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QUICKTRIP CAMBODIA

Erstellt von abstinent, 21.07.2006, 09:19 Uhr · 67 Antworten · 3.936 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von abstinent

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    QUICKTRIP CAMBODIA

    mein freund mad max und ich entschlossen uns im letzten jahr recht spontan, einen "quicktrip" in's boese nachbarlaendle zu machen. max weilte mehrere monate in thailand, und brauchte abwechslung - immer nur golf spielen und sich mit maedels herumaergern wollte er auch nicht.
    der bericht erschien damals in einem inzwischen aufgeloesten forum, man kennt ihn also teilweise, und dafuer bitte ich um nachsicht.

    teile des berichts sind neu verfasst worden, und es gibt einige ergaenzende fotos - so dass auch diejenigen, die ihn schon kennen, zumindest etwas freude daran haben!



    Cambodia - Augusttrip 2005

    Text by "abstinent"
    Fotos by "Mad Max" & "Abstinent"

    Der Trip startete am frühen Abend, was für Reisende nach Cambodia sehr ungewöhnlich ist. Wir wollten aber die Grenzsituation des Nachts abchecken, und uns ein Bild von der Situation vor Ort machen. Reisen nach Cambodia von Thailand aus gehen im Regelfall entweder über Aranyaprathet/Poipet (Nordosten) oder über Hat Lek/Cham Yeam im Changwat Trat (Südosten).

    Die Existenz von Rund um die Uhr operierenden Casinos im Niemandsland war uns durchaus bekannt, und irgendwie konnten wir da vielleicht durchschlüpfen, mal sehen!

    4 Stunden Airconbus vom Future Park Rangsit (Bangkok) bis zur Station in Aranyaprathet waren völlig stressfrei und relaxend. Der Fahrpreis liegt mit 173 Baht im tolerierbaren Bereich, billiger fährt nur noch der Bummelzug dorthin. Abfahrtszeiten in Hua Lamphong ( BKK-Hbf. ) mit dem ersten Hahnenschrei am Morgen und Ankunft irgendwann am frühen Nachmittag - Nicht unser Ding, denn diese unklimatisierten Minimalspeedzüge sind nur etwas fuer Passivgeniesser von Lowbudgettransportmitteln und abgerockte Eisenbahnfeteschisten ohne wirklichen Tatendrang.



    In Aranyaprathet ließen wir uns dann erstmal ein Abendessen schmecken, bevor wir uns von einem der hiesigen TukTuks die restlichen 6 KM zur Grenze chauffieren ließen. So ein TukTukride kostet tagsüber 40 Baht, des Nachts muß man mit einem kleinen Aufpreis rechnen.



    Die Grenze und der hiesige Thalaad Romklao (Grenzmarkt) machten einen düsteren und verlassenen Eindruck, nur die thaiseitigen Casinoparkplätze waren hellerleuchtet und mit bewaffneten Guards versehen.
    Zocker werden hier standesgemäß mit amerikanischen Luxusbussen in die jeweiligen Casinos verfrachtet, doch danach trachteten wir nicht.
    Unbehelligt erreichten wir den direkten Grenzbereich und freuten uns mit den hier stationierten Schwarzen Grenzsherriffs ueber deren tolle Ausrüstung. Nachtsichtgeräte, US-Sturmgewehre mit Restlichtverstärker und passive Sicherheitssensoren vom Allerfeinsten - für die in der völligen Dunkelheit operierenden Grenzschützer, weiter vorne hatte man europäische Militärwaffen im Anschlag - nicht weniger gefährlich oder weniger Eindruck schindend.





    Hier kommt keine Maus ueber die Grenze ohne registriert zu werden!
    Ein längerer Plausch mit einem freundlichen Grenzer förderte dann auch ein paar haarsträubende Anekdoten zu Tage, deren Wiedergabe ich mir hier aber schenke - schon allein um meine Glaubwürdigkeit in den Augen der geschätzten Leserschaft nicht ganz zu verlieren.

    Mad Max und ich sind nämlich keine Qualitätstouristen!
    - wir sind diesmal echte Extremtouristen!



    Die Ärmsten der Armen schlafen hier an der Grenze unter freiem Himmel auf Kartonstreifen oder Styroporfetzen - das sind die Marktleute, die hier tagsüber betteln oder versuchen einen Service an den Mann oder die Frau zu bringen.
    Das Servicespektrum ist hier sonst riesengroß und fängt bei schattenspendenden Schirmträgern an, Schmuggelzigaretten bietet man an und Transportgelegenheiten für Lauffaule per hölzerner Einachskarre.

