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Kulturschock

Erstellt von Hippo, 31.07.2008, 19:47 Uhr · 9 Antworten · 1.373 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Hippo

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    Kulturschock

    Ich wußte bisher nicht, das es solche Auswirkungen haben kann. Das man beim ersten mal (weiter weg fahren! :-) ) etwas verwirrt ist ob der vielen neuen Eindruecke halte ich fuer normal. Ich wars ja schliesslich auch bei meiner ersten Ankunft in Thailand. Aber dann begann mir das ganze Spass zu machen, ich betrachtete es als Herausforderung. Andere scheinen nicht so einfach damit fertig zu werden
    Auf jeden Fall, der Artikel ist ganz interessant.
    "Ich war nicht mehr ich selbst": Lukas hatte eine Reisedepression
    Die Schule ist vorbei und alle wollen sehr lange und sehr weit weg verreisen. Aber nicht jeder verträgt die große Fahrt. Lukas plante zwei Monate Thailand - und war nach sechs Tagen wieder da. Die Fremde machte ihn krank
    „Ich habe immer Glück gehabt und geschafft, was ich wollte“, sagt Lukas. „Außer Asien.“

    2004, nach dreizehn Jahren Schule, nach dem Zivildienst und nach einem Dreivierteljahr, in dem sich Lukas mit einem ungenügenden Abiturschnitt erfolgreich um einen Medizinstudienplatz bemüht hatte, wollte sich er sich belohnen: „Zwei Monate einfach nur Erholung und Exotik – Thailand!“ Lukas, damals 21, träumte erst von zwölf Reisemonaten, plante dann aber doch nur für acht Wochen, kehrte aber schon nach sechs Tagen zurück.

    Das ist nicht gerade eine lange Zeit und auch nichts, was man in den Lebenslauf schreiben würde. Lukas ging es ziemlich schlecht, er hatte das Reisen nicht vertragen. Genaugenommen litt er an einer psychotischen Dissoziation. So nennt die Psychologie den Zerfall der "persönlichkeitsformenden Bewusstseinszusammenhänge", einen Zustand, in dem man nicht einordnen kann, was man wahrnimmt und sich deshalb verloren fühlt. Kulturschock nennen das die, bei denen es gut geht; die anderen nennen es Depression.
    weiter jetzt.de (sueddeutsche zeitung)

  2.  
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  3. #2
    i_g
    Avatar von i_g

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    Re: Kulturschock

    Hallo,
    Danke, für den Hinweis auf den guten Artikel. Ich möchte mal meine Meinung dazu kundtun:

    Ich denke es ist nicht nur: Nicht abgeschlossene Probleme zuhause, wenn man alleine auf reisen geht, kommen diese Situationen von zuhause immer wieder hoch. Das ist normal und sollte auch so sein- wenn dies nicht der Fall ist sollte man tatsächlich in Therapie. Hier in D hat man meist zuviel im Kopf um sich damit auseinanderzusetzten, im Urlaub/ auf reisen ist das wieder eine andere Situation, die Ruhe....

    Ein sehr gosses Problem sehe ich darin das Reisen zu einfach geworden sind, ins Reisebüro ein paar Scheine auf den Tisch und ein paar Tage ist man woanders.... nur ist das der Sinn des Reisen?
    Sollte man nicht um den "Kulturshock" klein zu halten, sich über sein Zielgebiet informieren (Reisedokumentation im TV/ DVD, ein sehr guter Reiseführer, Literatur über das Land und oder die Menschen.
    Diese Punkte sind in meinen Augene in absolutes Pflichtprogramm um sich mental auf eine Reise vorzubereiten.

    Egal in welchem Land/ Stadt ich war, durch die gute Reisevorbereitung hat mir jede Reise sehr viel neue Eindrücke und wundervolle Tage/ Wochen erlebt.
    Freunde die teilweise mitgekommen sind,a ber unvorbereit waren- hatten im nachinhinein nicht ein Bruchteil der Freude die ich hatte.
    Meine persönlcihe Konsequenz ich reise nur noch alleine

  4. #3
    Avatar von DisainaM

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    Re: Kulturschock

    alleine reisen ist für Menschen,
    deren Entwicklungsreife, Selbständigkeit, aber auch innere Stabilität garantiert ist, gewiss ok.

    Andererseits gibt es Menschen,
    die bereits zu Hause sehr zurückgezogen und kontaktarm leben,
    und deren emotionale Verankerung im Alltag eben die kleine dicke Verkäuferin, im Konsum um die Ecke, ebenso ist, wie der blöde Briefträger, der einem wieder den falschen Brief in den Kasten packte.

    Wo man lebt, dort umgibt man sich mit beseelten Gegenständen,
    die Uhr der Mutter auf dem TV, der sofort, beim Anblick Hintergrundassoziationen auslösst, ist ebenso ein Bestandteil, wie andere emotional belegte Gegenstände.

    Was ist ein solcher Mensch, ohne seine Verankerung ?

    Treibgut des Zufalls, der zunächst alle neuen Eindrücke einordnen will, der jedoch bereits im Flieger die rosarote Hoffnungsbrille auf einen guten Urlaub,
    gegen eine pechschwarze eintauscht.

