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MALAYSIA - Nach Penang mit dem Zug

Erstellt von abstinent, 08.06.2004, 11:20 Uhr · 46 Antworten · 6.964 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von abstinent

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    MALAYSIA - Nach Penang mit dem Zug

    Ein anderer meiner Berichte für "HALLO-Das Magazin" beschäftigte sich mit einer Reise per Eisenbahn nach Penang/Malaysia. Wie das so war, und was wir dort so erleben durften, das erfahrt ihr nun im folgenden Bericht:

    copyright Text by "abstinent"
    copyright Fotos by "theptida"

    PROLOG:

    Geboren wurde die Idee eines Eisenbahntrips nach Malaysien in einer lauschigen Stunde in der Susibar in Pattaya anläßlich einer Redaktionsbesprechung im April.
    Eine Europareise, 2 Cambodia- und ein Laostrip, jeweils mit Theptida gemeinsam, sowie 2 USA Reisen meinerseits sorgten zwischenzeitlich nachhaltig für ein Herausschieben dieses Reisevorhabens.

    Aber nun geht's an die Realisierung des Projektes Malaysia. Ein Besuch beim thailändischen Eisenbahnschalterhäuschen in Don Muang brachte Aufklärung und sorgte für die Buchung.
    Los geht es nun am 25. um 15:15 Uhr, die Tickets haben wir bereits in der Tasche.
    Der 25. ist der frühestmögliche Termin, an dem in der 1.Klasse noch eine 2-Bettkabine frei ist.
    Es geht im "Special Expreßzug" nach Hat Yai, voraussichtliche Ankunft ist gegen 6:54 am Morgen des 26.
    Leider ist das Timing bei der Thai Railway etwas daneben, denn der einzige Anschlußzug nach Butterworth/Malaysien dampft täglich aus Hat Yai um 6:25 frühmorgens weg.
    Aber das Problem kriegen wir vor Ort schon in den Griff, denn wir sind ja ein "sturmerprobtes" Reiseteam, und "Troubleshooting" ist kein Fremdwort für uns.
    Als Reisende 2. Klasse hätten wir die komplette Strecke durchbuchen können, aber einen Waggon mit 42 Betten in einem Raum - ist nicht so unser Ding. Der Trip direkt nach Butterworth hätte immerhin über 20 Stunden gedauert, und so einen ratternden und rollenden Jugendherbergsschlafsaal so lange nicht verlassen können, das grenzt an Körperverletzung.

    Man male sich einmal aus, was man unterwegs mit krähenden Kindern macht - oder denen, die sich vollsaufend und herumgrölend in Partystimmung bringen. Ich habe so etwas schon auf längeren Busreisen erlebt, und muß das nicht zwingend ein weiteres Mal haben.
    Auf die 2-Bettkabine kommen wir eher klar, da haben wir dann etwas Privacy - die Kabine ist verschließbar, und sowohl wir als auch das Reisegepäck sowie Laptop und Digitalkamera sind sicher vor Gesindel.

    Der Schalterbeamte (ein Herr Supachai) in der Station Don Muang sprach sehr gutes Englisch, und meine Fragen wurden freundlich und kompetent beantwortet! Eigentlich unüblich kompetent für Thailand.
    Die 1. Klasse Waggons haben 12 einzelne Abteile (personal rooms on wheels) mit Aircon, großem Fenster und jeweils 2 Betten übereinander. Preis für 2 Personen (ein eigenes Abteil) hierfür, inklusive aller Zuschläge und Aufpreise bis Hat Yai: 2788 Baht, zahlbar bei Buchung.
    Die preiswertere Alternative in der 2.Klasse mit dem rollenden Jugendherbergssaal hätte unser Budget mit 2130 Baht bis Butterworth belastet. Eine Beförderung in der 3.Klasse hätte ich mir nicht zugemutet, vermutlich ist diese aber noch erheblich preiswerter.
    Der Special Expreßzug hat nur 1. und 2. Klasse.
    Die Gesamtfahrtdauer laut Fahrplan bis Hat Yai wird mit 16 Stunden veranschlagt.
    Der Special Expreßzug fährt ab Bangkok's Hauptbahnhof , dieser heißt mit Namen: Hua Lampong. Direkt neben Chinatown (Yaowarat) gelegen, ist Hua Lampong etwas schwierig zu erreichen, also fragen wir Mr. Supachai ein weiteres Mal - und er versichert uns, daß man mit dem Zug von Don Muang prima für sage und schreibe nur 10 Baht nach Hua Lampong käme. Allerdings empfiehlt er uns eine Abfahrtszeit in Don Muang am späten Vormittag, was uns etwas stutzig macht. Denn das sind gerade ´mal 35 Kilometer bis dahin.
    Das erfordert weitere Recherche, denn da stimmt etwas nicht!
    Über 3 Stunden für 35 Kilometer?

