Seite 24 von 46 ErsteErste ... 14222324252634 ... LetzteLetzte
Ergebnis 231 bis 240 von 460

Flugspecials 2019

Erstellt von Jens, 25.07.2018, 21:46 Uhr · 459 Antworten · 33.098 Aufrufe

  1. #231
    Avatar von kalabau

    Registriert seit
    18.10.2014
    Beiträge
    229
    Zitat Zitat von sanukk Beitrag anzeigen
    Keine Quelle, aber eigene Erfahrunen mit L-Tur. /B]Habe sofort gebucht und eine Bestätigung einschl. Flugticket und Hotelvoucher erhalten.
    Deutsches Recht:
    Ist das Flugticket und der Voucher ausgestellt gilt die AGB.

    Hast du noch deine Fingernägel.
    Ich mein wg. den Geschichten die du dir aus den Selbigen saugst.

  2.  
    Anzeige
  3. #232
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    18.801
    Zitat Zitat von kalabau Beitrag anzeigen
    Deutsches Recht:
    Ist das Flugticket und der Voucher ausgestellt gilt die AGB.

    Hast du noch deine Fingernägel.
    Ich mein wg. den Geschichten die du dir aus den Selbigen saugst.
    An das BGH-Urteil erinnere ich mich allerdings auch.

    In dem Stern-Artikel steht ja auch, dass Cathay aus Kulanz die Tickets nicht storniert.

  4. #233
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    18.801
    Zitat Zitat von kalabau Beitrag anzeigen
    Also wenn ich das richtig verstehe,du wolltest:
    14 Tage TH mit Flug
    im 4 Sterne Hotel ( Normalpreis 110,00 €)
    Incl. Transfer und
    Frühstück. fuer 115,00 €

    Süppchen zum Frühstück gibt es hier schon für
    30 bath × 14= 420 bath= ca. 13,00 €
    Transfer 200 bath= ca. 5,00 €

    13,00 € Ersparnis
    Du bist wirklich der Schnapper
    Er meinte wohl eher, das Hotel alleine kostete sonst 110 €, also 110x14+500 € für den Flug macht 2.040 € und somit eine Ersparnis von 1.925 €, nicht 13.

  5. #234
    Avatar von kalabau

    Registriert seit
    18.10.2014
    Beiträge
    229
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Er meinte wohl eher, das Hotel alleine kostete sonst 110 €, also 110x14+500 € für den Flug macht 2.040 € und somit eine Ersparnis von 1.925 €, nicht 13.
    Da sanuk immer Recht hat mit dem was er meint (schreibt),kann ich dir leider nicht Recht geben. lol
    Schaun mer mal wie er antwortet.
    Schreibkehler können passieren, aber Rächenkehler......

  6. #235
    Avatar von kalabau

    Registriert seit
    18.10.2014
    Beiträge
    229
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    An das BGH-Urteil erinnere ich mich allerdings auch.

    In dem Stern-Artikel steht ja auch, dass Cathay aus Kulanz die Tickets nicht storniert.

    Deutsches Recht
    Hãlt der Kunde das Ticket mit seinem Namen in den Händen, ist fùr den Verkäufer die Nummer gelaufen. Es ist zu einem Abschluss gekommen. AGB
    Vorher ist alles nur ein Angebot. Eine Rückabwicklung kann nur dann stattfinden wenn beide Seiten einwilligen.

    Warum glaubst du wohl verkauft zB Emirates zwei Tickets bis nach BKK?
    Von D nach Dubai gilt D- bzw europäisches Recht, danach trallala
    Ein Flug von Asien in die weite Welt fällt NICHT in die Zuständigkeit des BGH.
    Sanuk hat persönliche Erfahrungen (wenn überhaupt) mit dem Kulanzverhalten einer Airline vermengt und eine Geschichte kreiert.
    Copy and paste

  7. #236
    Avatar von sanukk

    Registriert seit
    08.10.2011
    Beiträge
    12.780
    Zitat Zitat von kalabau Beitrag anzeigen
    Deutsches Recht:
    Ist das Flugticket und der Voucher ausgestellt gilt die AGB.

