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China - VISA und Reisetips

Erstellt von habi, 27.07.2008, 12:51 Uhr · 16 Antworten · 1.374 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von habi

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    China - VISA und Reisetips

    Hallo Zusammen,

    Da ich den Verdacht habe daß meine Frage im anderen Thread von einigen nicht gelesen wird stelle ich mal als Threadstart die Frage nach Tips bezüglich China. Da ich
    ggf. über nen Freiflug nach China kann stelle ich mir die Frage wie das mit dem Visa abläuft. Habe gelesen daß man es persönlich bei der Botschaft oder in nem Konsulat beantragen muß. Geht das ggf. auch anders? Hat da hier jemand Erfahrung? Und gibts in China von Guangzhou aus Reisetips. Bin gerne ein paar Tage am Strand - aber auch andere Tips sind willkommen. Kann mir auch nen Kurztrip nach Phuket vorstellen. Bin maximal dann knapp 2 Wochen dort. Danke Euch schonmal vorab.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Taunusianer

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    Re: China - VISA und Reisetips

    Hi Habi,

    im Augenblick ist wg. der olympischen Spiele mit Problemen bei der Visa-Vergabe zu rechnen. Das wird sich aber wohl spätestens nach den Paralympis wieder ändern, da auch in China einige Regionen voll vom Tourismus abhängig sind. Das Visa besorgst Du Dir am besten über eine Firma, die sich auf Visa-Beschaffung konzentriert hat. Findest Du, wenn Du bei Google China und Visum eingibst. Die kümmern sich für einen ansich geringen Preis um Dein Visum. Normalerweise dauert das kaum eine Woche, mal von oben genannten Einschränkungen abgesehen.

    Auch ich habe meien China-Reise letztes Jahr mit Phuket komibniert. Bin von Hongkong aus mit der Dragonair dort runter geflogen. Lass Dir Hongkong nicht entgehen, wenn möglich.

    Desweiteren bietet sich die Provinz Guangxi mit den Städten Guilin und Yangshou traumhafte Landschaften.

    Ich stelle gleich nochmal einen Reisebericht hier ein, den ich letztes Jahr erstellt habe. Bei Fragen einfach melden.

    VG, Taunusianer

  4. #3
    Avatar von Taunusianer

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    Re: China - VISA und Reisetips

    Reisebericht:

    Zeit: knapp 3 Wochen (viel zu wenig!)

    Reisezeit: Anfang bis Mitte November

    Stationen: Hongkong - Macau - Shenzhen - Guilin - Yangzhou - Kunming - Lijiang - Dali - Kunming - Beijing - Shanghai (2,5 Stunden) -Hongkong

    Teil 1:

    Hongkong: Eine Stadt, die einen umhaut. Hochhäuser ohne Ende, dazwischen schöne Parks und unwahrscheinlich viel Grün. Nie wieder werde ich in Frankfurt von einer Skyline reden!; . Hongkong ist nicht nur Stadt, Hongkong ist: viel Land, Berge, Strand, ein wenig Asien, viel Europa, teuer, reich, super Nahverkehr mit Bussen, Metro(0,4-1€), Fähren(0,2€), Straßen- und Kabelbahnen (0,20€), Flughafentransfer mit Metro zw. 9-10€ (Same-Day-Return=gleicher Preis), Taxi/2km=1,5€; gigantische Luxus-Malls, hier hatte ich das lausigste Hostel für das meiste Geld (Mirador/NathanRoad/30€ ohne Fenster) während meiner gesamten Reise, aber wenigstens noch vernünftige Toiletten. Must-see: Viktoria Peak; Viktoria Park; Nathan Road; „Ned Kelly’s Last Stand“(Jazz-Kneipe/ St. Miguel=5€); Soho samt „Middle Level Escalator“; der gigantische Flughafen auf einer extra errichteten Insel; „Symphony of Light“ am Kowlooner Ufer, Shoppingcenter in Causeway Bay; Straßenschluchten auf Hongkong Island; . Essen: FastFood oder Fisch auf dem Temple Street Night Market (immer am Wochenende), Zahlungsmittel: Hongkong Dollar (1€/ca. 11HK$), Temperatur: angenehme 25°C. Einreise mit Reisepass.