  2.  
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  3. #2
    PETSCH
    Avatar von PETSCH

    Re: MALAYSIA - Nach Penang mit dem Zug

    @abstinent
    Bitte gib mal an, wann genau Euer trip war
    (Jahr-month).
    Hatte schon mal das Vergnügen im JH-Saal 2nd class
    sleeper BKK-Chumphon zu fahren. War bei der "kurzen
    Strecke" nicht so schlecht, da nachts und nur 1/2
    besetzter Waggon.
    Freue mich jetzt schon auf kompetente story und fotos

    p.s.:
    für einen stopover (chinatown) sowie ggf. Wartezeit/nacht
    ist das BangkokCenterHotel (fast visavis Hualamphong) zu
    empfehlen :-)

  4. #3
    Avatar von abstinent

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    Re: MALAYSIA - Nach Penang mit dem Zug

    @ petsch

    Unsere diesbezügliche Reise ist noch kein Jahr alt, Sommer 2003 um genauer zu sein. Ich arbeite gerade alle Reiseberichte der zurückliegenden Zeit nochmal auf, um diese dann auf einer neuen Site in gebündelter Form präsentieren zu können.

    ciao

    "abstinent"

  5. #4
    Avatar von abstinent

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    Re: MALAYSIA - Nach Penang mit dem Zug

    Prolog & Erster Reiseabschnitt Pathum Thani - Hua Lamphong


    Geboren wurde die Idee eines Eisenbahntrips nach Malaysien in einer lauschigen Stunde in der Susibar in Pattaya anläßlich einer Redaktionsbesprechung im April.
    Eine Europareise, 2 Cambodia- und ein Laostrip, jeweils mit Theptida gemeinsam, sowie 2 USA Reisen meinerseits sorgten zwischenzeitlich nachhaltig für ein Herausschieben dieses Reisevorhabens.

    Aber nun geht´s an die Realisierung des Projektes Malaysia. Ein Besuch beim thailändischen Eisenbahnschalterhäuschen in Don Muang brachte Aufklärung und sorgte für die Buchung.
    Los geht es nun am 25. um 15:15 Uhr, die Tickets haben wir bereits in der Tasche.
    Der 25. ist der frühestmögliche Termin, an dem in der 1.Klasse noch eine 2-Bettkabine frei ist.
    Es geht im "Special Expreßzug" nach Hat Yai, voraussichtliche Ankunft ist gegen 6:54 am Morgen des 26.
    Leider ist das Timing bei der Thai Railway etwas daneben, denn der einzige Anschlußzug nach Butterworth/Malaysien dampft täglich aus Hat Yai um 6:25 frühmorgens weg.
    Aber das Problem kriegen wir vor Ort schon in den Griff, denn wir sind ja ein "sturmerprobtes" Reiseteam, und "Troubleshooting" ist kein Fremdwort für uns.
    Als Reisende 2. Klasse hätten wir die komplette Strecke durchbuchen können, aber einen Waggon mit 42 Betten in einem Raum - ist nicht so unser Ding. Der Trip direkt nach Butterworth hätte immerhin über 20 Stunden gedauert, und so einen ratternden und rollenden Jugendherbergsschlafsaal so lange nicht verlassen können, das grenzt an Körperverletzung.

    Man male sich einmal aus, was man unterwegs mit krähenden Kindern macht - oder denen, die sich vollsaufend und herumgrölend in Partystimmung bringen. Ich habe so etwas schon auf längeren Busreisen erlebt, und muß das nicht zwingend ein weiteres Mal haben.
    Auf die 2-Bettkabine kommen wir eher klar, da haben wir dann etwas Privacy - die Kabine ist verschließbar, und sowohl wir als auch das Reisegepäck sowie Laptop und Digitalkamera sind sicher vor Gesindel.

    Der Schalterbeamte (ein Herr Supachai) in der Station Don Muang sprach sehr gutes Englisch, und meine Fragen wurden freundlich und kompetent beantwortet! Eigentlich unüblich kompetent für Thailand.
    Die 1. Klasse Waggons haben 12 einzelne Abteile (personal rooms on wheels) mit Aircon, großem Fenster und jeweils 2 Betten übereinander. Preis für 2 Personen (ein eigenes Abteil) hierfür, inklusive aller Zuschläge und Aufpreise bis Hat Yai: 2788 Baht, zahlbar bei Buchung.
    Die preiswertere Alternative in der 2.Klasse mit dem rollenden Jugendherbergssaal hätte unser Budget mit 2130 Baht bis Butterworth belastet. Eine Beförderung in der 3.Klasse hätte ich mir nicht zugemutet, vermutlich ist diese aber noch erheblich preiswerter.
    Der Special Expreßzug hat nur 1. und 2. Klasse.
    Die Gesamtfahrtdauer laut Fahrplan bis Hat Yai wird mit 16 Stunden veranschlagt.
    Der Special Expreßzug fährt ab Bangkok´s Hauptbahnhof , dieser heißt mit Namen: Hua Lampong. Direkt neben Chinatown (Yaowarat) gelegen, ist Hua Lampong etwas schwierig zu erreichen, also fragen wir Mr. Supachai ein weiteres Mal - und er versichert uns, daß man mit dem Zug von Don Muang prima für sage und schreibe nur 10 Baht nach Hua Lampong käme. Allerdings empfiehlt er uns eine Abfahrtszeit in Don Muang am späten Vormittag, was uns etwas stutzig macht. Denn das sind gerade ´mal 35 Kilometer bis dahin.
    Das erfordert weitere Recherche, denn da stimmt etwas nicht!
    Über 3 Stunden für 35 Kilometer?
    Wenn einer eine Reise tut...........