    Hast du noch deine Fingernägel.
    Ich mein wg. den Geschichten die du dir aus den Selbigen saugst.
    Baba-Babo, würde ein Thai sagen.


    Hier ein Versuch, Deine Einsichtsfähigkeit zu erhöhen:

    "
    Spielt die Shop-Software verrückt und zeigt fälschlich zu niedrige Preise an, oder hat ein Mitarbeiter irrtümlich falsche Preise ins System eingegeben, so können Kunden (vermeintlich) Riesenschnäppchen machen. Über Social Media verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer, der Shop wird über Nacht praktisch leer gekauft. Doch Online-Händler, die schnell und geschickt reagieren, können bei solchen und anderen Pannen größere Schäden abwenden, so dass es nicht zum Ruin des Webshops kommen muss. Die IT-Recht Kanzlei erklärt, was zu tun ist, und gibt Handlungstipps.
    Inhaltsverzeichnis



    I. Verhinderung unfreiwilliger Schnäppchen

    Es passiert immer wieder und stets gibt es nicht nur schlechte Publicity, sondern auch juristische Scharmützel: Durch einen Software-Fehler werden eine Zeit lang Waren im Webshop oder bei eBay vermeintlich zu Hammer günstigen Preisen angeboten. Dabei ist alles nur ein Versehen. Aufgrund der steigenden Komplexität der Technik, insbesondere der Shop-Software und ihrer Schnittstellen, können derlei Fehler auftreten. Webshop-Betreiber trifft dabei häufig gar kein Verschulden, dennoch droht ein großer finanzieller Schaden. Online-Händler sollten daher dafür sorgen, dass eine solche Panne nicht zum finanziellen Ruin und damit vielleicht sogar zum Aus des Webshops führt.
    II. Was tun bei fehlerhaften Preisen im Internet?

    1. Kaufverträge rechtzeitig anfechten

    Werden Preise in einem Webshop falsch angezeigt, entweder weil sie von einem Mitarbeiter falsch eingegeben worden sind oder weil eine Software eine Panne hat, durch die richtig eingegebene Preise im Webshop falsch dargestellt werden, kann der Online-Händler die mit diesen Preisen abgeschlossenen Kaufverträge anfechten. Dies bedeutet, er muss die betroffenen Verträge nicht erfüllen, also keine Lieferungen vornehmen. Wichtig dabei ist, dass der Händler zügig reagiert, denn das Gesetz sieht in § 122 Absatz 1 BGB vor, dass der Betroffene die Anfechtung unverzüglich, d. h. ohne schuldhaftes Zögern gegenüber dem Vertragspartner erklären muss, damit er sich vom Vertrag lösen kann. Eine besondere Form ist für die Anfechtungserklärung jedoch nicht vorgesehen, sie kann daher etwa auch per E-Mail gegenüber dem Vertragspartner erfolgen.
    2. Den Anfechtungsgrund nachweisen können

    Zu beachten ist, dass der Anfechtende das Vorliegen des Anfechtungsgrundes im Zweifelsfalle beweisen muss. Denn das Anfechtungsrecht besteht nur dann, wenn der Erklärende sich bei Abgabe seiner Willenserklärung tatsächlich geirrt hat. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Erklärende sich bei der Eingabe von Daten (wie etwa den Produktpreisen) in die EDV vertippt hat (sog. Erklärungsirrtum) oder in der Produktbeschreibung irrtümlich Eigenschaften der Ware angibt, die sie tatsächlich gar nicht hat (sog. Eigenschaftsirrtum). Das Anfechtungsrecht besteht hingegen nicht, wenn den Händler bloß reut, dass er das Produkt so günstig angeboten hat. Übrigens können auch Käufer anfechten, wenn sie sich bei Abgabe ihrer Willenserklärung geirrt haben. Dabei berechtigt aber bei weitem nicht jeder Irrtum zur Anfechtung. Keine Anfechtungsmöglichkeit besteht etwa dann, wenn der Käufer sich über Umstände geirrt hat, die mit dem Kaufvertragsschluss selbst nichts zu tun haben, beispielsweise wenn der Käufer eines Buches angenommen hat, das Buch würde seiner Frau als Geburtstagsgeschenk gefallen, obwohl sie es tatsächlich überhaupt nicht mag (sog. unbeachtlicher Motivirrtum).