    Achtung: Wer von China aus nach Hongkong einreist hat damit China faktisch verlassen. Deshalb braucht man für den Rückweg ein 2-fach-Visum. Gleiches gilt für Macau. Kostet aber mit 30€ lediglich 10€ mehr als ein Einfachvisum!





    Macau (Tagesausflug) mit der Turbojet-Fähre nach Macau in knapp 60 Minuten (18€); Auf jedenfall einen Abstecher wert; erster Eindruck: gigantische Casino-Hotelbauten. Das Bild wird im Augenblick dominiert vom riesigen futuristisch anmutenden „Grand Lisboa Casino“, das sich noch im Bau befindet,. schöne Kirchen (Ruine von St. Paul; St. Dominic und St. Lawrence)und eine alte Festung (Monte Fort); Tempelanlage A-Ma; alte portugisische Kolonialgebäude; Fernsehturm; Macau lässt sich sehr gut zu Fuss erkunden; im Vergleich zu Hongkong eine Oase der Ruhe; Essen: portugiesischer Eierkuchen; Busfahrt:ca. 0,20€ (Geld wird passend in eine Box beim Fahrer eingeworfen) Zahlungsmittel: HongkongDollar werden akzeptiert; Temperatur: angenehme 25°C.



    Shenzhen: Aufstrebende Wirtschaftsmetropole an der Grenze zu Hongkong mit inoffiziellen 10 Millionen Einwohnern. Shenzhen muss man sich nicht anschauen. Interessant wird die Stadt durch Ihren Flughafen. Flüge zw. Hongkong und China sind vergleichsweise teuer. Das lässt sich umgehen, in dem man seine Flüge nach Shenzhen verlegt. Hierher kommt man mit Bussen (9€/1,5h), der Bahn, oder sehr bequem auch mit der Fähre (ca. 20€/1h) wahlweise ab Kowloon, Hongkong Island, dem Hongkonger Flughafen oder Macau. Das erste mal chinesischen Boden unter den Füssen gehabt. Im Flughafenrestaurant gleich mit einer chinesischen Gepflogenheit konfrontiert worden, die einen die nächsten Wochen auf Schritt und Tritt verfolgen wird. Das Spucken. Wobei das so ausgedrückt gelinde gesagt untertrieben ist. Die Chinesen ziehen die Rotze scheinbar bis aus der Bauchhöhle möglichst geräuschvoll nach oben, und das bei jedem Anlass. Ob beim Essen oder in der Metro. Kein Problem. Selbst junge Madels, mortz aufgebrezelt sind sich dafür nicht zu Schade. Man lernt damit zu leben, aber es nervt irgendwo doch immerzu. Spez. in Beijing laufen wg. der olympischen Spiele derzeit „Erziehungsprogramme“ bei denen die Spucker mit 5€ Strafe belegt werden, und ihre Rotze wegwischen müssen. Gebracht hat es bisher in meinen Augen eher wenig.

    Zu den Flügen: Flüge lassen sich per Internet über ctrips.com oder elong.com buchen. Zum Teil haben lokale Buchungsagenturen noch bessere Preise, aber die muss man erstmal finden. Man kann in der Nebensaison auch einfach an den Flughafen fahren und direkt bei der Airline buchen. Unterwegs war ich mit China Southern, China Eastern und Sishuan Airline, die eigentlich alle Fluggeräte von Boeing und Airbus eingesetzt haben. Ich hatte da jetzt keine Sicherheitsbedenken gehabt. Zahlungsmittel: Yuan/RMB (1€/ca. 10Yuan)



  5. #4
    Avatar von Taunusianer

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    Re: China - VISA und Reisetips

