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Phuket nach wie vor ein perfektes Urlaubsziel

Erstellt von Rene, 13.03.2005, 15:11 Uhr · 1 Antwort · 683 Aufrufe

  1. #1
    Rene
    Avatar von Rene

    Phuket nach wie vor ein perfektes Urlaubsziel

    Nur die Rückkehr der Touristen hilft der Insel - Der Schwandorfer Gerd Füßl hat Tsunami-Horror mit seelischen Blessuren überlebt

    Weiden/Schwanhof. (ir) "Es gibt kein schöneres und preisgünstigeres Land für einen Winterurlaub als Thailand. Ich fahre auf alle Fälle wieder hin." Der Schwandorfer Gerd Füßl, der nach zehn Wochen von der Insel Phuket in diesen Tagen wieder nach Hause kam, hat die Flutwellenkatastrophe am vierten Tag seines Aufenthalts erlebt. Da er jedoch ein kleines Hotel - nicht in Strandnähe, sondern in der "zweiten Reihe" - gewählt hatte, blieb er körperlich völlig unbeschadet.

    Dass dieses Inferno jedoch auch bei ihm "bleibende Eindrücke" hinterlassen hat, verhehlt er nicht. "Tagelang haben wir den Strand gemieden. Das Entsetzen hat uns alle erfasst. Jeder hat Angst gehabt und war nervös." Nachdem das ganze Ausmaß der Katastrophe bekannt geworden war, hatte eine spontane Sammelaktion im Freundeskreis ein sehr gutes Ergebnis, berichtete Gerd Füßl. "Wir kauften Lebensmittel, die zu keiner Zeit knapp waren und halfen, wo die Not am größten war". Im relativ reichen Thailand liefen aber auch die Hilfsmaßnahmen bald an, so dass ausländische Lebensmittellieferungen völlig unnötig waren. Viel hilfreicher waren Geldspenden, denn zu kaufen gab es jederzeit alles. Auch bei der Suche von Vermissten konnte Gerd Füßl verzweifelten Angehörigen zur Seite stehen. Mit dem Tsunami waren die unbeschwerten Urlaubstage vorerst einmal zu Ende gegangen. Im südlichen Patong, wo der Schwandorfer schon seit fast zehn Jahren sein Urlaubsdomizil bezieht, hat die Flutwelle am Strand und in einigen Straßen zwar auch für Opfer und große Verwüstungen gesorgt.

    Starke Kontraste

    Trotzdem gab es zu keiner Stunde Probleme mit der Strom- oder Wasserversorgung. Die Infrastruktur war weitgehend intakt geblieben. "Heile Welt herrschte auch im Inneren der Insel Phuket, die von November bis Februar optimales Klima mit etwa 30 bis 34 Grad trockener Wärme hat. Ganz anders sah es im Norden von Patong aus. Das Tiefgeschoß eines Einkaufsmarktes direkt am Strand wurde hier zur Todesfalle, ebenso wie das zweieinhalb Autostunden entfernte Khao Lak, wo die Zerstörungen mit am größten waren und die Infrastruktur völlig zerstört wurde. Sofort nach dem 26. Dezember liefen auf der mit einer Brücke zum Festland verbundenen Insel Phuket die Aufräumungs- und Baumaßnahmen mit hunderten von Baggern und Lastzügen an. Geradezu rührend hätten sich die ohnehin stets sehr freundlichen Thais um die wenigen zurück gebliebenen Touristen gekümmert. Neue Liegen und Sonnenschirme standen bereits nach zehn Tagen wieder zur Verfügung. Inzwischen sind die Schäden weitgehend behoben. Von Woche zu Woche ist daraufhin zwar die Zahl der Touristen wieder angestiegen. Die zu 80 Prozent unversehrt gebliebenen und zum Zeitpunkt der Katastrophe restlos ausgebuchten Hotels der Insel sind mit rund 40 Prozent wieder besetzt. Trotzdem sind etwa 20 000 bis 30 000 Mitarbeiter der Gastronomie immer noch arbeitslos.

    Thailänder optimistisch

    Unvermindert geht dagegen die überaus rege Bautätigkeit auf der gesamten Insel weiter. "Den Optimismus der Thailänder hat auch die Flutwelle nicht weggeschwemmt", meint Füßl. Sie sind zuversichtlich, dass die Touristen der Insel treu bleiben. Die über vier Millionen Gäste, die in der Saison 2003/04 auf Phuket gezählt wurden, sollen bis 2010 auf zehn bis zwölf Millionen gesteigert werden, so lauten die Planungen. "Wenn die Touristen wieder kommen, das ist für uns die beste Hilfe", sagen daher die Einheimischen, zu denen Gerd Füßl im Lauf der Jahre gute Kontakte geknüpft hat. Da die Bandbreite der gastronomischen Angebote unwahrscheinlich breit ist, bietet die Insel für jeden Geldbeutel das Richtige. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es von sechs bis 1500 Euro. Für etwa einen Euro wird im Hinterland bereits Thai-Food angeboten. "In keinem anderen Land kann daher der Normalverdiener einen preiswerteren Langzeiturlaub verbringen", urteilt der erfahrene Gastronomiemanager, der vor einigen Jahren an der Nordküste von Papua-Neuguinea schon einmal - kurz bevor ein Tsunami Tausende von Opfer forderte -, dieses Land verlassen hatte.

    Quelle:

  2.  
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  3. #2
    Chak2
    Avatar von Chak2

    Re: Phuket nach wie vor ein perfektes Urlaubsziel

    Auch unsere Entwicklungshilfeministerin bittet um derartige Hilfe.

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