    1. Zulässige Anfechtungsgründe

    a. Irrtümliche Eingaben von Preisen ins Shop-System

    • Eine Anfechtung zugelassen hat das OLG Stuttgart (Beschluss vom 12.7.2006, Az. 12 U 91/06), weil in dem zugrunde liegenden Fall die Preisangabe von 54 Euro im Internet für ein vollkommen unstreitig deutlich wertvolleres Auto so offensichtlich auf einen Irrtum zurückzuführen sei, dass ein Anfechtungsgrund ohne weiteres anzunehmen sei.
    • Das OLG Oldenburg (Urteil vom 27.9.2006, Az. 4 U 25/06) sah einen zur Anfechtung berechtigenden Erklärungsirrtum im Sinne des § 119 Absatz 1 BGB als gegeben an, wenn ein eBay-Verkäufer laut eigener Aussage ein Auto, das er parallel auf einer – über die Artikelbeschreibung von eBay verlinkten – anderen Webseite zu einem Verkaufspreis von 15.000 Euro angeboten hat, aus Versehen zu einem Startpreis von 1.000 Euro statt 10.000 Euro für eine Auktion bei eBay einstellt.
    • Dasselbe gilt laut LG Konstanz (Urteil vom 02.09.2003, Az. 4 O 134/03), wenn der Online-Händler irrtümlich meint, dass das Komma bei der Eingabe des Preises durch einen Punkt und nicht durch ein Komma eingetippt werden müsse, dadurch aber der Preis tatsächlich falsch in das Shop-System eingegeben wird. Ganz generell sind Online-Händler anfechtungsberechtigt, wenn sie sich bei Eingabe der Warenpreise in das Shop-System vertippen (Urteil des AG Lahr vom 21.12.2004, Az. 5 C 245/04). Allerdings muss der Betroffene nachweisen, dass der Fehler tatsächlich während der Erklärungshandlung – also während der für den Verkauf relevanten Willenserklärung – geschehen ist (Urteil des AG Bremen vom 05.12.2012, Az. 23 C 0317/12), und nicht etwa danach oder davor.
    • In eine ähnliche Richtung geht u. a. das AG Bremen (Urteil vom 25.05.2007, Az. 9 C 142/07), das im Falle des Sofort-Kaufens eines werthaltigen Artikels bei eBay zum Preis von 1,00 Euro typischerweise von einem Erklärungsirrtum des Verkäufers i. S. d. § 119 Absatz 1 BGB ausgeht, da nicht davon auszugehen sei, dass der Verkäufer den Gegenstand praktisch herschenken will, sondern wohl vielmehr eine Auktion zum Startpreis von 1,00 Euro beginnen wollte, zumal ansonsten die eBay-Kosten höher ausfallen würden als der dadurch erzielte Kaufpreis, so dass der Verkäufer am Ende sogar Verlust machen würde (in diese Richtung auch das AG Kassel, Urteil vom 23.04.2009, Az. 421 C 746/09).

    b. Falsche Preisangaben aufgrund von Softwarefehlern

    • Möglich ist eine Anfechtung nach §§ 119 Absatz 1, 120 BGB zudem dann, wenn bei der automatisch generierten elektronischen Auftragsbestätigung per E-Mail aufgrund eines Fehlers eines (externen) Dienstleisters das Komma bei der Preisangabe um zwei Stellen zum Nachteil des Händlers verrutscht (Urteil des OLG Hamm vom 12.01.2004, Az. 13 U 165/03).
    • Dasselbe gilt, wenn der Kaufpreis, zu dem der Online-Kunde bestellt, infolge einer Formeländerung in der Software des Software-Providers niedriger dargestellt wurde, als er tatsächlich war (Urteil des OLG Frankfurt vom 20.11.2002, Az. 9 U 94/02).
    • In dieselbe Richtung das LG Düsseldorf (Urteil vom 23.02.2007, Az. 22 S 307/06), das bei falschen Preisangaben, die auf einem Systemfehler in der Software beruhen, eine Anfechtung wegen Erklärungsirrtums gemäß § 119 Absatz 1 BGB für möglich hält; handelt es sich hingegen um einen sog. offensichtlichen Kalkulationsirrtum, konnte der Online-Kunde also ohne weiteres erkennen, dass es sich um einen fälschlich zu niedrigen Preis handelt, so könne sich der Kunde wegen rechtsmissbräuchlichen Verhaltens erst gar nicht auf den Vertrag berufen; er kann also bereits deshalb keine Lieferung der Ware verlangen.