    Shenzhen: Aufstrebende Wirtschaftsmetropole an der Grenze zu Hongkong mit inoffiziellen 10 Millionen Einwohnern. Shenzhen muss man sich nicht anschauen. Interessant wird die Stadt durch Ihren Flughafen. Flüge zw. Hongkong und China sind vergleichsweise teuer. Das lässt sich umgehen, in dem man seine Flüge nach Shenzhen verlegt. Hierher kommt man mit Bussen (9€/1,5h), der Bahn, oder sehr bequem auch mit der Fähre (ca. 20€/1h) wahlweise ab Kowloon, Hongkong Island, dem Hongkonger Flughafen oder Macau. Das erste mal chinesischen Boden unter den Füssen gehabt. Im Flughafenrestaurant gleich mit einer chinesischen Gepflogenheit konfrontiert worden, die einen die nächsten Wochen auf Schritt und Tritt verfolgen wird. Das Spucken. Wobei das so ausgedrückt gelinde gesagt untertrieben ist. Die Chinesen ziehen die Rotze scheinbar bis aus der Bauchhöhle möglichst geräuschvoll nach oben, und das bei jedem Anlass. Ob beim Essen oder in der Metro. Kein Problem. Selbst junge Madels, mortz aufgebrezelt sind sich dafür nicht zu Schade. Man lernt damit zu leben, aber es nervt irgendwo doch immerzu. Spez. in Beijing laufen wg. der olympischen Spiele derzeit „Erziehungsprogramme“ bei denen die Spucker mit 5€ Strafe belegt werden, und ihre Rotze wegwischen müssen. Gebracht hat es bisher in meinen Augen eher wenig.

    Zu den Flügen: Flüge lassen sich per Internet über ctrips.com oder elong.com buchen. Zum Teil haben lokale Buchungsagenturen noch bessere Preise, aber die muss man erstmal finden. Man kann in der Nebensaison auch einfach an den Flughafen fahren und direkt bei der Airline buchen. Unterwegs war ich mit China Southern, China Eastern und Sishuan Airline, die eigentlich alle Fluggeräte von Boeing und Airbus eingesetzt haben. Ich hatte da jetzt keine Sicherheitsbedenken gehabt. Zahlungsmittel: Yuan/RMB (1€/ca. 10Yuan)


    Guilin: Städtchen mit 670000 Einwohnern am wunderschönen Li-Fluss. Wird von den meisten Touristen nur als Durchreisestation ins nahe gelegeneYangshuo genutzt. Es lohnt sich aber durchaus, hier für ein paar Tage abzusteigen. Das hier über 600000 Menschen leben drängt sich nicht unbedingt immer auf. Aber aufgrund der großen Entfernungen empfiehlt es sich, ein Fahrrad für die Erkundung auszuleihen (1-2€/Tag). Da es viele Radwege gibt, ist das auch kein Problem. Die vielen elektrogetriebene Roller kann man leider nicht leihen. Überhaupt ist es für Ausländer nicht so ohne weiteres möglich, Autos oder Mopeds zu leihen. Weniger streng wird das höchstens in touristischen Gegenden wie z.B. Yangshuo gesehen.
    Sehenswert in Guilin ist auf jedenfall die „Reed Flute Cave“ eine Tropfsteinhöhle etwas außerhalb von Guilin und mit dem Fahrrad erreichbar (6€ Eintritt), der alte Kaisertempel „Wang Cheng“ mit dem 152m hohen Karstberg, den man schweißtreibend besteigen kann. Man hat von dort einen tollen Blick über Guilin. Weitere Attraktion ist der „Xiangbi Shan“ mit dem Elefanten-Rüssel-Berg direkt am Li-Fluss, der so heißt, da es aussieht, als ob ein Elefant aus dem Fluss trinken würde.
    Was auffällt, hier und in fast allen anderen Teilen Chinas, ist, dass es sehr sauber ist. Fast überall wird Personal eingesetzt, und die Straßen und Bürgersteine zu reinigen, die auch jeder Zigarettenkippe hinterher jagen. Außerdem hat mich überrascht, dass es in China Müllrecycling sowie einen Pfand auf Plastikflaschen und Dosen gibt, die dann auch von vielen gerne gesammelt werden. Das geknattere von Mopeds vernimmt man hier kaum, da die meisten Roller über einen Elektroantrieb verfügen. Gut, solange die Chinesen noch auf stinkende Kohlekraftwerke setzen, nur ein halbherziger Ansatz.
    Abends empfiehlt sich ein Ausflug auf den Nachtmarkt auf der Hauptstraße Zhongshan Zhonglu, das Wasserschausiel am Waterfall-Hotel (Central Square) zu klassischer Musik sowie ein Besuch auf der Touristen-Meile Zhengyang Lu mit vielen Restaurants, Geschäften und Discos. Unterkunft: Das sehr empfehlenswerte Guilin Flowers Youth Hostel (Doppelzimmer 9€). Sehr freundliche Mitarbeiter. Leider ist es nur sehr schwierig zu finden. Essen: Reis mit Gemüse und Huhn an einer Straßenküche inkl. Bier für 1€;. Flug Shenzhen-Guilin 60€; Flughafentransfer mit Bus: 2€; Taxi 0,70€/2km; Temperatur: ca. 20°C

