine Chancen nun wohl sehr schlecht sein. Mit zittrigen Händen hält die Barkeeperin eine abgesägte Schrotflinte in den Händen.......ob das gut geht?

    Dem Managertypen gelingt es, den Aggressor hinauszukomplimentieren - und in Anbetracht der anderen Waffen im Raum beschließt dieser nun weise, sein Heil anderweitig zu suchen.
    Sekunden später ist alles vorbei, der DJ ist wieder an seinem Pult - alle lachen und sind froh, das diesmal kein Blut geflossen ist. Es gibt eine Lokalrunde Gratisdrinks vom Manager, und Max, der sich so rührend um die Roten Khmer gekümmert hatte, ist nun deren erklärter Held:



    Auch bei mir bedankt man sich (wofür eigentlich?), aber gerne lasse ich mich mit den berüchtigten Roten Khmer ablichten:


  10. #29
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    @ kuki

    danke fuer deinen kommentar , freut mich das mein bericht dir lesevergnuegen bereitet

    ciao

    abstinent

  11. #30
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Part 16:

    Den weiteren Abend verbringen wir zunaechst wieder im Martini und vernetzten uns hier, wie verabredet mit dem Jeff.
    Jeff kannte die verkommenen Bretterpuffs in Phnom Penh noch gar nicht. Flink wurde ein spontaner Trip dorthin organisiert, denn als Rotlichtautor muss er ja auch 'mal die Kehrseite der Medaillen sehen!
    Vor dem Martini stand ein Mopedtaxler den ich kannte und dem man vertrauen konnte. Ich nahm Mad Max auf dem Sozius mit und wir fuhren quer durch die Stadt in eine Gegend, die man wirklich alleine besser nicht bereist.
    Jeff war von der optischen Qualitaet der Maedels dort zwar recht angetan, aber das Ambiente sagte ihm dann doch nicht so sehr zu. Man stelle sich nur einmal vor, in einer Bretterbude ueber Kloaken und Unrat Spass haben zu wollen - ohne Duschgelegenheit und voellig ohne Frischluft oder gar Aircon. In stinkender Atmosphaere bei 35 Grad in bakterienverseuchtestem Mafiagebiet! Der "Nachbarraum" nur durch herabhaengende Linoleumfetzen abgetrennt.

    Man liess den Abend im Walkabout ausklingen. Angenehm am Walkabout ist die Tatsache, das deren Küche rund um die Uhr geöffnet hat!

    Sowas brauchen wir in Bangkok auch!

    Wir erblickten dank dichter Vorhänge am Folgetag dann erst so gegen Mittag das Tageslicht. Nun mußte ein standesgemäßes Kalashnikov-Frühstück her, und so etwas gibt es nirgendwo besser, als am Phsar Thmei, dem großen Centralmarket mit seiner Jugendstilfassade.
    Michkaffee, das nimmt man hier wörtlich, und für 3000 Riel bekommt man ein Glas mit heissem, frischen Kaffee - und eine Dose Milch!
    (die Eidgenossen unter den Lesern wird das Bärenmarke-Signet erfreuen)



    Max schwört auf die frischen Baguettes, heute mit Käse der Marke "Lachende Kuh" - ich gebe mich ganz asiatisch und ordere mir ein Paprika & Rind Mischmasch mit Reis.



    Für ein experimentales Lunch war das gar nicht so übel!
    Kalashnikov-Frühstück?? .... ach ja, ich vergaß es fast!
    Unser Moped liessen wir während der Kalorienzufuhr von diesem wehrhaften Herrn mit seiner durchgeladenen AK47 beaufsichtigen:



    Die größte Mittagshitze lag hinter uns, und wir trauten uns in die inneren Hallen des Marktes. Hier seht ihr Max beim Einkauf diverser Kramas (Kopftücher, Stirnbänder, Gürtel), dem Allroundutensil der Cambodianer:



    Dieser Markt ist ein absoluter Pflichtstop für alle Cambodia-Reisende und bietet in relativ angenehmer Atmosphäre so ziemlich Alles feil:




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