    c. Widersprüchliche Preisangaben im Webshop

    Einen zur Anfechtung berechtigenden Inhaltsirrtum nach § 119 Absatz 1 BGB nahm das LG Stuttgart (Urteil vom 21.12.2007, Az. O 317/07) an, wenn ein Anbieter bei eBay dem Kunden objektiv zwei unterschiedlich hohe Preise für die Ware nennt, nachdem mittels der Sofort-Kaufen-Funktion wegen Nichterreichens des vom Verkäufer angegebenen Mindestpreises kein Kaufvertrag zustande gekommen war. Dies gilt allerdings nur dann, wenn der Anbieter nicht wusste, dass dem Kunden aufgrund des eBay-Systems die Ware dann zum Sofort-Kaufen zu dessen (möglicherweise sehr geringen) Gebot angeboten wird; wegen des dann im Raum stehenden offenen Einigungsmangels, also der fehlenden vertraglichen Einigung zwischen den beiden Kaufvertragsparteien, sei ggf. sogar überhaupt kein Kaufvertrag geschlossen worden.
    d. Besonderheiten bei eBay

    • Kein gesetzlicher Anfechtungsgrund, jedoch trotzdem ein Grund zur vorzeitigen Beendigung einer eBay-Versteigerung besteht nach Ansicht des LG Bonn (Urteil vom 5.6.2012, Az. 18 O 314/11), wenn die zu verkaufende Ware entweder nach Vertragsschluss beschädigt wird oder eine bereits vor Vertragsschluss bestehende Beschädigung dem Verkäufer erst nach Vertragsschluss auffällt. Insoweit seien die AGB von eBay, die bestimmen, unter welchen Umständen eine Angebotsrücknahme zulässig ist, nicht bloß als Verweis auf das gesetzliche Anfechtungsrecht zu verstehen; vielmehr würden sie diese für Verkäufe auf der eBay-Plattform erweitern.
    • So sieht das auch das AG Bremen (Urteil vom 05.12.2012, Az. 23 C 0317/12), das den Abbruch eines Verkaufs bei eBay im Falle des Verlustes, der Beschädigung oder anderweitigen Nichtverfügbarkeit der Ware ohne Verschulden des Verkäufers für berechtigt und damit zulässig hält.
    • Diese Sichtweise bestätigt der BGH (Urteil vom 08.06.2011, Az. VIII ZR 305/10) für den Fall, dass die Ware gestohlen worden ist. Die AGB von eBay seien so zu verstehen, dass ein Verkäufer an sein Angebot nicht nur dann nicht mehr gebunden ist, wenn ein gesetzliches Anfechtungsrecht i. S. d. § 119 BGB vorliegt, sondern auch wenn andere Gründe gegeben seien, die von Gesetzes wegen eine Angebotsrücknahme rechtfertigen, etwa im Falle des Diebstahls.
    • Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die allerneuste Rechtsprechung des BGH zu Irrtürmern bei eBay-Geschäften, die zur Anfechtung berechtigen. Nach der Rechtsprechung des BGH ist ein eBay-Anbieter bereits dann nicht mehr an sein Angebot gebunden, wenn ein Anfechtungsgrund i. S. d § 119 BGB – also ein Erklärungs-, Inhalts- oder Eigenschaftsirrtum – alleine schon vorliegt (Urteil vom 08.01.2014, Az. VIII ZR 63/13). Einer fristgemäßen Anfechtungserklärung bedarf es demnach bei Abbruch von eBay-Verkäufen nicht, so dass es keine Rolle spielt, wie und wann sich ein Anbieter, der sich beim Start einer eBay-Auktion geirrt hat, gegenüber dem Bietenden nach Abbruch des eBay-Verkaufs äußert. Dies gilt allerdings nur für solche eBay-Geschäfte, die auf Grundlage der gegenwärtigen AGB von eBay über die eBay-Plattform geschlossen werden.