    Ja, erzählen können wir viel über unsere Reise per thailändischer Eisenbahn nach Malaysia. Penang heißt unser diesmaliges Ziel, und abgesehen vom obligatorischen Beach-Check in dem klassischen Badeort, haben wir vor, den Visa-Verlängerungsmöglichkeiten für Langfrist-Thaiurlauber (und Expats) im südlichen Nachbarland unsere Aufmerksamkeit zu widmen.
    Mein letzter Einreisestempel ist gerade einmal 2 Wochen alt, und ich habe in dieser Beziehung keinen dringenden Handlungsbedarf - aber es ist ja gerade Rainy Season (Regenzeit und Nebensaison), und dem Reisefieber muß man ja auch ab und an Nährstoff verpassen.
    Als Möchtegern-Globetrotter sind Theptida (die beste Reisegefährtin diesseits des Mississippi) und ich - sowieso zu jeder Schandtat bereit.


    Abreisetag, 11:00 Uhr vormittags:Es herrscht Aufbruchstimmung im Hause "abstinent". Es regnet in Strömen. Theptida bereitet letzte Gepäcktücke zur Mitnahme vor und disponiert noch ein wenig hinsichtlich der Garderobe um. Wir werden den frühen Zug ab der Don Muang Station nehmen, denn es soll ja eine Schienenreise werden.
    Da unser Haus noch keinen Gleisanschluss hat, werden wir mit dem Songtheauw (Pickup-Bus) bis zum Futurepark fahren, und dann auf irgendeinen Bus zum Airport.
    Etwas Eile ist geboten, denn die Zeit verfliegt nun irrsinnig schnell. Pässe etc. liegen bereit, die Tickets lachen uns an.
    Hoffentlich klappt im Zug irgendeine Stromversorgung fuer den Laptop, sonst ist nach einer Stunde Schreiberei der Ofen aus. Morgen früh, allerfrühestens um 06:54 Uhr werden wir wieder festen Boden unter den Füßen haben.

    Nun geht´s endlich los! Nach langem Schlaf wache ich auf, und höre Theptida unten in unserem Haus rumoren. Sie ist, wie immer vor einer Reise, ein wenig nervös und wachte wohl schon erheblich früher auf, als ich das tat. Naja, die Kleidung war schon gestern verstaut worden, und die Reisedokumente waren vollzählig in der speziellen Tasche untergebracht. Solch eine Tasche ist praktisch, ich brachte sie kürzlich erst von einer Reise aus den USA mit. Eine Schlaufe zur Gürtelbefestigung, eine Kordel um sie um den Hals zu hängen - und zahlreiche Reißverschlußfächer für Pässe und Reisedokumente. Groß genug, um auch Airlinetickets sicher aufzunehmen. Sorgen brauchte ich mir keine zu machen, aber Theptida rearrangierte nochmals die mitzunehmenden Kleidungsstücke und bruzzelte sich ein Frühstück.
    Geduscht, ein Sandwich-Blitzfrühstück heruntergeschlungen, noch schnell den PC angeworfen, und eine SMS an meinen Junior in Deutschland (der in wenigen Wochen zu uns stößt) geschickt. Dann ging es auch schon los. Den großen Rucksack in einen noch größeren Seesack gesteckt, abgeschlossen - Laptop und Digicam sowie Reiseproviant in den kleinen Rucksack. Mit dem stündlich verkehrenden Songtheauw unseres Dorfes für je 10 Baht direkt zum Future Park Rangsit die Uhr zeigte 12:00 Uhr High Noon. Weiter nach kurzem Aufenthalt per Linienbus Nummer 29 zur Busstation Airport Don Muang.



    Für unseren Plan, den Zug von hier nach Hua Lampong zu nehmen, verfluchten wir uns ein wenig selber. Planmäßige Abfahrtszeit war 13:08 Uhr - wir warteten. 13:48 Uhr, so langsam wurden wir ungeduldig - denn unser 1.Klasse Abteil im Expreßzug im Bahnhof Hua Lampong würde nicht auf uns warten. 15:15 Uhr war die Abfahrtszeit des Expreßzuges in den Süden. Und der Zug nach Hua Lampong ließ auf sich warten, nun schon 40 Minuten überfällig! Die Fahrtdauer nach Hua Lampong beträgt laut Fahrplan 52 Minuten.



