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Deutsche Fluggesellschaften wollen Ticketabgabe voll weitergeben

Erstellt von Bajok Tower, 05.09.2010, 18:44 Uhr · 54 Antworten · 4.304 Aufrufe

  1. #1
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower

    Deutsche Fluggesellschaften wollen Ticketabgabe voll weitergeben

    Die deutschen Fluggesellschaften wollen ihre Kunden voll mit der soeben von der Bundesregierung beschlossenen Ticketabgabe belasten - allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das ergab eine Umfrage der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

    Deutsche Fluggesellschaften wollen Ticketabgabe voll weitergeben - Service - sueddeutsche.de

    Der Aufschlag wird nach Entfernung gestaffelt und in drei Stufen pro Fluggast erhoben. Für Inlandsflüge und europäische Kurzstrecken etwa nach Frankreich, Spanien oder Zypern sind es 8 Euro. In Stufe zwei, die Mittelstreckenziele wie Ägypten oder die Vereinigten Arabischen Emirate umfasst, sind es 25 Euro. Für alle weiter entfernten Ziele wie Fernreisen in die USA oder nach Thailand werden 45 Euro kassiert. Nach «FAS»-Berechnung können Tickets bis zu 55 Euro teurer werden, bei Kombination eines innerdeutschen Zubringerflugs (8 Euro plus Mehrwertsteuer) mit einem Interkontinentalflug (45 Euro).

    Laut «FAS» reicht die Lufthansa bei Tickets für 2011 und später die Luftverkehrssteuer seit Samstag an die Kunden durch, Germanwings voraussichtlich von diesem Montag an, Germania erst mit Beginn des Winterflugplans. Air Berlin und Condor wollten dagegen warten, bis das Gesetz voraussichtlich im November endgültig rechtskräftig ist. Tui und Tuifly arbeiteten noch an einer Umstellung ihres Buchungssystems. Unklar ist, ob diejenigen Kunden Glück haben, die noch vor der Umstellung gebucht haben. Die Zeitung zitiert einen Lufthansa-Sprecher mit den Worten: «Ob wir die entgangenen Steuern nachträglich von den Kunden einfordern, wird juristisch überprüft.»

    Die Billigflieger Ryanair und Easyjet wollen die Steuer dem Bericht zufolge nur zum Teil an ihre Kunden weitergeben. Ryanair erhebe die Gebühr nur für reguläre Tickets. Die günstigen Sonderangebote, die alle Steuern enthalten, würden hingegen nicht verteuert. Konkurrent Easyjet entscheidet nach Angaben eines Sprechers je nach Strecke und Flugzeitpunkt, ob und wie viel den Passagieren in Rechnung gestellt wird.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von jai po

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    Hat jemand etwas anderes erwartet! Also ich nicht.
    Als nächstes kommt die Kerosinsteuer, da ist man halt bei 1200 oder 1400€ pro Flug.
    Nur so wird das Geld in Deutschland bzw. Europa gehalten, und bringt es nicht in das böse Ausland :-D

  4. #3
    Avatar von Powermaxe

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    Wie sehen die neuen Regelungen denn genau aus? Sind die 45 Euro je Flugstrecke fällig? Was ist, wenn man im ausland bucht?
    Fragen über Fragen.

    Gruß

    Dieter

  5. #4
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Ich versuche zu verstehen wie die Typen in der Bundesregierung ticken. Sie denken wohl, die Deutschen fliegen viel und können sich Langstreckenflüge leisten, also tun 45 Euro nicht weh. Das ist offensichtlich die Logik.

  6. #5
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Die deutschen Fluggesellschaften wollen ihre Kunden voll mit der soeben von der Bundesregierung beschlossenen Ticketabgabe belasten.
    Dieses "wollen" heißt ökonomisch gesprochen, sie erwarten, dass sie damit Erfolg haben. Denn nicht jede Überwälzung einer neuen Steuer auf die nächste Einheit im Wirtschaftskreislauf gelingt. Etwa durch Ausweichsverhalten, durch Änderungen in der Nachfrage.

    Also sagt die Meldung schlicht aus: Den Fluggästen in D geht es einfach zu gut. Die werden das schon schlucken. Dass sich durch das Drehen an der Preisschraube für Auslandsflüge die Kosten für den Aufbau und Instandhaltung einer deutsch-ausländischen Ehe ständig erhöhen, wird da wenig interessieren. Gilt ohnehin als Luxus, den man vielleicht bald direkt besteuern wird. Otto Normalverbraucher braucht keine Thai Frau.

  7. #6
    Avatar von Joopi

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    Flugsteuer verunsichert die Branche

    Airline und Reiseveranstalter suchen hektisch nach Möglichkeiten, wie sie mit der Flugsteuer umgehen können. Innerdeutsch wird es teurer als angenommen.