    e. Anfechtungsmöglichkeiten des Käufers

    • Ein Anfechtungsgrund wegen Irrtums über eine verkehrswesentliche Eigenschaft i. S. d. § 119 Absatz 2 BGB besteht für den eBay-Käufer laut LG Hagen (Urteil vom 12.11.2007, Az. 4 O 264/07), wenn sich der Käufer über die Person des Verkäufers irrt, weil er fälschlich der Meinung ist, der Kontoinhaber sei der Anbieter der Ware, obwohl tatsächlich eine andere Person – etwa der Lebenspartner des Kontoinhabers – Verkäufer und auch Eigentümer der Kaufsache ist. Einem Käufer steht zudem ebenfalls dann ein Anfechtungsrecht zu, wenn in der Produktbeschreibung des Verkäufers bei eBay oder in einem sonstigen Webshop ein von der Realität abweichendes Foto von der Ware enthalten ist (Urteil des AG Dresden vom 29.04.2005, Az. 103 C 10078/04).
    • Ebenfalls anfechtungsberechtigt wegen eines Erklärungsirrtums nach § 119 Absatz 1 BGB ist ein Käufer, der bei einer sog. Live-Auktion eines Auktionshauses aus Versehen auf einen Button klickt, durch den man automatisch und ohne weitere Bestätigung in einem Zwischenschritt ein um 10.000 Euro höheres Gebot – beispielsweise für ein Kunstwerk – abgibt; rechtlich zweifelhaft ist dabei jedoch, ob dies überhaupt schon ein wirksames Gebot darstellt (Beschluss des OLG Koblenz vom 24.6.2011, Az. 2 U 37/11).
    • Schließlich besteht nach Ansicht des BGH (Urteil vom 15.2.2017, Az. VIII ZR 59/16) auch dann ein Anfechtungsrecht des Käufers wegen eines Inhaltsirrtums nach § 119 Absatz 1 BGB, wenn der Händler bei eBay im Rahmen der Sofort-Kaufen-Funktion zwei unterschiedliche Preise angegeben hat, indem er beispielsweise einen Sofort-Kaufen-Preis von EUR 100,- angibt und in der weiteren Artikelbeschreibung deutlich hervorgehoben ausführt, es gelte entgegen dieser ersten Angabe ein Sofort-Kaufen-Preis von EUR 2600,-, und der Käufer dies bei Abgabe seiner Vertragserklärung durch Klicken auf den Sofort-Kaufen-Button übersehen hat, also von einem Angebot in Höhe von EUR 100,- ausging.

    2. Keine zulässigen Anfechtungsgründe

    ...
    • ...
    • Dasselbe gilt laut LG Berlin (Urteil vom 16.04.2004, Az. 36 O 488/03), wenn der irrtumsbedingte Fehler dem Verkäufer lediglich bei der Vorbereitungshandlung für die später abzugebende Willenserklärung geschieht, beispielsweise bei der Erstellung einer Preisliste, die zu einem späteren Zeitpunkt zur Grundlage der Preisangaben in einem Webshop werden soll. Handelt es sich dabei hingegen um die letzte „menschliche Entscheidung“ bevor der Vertragsschluss automatisiert im Internet erfolgt, so sei dies nicht als Fehler in der Vorbereitungshandlung zu sehen, sondern als Fehler im Willensbildungsprozess selbst, der dann grundsätzlich zur Anfechtung berechtigt (Urteil des AG Lichtenberg vom 12.01.2007, Az. 14 C 218/06). Etwas anders dann später der BGH (Urteil vom 26.01.2005, Az. VIII ZR 79/04), der zumindest in den Fällen, in denen ein Mitarbeiter des Verkäufers die Preise zunächst richtig ins Shop-System eingegeben hat, diese dann aber später durch einen Fehler in der Software falsch gegenüber dem Kunden angezeigt werden, ebenfalls keinen Fehler im Vorbereitungsstadium, sondern unmittelbar bei Abgabe der Willenserklärung des Verkäufers sieht, der zur Anfechtung berechtigt.
    • ´´

    c. Bekannte Fehler berechtigen nicht zur Anfechtung

    Ebenfalls kein Anfechtungsrecht besteht, wenn ein Online-Händler bereits bei Abgabe der Annahmeerklärung bezüglich des Kaufvertrags weiß, dass das Auto-Replay-System des Webshops falsche (aus Sicht des Händlers: zu niedrige) Preise ausgibt und dem Kunden gegenüber bestätigt, er aber trotzdem nichts dagegen unternimmt, sondern das Shop-System weitere Kaufverträge schließen lässt (Urteil des AG Fürth vom 11.08.2009, Az. 360 C 2932/08).
    .......3. Anfechtungserklärung