    Wir rechneten schonmal.....Taxi von hier über den Tollway - Fahrtdauer geschätzte 45 Minuten, Linienbusse brauchen so um die 90 Minuten. Der Airportshuttlebus braucht ähnlich wie das Taxi 50 Minuten, kostet aber mit 100 Baht pro Nase mehr als das Taxi für uns beiden kosten würde. Gleis finden, einchecken etc. - wir veranschlagten dafür 15 Minuten. O.K. -ein Anruf beim "HALLO"-Team: " Hallo "HALLO", wir stehen am Airport, aber kein Zug kommt. Wenn sich innerhalb der nächsten Viertelstunde nichts tut, dann sausen wir mit dem Taxi nach Hua Lampong!" Betretenes Schweigen am anderen Ende der Leitung......, aber dann ein O.K. vom Boss selbst. "Du weißt schon, was du machen mußt." 14:05 Uhr - Als hätte unser Schicksal auf dieses Gespräch gewartet, kündigt sich ein herannahender Zug durch ameisenhafte Emsigkeit der zahlreichen Wartenden ab.



    Na denn ´mal los! Der Zug kam aus Surin und hatte insgesamt 57 Minuten Verspätung. Das sei hier völlig normal entgegnete mir Theptida auf meine Anfrage hin, sie hat früher auch schon mehrere Stunden auf eine Zugverbindung warten müssen. Fahrpläne in Thailand sind demnach nur grobe Richtlinen und keinesfalls reiseplanverwendbare Informationen !






    Der Zug Nummer 234 aus Surin hatte es dann auch nicht besonders eilig, nach Hua Lampong zu kommen. Gemächlich tuckerte die Diesellok entlang der Vibhavadi-Rangsit Road gen Bangkok.




    Fahrpreis: 5 Baht pro Person in der 3. Klasse! Von den flügellahmen Miefquirlen an der Waggondecke versagten 4 der 5 dort befindlichen ihren Dienst. Wahrscheinlich hat der an den Propellern haftende, über Jahre akkumulierte Dreck, das Gesamtgewicht derselben auf die Schattenseite der Leistungsfähigkeit der installierten Motoren verschoben. Naja, wenigstens waren auf der regenabgewandten Seite alle Fenster bis zum Anschlag geöffnet.

    Die Fahrt selbst bescherte uns dann Einblicke, die ein normaler Tourist nicht zu Gesicht bekommt. Wellblechslums, direkt neben den Gleisen gelegen boten der Linse unserer Digicam eine reichhaltige Auswahl an Motiven. Schulkinder auf dem Heimweg in schicken Uniformen, Marktweiber mit Verkaufständen, Greise beim Kartenspiel unter der Dorflinde....oder war das ein Tamarindenbaum? Egal, Idylle pur.




    Im Zug selber kümmerte sich ein Uniformträger um die Tickets, und die Reisenden aus Surin und Buriram wachten langsam auf und sprachen laut in ihrem Khmer-Dialekt. 2 ältere Ladies starrten verzückt auf die, sich in der Ferne abzeichnende Skyline Bangkoks.
    Dann sah ich auch vor jeder beschrankten Kreuzung die Mopedschwadronen und andere Fahrzeuge warten. Erstmalig aus der Perspektive des Zuges, und sobald der letzte Waggon die Kreuzung passierte schritten unsichtbare Hände ein, und kurbelten die Verkehrsbarrieren schnell nach oben.




    Kurz vor dem Haltepunkt Sam Sen kam der Zug zu einem kompletten Halt, mitten auf der Strecke. 14:50 Uhr....unsere Zeit läuft weg! Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt auf der schmalen Stahlplattform zwischen 2 Waggons, dem Open-Air "Rauchersalon". Ein Blick auf das neben mir verlaufende Gleis brachte Aufklärung über die übermäßig lauten Fahrgeräusche während sich der Zug bewegte. Die einzelnen Schienensegmente waren krumm, und nicht eben oder gar fluchtend verlegt - wie mir die ungleichen Abnutzungen der Oberfläche verrieten. Außerdem waren die Ausdehnungsfugen zwischen den Schienen an diesem kalten Regentag (Außentemperatur ca. 28 Grad) so groß, das man bequem seinen Finger dazwischenstecken konnte.
    Das muß auch so sein, denn der temperaturbedingte Ausdehnungskoeffizient bei Schienenstahl ist in den Tropen nicht zu unterschätzen, aber es führt halt zu erheblich lauterem Geratter, als dies an einem heißeren Tag der Fall wäre.




    14:58 Uhr der Zug setzt sich gemächlich in Bewegung, und....das kann doch nicht wahr sein, nur um eine lausige Kurve herum und wir sind 2 Minuten später, genau zur vollen Stunde im Hua Lampong!



    Schnelle Anfrage beim Infokiosk nach dem Abfahrtsgleis des Expreßzuges nach Hat Yai: "Track 4". Kurzer Blick über die Schulter - aha, nur wenige Meter weiter! O.K., dann bleibt uns noch die Zeit für einen schnellen Besuch des Supermarktes im Bahnhof.

    15:11 Uhr: Wartende im Bahnhof, wir rasen!