    Lohnenswerte Ausflugsziele: Longsheng Reisterrassen. Hier wurden von Menschenhand unzählige Reisterrassen in den 800 Meter hohen Berge angelegt, durch die man stundenlang wandern, und sich auch leicht verlaufen kann. Bewirtschaftet werden diese von unterschiedlichen ethnischen Minderheiten, die zum Teil auch heute noch Ihre Traditionen pflegen. Oftmals einfach deshalb, weil dadurch einiges an Geldern der Touristen hier hängenbleibt. Ich habe mich einer Reisegruppe für die Longsheng-Tour angeschlossen. 13€ für Transfers und Eintritt.



  6. #5
    Avatar von Taunusianer

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    Re: China - VISA und Reisetips

    Yangshuo: Yangshuo ist ein sehr touristisch geprägtes Städtchen, und das hat seinen Grund in der wirklich traumhaften Landschaft, geprägt durch den Li-Fluss, sowie seine Seitenarme, unzählige steilaufragende Karstberge, auf die es zum Teil Wege gibt, so dass man den Blick aufs wunderschöne Umland genießen kann, so wie die weitreichenden Reisfelder. In der Stadt, in der es nur so wimmelt an Restaurants, Pubs, Hostels und Diskotheken (Rund um die Xi Jie). Wer hier Ruhe sucht, sollte sich schnell aufs Rad setzen, und die Stadt verlassen. Trotzdem: Die Gegend ist ein Highlight jeder Chinareise.