    Nach § 143 BGB muss die Anfechtung dem Vertragspartner gegenüber erklärt werden, damit sie wirksam ist. Welche Hürden stellt die Rechtsprechung hierfür auf?

    • Das OLG Oldenburg (Urteil vom 27.9.2009, Az. 4 U 25/06) hielt es für eine hinreichende Anfechtungserklärung, wenn ein eBay-Verkäufer gegenüber dem Käufer angibt, bei der Preisangabe sei ein Fehler geschehen und dieser liege nicht bei ihm, sondern bei eBay.
    • Keine hinreichende Anfechtungserklärung liegt hingegen laut LG Berlin (Urteil vom 21.05.2012, Az. 52 S 140/11) vor, wenn der Verkäufer zwar gegenüber dem Kunden mitteilt, bei der Preisangabe im Webshop habe er einen Fehler gemacht, dann allerdings durch Nachverhandlung über den Preis gerade nicht deutlich genug macht, sich wegen des Irrtums tatsächlich von dem Rechtsgeschäft insgesamt und vollständig lösen zu wollen.
    • Etwas anders noch früher das LG Konstanz (Urteil vom 02.09.2003, Az. 4 O 134/03), dass es als Anfechtungserklärung genügen ließ, wenn der Verkäufer dem Käufer mitteilt, dass der richtige Preis für die angebotene Ware 13.000 Euro und nicht 13 Euro betrage, wie jedoch wegen eines Kommafehlers bei der Eingabe des Kaufpreises tatsächlich dem Käufer gegenüber angezeigt worden war. Mittlerweile ist diese Sichtweise vom BGH (Urteil vom 15.2.2017, Az. VIII ZR 59/16) bestätigt worden, der für eine Anfechtungserklärung genügen lässt, wenn der Anfechtende nach den Umständen erkennen lässt, dass dass Rechtsgeschäft rückwirkend wegen eines Willensmangels beseitigt werden soll. Dabei kann die Anfechtungserklärung auch darin liegen, dass der Anfechtende zwar an dem Kaufvertrag als solchen festhalten will, aber zu einem anderen, deutlich niedrigeren Kaufpreis, den er für vertraglich vereinbart hält. Das Insistieren auf die Vertragserfüllung zu den anderen, für den Käufer besseren Konditionen im Wissen um den vom Verkäufer geforderten, höheren Kaufpreis kann nach Ansicht des BGH als Anfechtungserklärung verstanden werden.

    4. Anfechtungsfrist

    Nach § 121 BGB muss eine irrtumsbedingte Anfechtung unverzüglich, d. h. ohne schuldhaftes Zögern erklärt werden.

    • Im Internethandel hält das OLG Hamm (Urteil vom 12.01.2004, Az. 13 U 165/03) hierfür eine Frist von vier Tage jedenfalls für ausreichend.
    • Noch großzügiger ist das LG Berlin (Urteil vom 20.07.2004, Az. 4 O 293/04), das auch eine Frist von zwei Wochen für noch ausreichend hält, weil der Anfechtende die Zeit haben sollte, ggf. Rechtsrat einzuholen; ein Monat sei jedoch zu lange (in eine ähnliche Richtung das LG Koblenz, Urteil vom 28.07.2011, Az. 9 O 353/10). Auch das AG Lichtenberg wiederum hält Erklärungen binnen zwei Wochen für grundsätzlich unverzüglich i. S. d. § 121 Absatz 1 BGB und damit fristwahrend (Urteil vom 12.01.2007, Az. 14 C 218/06).
    • Das AG Hamburg-Barmbek (Urteil vom 03.12.2003, Az. 811B C 61/03) hält hingegen eine Frist von zehn Tagen für nicht ausreichend, jedenfalls im Falle eines Großunternehmens, das deutlich schneller reagieren könne; zudem müsse sich der Anfechtende über die schnellstmögliche Übermittlungsart bei seinem Vertragspartner melden, also etwa per E-Mail und nicht per Briefpost, falls möglich.

