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Niedergang des TH- Tourismus

Erstellt von thurien, 12.10.2008, 14:35 Uhr · 47 Antworten · 5.306 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Hippo

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    Re: Niedergang des TH- Tourismus

    Hier mal ein Kommentar (Bericht) der Welt

    Momentaufnahme
    Kann man jetzt gefahrlos nach Thailand reisen?

    Von Sönke Krüger 31. Oktober 2008, 07:15 Uhr

    Die seit August andauernden Proteste in Bangkok haben viele Urlauber verunsichert, die Zahl der Reisenden ist seitdem stark gesunken. Hotels, Tempel und Geschäfte sind leer. Doch wie ernst ist die Lage wirklich? Sollte man jetzt besser auf Thailand verzichten? WELT ONLINE hat sich umgesehen.

    Seit zehn Minuten schon ist kein Gast vorgefahren, Pagen und Portier haben nichts zu tun, die Empfangsdame überprüft gelangweilt den Sitz ihrer Frisur. Sogar auf der Hotelterrasse am Ufer des Chao-Praya-Flusses, die um diese Zeit sonst immer voll ist, bekommt man mühelos und ohne Reservierung einen Tisch.
    Stille Tage im „Mandarin Oriental Bangkok“, dem berühmtesten Hotel der thailändischen Hauptstadt. „Wir sind derzeit nur zu 50 Prozent ausgelastet“, sagt Hoteldirektor Kurt Wachtveitl, seit 40 Jahren im Amt, „normal wären jetzt, zu Beginn der Hauptsaison, 75 bis 80 Prozent. Und von den Gästen, die wir haben, sind die meisten Stammgäste.“ Soll heißen: Thailand-Einsteiger gibt es zurzeit kaum, sie bleiben lieber zu Hause oder fahren anderswohin, weil ihnen das Land, das seit Jahrzehnten von üppiger Sonne und üppigen Besucherzahlen verwöhnt ist, unsicher erscheint.

    Auch in den meisten anderen Hotels, in Geschäften und Tempeln, ist weniger los als sonst. Grund dafür sind die seit August anhaltenden Demonstrationen bürgerlicher Aktivisten gegen die Regierung, die sich vor allem auf die ländliche Bevölkerung stützt. Der Aufstand der Mittelklasse schafft es immer wieder in die internationalen Abendnachrichten, von „Tagesschau“ bis CNN: Wenn der Flughafen der Touristenhochburg Phuket blockiert wird, wenn das Regierungsviertel in Bangkok über Monate besetzt bleibt, wenn der Premierminister auf der Flucht vor Demonstranten über einen Zaun klettern und per Hubschrauber flüchten muss, wenn es ausgerechnet in Thailand, dem „Land des Lächelns“, gewaltsame Ausschreitungen und sogar eine getötete Demonstrantin gibt, dann ist das keine gute Werbung für ein Reiseziel.

    Und das hat Folgen: In den vergangenen Monaten ist die Hotelauslastung im Land um 40 Prozentpunkte zurückgegangen, meldet die Thai Hotels Association, die Zahl ausländischer Besucher sank um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, und Thai Airways hat mit einer „gewissen Buchungszurückhaltung“ (bis zu 20 Prozent weniger Passagiere vor allem auf asiatischen Strecken) zu kämpfen. Das sind wahrlich keine Peanuts für ein Land, das 2007 gut 15 Millionen ausländische Besucher zählte, die den Thais erkleckliche Einnahmen von 16 Milliarden US-Dollar bescherten.
    Geht oder fährt man dieser Tage durch Bangkok, fällt vor allem auf, dass nichts auffällt: Es gibt Verkehrsstaus wie immer, in den Garküchen am Straßenrand wird gebrutzelt wie eh und je, man sieht Thais und Touristen beim Shopping, in den Straßen knattern dreirädrige Tuk-Tuks laut und aufdringlich wie gewohnt. Vom Ausnahmezustand weit und breit keine Spur.

    Es gibt auch keine Großdemonstrationen, die die Stadt lähmen. Der Protest findet im Regierungsviertel statt. Überall sonst in Bangkok geht das Leben seinen gewohnten Gang. „Urlauber können im ganzen Land problemlos herumreisen, auch in Bangkok, nur den Regierungsbezirk sollten sie meiden“, sagt Tourismusminister Weerasak Kowsurat. Allzu groß ist die Einschränkung nicht: Das Regierungsviertel misst gerade mal einen Quadratkilometer und zählt nicht zu den Hauptsehenswürdigkeiten.