    Einige Snacks müssen noch her, einen Beutel Eis für den mitgenommenen Cooler, und ein paar Getränke. Der Preis hier ist stolz, aber noch deutlich unter dem, was uns im Zug erwarten wird. 10 bis 20% über 7Eleven-Niveau berechnet man uns hier. Selbst Zigaretten werden mit 20 %igem Aufschlag verkauft. Rip-Off pur, doch für einen Spurt in´s nächstgelegene 7Eleven reicht die Zeit einfach nicht mehr, also beissen wir in den sauren Apfel. Die Äpfel im Zug sind erheblich saurer!


  6. #5
    Avatar von abstinent

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    Re: MALAYSIA - Nach Penang mit dem Zug

    NACH MALAYSIA AUF DER SCHIENE


    Dann kommen wir an unseren Expreßzug, unsere rollende Heimat für die nächsten 17 Stunden.




    Die Zuweisung unseres 3 Quadratmeter-Appartements geht schnell über die Bühne, und wir sind von der hier herrschenden Sauberkeit begeistert. Kein Fussel sichtbar, alles blitzeblank. Eine große "Couch" von knappen 2 Metern Länge, ein großes Fenster, 12 Aircondüsen, ein kleines Edelstahlspülbecken und ein kleiner Klapptisch komplettieren die Ausstattung. Die Rückenlehne der "Couch" läßt sich hochklappen, und fungiert dann als oberes Bett. 2 Kissen, 2 Matratzenauflagen und Trinkwasser in Flaschen stehen ebenfalls bereit.




    Die innenliegende Türverriegelung gewährt Privatatmosphäre im Abteil, und es gibt eine Verbindungstüre zum Nachbarabteil, welche aber ebenfalls durch Riegel zugesperrt ist. Für Familien auf Tour sicher eine nette Sache mit der Möglichkeit, durch die Anmietung zweier Abteile einen größeren Raum zu haben.

    Mit Hilfe meines immer mitgeführten Leatherman-Tools läßt sich auch die Verriegelung des oberen Fensterdrittels leicht lösen, und Frischluftzufuhr ist somit ebenfalls gewährleistet.
    Alles prima, nun kann es losgehen. Das Klapptischchen eignet sich prima als Laptop-Arbeitsfläche, nur eine Stromversorgung gibt es hier nicht..... .

    Die Fahrt geht zunächst nach Bang Sue, wo sich die Gleisrouten in den Süden und nach Norden und in den Isaan trennen. Der erste richtige Stop ist Nakhon Pathom, und hier fiel mir der Susiforenkollege "Nakhon" ein, der baut sich hier gerade ein Domizil inmitten einer Mangoplantage. Eine flache Ecke des Landes hat er sich ausgesucht, viele Klongs, wenig Industrie. Überflutungen scheinen hier das wesentliche Problem der Bevölkerung darzustellen, denn wir sehen viele Einwohner beim beliebten Volkssport mit den Sandsäcken. Kleine Farmen wechseln sich mit unbewohnten Regionen ab. Hier aus dem Zugfenster sah alles niedlich aus.

    Piep, Piep, Piep meinte der Laptop nun, und die Batterie verabschiedete sich. Nun ist guter Rat teuer, denn es gibt noch über Vieles zu berichten. Nach einer Steckdose fandet man in einem Eisenbahnwaggon lange und vergeblich, aber es gibt ja Beleuchtungskörper im Abteil, Leatherman-Tools, Kabelreste und einen kleinen Spannungsprüfer....wir sind ja schließlich ein versiertes HALLO-Survivaltrip-Reisereporterteam.

    Zunächst wird die kleine Lampe in der Abteilwand auseinandergebaut.






    Dort finden wir schaltbaren 50 Volt Gleichstrom, und das mag unser Laptop-Netzteil leider nicht. Also wieder zusammenbauen, und weitersuchen. Der Blick von Theptida fällt auf einen der beiden Neon-Beleuchtungskästen an der Waggondecke. Eine kurze Untersuchung derselben fördert einen etwas versteckt am Rand liegenden Öffnungsmechanismus zutage. Ein kurzer Handgriff, und die Abdeckung der Deckenleuchte schwingt nach unten. Der Spannungsprüfer läßt mein Herz höher schlagen, als die Nadel bei 200 Volt leicht zitternd stehenbleibt.Wechselstrom, schaltbar über den Lichtschalter. Nun muß ich die Mimik nur noch verdrahten.




    Statt der Neonröhre kommt ein zusammengefriemeltes Kabelende in eines der Kontaktlöcher, dort wo vorher bei der empirischen Spannungserhebung ein Ausschlag zu Verzeichnen war. Ein wenig Isolierband (ja, auch sowas haben wir mitgenommen) bringt Kurzschlußsicherheit und verhindert, das sich die Kabel losrappeln während der Fahrt. Masse greifen wir salopp mit dem 2. Kabel am Gehäuse der Lampe ab. Sieht nicht schön aus, ist auch weder GSE noch TÜV abgenommen - würde wahrscheinlich auch nicht die Zustimmung der Royal Thai Railway bekommen - funzt aber!

