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HANOI,eine Stadt im Wandel.

Erstellt von Otto-Nongkhai, 30.06.2006, 02:59 Uhr · 40 Antworten · 3.815 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: HANOI,eine Stadt im Wandel.

    Eine unendlichen (Visa) Geschichte und andere Unpasslichkeiten in Vietnam!

    Jetzt kommt Otto ins Spiel,denn gerde zu diesem Zeitpunkt (Maerz 06) will Ich mit laotischer Begleitung in mein Bierland fahren.
    Sonst bekomme ich ein 3 Monats-Visa im Viet-Consulat in Cambodscha innerhalb von 15 Minuten fuer 55 Dollar,aber dieses mal erblicke ich nur unfreundliche Gesichter die mir zeigen,wo die Tuer ist und mich nach Phnom Penh verweisen,wo ein Monatsvisa 7 Tage dauert.

    Da ich aber den Consul persoenlich kenne bekomme ich nach 3 Kniefaellen ein 23 Tage Touri-Visa fuer 35 Dollar (in 20 Minuten)
    Es gibt eigentlich fuer Vietnam nur 14 Tage Transit,1-3 Mo Tourist und 6 Monate Business-Visas.

    Habe also ein Exoten-Visa!
    Am 15.4 muessen alle Auslaender das Land wegen dem Parteitags verlassen,so war die lapidare Antwort der Beamten.

    Also Einreise am 22.3 mit Visaende 15.4
    Meine Laotin bekam aber an der Grenze einen Monat gebuehrenfrei,da die Asiat Staaten Visafreiheit fuer ihre Einwohner eingefuehrt hat.
    (Man muesste einen asiatischen Reisepass haben )
    Ihr Visa ende also am 22.4.

    OK,damit muss man leben.
    Erstes Aergernis war unser Hotel in Saigon.

    Vietnamesen duerfen nicht mit Auslaendern im gemeinsamen Raum uebernachten,wenn sie nicht verheiratet sind.
    Da Asiaten fast alle gleich aussehen kann man so einige Probleme haben.

    Ich schecke dann im Hotel nur ein,wenn ich unsere Paesse griffbereit habe,bevor der Schluesselfritze den Mund aufmacht.
    Also Einschecken keinerlei Probleme,aber die Nachtbesetzung verstand keinen Spass und kaum machte er die verschlossene Hoteltuer gegen 23 Uhr fuer uns auf schon seine ausgestreckte Hand auf meine Begleiterin und ein Wortschalll auf Vietnemesisch.

    Ich auf Englisch "stop,she is a Laos People and we check in today in the afternoon"
    unsere Paesse waren bei der Polizei zur Kontrolle (Pflicht in Vietnam)

    Er hoerte nicht auf micht,kannte auch nicht das Wort "Laos"denn hier kennt man hoestens Khmer Menschen=Grenzgebiet.
    Als er dann noch meine Freundin unsanft anstiess und nach draussen befoerdern wollte,wurde Otto doch etwas wild und ich packten den Viet am Schlips und schuettelte in etwas und drueckte ihn in Richtung Hotelbuch,wo er doch mal die Zimmerbelegung pruefen sollte.
    Ich war ziemlich sauer und die Konsequenzen =Polizei waren mir in diesem Moment egal.

    Ok,nach ein paar Minuten Bearbeitung schlug er dann das Buch auf und war etwas verlegen und entschuldigte sich halherzig.
    Meine Freundin war am heulen und unterdesen waren einige Gaeste und auch der Hotelbesitzer aus ihren Raemen gekommen,( es war so gegen 1 a.m.)
    denn der Vorgang ging nicht so ganz leise ab.

    In Vietnam ist sowieso laute,agressive Konversation normal,daran muessn sich Thais-Laoten,wo Bruellen als Gesichtsverlust bewertet wird erstmal gewoehnen.

    Meine Freundin wollte sofort wieder zurueck nach Laos und ich habe in dieser Nacht noch sehr viel Stunk im Hotel gemacht.
    Es kamen auch noch einige Entschuldigungen und da das Preis/Leistungsverhaeltnis sehr gut war wir auch nicht rausgeflogen sind habe ich es in Saigon noch eine Woche ausgehalten.