    Wir können uns mit dieser trügerischen Idylle hier nicht anfreunden, und begeistern unseren immer noch wartenden TukTuk-Chauffeur mit einer weiteren Fahrt retour nach Aranyaprathet.
    Ein Einfachsthotel an der Ausfallstraße nach Buriram wird angesteuert, und für 400 Baht belegen wir ein Airconzimmer mit ausgelubberten Betten aber wohlriechenden und sauberen Handtüchern sowie Bettwäsche.

    Der Abend ist noch relativ jung, und Aranyaprathet wimmelt nur so vor Bars, Karaokeschuppen und anderen Rotlichtetablissements, deren Existenz hier den zahlreichen alleinreisenden Männern dient.
    Uns ist nicht nach Rotlichtaktivitäten, gegessen hatten wir auch schon - aber eine Massage, das käme uns gut zu Paß!

    Direkt gegenüber dem Hotel wurden wir dann auch schnell fündig. 2 Stunden 200 Baht in deren Räumlichkeiten, 2 Stunden im Hotelzimmer 240 Baht. 2 betagtere Masseusen folgten uns dann auch brav in unser Zimmer, und konnten es dann gar nicht erwarten, sich über uns herzumachen.

    Shower First! hieß aber unsere Devise des Abends, und nachdem der Staub der Reise von unseren Körpern gewaschen war - konnten wir die angenehme Massage viel besser geniessen.

    Die beiden waren sich einig (so hörten wir aus ihrem Geschwätz heraus) das wir mehr wollten als nur eine Massage. War aber sicherlich mehr Wunschdenken ihrerseits als Erwartungshaltung.
    Während wir also da auf je unserem Bettchen lagen, turnten die beiden also auf uns herum und machten Witzchen über die anzunehmende Größe unserer Geschlechtsteile und was wohl so die Normalität beim Geschlechtsverkehr mit Farangs sei.

    Die Massage selbst war gut und kräftig, aber wir hatten die Damen ja auch weise in dem Pulk von bereitwilligen Ladies gewählt. Bizeps war Kriterium Nummer 1, von vordringlich weiblichen Geschlechtsmerkmalen der meist jüngeren Masseusen hatten wir uns nicht beirren lassen.

    gegen Ende der 2stündigen Massage übermannte uns dann die einsetzende Müdigkeit, und mit einem kleinen Tip sowie einem "Khop Khun Krap" entließen wir die Damen.

    Am Morgen nach nicht so erholsamem Schlaf auf der gut durchgelegenen Matratze ging es dann ein weiteres Mal zur Grenze.
    TukTukdriver warteten bereits vor dem Hotel, wollten von uns Farangs aber wüste Preise abfragen. Die Sonne stand noch nicht im Zenit und die Temperaturen waren eher mäßig, so trollten wir uns dann auf Schuster`s Rappen in Richtung 7Eleven (dem allerletzten vor Cambodia!) in der Ortsmitte.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Part 2:

    Die Ortspolizei hatte den Bereich vor dem 7Eleven zu einem großen Checkstop umfunktioniert. Und wir beobachteten, wie brave Bürger hier den braunen Schergen die Sammlung aufbesserten?
    Sammlung .....ja, wißt ihr denn nicht das die Braunen alle die netten Bilder des Königs sammeln?
    Die mit den Zahlen und Seriennummern drauf?




    Wir trollten uns des Weges und gingen ein Stück die Straße zur Grenze entlang. Hier entpuppte sich unsere Entscheidung, so leicht wie möglich zu reisen als echter Pluspunkt. Sowohl Max als auch ich hatten je einen nur teilvollen Rucksack in eine BBB gesteckt. BBB
    Ach ja, das sind so komische Säcke aus reissfestem Material mit Tragegurten, im Extremtouristenfachjargon "Big Black Bag" oder einfach nur BBB genannt
    Eine Cambodianerin hatte das gleiche Ziel wie wir, und Max fotografiert uns hier vor dem Aranyaprathet-Equivalent einer "Stretched Limo" - während ich mit geschulterter BBB noch in Verhandlungen stehe.