    [highlight=yellow:03a8cbabb3]Vor Nachahmungen wird ausdrücklich gewarnt![/highlight:03a8cbabb3]
    Nun hat der Laptop erstmal Pause, bis das rote Chargelämpchen an der Vorderseite in "grün" umschägt und somit signalisiert, das die Kiste wieder einsatzfähig ist.

  7. #6
    Avatar von abstinent

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    Re: MALAYSIA - Nach Penang mit dem Zug

    HIER NOCH ERGAENZEND EINIGE PICS ZUM LETZTEN POST DES BERICHTES








  8. #7
    Avatar von abstinent

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    Re: MALAYSIA - Nach Penang mit dem Zug

    Teil 4: REISEREPORT - NACH MALAYSIA AUF DER SCHIENE




    Mit sinkender Sonne fahren wir weiter in den Süden des Landes. Irgendwo, kurz vor dem königlichen Seebad Hua Hin wird es dann dunkel, und wir packen unser Scrabblespiel aus.
    Mrs. Fim, unsere nette Onboard-Cateringmaus bringt uns zwischenzeitlich die Menues und fragt nach unserem Speisezeitplan. Wir bitten sie später wiederzukommen, so nach 20:30 Uhr.
    Das Scrabblespiel zieht sich in die Länge, und Mrs. Fim meldet sich wieder mit zaghaftem Klopfen an der Türe des Abteils. Wir ordern 2 einfache Reisgerichte, welche schon 20 Minuten später heiß serviert werden. Preis für beide Gerichte 100 Baht. Getränke haben wir ja noch im Cooler.
    Das Essen war nicht übel, und die Präsentation war auch passabel. Richtiges Besteck gab es, und ordentliche Portionen auf richtigen Tellern.




    Mein Zigarettenrauch von der After-Dinner Zigarette, verzieht sich auch direkt aus dem Fenster , und so ließ es sich in dem kleinen Abteil gut aushalten. Verqualmte kleine Räume, so wie z.B. die Raucherkämmerchen im Airport Don Muang, sind selbst mir, als Raucher, ein Greuel sondergleichen.
    Kurz vor 21:00 Uhr erreichen wir Prachuab Kiri Khan, und nähern uns dem Teil Thailands, welcher so schmal und schlank die Landkarten ziert.
    Ich mache mich auf den Weg, einen Erkundungsrundgang durch den Zug zu machen. Wie viele Waggons vor uns liegen, das wisse wir nämlich noch gar nicht. Unser 1.Klasse Waggon ist der Letzte von hinten, und nach dem Einsteigen haben wir unser Abteil noch nicht verlassen. Bei geöffnetem Fenster hören wir manchmal wie durch dicke Wattebäusche ein Dieselhorn von weiter vorne, aber das scheint unendlich weit entfernt zu sein.
    Der Bereich zwischen unserem 1.Klasse Waggon und der 2.Klasse wird von 3 uniformierten Eisenbahnern bewacht. Man möchte keine Reisenden aus den anderen Klassen im Firstclass-Waggon haben - auch bleibt die Firstclasstoilette den dort Gebuchten vorbehalten.




    Bei den Bewachern unseres Waggons ist auch ein Kartentelefon montiert, von hier kann man also auch anrufen wenn man kein Mobilephone mitführt.




    Der erste Blick in den Sleeperwaggon 2. Klasse war sehr aussagefähig. Unzählige Gepäckstücke lagen kreuz und quer im Gang herum, und etliche Kojen in den Seitenwänden hatten die Vorhänge bereits zugezogen.




    Miefquirle, wie wir sie schon von unserer ersten Zugfahrt heute kannten sind an der Decke montiert, und bemühen sich redlich die Ausdünstungen von 42 Schläfern hier herauszubewegen. Von der Aircondition hier merkte man nichts, es waren so um die 30 Grad. Irgendwie wirkte das Interieur auch so nach der Marke "Spartakus-Design", alles einfach und praktisch - Minikojen mit Vorhang zum Mittelgang in 2 Reihen übereinander, jewels rechts und links.




    Einfache Auflagen machten aus den Pritschen brauchbare Notbetten. Trotzdem wirkte alles recht sauber und gepflegt.







    Im Gegensatz zur Toilette der 1. Klasse war die in der 2. Klasse sogar mir Farangklo ausgestattet. Allerdings war sie bei Weitem nicht so sauber und glänzend gewienert, und Toilettenpapier gab es auch nicht.




    Die Geräuschkulisse hier war auch nicht nach meinem Geschmack. Die Zugbegleiter sahen es nicht gerne, daß hier jemand klassenüberschreitend hin und herläuft - aber mehrfaches, freundliches Lächeln ließ mich dann doch bis zum Waggon hinter der Lok vordringen. In einem der vorderen Waggons war eine wilde Party von jungen Thaiboys zugange, ein Ghettoblaster verschaffte hier Discoatmosphäre, und auch der hiesige Schaffner war bereits sternhagelvoll. Man bot mir Bier und Mekhong an, aber ich lehnte dankend ab, denn ich mußte ja an diesem Bericht weiterschreiben. Und obendrein ist eine Party ohne Frauen, wie eine Suppe ohne Salz, besonders für so einen "Abstinenten", wie ich es einer bin!

