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Mietwagen anstatt Motorroller mieten

Erstellt von DisainaM, 31.12.2014, 09:40 Uhr · 25 Antworten · 2.592 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Mietwagen anstatt Motorroller mieten

    Mittlerweile mehren sich die Berichte von grösseren Magazinen und Info-Portalen, die dringend von der Anmietung eines Motorrollers abraten.

    VORSICHT UNFALLGEFAHR:

    INSELKOLLER MIT DEM ROLLER

    WER AUF THAILÄNDISCHEN INSELN URLAUB MACHT, FÜR DEN IST ES VERLOCKEND, EINEN MOTORROLLER ZU MIETEN UND SICH DIE FRISCHE MEERESLUFT UM DIE NASE WEHEN ZU LASSEN. THAIZEIT RÄT DRINGEND DAVON AB...!


    4



    Es ist nicht wie auf Gran Canaria, Ibiza, Mallorca, Brighton, St. Barth, Mustique - oder sonst wo auf europäischen oder karibischen Inseln: in Thailand ist die Gefahr, mit einem Motorroller zu verunglücken, besonders groß.
    Viele erfahrene Biker werden jetzt die Stirn runzeln oder über unsere "Warnung" lächeln: Man(n) hat ja schließlich unzählige Meilen auf dem Buckel, große Teile der Welt umrundet, und "alles im Griff". Doch nein, sorry! Wer einmal auf Inseln wie Koh Phangan, Phuket, Koh Chang und Koh Samui unterwegs war, wird schnell eines Besseren belehrt.




    right

    Es gibt gleich mehrere Gefahrenzonen, über die man keine Kontrolle hat, darunter: 1.) winzige Kieselsteine und Sand auf allen Wegen, 2.) die teilweise "abenteuerliche" Fahrweise der Einheimischen und 3.) alkoholisierte oder unerfahrene Urlauber.
    Die meisten traurigen Unfälle ereignen sich eben leider nicht am Strand, sondern durch Verkehrsunfälle. Zum Beispiel durch Wegrutschen auf Bergstraßen rund um die Inseln, oder aber durch schlimme Crashes mit Einheimischen in den Abenstunden. Ob Alkohol oder Drogen im Spiel sind, sei dahingestellt.
    Spätestens, wenn man im Krankenhaus aufwacht, ist die Ursache sowieso nicht mehr relevant. Dann geht es nur noch um das nackte Überleben und das kurzfristige Genesen. Man hört es leider immer wieder .
    .. ein "Farang" (Ausländer) schwebt in Lebensgefahr und wird fernab der Heimat ins thailändische Hospital eingeliefert; ein Gehirnschaden nach einem Motorradunfall ist nicht selten.Familienmitglieder sind total überfordert; Freunde versuchen durch Spendenaufrufe, die Leiden der Betroffenen zu lindern.
    Davon kann vor allem das private"Bangkok Hospital" ein Lied singen, das ständig mit exakt diesen Unfällen zu tun hat: Verbrennungen durch heiße Metallteile (z.B.
    "Samui Tattoo"), Amputationen von Gliedmaßen, oder Koma-Patienten, deren Gesundung völlig ungewiß ist. Viele der eingelieferten Urlauber haben zudem keine Krankenversicherung!



    Das THAIZEIT-TEAM, das sich aus Mitarbeitern in Bangkok und auf allen wichtigen thailändischen Inseln und im Norden des Landes zusammensetzt, kann unzählige traurige Geschichtenerzählen. Auch Profis unter den Easy Ridern werden nach der ein oder anderen eigenen Erfahrung - vielleicht doch lieber auf die Anmietung eines Jeeps oder eines Mietwagens umschwenken. Thaizeit meint: lieber auf Nummer sicher gehen! (NG)
    Vorsicht Unfallgefahr: | thaizeit.de - Portal für Thailand Reisen, News, Tipps und Ratgeber

    Für den Urlauber bekommt diese Inforolle dann Relevanz,
    wenn sich im nächsten Schritt Reiseunfallversicherungen weigern, für die Folgen von Motorroller-unfälle aufzukommen,
    weil sie argumentieren,
    - das erhöhte Unfallrisiko bei der Anmietung eines Motorrollers in Thailand war bekannt, der Versicherungsnehmer nahm dieses Risiko -- billigend in Kauf. Sein schuldhaftes Unterlassen, sich über die Sicherheitslage vor Ort zu informieren, stellt seinen Unfall als ein grob fahrlässiges Verhalten dar, da er im Vorfeld die mangelnde Verkehrssicherheit vor Ort ignorierte.