    Max beneidet mich etwas um meine alte GI-Kluft. Diese Modelle aus Ripstop-Material in tropentauglicher Ausführung beengen nicht beim Agieren, haben jede Menge brauchbarer Taschen und halten eine Menge aus. Knie und Sitzbereich sind gleich doppelt mit Stoff versehen.
    Gleich werde ich eine Überraschung für ihn haben

    Wir machen es uns einstweilen in der Stretched Limo bequem und rollen der Grenze mit Topspeed so um die 15 KM/H entgegen. 40 Baht für alle 3, und die nette Cambodianerin namens Sreyven freut sich riesig, das wir ihre Fahrt am Ziel mitbezahlen.



  4. #3
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Part 3:

    Thalaad Romklao, der Bordermarkt in Aranyaprathet. Hauptumschlagplatz für illegale Waffen in Thailand, Drogen- und Schmuggelkram en Masse.



    Hier gibt es alles zu kaufen, vom Kleinkind bis zum Granatwerfer. Weil wir bereits am frühen Morgen hier sind, haben wir noch wenig Streß mit Bettlern und Touts, die kommen erst dann aus ihren Löchern, wenn die Touribusse gegen Mittag aufschlagen - und die Bummelzugaspiranten ihren Billigsttrip mit einem finalen, schweißfördernden 7 KM Marsch zur Grenze absolviert haben.

    Hier gibt es auch einen Dealer, der gute Verbindungen zu einer US-DRMO hat. DRMO'S sind Verwertungsstellen für nicht mehr benötigte militärische Ausrüstungsteile und Bekleidungen. Hier kann Max nun nach Herzenslust in Bergen von Uniformteilen wühlen und er wird schon nach kurzer Suche fündig.



    Nun, voll ausgerüstet für den geplanten Extremtrip, geht's weiter zu Fuss in Richtung Grenze.

    Die von mir angebotene Transportmöglichkeit zum Farangsonderpreis von einer Palette Dietcoke schlägt Max aber dann doch aus:



    Wir versorgen uns noch mit Proviant und Trinkwasser, und dann sind wir schon auf der Brücke über den Müllfluß.
    Die Ausreise ist unproblematisch, wie immer - doch an der Khmerseite kommt es zu den erwarteten Problemen.
    Mein eigener Reisepaß weist keine volle freie Seite mehr auf, die Cambogrenzer geben mir zu verstehen, daß ein zusätzlich überreichter 10 Dollarschein dieses Manko meines Passes umgehend ausbügeln könnte. Zähneknirschend überreiche ich den Schein mit weiteren 20 $ für das Visa. Flugs klebt ein eifriger Grenzer die paßseitengroße Marke über ein altes Laos-Visa - und schon Minuten später stehen wir auf cambodianischem Territorium.







    Hier seht ihr den berühmten Kreisverkehr, wo sich alle mafiösen Schlepperschergen und Transportanbieter mit reisewilligen Touristen treffen. Dies ist der denkbar ungeeignetste Platz um einen Weitertransport zu organisieren!



  5. #4
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Part 4:



    Aber es gibt fuer einen Traveller wirklich nichts Schlimmeres, als offiziell geförderte Mafiaabzockereien - so wie zum Beispiel diese hier:



    Was sich hier als "Büro der Kommission der Minibusbetreiber" tarnt, ist nichts anderes als eine gemeine neue, zusätzliche und sehr ertragreiche Einnahmequelle für die Ortsmafia.
    Polizei in Poipet ist immer auf der Seite der Mafiosis!
    Denn sonst wäre deren Lebenserwartung bereits jenseits des "aufgedruckten" MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum).

    Poipet als das "Butthole" Cambodias zu umschreiben wäre sicherlich recht zutreffend. Korruption und Mafiastrukturen sind hier dominanter und prägnanter als überall im Land. Wie auf jedem Trip ist Poipet für uns nur Transitstop, ein sehr unangenehmer obendrein! Kein Mensch, der nicht in kriminelle Schmuggeleien verwickelt ist, haelt es hier laenger aus! Es stinkt und ist unsauber ueberall, die lauernden Nachwuchsganoven haengen einem wie Kleten an der Ferse, es ist nicht leicht - diese abzuschuetteln.

    Der beschriebene Kreisverkehr ist das, was man als rechtlose Zone fuer den Reisenden bezeichnen kann. Hunderte von Schleppern geiern hier herum und lungern auf Touristen.
    Fünf- bis Zehnfache Preise für den Transport ruft man auf, und nicht selten endet hier bereits die Cambodiareise fuer manchen unachtsamen Traveller.

    Nach eingehender Ortsbesichtigung (kreuz und quer durch Poipet) auf der Ladefläche eines Pickuptrucks, der uns nach Battambang bringen sollte - befindet die Ladeflächenmamasan, das wir mehr als die vereinbarten 5 $ berappen sollen!