  9. #8
    Crassus
    Avatar von Crassus

    Re: MALAYSIA - Nach Penang mit dem Zug

    Immer wieder nett. Hab auch so eine Zugfahrt 2. Klasse nach Chiang Mai genauer gesagt Lampoon gemacht. Miefquirle ... geile Bezeichnung.

    Gruß CrassuS

  10. #9
    Avatar von abstinent

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    Re: MALAYSIA - Nach Penang mit dem Zug

    Teil 5: REISEREPORT - NACH MALAYSIA AUF DER SCHIENE



    Auf unserem Weg, den Isthmus von Kra herunter, begegneten wir auffällig vielen entgegenkommenden Zügen. Manchmal schlichen wir in langsamer Fahrt an denen vorbei, und wir spähten aus unserem Abteilfenster in die Waggons hinein. Überfüllte 3.Klasse Waggons mit Hühnern und Enten im Gepäcknetz sahen schon lustig aus.
    Da haben wir hier erheblich mehr Komfort, und ließen uns dann vom Schaffner unser kleines Appartement für die Nacht herrichten.



    Auf die sauberen Polster kam zunächst noch eine 5cm dicke Polsterauflage, dann ein weißes Baumwollbettlaken, dann gab es noch ein riesiges Frotteehandtuch, was hier wohl als Zudecke fungieren soll. O.K., mir solls Recht sein, her damit.



    Die Kabelschaukel wurde neu arrangiert, und ich hatte nun ein weiches, aber nicht zu weiches Bett mit Stromzuführung für den Laptopcharger im Kopfkissenbereich. Theptida bettete sich unter mir in einer ähnlichen Konstellation und schlief schnell ein. Für Flitterwöchner ist dieses rollende Miniappartement nicht zu empfehlen, denn die Kopffreiheit ist sehr limitiert.
    Draußen ist finsterste Nacht, und nur selten beleuchten Straßenlaternen neben den Gleisen irgend welche Teiche. Die Vermutung liegt nahe, daß es sich dabei um Shrimpfarmen handelt. Manchmal wechselt das monotone Geräusch der Stahllaufräder auf den Gleisen, und hört sich eher hohl an. Das ist immer dann der Fall, wenn wir über eine Brücke fahren. Ansonsten gibt es wenig Abwechslung.
    23.30 Uhr, so langsam bekomme ich müde Stellen im Gesicht - besonders so um die Augen herum. Wir rollen in den Bahnhof von Chumphon. Hier steige die Touristen aus, die per Fähre nach Koh Tao und Koh Phangan möchten. Pfiffige Reisende mit der Destination Koh Samui haben von hier aus auch interessante und alternative Möglichkeiten zu den Abkocherfähren von Surat Thani und Don Tan.
    Die Strände von Chumphon selbst sollen von allerbester Güte sein, das wäre bestimmt ´mal einen seperaten Report wert .
    Der Aufenthalt währt gute 10 Minuten, und ist der erste längere Stop auf der bisherigen Strecke. Wenn ich das vorher gewußt hätte, dann wäre ich schnell zu den Garküchen geflitzt, und hätte mir noch eine Bami/Moo Daeng gegönnt. "Tasty meal only 20 Baht" verkündet das mit ungelenken englischen Beschriftungen versehene Schild, mir läuft das Wasser im Munde zusammen. So bleibt mir aber nichts anderes übrig, als dem leckeren Midnightsnack nachzusehen, als der Zug den Bahnhof verläßt. Nicht, daß ich sonderlich hungrig wäre, aber so eine schmackhafte, hausgemachte Thai-Nudelspeise mit rot gebeiztem Schweinefilet ist Morgen in Malaysia vielleicht ein ganz utopischer Wunsch.
    Was solls, es wird auch im südlichen Nachbarland Leckeres geben, und Khun Lap - der Bami/Moo Daeng Dealer in der Nähe meiner Behausung, ist sowieso unschlagbar! Denn die Rinderkraftbrühe, in der die Nudeln gekocht werden, die macht er superlecker, und sein Moo Daeng ist völlig Fett- und Sehnenfrei. Tja, Pommes-rotweiß-Currywurst-extrascharf oder 'ne ordentlich gargebratene, grobe Bratwurst in einer krossen Semmel - die schmeckten früher als Snack, nun gibt´s da halt Bami/Moo Daeng, Pad Krapao oder Moo-thood Katiem Plik Thai.
    Doch nochmal zurück zu unserer Zugfahrt. Das gesamte Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit. Die Serviceschulungen der Royal Thai Railway der letzten Jahre scheinen auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Wer die Zeit hat, der sollte sich dieses Vergnügen einfach einmal gönnen. Das GPS verrät mir, das die gefahrenen Geschwindigkeiten meist so zwischen 50 und 70 KM/H liegen, und es geht unverändert und direkt in Richtung Süden weiter.
    23:45 Uhr, ich werde nun dem lauter werdenden Ruf meiner müden Augen Folge leisten, und dem Laptop als auch mir eine verdiente Ruhepause einräumen.
    Im Spiegel über dem Waschbecken sehe ich das zufriedene Gesicht meiner schlafenden Traumfrau unter mir, nur zu gerne würde ich sie nun in den Arm nehmen, mit ihr an meiner Seite einschlafen, so wie immer.....träum' schön Theptida.