    Sollten dann, als weiteren Schritt, die ersten Gerichtsurteile kommen, die diese Richtung bestätigen,
    hat sich das Thema grundsätzlich gedreht.

    Dem Touristen, der dennoch in Thailand einen Motorroller anmieten will,
    kann man in dieser Lage nur raten, bei Abschluss der Versicherung, diese explicit schriftlich zu informieren,
    dass man beabsichtigt, in Thailand einen Motorroller anzumieten, und sich vor den Unfallfolgen durch diese Versicherung schützen will.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von joachimroehl

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    Wo liegt das Kostenrisiko? selbst beim nicht versicherten Totalschaden eines Rollers hört die Forderung des Vermieters bei meist 40.000 Baht auf. Ein Kleinwagen dürfte ab einer halben Million Baht kosten und ein SUV..

  4. #3
    Avatar von DisainaM

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    Eine Nacht auf der Intensiv-Überwachungsstation im Krankenhaus, liegt bei 40.000 Baht.
    Sollte aufgrund eines Unfalls die Entscheidung der Ärzte lauten, Abschneiden (Amputation) oder Deckel auf (Schädelklappe öffnen um das Blutgerinsel abzupumpen), kommen schnell Kosten zusammen,
    die die private Urlaubskasse sprengen, und einen davon abhängig machen, das die eigene Auslands-Kranken oder Unfallversicherung, eine Deckungszusage erteilen. Kommt die nicht, weil die Gesellschaft dies nun zukünftig als Ausschlussrisiko Mietroller (= Skiunfall) betrachtet, dann muss die Verwandschaft schnell reagieren, um rechtzeitig das Geld für die OP in Thailand zu transferieren,
    denn ohne Geld liefert ein th. Krankenhaus nur die Basis-Grundversorgung ab, die jeder Thai bekommt, nebst den teilweise harten Amputationsfolgen.

  5. #4
    Avatar von joachimroehl

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    Bis jetzt ist mir bei um die drei Dutzend stationären Fällen in Folge Unfall bei deutschen Gesellschaften kein einziger bekannt, wo Leistungen wegen der Benützung eines Rollers/Motorbikes in Thailand abgelehnt wurden. Selbst das alkoholisierte und führerscheinlose Fahren spielt bei der Krankenversicherung, die ja immer auch medizinische Unfallfolgekosten trägt, keinerlei Rolle. Probleme gibt es eher bei der Abgrenzung von Vorerkrankungen, in ganz vereinzelten Fällen auch mal bei einem bereits vorhandenem Unfallaltschaden, aber das führt jetzt hier zu weit..

  6. #5
    Avatar von noritom

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    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    Bis jetzt ist mir bei um die drei Dutzend stationären Fällen in Folge Unfall bei deutschen Gesellschaften kein einziger bekannt, wo Leistungen wegen der Benützung eines Rollers/Motorbikes in Thailand abgelehnt wurden. Selbst das alkoholisierte und führerscheinlose Fahren spielt bei der Krankenversicherung, die ja immer auch medizinische Unfallfolgekosten trägt, keinerlei Rolle. Probleme gibt es eher bei der Abgrenzung von Vorerkrankungen, in ganz vereinzelten Fällen auch mal bei einem bereits vorhandenem Unfallaltschaden, aber das führt jetzt hier zu weit..

    Das bedeutet, aus deiner Sicht ist der Abschluss einer Reiseunfallversicherung nicht notwendig, da die medizinischen Kosten (Krankenhaus etc.) in Folge eines Unfalls bereits über die Reisekrankenversicherung abgedeckt sind?

  7. #6
    Avatar von joachimroehl

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    DSC07874.JPG Ko Chang

    Ja, denn die Krankenversicherung trägt die Kosten der medizinischen Behandlung (Operationskosten, ambulante Folgeversorgung ff.) die Unfallversicherung dagegen überwiegend nicht medizinische Kosten von der Bergung des Verunfallten (auf Ko Chang den Hang vor White Sand rechts runter kann teuer werden..) über Entschädigungsleistungen für verlustig gegangene Körperteile (z.B. Zeigefinger 3000€, Auge raus 20.000€, dauerhafte Querschnittslähmung lebenslange Rente von monatlich 1000€ usw.) und teilweise auch Tagegelder wie 200€ pro Nacht in einer thailändischen Klinik nach einem Unfall. Die Summen sind beispielhaft, entstammen meiner eigenen Unfallversicherung, die mich monatlich 35€ kostet und noch vieles mehr weltweit leistet..