    Eine ganz andere Baustelle, Mariuhana alleine vor einem Urlaub,
    und später auf der Reise kein Kumpel, der einem sagt, - Mann, komm runter, du drehst total ab

    da kann so mancher Horrortrip entstehen,

    was haben dir die inneren Stimmen während des Fluges so erzählt ?

    nur ein Kumpel, wo er antworten kann, sich abmachen kann, und der Spuk ist vorbei,
    aber nein, der Kerl ist allein, und trinkt weiter den nächsten Liter Orangensaft,
    da kann man niemanden mehr helfen.

  5. #4
    Avatar von Küstennebel

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    Re: Kulturschock

    Ich kenne einige, die schon krank werden, wenn sie mehr als 20 km vom Heimatort entfernt sind. Das ist eben so und man muss es akzeptieren, dass nicht für jeden die weite Welt ein Erlebnis der besonderen Art ist

  6. #5
    Avatar von tomsi

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    Re: Kulturschock

    Zitat Zitat von Küstennebel",p="615516
    Ich kenne einige, die schon krank werden, wenn sie mehr als 20 km vom Heimatort entfernt sind. Das ist eben so und man muss es akzeptieren, dass nicht für jeden die weite Welt ein Erlebnis der besonderen Art ist
    Habe einen guten Freund, der hat eine kleine Farm. Er interessiert sich sehr für andere Kulturen, nur live will er Diese nicht unbedingt erforschen.
    Letztens sitzen wir auf einer Bank vor seinem Haus und wir sprechen genau über dieses Thema.
    Er sagte zu mir: Tomsi, siehst du den Hügel dort vorne. (Er deutet auf einen Berg in der Ferne)
    Auf diesem Hügel bin ich noch nie gestanden.
    Also warum in die Ferne schweifen, wenn es hier noch einiges zu entdecken gibt.

  7. #6
    Avatar von wingman

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    Re: Kulturschock

    alle meine fernreisen habe ich allein unternommen, aber ich habe niemals das problem gehabt wirklich allein zu sein. überall lernte ich leute kennen und hatte sehr freundliche gastgeber. einige sind zu guten freunden geworden.
    und trotzdem........ich freue mich sehr darauf künftig nicht mehr allein zu fliegen. die lange zeit im flugzeug wird so leichter zu überbrücken sein und wenn es nur durch das anlehnen an meine frau ist die schläft.

  8. #7
    Avatar von maphrao

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    Re: Kulturschock

    Für meine Schwester ist auch Urlaub im Suaerland das Höchste der Gefühle, mein Schwager leidet ein wenig drunter, der würd ja wenigstens mal gern in die Schweiz. So ist jeder Mensch anders, für mich kann es nicht weit genug gehen und wenn niemand mitkommt, allein reisen macht auch Spass

  9. #8
    Avatar von resci

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    Re: Kulturschock

    Zitat Zitat von maphrao",p="615587
    ... und wenn niemand mitkommt, allein reisen macht auch Spass
    kannst wohl keine Zeugen gebrauchen, gebs zu ;-D
    ich uebrigens auch nicht ;-D

    resci

  10. #9
    Avatar von maphrao

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    Re: Kulturschock

    Zitat Zitat von resci",p="615602
    kannst wohl keine Zeugen gebrauchen, gebs zu ;-D
    ich uebrigens auch nicht ;-D
    Welch üble Unterstellung
    Nein, das ist es nicht, die meisten Leute, die ich kenne, sind nur recht unspontan und ich hasse langfristige Planungen
    Habe mich damals auch über Nacht mit dem Gedanken angefreundet, meinen Job zu kündigen und nach Australien zu gehen. Zum Glück konnte die Tischkante die Kinnlade meines Chefs am nächsten Tag beim Meeting auffangen

  11. #10
    Avatar von Hippo

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    Re: Kulturschock

    Neue Erfahrungen bringen tatsaechlich was. Nicht nur fuer so "alte Saecke" wie mich ;-D
    Schnell rechnen trainiert Gehirn am besten
    Samstag, 2. August 2008 04:00
    Einfache, schnelle Rechenaufgaben, Vorlesen oder Gedächtnisaufgaben sind ein besseres Training für das Gehirn als intensives Nachdenken oder das Lösen komplexer Probleme.
    - Es komme darauf an, dem Gehirn immer neue Aufgaben zu stellen, erklärt die Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité, Isabella Heuser, im "Senioren Ratgeber".
    Nur Langeweile mag das Gehirn nach ihren Worten nicht. Das sollten sich besonders auch ältere Menschen stets bewusst machen, die teilweise fürchteten, der Alterungsprozess setze ihrem Hirn Grenzen. Gehirnzellen sterben der Professorin zufolge tatsächlich von Geburt an ab, daran lässt sich nichts ändern: "Die einzelne Zelle ist aber nicht so wichtig", sagt Heuser. Die entscheidende Rolle beim Denken spielten die Lücken zwischen ihnen, die sogenannten Synapsen.
    Diese Synapsen verbinden laut Heuser die einzelnen Zellen und sorgen für den Informationstransport zwischen ihnen. Je mehr Nachrichten hin und her rasten, umso leistungsfähiger werde das System, das auch vom Alter nicht außer Kraft gesetzt werde. Gewohntes auf den Kopf stellen sei ein besonders effektives Training für das Gehirn. "Das macht das Denken flexibler, [highlight=yellow:146e1114f6]jede neue Erfahrung ist ein Workout für das Gehirn[/highlight:146e1114f6]", so Heuser.
    Berliner Morgenpost

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