    Wir entscheiden uns gegen die Abzocke und steigen einfach wieder ab. Bezahlt wurde noch nichts, und wir verloren nur etwas Zeit. Michael dagegen hatte bereits leichtfertig 35.000 Riel ( ~9 US-$) bezahlt, und weinte nun erneut seinem Geld hinterher. Nach Intervention unsererseits bekam er 10.000 Riel wieder ausgehändigt, was seinen Verlust ein wenig limitierte. Michael pickten wir aus einer Schleppertraube gemeinster Art im tiefsten Slum von Poipet heraus, wo er aus seinem bereits bezahlten 22 $ Minibus nach Siem Ream einfach ausgeklinkt wurde. Pech eines allein reisenden Rookies! Er wollte nur noch weg hier - von Poipet hatte er gestrichen die Schnauze voll! Wir boten ihm an sich uns anzuschliessen, und ich organisierte für uns 3 den Transport per Pickupladefläche nach Battambang.

    Das hier ist Michael, waehrend er auf unsere Sachen mit aufpasst:



    Max hielt mir während der Verhandlungen geschickt wie ein Travelprofi die Schlepper vom Hals und schon nach kurzer Recherche hatten wir einen passenden Pickup-Piloten gefunden.
    Auf rund 2 Tonnen getrockneter Thaifrüchte (in Säcken) sitzend, machten wir es uns so bequem wie möglich und harrten der Dinge die da kommen (Maexchen's Hose kann dazu eine Story von Trockenfruchtsekreten erzaehlen :yes: ). Tarif fuer 3 Personen Nonstop nach Battambang waren nun 12 Dollar - fix vereinbart!
    Die Schlaglochpiste von Poipet nach Sisophon ist noch in dem gleichen lausigen Zustand, wie zur Zeit des Krieges. Schlagloch an Schlagloch reihen sich hier die teils metertiefen Straßenschäden. Hier überhaupt von Straße zu reden ist oft blanker Hohn!
    Jeder Sitz im Abteil des Pickups war natürlich doppelt verkauft worden, und es drängelten sich dort nun 6 Passagiere zum Driver. Die an der Heckscheibe plattgedrückten Gesichter der Heckpassagiere sprachen Bände.
    Wir lümmelten uns bequem hin, rauchten nach Herzenslust und ließen uns den kühlenden Fahrtwind um die Ohren wehen.




    Max ist ein gelehriger Cambodiarookie und lernt auch schnell die Bedeutung einer um die Stirn gebundenen, cambodianischen Krama (Bandana) zu schätzen. Den Erfahrungswert hinsichtlich weisser T-Shirts auf staubigen Landstrassen, den sammelt er hier gerade



    Jeff, den Chief eines anderen Thai-Forums - den wir spaeter in der Hauptstadt treffen werden, der kann diese "Reisefreuden" nicht nachvollziehen, denn der waehlte bequem den Flieger dorthin.



  6. #5
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Part 5:

    Battambang, das heutige Etappenziel unserer Reise war nach 3 1/2 stündiger Pickuptortur erreicht.
    Die Strasse von Sisophon hierher ist brandneu, damals (in 2003 & '4) mit Theptida, wurde für die Strecke noch die doppelte Zeit auf Dreckspisten benötigt.
    Die schöne, kleine Provinzstadt mit soviel Charme hatte mich wieder. Auch Max war von der relativen Sauberkeit und den netten Gebäuden hier angenehm überrascht.

    Im Parrot Guesthouse, direkt am Psar Leu (Markt) bekamen wir ein wirklich brauchbares Zimmer mit Ventilator, 2 Betten und Naßzelle für 5 Dollar.



    Das reichte uns, und je eine lange Duschphase schloß sich dem Checkin unmittelbar an.
    Dann meldeten sich unsere knurrenden Mägen lautstark zu Wort, und uns fiel siedendheiss ein, das wir außer einigen Flaschen Wasser und einem recht kargen Frühstück bei den Thai noch gar nichts zu uns genommen hatten.



    Rund um den Markt gab es viele Lebensmittel, aber keine Stände mit fertigen Sachen - so wie überall in Thailand. Also machten wir uns auf die Suche nach Eßbarem.

    Das wiederum war leichter gesagt, als getan - denn die Snacks, welche die Roadsidestalls hier anbieten - die bieten nicht so unbedingt das feil, was man in unseren Breitengraden als leckeren Snack bezeichnet:



    Oder mögt ihr kleine Fröschlein am Spiess?