    Werbung: https://www.baden-badener.de/fileadm...cht_Unfall.pdf
    Fragen? joachimroehl@web.de

  8. #7
    Avatar von noritom

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    @joachimroehl,

    eine private, weltweit gültige Unfallversicherung habe ich natürlich auch, mit den üblichen Einschränkungen (Terror, Krisengebiete etc.). Also müsste man doch, was einen selbst angeht, mit diesen beiden Versicherungen (Unfall-/ Reisekrankenversicherung) recht gut abgedeckt sein.
    Dazu explizit noch eine Frage: In Thailand herrscht ja bis auf weiteres Kriegsrecht. Wie sehen das die Versicherungen?

    Wie schon gesagt, wenn der eigene Roller Totalschaden erleidet, sind halt max. 45,000 THB weg. Spannend wird es, wenn man Schuld hat, oder auch nicht, und einem Thai passiert etwas.

  9. #8
    Avatar von joachimroehl

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    Du bist wenn Du beide hast gut abgesichert, einziger Haken bei den Reisekrankenversicherungen: Vorerkrankungen vor Reisantritt eingetreten werden überwiegend ausgeschlossen. Deshalb sind sie auch so günstig... zum Unfallbereich, es gibt Anbieter welche innere Unruhen und sogar das passive Verhalten in Kriegsgebieten mitversichern, aus diesem Grunde habe ich die oben Beworbene gewählt.

    .
    .
    .


    PS: zu Haftungsschäden will ich mich nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen, habe hierfür die DAS mit halbjährlicher Deckung auch in Thailand, ausschließlich als Fahrer meines eigenen Pkw, bei einer Deckung von 100.000€ mit Verdoppelung bei Strafkautionen! und vor Ort die VIRIYAH Insurance in der Maximalvariante. Der Rest ist Gottes Fügung und wie ich aus vielen glimpflich verlaufenen Unfällen vieler Versicherter weiß das sofortige Flüssigsein!! sprich raus, helfen, sofort heilendes Geld anbieten, immer eine zweite gut gefüllte ATM bei sich und dann alles weitere von Krankenwagen, Polizei bis Versicherung ..

  10. #9
    Avatar von DisainaM

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    Schon heute unterscheiden Reisekrankenversicherungen zwischen dem Einschluss und dem Ausschluss von Risikosportarten.
    Bereits heute zählt logischerweise Muay Thai zu einer Risikosportart, die von vielen Gesellschaften ausgeschlossen ist, oder nur gegen Prämienzuschlag als Versicherungserweiterung versichert ist.

    Sollte sich in der kommenden Zeit, durch weitere Veröffentlichungen der einschlägigen Presse, Motorradfahren in Thailand, zu einer Risikosportart wandeln, wird es nicht lange dauern, bis Versicherungen diese Betätigung in ihren Verträgen Ausschliessen oder nur gegen Prämienzuschlag versichern.
    Der Auftakt ist mittlerweile gemacht, sodass jeder, den es betrifft, gut daran tut,
    bei der zukünftigen Umstellung der seiner Verträge darauf zu achten,
    dass dies demnächst nicht als Ausschluss im Kleingedruckten des Versicherungsvertrages erscheint.

    Es wird mit Sicherheit nicht lange dauern, bis die ersten Ablehnungen in diesem bereich, in Verträgen mit Ausschluss von Risikosportarten, kommen, mit der Begründung, das das Risiko eines Motorrollerbetriebes in Thailand bekannt sei, weshalb der Unfalleintritt nicht "unerwartet" gewesen sei, und die Inanspruchnahme der Versicherung abzulehnen sei, da die Teilnahme am Motorrollerverkehr eine unzulässige Gefahrenübertragung auf das Risiko der Versicherung gewesen sei.

  11. #10
    Avatar von joachimroehl

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    DSC01018.JPG Motorbikes zu um die 40.000 THB für meist nur hundert pro Tag

    Heut ist heut und morgen ist morgen sagen auch die Thais treffend und wer einen deutschen Vertrag hat, genießt Bestandsschutz. Sicher werden die Gesellschaften immer weiter ausdünnen, aber hier ist doch kein Versicherungsfachforum zur perspektivischen Kostensteuerung in den südostasiatisch relevanten HUK-Sparten..

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