    5. Kein wirksamer Kaufvertrag bei rechtsmissbräuchlichem Verhalten des Kunden

    • Nicht einmal eines Anfechtungsgrundes bedarf es laut OLG München (Beschluss vom 15.11.2002, Az. 19 W 2631/02), wenn bei einer Flugbuchung im Internet Seitens des Anbieters ein so günstiger Preis angezeigt wird, dass dies der Kunde schon nicht als rechtsverbindliches Buchungsangebot auffassen kann. Bucht ein Kunde dennoch, könne er sich wegen rechtsmissbräuchlichen Verhaltens gemäß § 242 BGB nicht auf die Wirksamkeit der Buchung berufen, hat also keinen Anspruch auf die Leistung. In dieselbe Richtung geht das LG Konstanz (Urteil vom 02.09.2003, Az. 4 O 134/03), das bei einer irrtümlich falschen Preisangabe des Verkäufers auf einer Auktionsplattform im Internet, durch das ein Auto für 13 Euro statt für 13.000 Euro angeboten worden ist, bereits keinen wirksamen Kaufvertragsschluss annimmt, da der Kunde hätte erkennen können, dass der Verkäufer das Auto nicht habe an einen Fremden praktisch verschenken wollen.

    .....
    • Regelmäßig ist eine Anfechtungserklärung binnen weniger Tage wohl als unverzüglich im Sinne des § 121 Absatz 1 BGB und damit rechtzeitig und fristwahrend anzusehen. Einige Gerichte halten auch noch 14 Tage für zulässig, während zehn Tage teilweise als zu spät angesehen worden sind. Jedenfalls wer die Anfechtung binnen weniger Tage per E-Mail gegenüber dem betroffenen Vertragspartner erklärt, wahrt die Frist.

    IV. Richtig und schnell reagieren – konkrete Handlungstipps

    Am wichtigsten ist es, Pannen – wie beispielsweise falsche Preisangaben – möglichst frühzeitig zu erkennen, um darauf schnell und richtig reagieren zu können.
    Hierzu folgende Handlungstipps:
    1. Stopp weiterer Verkäufe aufgrund falscher Preisauszeichnungen

    Zunächst einmal sollte sichergestellt werden, dass es möglichst sofort zu keinen weiteren Bestellungen aufgrund der falschen Preisangaben oder sonstigen Pannen kommt. Somit müssen alle im Zusammenhang mit der Panne stehenden Verkäufe unmittelbar gestoppt werden.
    ....3. Vorsorgliche Anfechtung der ggf. schon geschlossenen Verträge

    Nichts desto trotz: Um etwaigen Rechtsstreitigkeiten mit uneinsichtigen und wenig verständnisvollen Kunden bereits im Vorfeld Wind aus den Segeln zu nehmen, sollten Verträge, die aus rechtlicher Sicht möglicherweise doch schon geschlossen worden sind, dringend vorsorglich angefochten werden. Händler können häufig in der gebotenen Eile nicht vollständig umreißen, ob sie in diesen Fällen juristisch gesehen bereits Kaufverträge mit ihren Kunden abgeschlossen haben oder nicht. Daher sollten sie den sichersten Weg wählen und vorsorglich die Anfechtung erklären." https://www.it-recht-kanzlei.de/anfe...ps-muster.html



    Auch Fluggesellschaften und/oder Veranstalter dürfen anfechten.

  8. #237
    Avatar von sanukk

    Registriert seit
    08.10.2011
    Beiträge
    12.780
    @ Kalabau ist abgetaucht!!! Weiss er nicht mehr weiter???

  9. #238
    Avatar von sanukk

    Registriert seit
    08.10.2011
    Beiträge
    12.780
    Zurück zum Thread:


    • China Southern


      14:15FRA
      19 St. 15 Min.

