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Nur Bares ist Wahres...

Erstellt von Rooy, 18.07.2017, 22:19 Uhr · 1.144 Antworten · 44.139 Aufrufe

  1. #1111
    Avatar von MadMac

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Da steht also genau das, was ich auch schrieb, dass diese 75 Mrd. jeweils maximal 14 Tage Laufzeit haben.
    Dann lies es vielleicht nochmal. Es gibt 14 taegige "Terms" mit jeweils 35-45 Mrd und taegliche "Overnight" (ws Du als Bankarbeitstag bezeichnet hast) mit jeweils 75 Mrd. Das siehst Du auch genau in der Tabelle im ersten Link bzw. dem Neueren von @niemand. Es ist also sogar noch mehr, als vorher geschrieben, da ich die "Terms" nicht beruecksichtigt hatte.

    Wie erwartet wurde das nun um weitere 4 Wochen verlaengert und wird wohl bis zum Ende des Finanzsystems, so wie wir es kennen, weiterlaufen. Das endet damit frueher als angenommen, wenn das Geld der FED nicht mehr ausreicht. JPM ist z.B. jetzt schon am oberen Limit angeschlagen.

    Die Deutsche Bank untersteht zwar nicht der FED Verantwortung, steckt aber noch tiefer in der Schei**e.

  2.  
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  3. #1112
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Dann lies es vielleicht nochmal. Es gibt 14 taegige "Terms" mit jeweils 35-45 Mrd und taegliche "Overnight" (ws Du als Bankarbeitstag bezeichnet hast) mit jeweils 75 Mrd. Das siehst Du auch genau in der Tabelle im ersten Link bzw. dem Neueren von @niemand. Es ist also sogar noch mehr, als vorher geschrieben, da ich die "Terms" nicht beruecksichtigt hatte.
    Dann sind wir uns ja einig, dass nicht täglich 75 Mrd. zusätzliches Geld in den Markt gepumpt werden.

  4. #1113
    Avatar von niemand

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    Link: https://www.dlacalle.com/en/the-repo...f-the-iceberg/

    Übersetzung:
    Der Vorfall am Repo-Markt könnte die Spitze des Eisbergs sein.

    Die Federal Reserve hat zum ersten Mal 278 Milliarden Dollar in den Wertpapierrückkaufmarkt gesteckt. Es wurden zahlreiche Begründungen vorgelegt, um zu erklären, warum dies geschehen ist und vor allem, warum es mehrere Tage andauert. Die erste Erklärung war recht simpel: eine unerwartete Steuerzahlung. Das ergab aber keinen Sinn. Bei ausreichender Liquidität und der Bereitschaft der Anleger, Finanzierungspositionen zu negativen Kursen weltweit zu übernehmen, würde der abrupte Anstieg der Reposätze in wenigen Stunden einfach wieder verschwinden.

    Beginnen wir mit den Definitionen. Der Repo-Markt ist der Ort, an dem Kreditnehmer, die auf der Suche nach Barangeboten sind, Sicherheiten in Form von sicheren Wertpapieren anbieten. Reposätze sind der Zinssatz, der für die Aufnahme von Bargeld im Austausch für Schatzbriefe für 24 Stunden gezahlt wird.

    Plötzliche Ausbrüche im Repo-Kreditmarkt sind also keine Seltenheit. Ungewöhnlich ist aber, dass es dieses Mal Tage braucht, um sich zu normalisieren, und noch ungewöhnlicher, ist zu verstehen, dass die US-Notenbank in wenigen Tagen Hunderte von Milliarden investieren muss, um den unaufhaltsamen Anstieg der kurzfristigen Zinsen auszugleichen.

    Weil die Liquidität groß, der Durst nach Rendite enorm ist und die Finanzakteure finanziell zahlungsfähiger sind als noch vor Jahren, oder? Falsch.

    Die Repo-Marktkrise zeigt uns, dass die Liquidität deutlich niedriger ist als nach Ansicht der Federal Reserve und dass die Angst vor Ansteckung und steigendem Risiko im schwächsten Glied der Finanzrepressionsmaschine (dem Übernacht-Markt) zum Ausdruck kommt und vor allem, dass Liquiditätsanbieter wahrscheinlich deutlich mehr Einfluss haben als viele es erwarten.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das anhaltende - und wahrscheinlich auch wiederkehrende - Platzen des Repo-Marktes uns zeigt, dass die Risiko- und Schuldenakkumulation viel höher ist als erwartet. Die Zentralbanken glaubten, sie könnten einen Tsunami der Liquidität schaffen und die Wellen dabei bewältigen. Wie bei den Kinderspielzeugen, bei denen man auf einen Block drückt und auf einen anderen steigt, zeigt uns der Repo-Markt jedoch ein Symptom der Schuldentilgung und der massiven Risikokumulation.