    Bei meinem zweiten Besuch in Saigon wurden wir um 22 vom Hotelbalkon vertrieben,angeblich mag die Polizei nicht,dass man nachts gemuetlich auf dem Balkon sitzt und ein Bier trinkt.
    Das war fuer mich dann der Anlass dem Ocean Hotel entgueltig lebwohl zu sagen.
    Werde auch Saigon in Zukunft meiden,eine unfreundlische,aggresive Stadt.
    Andere Staedte und Gegenden in Vietnam sind angenehmer.)

    Auch das viele,agressive,unverschaemte Gaffen der Vietnamesen ,das Getuschele und das Fingerzeigen auf mmeine Laotin und mich ging uns ziemlich auf den Keks.
    In Vietnam wir eben nicht geduldet,wenn sich ein Auslaender mit einer Vietnamesin abgibt und meine Laotin wurde ueberall als Vietnamesin eingestuft,denn Laoten gibt es fast nicht in Vietnam,wie auch Khmers und Thais.
    Jede Vietnamesin die mit einem Auslaender geht ist fuer Vietnam gleich eine Prostituierte,ob verheiratet oder nicht ist Vietnam egal.


    Dann zu meinem Lieblingsort in Vietnam,wo meine vietnamesische Freundin auf mich wartete.
    Es war unterdessen 10.4 und ich habe mich bei einem Tourist Buero um meine Visa Verlangerung gekuemmert.
    25 Dollar und ich soll so mal 5 Tage warten,denn ich werde in Hanoi ueberprueft.
    Sollte ich die Verlaengerung nicht bekommen stehe ich unter Zeitdruck das Land zu verlassen,da ich ein Transitvisa fuer ein Nachbarland brauche.
    So am 17.4 hatte ich dann ohne Probleme mneinen neuen Stempel 15.5 im Pass.
    Hat der Typ von der Botschaft in Phnom Penh wohl etwas geschwindelt!

    Wir fuhren nach Hue und dort wollte ich dann fuer meine Laotin auch ihr Visaupdate machen,da ihre Zeit am 22.4 auslief.

    Die Probleme gingen aber weiter,denn da meine Freundin keine Visa sondern nur einen Monatsfreistempel im Pass hatte war eine Verlaengerung nicht moeglich.
    Sie muesste Ausreisen und koennte dann am selben Tag wieder einreisen und bekaeme einen neinen Monatsgratisstempel.

    Dazu hatte sie aber keine Erfahrung und auch Angst und ich suchte nach einem neuen Weg.
    Meine Viet Freundin in Hue die ein Reisebuero betreibt sagte mir,man koennte auch in Vietnam (nur in 3 Hauptorte moeglich) ein Erstvisa fuer Vietnam ausstellen.
    Wusste bis heute nicht,dass man auch ein Visa in dem Land bekommt,wo man sich gerade aufhaellt.

    Die Sache dauert aber 5 Tage und kostet 80 Dollar (ein anderes Buero wollte sogar 100 Dollar).
    Der Pass wuerde nicht auf Auslandsreise gehen,sondern das Visa wird in Vietnam ausgestellt.

    Mit einem flauen Gefuehl im Magen liessen wir uns dann auf die Sache ein und nach einigem Zittern und 8 Tagen in der alten Kaiserstadt bekam meine Laotin ihren Pass mit dem Visa zurueck.
    Es ging weiter nach Hanoi und auf dem Rueckweg nach meiner Lieblingsstadt war mal wieder zur Abwechslung meine Visaverlaengerung faellig,15.5.
    Da es die 2.war brauchte ich schon etwas Fuehrsprache eines Viet Freundes und ein paar Dollar mehr.
    Dauer der Bearbeitung 7 Tage, habe mich schon darn gewoehnt hier ohne Pass rumzulaufen,aber ohne Pass kommt man sich vor wie ein Kleinkind ohne Mutter.
    Meine Verlaengerung hatte ich dann am 16.5 ,also bis zum 15.6 und dann war wieder meine Laotin dran ,am 25.5 usw,usw,usw

    So sieht es aus,wenn die Vietnamesen in einem Bierlokal krach bekommen,ein Land wo man Gesichtsverlust nicht kennt.