      2 Zwischenstopps CSX, CAN

      14:30+1BKK


      China Southern


      18:55BKK
      40 St. 15 Min.

      2 Zwischenstopps CAN, CSX

      06:10+2FRA





      13 Angebote ab394 €
    • China Southern


      10:15FRA
      19 St. 35 Min.

      2 Zwischenstopps AMS, CAN

      10:50+1BKK

      Teilweise von KLM betrieben

      China Southern


      18:55BKK
      40 St. 15 Min.

      2 Zwischenstopps CAN, CSX

      06:10+2FRA





      4 Angebote ab397 €
    • Air China


      20:00FRA
      25 St. 25 Min.

      1 Zwischenstopp PVG

      02:25+2BKK


      Air China


      19:35BKK
      16 St. 15 Min.

      1 Zwischenstopp PEK

      06:50+1FRA





      16 Angebote ab424 €
    • Air China


      20:00FRA
      25 St. 25 Min.

      1 Zwischenstopp PVG

      02:25+2BKK


      Air China


      18:20BKK
      17 St.

      1 Zwischenstopp CTU

      06:20+1FRA





      16 Angebote ab424 €
    • Air China


      20:00FRA
      25 St. 25 Min.

      1 Zwischenstopp PVG

      02:25+2BKK


      Air China


      01:00BKK
      22 St. 15 Min.

      1 Zwischenstopp PEK

      18:15FRA





      16 Angebote ab424 €
    • Air China


      20:15FRA
      17 St. 20 Min.

      1 Zwischenstopp PEK

      18:35+1BKK


      Air China


      19:35BKK
      16 St. 15 Min.


      1 Zwischenstopp PEK

      06:50+1FRA





      19 Angebote ab424 €
    • Air China


      20:15FRA
      17 St. 20 Min.

      1 Zwischenstopp PEK

      18:35+1BKK


      Air China


      18:20BKK
      17 St.

      1 Zwischenstopp CTU

      06:20+1FRA





      19 Angebote ab424 €

    • Air China


      20:15FRA
      17 St. 20 Min.

      1 Zwischenstopp PEK

      18:35+1BKK


      Air China


      01:00BKK
      22 St. 15 Min.

      1 Zwischenstopp PEK

      18:15FRA





      17 Angebote ab424 €
    • Air China


      13:55FRA
      23 St. 40 Min.

      1 Zwischenstopp PEK

      18:35+1BKK


      Air China


      19:35BKK
      16 St. 15 Min.

      1 Zwischenstopp PEK

      06:50+1FRA





      2 Angebote ab436 €
    • Air China


      13:55FRA
      23 St. 40 Min.

      1 Zwischenstopp PEK

      18:35+1BKK


      Air China


      18:20BKK
      17 St.

      1 Zwischenstopp CTU

      06:20+1FRA

  10. #239
    Avatar von Maenamstefan

    Registriert seit
    20.06.2005
    Beiträge
    4.936
    Das wäre mir zu lange, 17 (das würde gerade noch gehen) - 40 Stunden unterwegs...

  11. #240
    Avatar von sanukk

    Registriert seit
    08.10.2011
    Beiträge
    12.780
    Zitat Zitat von Maenamstefan Beitrag anzeigen
    Das wäre mir zu lange, 17 (das würde gerade noch gehen) - 40 Stunden unterwegs...
    Sehe ich auch so, aber es gibt Leute, denen macht das nichts aus. Hauptsache billig. Für 525,00 gibt es schon Direktflüge (11 Stunden) mit ThaiAirlines

Seite 24 von 46 ErsteErste ... 14222324252634 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Flugspecials für 2005
    Von PHUU-CHAAI im Forum Touristik
    Antworten: 542
    Letzter Beitrag: 16.10.05, 21:58
  2. Flugspecials for 04
    Von dawarwas im Forum Touristik
    Antworten: 787
    Letzter Beitrag: 06.03.05, 20:12
  3. Noch keine Flugspecials für 2005?
    Von EO im Forum Touristik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 10.11.04, 14:20
  4. Flugspecials for 05
    Von Jens im Forum Touristik
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 29.06.04, 21:32
  5. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 13.03.04, 07:48