  11. #10
    Avatar von abstinent

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    Re: MALAYSIA - Nach Penang mit dem Zug

    Teil 6: REISEREPORT - NACH MALAYSIA AUF DER SCHIENE


    Am frühen Morgen ging dann alles sehr fix. Mit einem energischen Klopfer weckte uns der Schaffner um 6:30 Uhr, gerade noch genügend Zeit für eine schnelle Katzenwäsche am kleinen Waschbecken und Zähneputzen - dann lief der Zug auch schon in Hat Yai ein.



    Nicht alle Loks sehen hier geplegt aus:


    Und die Schwellen sehen auch nicht gerade vertauenerweckend aus:


    Hier standen wir nun vor dem recht großen Bahnhof und benötigten Anschlußtransport nach Penang. Die morgendlichen Passanten hier waren alle in Eile, und wir liefen ein kleines Stück in die Stadt hinein. Theptida kommt auch prima mit dem im äußersten Süden des Königreiches gesprochenen Slang klar, und so erhielten wir die erwünschten Informationen schnell. Per Tuk-Tuk-Bus ging es für 30 Baht zum Central Market.



    Dort sind die Minibusdriver in ihren Startlöchern, bereit zum Spurt in jede Ecke dieses Landeszipfels.



    Wir finden einen, der genau noch 2 Plätze frei hat, und einen Startzeitpunkt um 9:00 Uhr vorgesehen hat. Der Preis bis zum Dropoff in Penang inclusive aller Tollwaygebühren in Malaysia beträgt 200 Baht. Buchbar über die Rufnummer 074 234724, Fax 074 243003. Die Firma heißt Chao Vang Travel. Abfahrtszeiten 4 x täglich in Hat Yai, jeweils um 9:00 12:30 15:30 & 16:30.
    Rückfahrten für 20 Malay Ringgit ab Swiss Hotel in Penang, Chulia Street. Abfahrtszeiten 5:00 8:30 12:00 16:00 (Malaysia-Time). Die Zeit bis zur Abfahrt vertreiben wir uns bei einem Thaistyle-Frühstück im nahegelegenen Markt.





    Der Minivan ist neueren Baujahrs und komfortabel, die Fahrt bis zur Grenze in Sadao dauert eine knappe Stunde. Unser Driver kennt die Grenzer und teilt uns mit, das er für 10 Baht Gebühren je Pass eine Blitzbearbeitung der Stempeleien hinbekommt. Das ist uns einen 20 Bahtschein wert, und alle anderen Mitfahrer schließen sich unserem Beispiel an. Schon 60 Sekunden später kommt der Driver lächelnd mit den gestempelten Pässen in der Hand zurück, und weiter gehts.



    Schon beim Start in Hat Yai hatte er Einreiseformulare für Malaysia verteilt (Klasseservice, so etwas lobe ich mir!), und das Stempelspielchen in Malaysia geht auch recht schnell über die Bühne. 10:00 Thaizeit, nun müssen die Uhren eine Stunde vorgestellt werden.
    Die Strassen in Malaysia sind von guter bis sehr guter Qualität, und wir machen noch ein kleines Nickerchen, denn das Schlafdefizit der letzten Nacht steckt uns noch etwas in den Knochen.





    Die Mautstrecke von hier führt bis nach Johor Bahru, dem malaiischen Vorort Singapores ganz im Süden, wir biegen aber nach einer guten Stunde nach Westen ab. Butterworth heißt die Stadt auf dem Festland, der Name sicherlich ein übriggebliebenes Relikt aus der Englischen Kolonialzeit dieses Landes. Von hier geht´s über eine schöne Tragseilbrücke 4-spurig nach Georgetown auf der Insel Penang.



    Eine sehr eindrucksvolle Skyline empfängt uns auf der anderen Seite der Brücke. Entgegen meinen Vorstellungen von einer paradiesisch/tropischen Insel, befanden wir uns mitten in einer Großstadt, mit allen damit verbundenen unangenehmen Charakteristiken.
    Größe und Lage Penangs hatten mich zu der Vermutung verleitet, es handele sich um eine ähnliche Konstellation, wie wir sie von Phuket her kennen. Beide Inseln sind mit dem Festland durch eine Brücke verbunden, beide sind etwa gleich groß, und beide sind für den Tourismus des jeweiligen Landes äußerst wichtige Devisenbringer.

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