    FF.
    Tagesfart zum Halong Bay

  2.  
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  3. #32
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: HANOI,eine Stadt im Wandel.

    Tagesfart zum Halong Bay


    Halong Bay ist eine schoene Region aber vollgestopft mit Touristen und Tourgeys.

    Der Ort Halong City,150.000 Einwohner,die Bezirksstadt des Quang Ninh Bezirks koennte man fast mit Pattaya vergleichen.
    Nepper,Schlepper und Prostituierte,eine Art Thai Massage geben sich hier die Klinke in die Hand und als ahnungsloser Tourist ist man dem wilden Treiben in diesem Ort hilflos ausgesetzt.

    Hier ist es besser und billiger eine Gruppentour zu buchen,denn die lokale Mafia hat den Hotel und Befoerderungsmarkt fest im Griff und so hoch sind dann auch die Preise.

    EINE BOOTSTOUR UM DIE VERSCHIEDENEN INSELN UND BUCHTEN ZU ERKUNDEN IST hier ein Muss.
    Es werden 1 Tages- oder Mehrtagestouren mit Uebernachtung auf einer Schunke angboten.





    Besonders schoen ist die ueberlaufene Thien Cung Grotte und die Dau Go Hoehlen die in verschiednen Farben angeleuchtet ist.



    Auch die Cat Ba Insel ist ein Besuch wert.







    Mit einem Ruderboot wird man in Hoehlen gerudert,wo man Wasservoegel beobachten kann,die ihre Eier ausbruehten.
    Die Vogelnester werden hier in einer wohlschmeckenden Suppe verwandelt


    Da ich kein Freund von Hammelherdentouren bin war ich froh,dass dieser Tag,Preis 20 Dollar inc Miattagsfrass schnell vorbei ging.

    FF.
    Dalat

  4. #33
    Avatar von Nokgeo

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    Re: HANOI,eine Stadt im Wandel.

    Zitat Chak aus Post Nr. 27 :
    " otto meint wohl non grata wie in "Persona non grata", also unerwünscht."
    _____________

    Ja..schaut so aus. Hätt er ja so schreiben können.
    Dann hätt ich nicht nachgefragt. grins. gruss.

  5. #34
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: HANOI,eine Stadt im Wandel.

    Zitat Zitat von Nokgeo",p="369970
    Hätt er ja so schreiben können.grins. gruss.
    Naeh,so einfach mache ich es euch ja auch nicht.

  6. #35
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: HANOI,eine Stadt im Wandel.

    Dalat



    Habe dann noch einen Abstecher nach dem kuehlen Dalat,130.000 Einwohner,unternommen,ein Kurort in den Bergen auf 1500 Metern.
    Das Dalat so kalt und regnerisch war haette ich nicht gedacht.
    Kam mir vor wie in Deutschland im November.
    Die Stadt ist furchtbar,man konnte kaum vernuenftig wandern,da alles zugebaut war und um die Stadt waren die vielen Blumen-,Obst- und Gemuesegaerten angelegt.


    Man musste schon eine 50 Dollar Hammelherden-Tour im Reisebuero buchen,um etwas von der Natur zu sehen.


    Die Stadt nennt man auch Le Petit Paris,da dort eine Art Eifelturm steht,mehr ein Antennenturm der Viet-Telecom.


    Dalat ist eine populaere Honeymoon-Stadt fuer Verliebte und Verheiratete in den Flitterwochen,aber was wollen die hier,ausser 24 Stunden im Bett die Ehe antesten?


    Fast alles,Seen,Parks,Gaerten,die schoenen-teuren Haeuser sind kuenstlich und steriel angelegt.Dalat ist auch eine Uni-Stadt.


    Aus dieser Stadt kommt der schmackhafte Dalat Wein,die Flasche zu 32.000 Dong,
    der einzige Lichtblick hier.

    Es gibt frische Erdbeeren,aber meine Viet Freundin warnte mich,alles wird hier mit Chemie gespritzt und schadet der Gesundheit.Die Erdbeeren waren auch ziemlich sauer und sahen irgendwie unnatuerlich aus.
    Der Ort ,das Essen ist fuer vietnamesische Verhaeltniss sehr teuer.
    Eine Fahrt die man sich sparen kann.