    Nicht weit vom Regierungsbezirk entfernt liegt Bangkoks Zoo. Der ist gerade um eine Attraktion ärmer geworden: Das Ameisenbären-Gehege steht seit Mitte Oktober leer. Seine lärmempfindlichen Bewohner, die auf das Klatschen und Pfeifen der Demonstranten verschreckt reagiert hatten, wurden für drei Monate auf Erholungsurlaub in einen Zoo aufs Land geschickt.

    Verschiedene Länder haben Reisewarnungen für ihre Bürger ausgesprochen, darunter China, Japan, Großbritannien. Das Auswärtige Amt in Berlin geht nicht so weit. Es rät deutschen Urlaubern aber, und das schon seit August, „Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden, auch um sich nicht dem Risiko eventueller Sprengstoffanschläge auszusetzen“. Eberhard J. Trempel, Wirtschaftskonsul Thailands in Deutschland, hält diesen Hinweis für übertrieben: „Die Lage in Thailand ist weiterhin stabil und nicht wirklich beunruhigend.“ Er sieht keinen Grund, nicht nach Thailand zu fahren. Seine Begründung: Es sage ja auch niemand wegen der Krawalle zum 1. Mai in Berlin eine Reise nach Deutschland ab.

    Albert Sham ist Chef des Reiseveranstalters Asian Adventure aus Mettmann. Er ist seit über 20 Jahren im Geschäft, stammt aus Malaysia und kennt jedes südostasiatische Land aus persönlicher Anschauung, auch Thailand. Er sagt: „Die Thais sind ein friedliches Volk, sie ziehen keine Urlauber in ihre politischen Probleme hinein. Das Land ist sicher, egal wer gerade regiert.“ Damit hat er recht: Bisher gab es keinen einzigen gezielten Übergriff auf Besucher, Hotels oder Touristenattraktionen.
    In Chiang Mai im Norden des Landes herrscht, wie in Bangkok, business as usual. Und das heißt: Nachtmarkt und Tempel sind geöffnet, Elefantencamps und Trekkingtouren können gebucht werden, Demonstrationen gibt es hier nicht. Die Besucherzahl ist trotzdem zurückgegangen – in den Hostels für Rucksacktouristen genauso wie im „Mandarin Oriental Dhara Dhevi“, einem der Top-Resorts des Landes mit Luxusvillen, Riesenpools und eigenem Hoteltempel. Den Gästen bringt die geringere Auslastung immerhin den Vorteil, dass sie in dem eigentlich stets ausgebuchten Spa derzeit auch kurzfristig einen Termin erhalten, und am Pool sind jederzeit noch Liegen frei.

    Schneidermeister Chairat Kharniyor, der vor den Toren des Hotels seine Maßschneiderei T. J. Collection betreibt, spürt die Folgen der Krise am eigenen Leib: „Ich habe nur noch halb so viele Kunden wie vor einem Jahr. Die Leute sollten nicht so viel CNN gucken und lieber wieder reisen.“ Der Schneider hat pragmatisch auf die Krise reagiert: Wer sich zwei Hemden – übrigens von hervorragender Qualität – bei ihm schneidern lässt, bekommt ein drittes gratis dazu, zum Komplettpreis von 70 US-Dollar.

    Auf Phuket, der Touristeninsel im Süden, deren Flughafen Ende August für einige Tage blockiert war, herrscht längst Normalbetrieb: Das kleine Terminal platzt wie vor der Krise aus allen Nähten, die Restaurants und Geschäfte sind gut besucht, ebenso in Khao Lak, eine Autostunde entfernt auf dem Festland gelegen. Hier ist Bangkok fern, von der politischen Krise spürt man nichts. Viele Hotels sind sogar ausgebucht, etwa „The Sarojin“, ein elegantes, minimalistisch gestaltetes Fünfsterneresort direkt am Strand. Warum die gute Buchungslage? „Weil die Lage sicher ist“, sagt Andrew Kemp, einer der Besitzer des „Sarojin“. „Das war schon 2006 so, als das Militär geputscht hat, und das ist auch jetzt so – die Thais werden das unter sich regeln. Wenn dem nicht so wäre, würde ich hier sicher nicht mit Frau und Kindern leben, und das seit zehn Jahren.“