    Wann haben Hedgefonds und andere Liquiditätsanbieter die Annahme von Schatzbriefen für kurzfristige Geschäfte eingestellt? Es ist leicht verdientes Geld! Sie erhalten einen sicheren Vermögenswert, stellen den Kreditnehmern Bargeld zur Verfügung und erhalten ein paar Punkte über dem Marktzins. Leicht verdientes Geld. Leben wir nicht in einer Welt des Durstes nach Rendite und massiver Liquidität, die bereit ist, fast in jedem Fall Kredite zu vergeben?

    Nun, es wäre einfaches Geld... Es sei denn, die gesamte Kette im Austauschprozess wird manipuliert und die Kurse sind zu niedrig, als dass diese Betreiber noch mehr Risiken eingehen könnten.

    Im Wesentlichen was die Repo-Ausgabe uns sagt, ist, dass die Fed nicht zaubern kann. Die zentralen Planer glaubten, dass die Fed genau die richtige Inflation schaffen, die Kurve managen und sich dabei zurückhalten, aber dennoch genügend Liquidität bereitstellen könnte, aber nicht zu viel, während sie Investoren zu längerfristigen Wertpapieren anstachelt. Im Grunde genommen sagt uns die Repo-Krise - weil es eine Krise ist -, dass sich die Liquiditätsanbieter bewusst sind, dass der Geldpreis, die als Sicherheit verwendeten Vermögenswerte und die Rückzahlungsfähigkeit der Kreditnehmer alle künstlich manipuliert werden. Dass der sichere Vermögenswert in einer Rezession oder einer globalen Verlangsamung nicht so sicher ist, dass der von der Fed festgelegte Geldpreis nicht mit der Realität des Risikos und der Inflation in der Wirtschaft übereinstimmt und dass die Liquiditätsversorger auch bei höheren Zinsen keine teureren "sicheren" Vermögenswerte akzeptieren können, weil die Zinsen nicht nahe genug an der Forderung liegen, der Vermögenswert nicht einmal nahe an der Sicherheit ist und die Schulden und das Risiko, die an anderen Positionen in ihrem Portfolio angesammelt wurden, zu hoch und sogar noch ansteigend sind.

    Die Turbulenzen am Repo-Markt hätten gerechtfertigt sein können, wenn sie einen Tag gedauert hätten. Allerdings hat es ein getarntes Quantitative-Easing-Kaufprogramm gebraucht, um es etwas einzudämmen.

    Dies ist ein klares Symptom für ein wesentlich größeres Problem, das sich in scheinbar unzusammenhängenden Ereignissen zu manifestieren beginnt, wie den gescheiterten Auktionen von negativ verzinslichen Anleihen der Eurozone oder dem Konkurs von Unternehmen, die kaum das Äquivalent einer Tages Repo-Marktinjektion zur Finanzierung des Betriebskapitals eines anderen Jahres benötigten.

    Dies ist ein Symptom der Schuldentilgung und der massiven Risikokumulation. Der Beweis für die Möglichkeit einer größeren globalen Verlangsamung, sogar einer synchronisierten Rezession, zeigt, dass das, was Finanzinstitute und Investoren in den letzten Jahren gehortet haben, nämlich risikoreiche Vermögenswerte mit niedrigem Ertrag, gefährlicher ist, als viele von uns glaubten.

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Fed-Injektionen zu einer Norm und nicht zu einer Anomalie werden und die Bilanz der Fed steigt auch bereits. Wie wir in China so oft erwähnt haben, sind diese Injektionen ein Symptom für ein viel gefährlicheres Problem in der Wirtschaft. Die Zerstörung des Kreditmechanismus durch ständige Manipulation von Zinsen und Liquidität hat eine viel größere Blase geschaffen, als sich jeder von uns vorstellen kann. Wie wir es in China gesehen haben, ist es Teil der Zombifizierung der Wirtschaft und der Beweis dafür, dass unkonventionelle monetäre Maßnahmen viel größere Ungleichgewichte geschaffen haben, als die zentralen Planer erwartet haben.

    Die Repo-Krise sagt uns eines. Die Kollateralschäden der Überschussliquidität umfassen die Zerstörung des Kreditübertragungsmechanismus, der die tatsächliche Einschätzung des Risikos verschleiert und, was noch wichtiger ist, zu einem synchronisierten Überschuss an Schulden führt, der nicht durch niedrigere Zinsen und mehr Liquiditätsspritzen gelöst wird.

    Die Zentralbanken wollen uns sagen, dass diese Episode nur vorübergehend ist. Dies alles geschah auf dem fortschrittlichsten, diversifiziertesten und wettbewerbsfähigsten Finanzmarkt. Stellen Sie sich nun vor, wenn dies zum Beispiel in der Eurozone geschieht. Dies ist, wie die umgekehrte Zinskurve und der massive Anstieg der negativ verzinslichen Anleihen, die Spitze eines wirklich sehr beängstigenden Eisbergs.