    Was gibt es noch zu sehen,die Museumseisenbahn,die fuer Touris 8 km faehrt,das Crazy Haus (Alice in Wonderland),einige Palaeste und Villen und das Tal der Liebe.Wasserfaelle und Kaffee- Teeplantagen.

    Die weite Berglandschaft um Dalat ist aber sehr schoen,wenn ich das auf der Anfahrt aus dem Busfenster so beurteilen kann,aber man muss teure Touren buchen um etwas zu sehen.
    Auch befinden sich in der Umgebung einige Bergdoerfer mit ihren Minorities,Bergvoelker in ihren Trachten und Sitten.


    Dalat einmal und nie wieder,auch wegen der Kaelte!
    PS.Haben dort im Peace Hotel fuer 10 Dollar uebernachtet,ein verdammt kaltes Zimmer wo noch nicht mal meine Freundin mich unter 3 Bettdecken waermen konnte.

    Ja,dass ist Vietnam,ein schoenes Land was noch eine wichtige Rolle in der Zukunft spielen wird.


    FF.

  7. #36
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: HANOI,eine Stadt im Wandel.

    Otto, toller Thread. Danke. :-)

    Hoert sich aber nicht wirklich danach an, dass es dir da besser als im LOS gefaellt.

    Sioux

  8. #37
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: HANOI,eine Stadt im Wandel.

    Zitat Zitat von Sioux",p="370094
    Hoert sich aber nicht wirklich danach an, dass es dir da besser als im LOS gefaellt.
    Sioux
    Ja,Sioux,jedes Land hat so seine vor- und Nachteile.
    Die Viet Kueche und das Bier sind ,aber in Thailand klappt es besser bei der Weiblichkeit und die Thais sind auch im Allgemeinen freundlicher und leiser als die Viet.

    Es zaelt nur die Abwechslung,Sioux,wie in der Sauna!

  9. #38
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: HANOI,eine Stadt im Wandel.

    Meien Rueckreise nach Cambodscha hab ich dieses mal ueber den Mekhong,Mekhong delta und Chau Doc Bootstour nach Phnom Penh fuer 20 Dollar gemacht.


    War mal eine Abwechslung gegenueber der Busfahrt nach Lao Bau.
    Das Mekhong Delta ist natuerlich touristisch stark ueberlaufen,aber wer den Mekhong liebt nimmt das in kauf.
    Uebernachtung in Chau Doc in einem fensterlosen,muffigen Zimmer (war im Preis inbegriffen)
    Gepaeckbefoerderung.


    Morgens ging es dann mit Boot zur schwimmenden Fisch Farm.Die Catch-Fische haben wir dann mit kuenstlichem Futter ,Huahan,gefuettert.



    Diese Dinger kommen bei mir nicht auf den Tisch,auch wenn ich Fisch mag.
    Danach ging es ab in ein Moslem Weberdorf,wo Cham Kinder Arabisch lernen.Warum denn?




    Das Boot faehrt weiter zur Song Tien Grenze-Komxenor Grenze in Cambodscha,eine zermirbende 6 Stunden Bootstour bis NekLuong-Phnom Penh.


    Der einzige Lichtblick war die Open-Air Schiffstoilette,besonders wenn Frauen zu Potte mussten.



    Ja Cambodscha hat uns wieder,ein wildes,armes staubiges Land,aber mit freundlichen,schuechternen Khmers.


    Das faellt besonders auf,wenn man aus dem lauten Vietnam kommt,wo doch das Geld mehr zaehlt als der Mensch.

    Bild Thai Thai Bodschaft in Phnom Penh

    ENDE und auf ein Neues in naher Zukunft!

  10. #39
    Avatar von DisainaM

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    hallo Otto,

    wollte mir nach langer Zeit Deinen Bericht wieder ansehen,
    doch leider sind alle Fotos weg.

    Hast Du sie irgendwoanders hochgeladen, wie bei
    uploadhouse.com
    oder sind sie ev. beim Festplattenabsturz ins Nirvana gegangen ?

    wäre schade,



    zum Thema Vietnam hab ich dieser Tage einen netten Eintrag einer jungen Deutsch Vietnamesischen Bloggerin gelesen.