    In Thailands Zeitungen wird weiterhin ausführlich über die Krise berichtet, aber es gibt auch andere Schlagzeilen: etwa über die bevorstehende Beerdigungszeremonie für die verstorbene Schwester des Königs, über die Fashion Week in Bangkok oder über ein Love-Hotel, das gerade schließen musste, weil benutzte Kondome die Abwasserleitungen verstopft hatten. Ein gutes Zeichen: Ein Land, das sich ausführlich mit solchen Themen beschäftigt, droht ganz sicher nicht im Chaos zu versinken.
    Welt

  2.  
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  3. #42
    Avatar von Samuianer

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    Re: Niedergang des TH- Tourismus

    Zitat Zitat von Changnam43",p="649035
    ...........editiert...oder über ein Love-Hotel, das gerade schließen musste, weil benutzte Kondome die Abwasserleitungen verstopft hatten. Ein gutes Zeichen: Ein Land, das sich ausführlich mit solchen Themen beschäftigt, droht ganz sicher nicht im Chaos zu versinken.
    Welt[/quote]




    Genauso sehe ich das auch!

    Natuerlich ist der Waehrungstauschverlust nicht unerheblich!

    Zum Pfund anstatt weit ueber sechzig Baht nur noch 54, Dollar von um die 40 runter auf 33, Euro um die 54 auf 45....

    15-20 % Kaufkraftverlust!

    Preise runter!

    Nur wenn die erstmal obern sind... gerade Thais tun sich da schwer!

    Wr sind ueber Neujahr ausgebucht!

  4. #43
    Avatar von Joerg_N

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    Re: Niedergang des TH- Tourismus

    Wer ist denn wir ?

    Welche Anlage ist das eigentlich Samuianer ?

  5. #44
    Avatar von marc

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    Re: Niedergang des TH- Tourismus

    Zitat Zitat von Joerg_N",p="649051
    Wer ist denn wir ?

    Welche Anlage ist das eigentlich Samuianer ?
    das interessiert mich auch :-)

    ein befreundetes ehepaar aus deutschland was eher zu den konservativen urlaubern gehört, hat ihre hochzeitsreise nun umgebucht,
    sie hatten einfach keine lust auf überraschungen in thailand..wer zur weihnachtszeit in die sonne fliegt möchte auch nur diese sehen, und nicht eine horde von pad anhängern die neuerdings schon über die sukhumvit ziehen
    ich konnte sagen was ich wollte, sie haben momentan ein anderes bild von thailand

  6. #45
    Avatar von J-M-F

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    Re: Niedergang des TH- Tourismus

    ich rate auch jedem von thailand ab, da is dann mehr für mich übrig

  7. #46
    Avatar von Maenamstefan

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    Re: Niedergang des TH- Tourismus

    Zitat Zitat von Joerg_N",p="649051
    ...Wer ist denn wir...
    Laem Din Hotel, Chaweng, Soi Reggae

    Hier: http://www.donlaemdin.com/


  8. #47
    Avatar von Joerg_N

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    Re: Niedergang des TH- Tourismus

    Zitat Zitat von Maenamstefan",p="649144
    Zitat Zitat von Joerg_N",p="649051
    ...Wer ist denn wir...
    Laem Din Hotel, Chaweng, Soi Reggae

    Hier: http://www.donlaemdin.com/

    DANKE

  9. #48
    thurien
    Avatar von thurien

    Re: Niedergang des TH- Tourismus

    Zitat Zitat von thurien",p="642869
    Zitat Zitat von Schwarzwasser",p="642829
    Hallo,

    die thailändische Regierung muss sich gar nicht so sehr beeilen, irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen, denn der bislang ungebremste Touristenstrom wird in den nächsten Jahren für Thailand deutlich spürbar abnehmen
    Jau, zusätzlich haben wir seit heute Krieg Khmer-Thailand u. übermorgen 17.10. wird möglicherweise der nächste Premier geschasst, dem wird dann endgültig die Anarchie der Polit- Krakeler u. des chines./moslemischen Mittelstandsmobs der PAD folgen
    interessant, was sich in der Zwischenzeit so alles abspielte - der frätt wurde zu einer Zeit geöffnet, wo noch nicht einmal ansatzweise das gesamte Ausmaß der späteren Geld- u. Chancenvernichtung / Rufschädigung des Landes etc. abzusehen war

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