  5. #1114
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von ffm Beitrag anzeigen
    Aldi war ziemlich lange die letzte Bastion der Kartenverweigerer unter den Ketten. Makro Thailand akzeptiert bis heute nur hauseigene Karten. Je niedriger die Marge, desto mehr schmerzen die 2%. Bei 50% Umsatzrendite kein Thema, aber bei 5% ein großes Problem.

    Als kleiner Krauter ist es auch nicht ganz so einfach abzuschätzen ob die zusätzlich generierten Umsätze mit Kartenzahlern die 2% von den Umsätzen der bisherigen Barzahler, die dann mit Karte zahlen wenn man ihnen die Moeglichkeit dazu gibt, kompensieren. Wenn sich bei einer Kette etwas durch die Masse rechnet, dann muss es sich nicht automatisch auch bei jedem krautigem Wirt lohnen.

    Dazu kommt, dass bei der Kette Bargeldverarbeitung durch angestellte Mitarbeiter ein Risiko darstellt. Durch Kartenzahlung wird die Gefahr, dass der Angestellte in die Kasse greift, weitgehend eliminiert.

    Der ausgemachte Krauter dagegen geht dieses Risiko gar nicht erst ein, weil er jede Zahlung hoechstselbst entgegen nimmt, und die Gelegenheit zum Plausch mit dem Kunden nutzt. Controlling, Customer Relations, Marktforschung, Zahlungsabwicklung, alles in einer Person. Und das teure POS-Kassensystem spart er sich obendrein.
    ich weiß nicht mehr genau ab welchem Zeitpunkt die Kreditkarten an Tankstellen akzeptiert wurden... die BP begann mit Amex und dachte, sie hätte einen Marktvorteil.... dabei hatten alle anderen MÖG`s bereits die fertigen Verträge in den Schubladen... mit Eurocard, Diners und noch anderen...

    als Betreiber erwischte uns die Kartengebühr auf dem linken Bein... aber nur kurz... da keiner was zu verschenken hatte, wurden kurzerhand die Shoppreise um 5 % erhöht (Kreditkartengebühr auf Kraftstoff ist Sache der MÖG)... da die Kartengebühr aber nur 2,5 % betrug, brachte das einen schönen Ertrag zusätzlich, da die Barzahler "0" Kosten verursachen.

    Wer kaufmännisch denkt und handelt, wird auch als Krauter seine Kosten weiter geben...und nie zu seinem Nachteil.... der Vorteil war, dass wir weniger Bargeld in der Kasse hatten und dadurch das Überfallrisiko erheblich reduziert wurde.

  6. #1115
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    ich weiß nicht mehr genau ab welchem Zeitpunkt die Kreditkarten an Tankstellen akzeptiert wurden... die BP begann mit Amex und dachte, sie hätte einen Marktvorteil.... dabei hatten alle anderen MÖG`s bereits die fertigen Verträge in den Schubladen... mit Eurocard, Diners und noch anderen...
    Du weißt aber auch, dass die MÖG damals bessere Konditionen bekommen haben als sonst im Handel üblich.

  7. #1116
    Avatar von atze

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  8. #1117
    Avatar von niemand

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    Zitat aus dem Link: "...während Schweden bis 2023 bargeldlos werden möchte.
    ...
    Aber ich fahre lieber zweigleisig und lehne für mich schwedische Verhältnisse ab.
    "

    Uiuiui, mit welcher Weisheit werden denn der "Master aller elektronischen Dingsbums-Spielerei", Ferdinand und seine KumpelIn Chrima, uns nun beglücken?

    Und als MaeDS mit all der geballten Kompetenz die sie hoffentlich nicht nur für sich behalten, könnten sie uns Dummies doch mal was über Deepfakes erzählen und evtl. weiterhin auf dem Laufenden halten, wäre das keine gute Idee?

  9. #1118
    Avatar von MadMac

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    Das ist mal eine verstaendliche Erklaerung ueber buntes Papier, Fiat-Geld und Gold.


  10. #1119
    Avatar von MadMac

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    So, die FED hat ihre Repo-Operations, was tatsaechlich QE ist, nun bis mindestens Januar verlaengert. Also praktisch Ende offen.

    The Fed is extending its overnight funding operations through January 2020

  11. #1120
    Avatar von MadMac

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    Halt, es geht noch weiter. Mit voller Fahrt in die Rezession.....

    Tip of the Iceberg: Emergency Repos Stretch to 2020 Q2
    Fed Will Purchase Treasury Bills at Least Into Second Quarter of 2020

    Ihre eigene Webseite hat die FED mal eben abgeschaltet auf "Maintenance"

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