    Mit 18 Jahren bekam die Ostberlienerin eine grosse Erbschaft ausgezahlt,
    und lebt seit 8 Jahren in Hanoi.

    Die Dekadenz der Neureichen in einem armen Land

    von CathrinKa Pro @ 28.04.2013 – 12:31:28


    Die unermessliche Gier der Reichen und Schoenen dieser Welt nach immer mehr und mehr hat seit einigen Jahren auch Vietnam erreicht. Im Westen geraten dabei allerdings immer nur die Familien hoher Parteifunktionaere in den Fokus der Oeffentlichkeit, die angeblich Milliardenvermoegen im Ausland besitzen. Obwohl es dafuer keinen einzigen schluessigen Beweis gibt, sind solche Faelle natuerlich nicht ganz auszuschliessen. Doch am immer weiteren Auseinanderdriften der vietnamesischen Gesellschaft haben andere einen viel groesseren Anteil.
    Dazu gehoeren sogenannte Supermodels, ueberbezahlte Schauspielerinnen und Schauspieler, Saengerinnen und Saenger, die sich in einem Land, das noch vor 20 Jahren zu den zehn aermsten Laendern der Erde gehoerte, eine ganz eigene Welt fern jeder Realitaet geschaffen haben. So praesentierte sich kuerzlich die erst 22jaehrige Schauspielerin Vũ Phạm Diễm My stolz auf Facebook in einem mehrere Hundertausend Dollar teuren Luxusauto, das in keinem Verhaeltnis zu ihren bisherigen Leistungen in einigen drittklassigen Fernsehserien steht. Die vor einem Jahr noch weitestgehend unbekannte 27jaehrige Vy Oanh, ehemalige Moderatorin in einem lokalen Fernsehsender und inzwischen zur Pop-Saengerin und zur Gastgeberin einer Show im landesweit ausgestrahlen VTV3 mutiert, zeigt sich in einer Autozeitschrift mit ihrer neuen Luxuskarosse im Wert von 350.000 Dollar.
    Auch Saengerin Thủy Tiên, die ihren Erfolg vor allem mehreren Schoenheitsoperationen zu verdanken hat, stellt ihren Reichtum ungeniert zur Schau. Neben einem 150.000 Dollar teuren Auto besitzt sie auch eine Uhr im Wert von 200.000 Dollar, die ein Geschenk von ihrem Ex-Liebhaber, Vietnams bekanntestem Fussballer Lê Công Vinh, sein soll. Kaum zu uebertreffen in ihrer Selbstdarstellung ist aber wohl die 30jaehrige Schauspielerin Lý Nhã Kỳ, die im Jahre 2008 durch die Hauptrolle in der Fernsehserie Kiều nữ và đại gia (Die Schoenen und Reichen) bekannt wurde und inzwischen Besitzerin eines Schmuckgeschaeftes ist. Neben diversen Schmuckstuecken im Wert zwischen 350.000 und 600.000 Dollar trug sie kuerzlich bei einer oeffentlich Veranstaltung ein 100.000 Dollar teures Kleid von Chanel, das sie nach eigener Aussage nur zum einmaligen Tragen gekauft hat!!!
    Das alles passiert in einem Land, wo noch immer ein grosser Teil der Bevoelkerung unter der offiziellen Armutsgrenze lebt. Das alles passiert in einem Land, in dem 15 Millionen Arbeiter und Angestellte nur den gesetzlichen Mindeslohn verdienen, der je nach Region zwischen 1,65 Millionen und 2,35 Millionen VNĐ (60-90 Euro) liegt und selbst nach Aussagen von Regierungsvertretern nicht einmal 70 Prozent der monatlichen Lebenshaltungskosten abdeckt.
    Fotos: vietnamnet.vn
    Woher kommt eigentlich die Millionen, die die vier Tussen (und noch einige andere), von manchen Medien auch noch als Vorbilder dargestellt, erhalten? Verdienen tun sie es jedenfalls mit Sicherheit nicht. Es ist eine Menge faul im Staate Vietnam. Und um jetzt keine Neiddebatte aufkommen zu lassen: Ich lebe ganz sicher nicht im Luxus. Den brauche ich auch nicht. Aber ich besitze mehr, als ich in einem einzigen Leben ausgeben kann. Dabei lebe ich sicherlich besser als 90 Prozent der Einwohner Vietnams. Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Ein 200.000 Dollar teures Auto koennte ich mir locker leisten. Aber wozu soll das gut sein? Nur um Anzugeben wie toll ich doch bin? Nichts liegt mir ferner als eine solche Lebenseinstellung. Mit meinem Geld weiss ich wahrlich Sinnvolleres anzufangen. Fuer meine Kinder wird einmal ebenso gesorgt sein wie jetzt fuer Lan und die anderen Maedchen, die ich unter meine Fittiche genommen habe. Auch wenn ich dadurch dann nicht eine der reichsten Frauen auf dem Friedhof sein werde. Aber das ist mir vollkommen egal.
    Viele Gruesse
    Cathrin