    „Notfalls kassieren wir am Flughafen“, sagt ein Airliner. Diese Aussage zeigt, wie verunsichert die Branche ist. Den finanziellen Spielraum, die zusätzliche Abgabe selbst abzudecken, haben die Reiseunternehmen nicht. Die Flugabgabe für Ticketverkäufe und Flugpauschalreisen schon jetzt fällig wird, wenn die Reise im Jahr 2011 durchgeführt wird.

    Das Bundeskabinett hatte am 1. September einen Gesetzesentwurf beschlossen, nach dem Flüge mit 8, 25 oder 45 Euro belastet werden sollen. Für welche Länder welche Abgabe gilt, erfahren Sie in den folgenden Listen. Inlandsflüge sind stärker von der Flugabgabe betroffen als zunächst erwartet. Denn sie wird nur bei Abflügen in Deutschland fällig. Anders als bei Auslandsflüge werden also Hin- und Rückflug belastet. Zudem schlägt der Finanzminister noch die Mehrwertsteuer darauf.

    Ein innerdeutscher Returnflug wird folglich mit 19,04 Euro belastet.

    Bei Flügen in folgende Länder werden acht Euro fällig (in alphabetischer Folge):

    Algerien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Isle of Man, Italien, Kanalinseln (Alderney, Guernsey, Herm, Jersey, Sark), Kosovo, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Libyen, Malta, Marokko, Mazedonien, Ehem. Jugoslaw. Rep. Moldau, Montenegro, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russische Föderation, San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Tunesien, Ukraine, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Weißrussland, Zypern.


    Ein Flugabgabe in Höhe von 25 Euro gilt für folgende Länder:
    Afghanistan, Ägypten, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Bahrain, Benin, Burkina Faso, Côte d‘Ivoire, Dschibuti, Eritrea, Gabun, Gambia, Georgien, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Irak, Iran, Israel, Jemen, Jordanien, Karerun, Kap Verde, Kasachstan, Katar, Kirgisistand, Kuwait, Libanon, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Oman, Pakistan, São Tomé und Príncipe, Saudi-Arabien, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Togo, Tschad, Turkmenistan, Uganda, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate, Zentralafrikanische Republik.

    Für alle in den beiden Listen nicht genannten Länder sieht die Bundesregierung eine Flugabgabe in Höhe von 45 Euro vor.



    PS die EMIRATES hat schon Ihre Preise angepasst für Abfüge ab dem 1.Jan11

  8. #7
    Avatar von Joopi

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    ..da die LH beim IATA Verband bat die Zusatz Schaeuble & Bruederle Zuschlaege in die Reservierungssysteme zu implentieren............

    Zitat:
    ......Luftfahrt-Verband Iata beantragt hatte, über deren Clearing-House BSP in den Reservierungssystemen die Flugsteuer zu integrieren.

    Seitdem taucht bei Flugbuchungen für 2011 in der Textbox das Kürzel OY für die neue Flugsteuer auf. Allerdings nicht nur bei Lufthansa-Fluegen, sondern auch bei den Fluegen aller anderen BSP-Mitglieds-Airlines.

  9. #8
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Also sagt die Meldung schlicht aus: Den Fluggästen in D geht es einfach zu gut. Die werden das schon schlucken.
    Und, werden sie das etwa nicht brav tun? Werden sie etwa rebellieren und auf die Barrikaden gehen?

  10. #9
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Und, werden sie das etwa nicht brav tun? Werden sie etwa rebellieren und auf die Barrikaden gehen?
    Ja, sie werden es - hoffentlich, so die Erwartungen der Fluggesellschaften - tun. Als Kunde in einer Marktwirtschaft rebelliert man ja nicht, noch geht man auf Barrikaden - als Kunde bleibt man in solchen Situationen fern, ändert sein Nachfrageverhalten. Wie einst in der Hotellerie-Szene als dort die Preise explodierten.

    Aber wenn man hier liest, dass der Thailand-Flug der Inbegriff der Ferienwünsche von Vielen ist, dann wird halt klar, dass man sich die Mittel für die immer teurer werdenden Reisen (Steuern, Wechselkurse etc.) bei anderen Dingen anspart. Und kriegt man in D keine Frau ab, dann treiben einem die Hormone auch weiterhin nach Thailand.

  11. #10
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    - als Kunde bleibt man in solchen Situationen fern, ändert sein Nachfrageverhalten.
    Der Lebensqualität in Thailand würde eine Minimierung der Touristenzahlen vermutlich keinen Einbruch bescheren. Mir fällt das fernbleiben jedenfalls nicht leicht.

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