    Oder gar lecker gegrillte Schlangenfilets, zu schönen Kringeln gebunden?



    Die Kleine hier bot neben ihrem süßen Lächeln auch seltsame Bratlinge an:



    Aber wir entschieden uns dann für frische Baguettes bei dieser Dame hier, Preis 500 Riel - mit Belag als Baguettesandwich dann auch bis zu 1500 Riel:





  7. #6
    Avatar von resci

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Hi abstinent,

    war sehr interessant für mich, werde nähmlich in 4 Wochen auf deinen Spuren wandern.

    resci

  8. #7
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    @ resci

    danke fuer deinen kommentar und einen tollen trip wuensche ich dir! der bericht geht noch weiter, pailin, phnom penh & sihanoukville

    ciao

    abstinent

  9. #8
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Part 6:

    Gestärkt machten wir uns dann auf die Suche nach einem Transportmittel für den geplanten Pailintrip am nächsten Tag.
    Pailin, die alte "Khmer Rouge"-Hochburg inmitten der Cardamom-Berge. Dort haben wir beabsichtigt, eine coole Rubinmine aufzusuchen. GPS Koordinaten haben wir, Kartenmaterial ist hier aber kein Gescheites zu bekommen. In öffentlichen Maps fehlen die Verbindungen und Trampelpfade nach Pailin ganz. Man ignoriert diese letzte Trutzburg der Massenmörder aus der Pol Pot-Ära gänzlich.
    Für die rund 50 KM Dschungeltrip auf teils nicht vorhandenen und teils unbefestigten Straßen benötigen wir nun ein Transportmittel!

    Dieses hier erschien uns ungeeignet, wir waren ja schließlich nicht Lance Armstrong und Jan Ullrich:



    Fündig wurden wir aber ein Stück weiter auf der Straße Nummer 3. Hier hat ein Mopedschrauber das Verleihen von Bikes als lukrative Nebenerwerbsquelle für sich entdeckt und wir werden uns schnell handelseinig. 8 Dollar je Tag ist o.k. für diese Trümmer hier:



    2 abgewohnte 250er Hondas mit brauchbaren Reifen und soeben noch akzeptablen Stoßfängern werden morgen unser Stahlroß spielen. Die Ketten unserer Bikes hingen auch noch nicht ganz bis auf den Boden durch, so daß wir guter Dinge waren, das gesteckte Ziel auch zu erreichen.
    Max klärt mich netterweise bei dieser Gelegenheit auf, das man solche Bikes eigentlich "Gatschhupfer" nennt!

    Mein Ösi-Vokabular steigt mit fast jeder Reise weiter an - - bald bürgern die mich ein

    Abends vernetzen wir uns noch mit den hiesigen Demining-Leuten zwecks Abstecken unserer geplanten Route und entdecken bei dieser Gelegenheit ein nettes Restaurant mit vielversprechendem Namen:



    Vor dem Zubettgehen lassen wir uns von einem betagten TukTukVeteranen noch eine Stadtrundfahrt verpassen, bei der Gelegenheit fällt uns dann auf, wie aktiv hier in der Provinz das Nachtleben sein kann.
    Besonders auffällig sind die vielen, vor den .......en geparkten Fahzeuge von UN-Leuten und NGO's. Feiste Jeeps und Allrad-SUV's, was die wohl hier des Nachts so machen? Feldstudien wahrscheinlich! :twisted:



    Recht früh legen wir uns schlafen, denn der ereignisreiche Folgetag versprach recht anstrengend zu werden!

    Pailin, in dieser Nacht träumte ich davon.

  10. #9
    Avatar von maphrao

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    Fängt ja recht vielversprechend an, der Bericht weckt irgendwie die Abenteuerlust in mir
    Hoffentlich wird die mopedfahrt auch abenteuerlich
    Wie sieht's denn eigentlich mit minen aus, wenn ihr per GPS und ohne brauchbare Karten ins Niemandsland wolltet?

  11. #10
    Avatar von abstinent

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    Re: QUICKTRIP CAMBODIA

    @ maphrao

    ich denke, deine fragen werden im folgeteil beantwortet. sowohl max (privatpilot) als auch ich (alter trapper) sind nicht so ganz orientierungslos im gelaende. ich habe seinerzeit mit deminern das GPS-gridmapping gemacht - aber aktuellste tipps bekommt man immer von den jungs vor ort.

    ciao

    abstinent

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