    Die Dekadenz der Neureichen in einem armen Land - Zwischen Traditionen und Moderne

    eine fast thailändische Tragödie bahnt sich auch in diesem Land an.

    Um den Tourismus zu steuern,
    gibt es einen 2 Klassen Tourismus,

    Touristen aus Japan, Suedkorea, Russland, Finnland, Schweden, Norwegen und Daenemark benoetigen bei einem Aufenthalt bis zu 15 Tagen kein Visum. Zur Zeit wird darueber nachgedacht, diesen Zeitraum auf 30 Tage zu verlaengern.
    Unter Touristen kommt es immer wieder zu Irritationen ueber den Preis fuer ein vietnamesisches Visum, da auf der Homepage der Botschaft in Berlin darueber nichts zu finden ist. Nun wurden auch noch zum 1. Januar 2013 die Visagebuehren teils drastisch angehoben. Deshalb heute eine kleine, aber unvollstaendige Zusammenstellung ueber die Gebuehren, die man jetzt abdruecken muss. Unterschieden wird zwischen Visa fuer einmalige und Visa fuer mehrmalige Einreise. Letzteres macht Sinn, wenn man waehrend einer Vietnamreise einen Abstecher in eines der Nachbarlaender machen moechte.
    Preise fuer das sogenannte Visum on arrivel, erhaeltlich mit Hilfe des Approval-Letters eines Reiseveranstalters nur bei der Einreise ueber einen der internationalen Flughaefen Hanoi, HCMC oder Da Nang:
    - 1 Monat - single entry - 45 Dollar
    - 1 Monat - mutiple entry - 65 Dollar
    - 6 Monate - mutiple entry - 135 Dollar

    Dazu kommen dann noch die Gebuehren fuer den Approval-Letter, die bei den diversen Reiseveranstaltern um die 15 Euro liegen. Bei der Einreise mit dieser Variante des Visums kann es je nach Andrang durchaus zu laengeren Wartezeiten kommen.



    Die vietnamesische Botschaft in Berlin und das Konsulat in Frankfurt haben die Preise fuer die verschiedenen Visa zum Jahreswechsel um rund 10 Euro angehoben.- 14 Tage - single entry - 65 Euro
    - 1 Monat - single entry - 75 Euro
    - 3 Monate - single entry - 88 Euro

    - 3 Monate - mutiple entry - 110 Euro
    Viele Reisende besorgen sich das Visum fuer Vietnam erst in Bangkok oder in einem der Nachbarlaender. Dort ist es in der Regel guenstiger als in Europa. Die aktuellen Preise aus Bangkok habe ich leider noch nicht herausgefunden. Aber meine Freundin Sopheak hat mir eine kleine Liste mit den aktuellen Preisen der vietnamesischen Botschaft in Phnom Penh geschickt.- 1 Monat - single entry - 59 Dollar
    - 3 Monate - mutiple entry - 95 Dollar

    - 6 Monate - mutiple entry - 140 Dollar
    Die aktuellen Visagebuehren - Zwischen Traditionen und Moderne

  11. #40
    Avatar von Sybers123

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    Wieso brauchen ein paar Europäische Länder kein Visum zu machen und andere doch, wozu wir auch gehören?

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