    Was einem hier wie an allen anderen Orten in China, die für irgendwelche Sehenswürdigkeiten auffällt, sind die Unmengen an Reisegruppen. Und zu meiner Überraschung handelt es sich dabei zu über 90% um junge und alte Chinesen, die fast ausschließlich in Gruppen reisen. Immer einen Führer mit Fähnchen dabei, dem sie vom Frühstück bis zu Abendessen folgen. Selbstverständlich ist es für chinesische Reisegruppen, dass man auf andere Reisende keine Rücksicht nehmen muss. Selbst in engsten Gassen wird auf egoistische Weise der Durchgang versperrt., oder entgegenkommende Gruppen lassen einem keine Möglichkeit vorbeizukommen, und erwarten förmlich, dass man einen Bogen um sie macht. Nach wenigen Tagen habe ich da meine Hemmungen über Bord geworfen, und bin diesen Gruppen genauso ignorant begegnet, was dem ein oder anderen kleinen Chinesen bei knapp 2 Metern Körpergröße meinerseits erstmal einen Schrecken eingejagt hat. *g*. Oft habe ich mich gefragt, warum die Chinesen den selbst im eigenen Land nicht ohne solch durchorganisierte Touren auskommen, und es halt einfach mal als Individualtourist wie ich versuchen.
    Deutlich wird aber auch, dass es in China mittlerweile einen breiten Mittelstand gibt, der es zu einem gewissen Wohlstand gebracht hat. Inkl. modernem Cityappartement mit allem drum und dran, einem netten Mittelklassewagen, am liebsten von VW, und reisen in die angesagten Gebiete Chinas. Interessant ist auch, dass es grade eine Diskussion gibt, dem Chinesen mehr freiverfügbaren bezahlten Urlaub zur genehmigen. China bekommt bei einem galoppierendem Wirtschaftswachstum langsam Luxusprobleme!
    Zurück zu Yangshuo: Gewohnt habe ich eine einem einfachen familiengeführten Hostel für 5€ die Nacht. Erstmals mit den chinesischen Toiletten konfrontiert (Loch im Boden, aber wenigstens eine Spülung), auf die ich später noch zurückkommen werde. Sehenswert in der Stadt ist höchstens der Yangshuo Park mit dem besteigbaren Xilang-Berg. Verlässt man die Stadt mit dem Rad, kann man wirklich tagelang schöne Landschaften erkunden, und begegnet auch schnell keinem Touristen mehr, wenn man mal die breiteren Wege verlässt. Erwähnen will ich an dieser Stelle nur mal den Moon-Hill mit Loch in der Mitte, die schönen Brücken am Yulong River, sowie die vielen kleinen einfachen Dörfer im Umfeld. Ein Montainbike ist bei dem holprigen Gelände aber von Vorteil

    Ausflüge in die Region: Xingping. Kleines Städtchen am Li-River. Von hier aus lohnen sich Ausflüge auf kleinen Bambus-Booten auf dem Fluss, dessen Ufer von den steilen Bergen gesäumt sind. Der Markt dort ist ebenfalls sehenswert. Dem Taschendieb, der sich an meinem Rucksack zu schaffen machte, konnte ich zum Glück noch zu verstehen geben, dass der das besser lassen sollte. Ein wenig Vorsicht ist also immer geboten, wobei ich China al s absolut sicheres Reiseland bezeichnen würde. Ich habe mich niemals bedroht, geneppt, oder sonst wie betrogen gefühlt. Lediglich alleinreisende Männer will ich schon mal vor einem schon älteren Trick warnen, dem aber wohl immer noch viele auf den Leim gehen, aber dazu mehr in meinem Beijing-Bericht.

    Weitere Aktivitäten: Kormoran-Fishing am Li-Fluss (der Vogel fängt den Fisch) am Abend, Nachtmarkt am der Busstation Yangshuo

    Busfahrt Guilin-Yangshuo 1,5€, Bus: Yangshuo-Xingping: 0,50€ Bootsfahrt von Guilin nach Yangshuo 33€ mit chinesicher Gruppe / 50€ mit westlichen Touristen. Kormoran-Fishing 4€ Essen: Fisch in chinesischem Straßenlokal: 3€ Temperaturen: Tagsüber angenehme 20°C Nachts recht kühl, zumal die Hotels meist keine Heizung haben.





  7. #6
    Avatar von Taunusianer

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    Re: China - VISA und Reisetips

    Kunming: Eine Stadt, über die es eigentlich nicht sonderlich viel zu berichten gibt. Aber grade das macht Sie auch reizvoll, da man hier mal eine 1-Millionen-Einwohner-Stadt abseits der vom Tourismus geprägten Infrastruktur kennenlernen kann. Das macht sich schon daran bemerkbar, dass man hier sein Englisch getrost vergessen kann. Abgesehen von den Studenten, die für reichlich Leben in den um den Uni-Campus gelegenen Restaurants und Cafes sorgen, wird einen kaum jemand verstehen. Auch mit englischen Karten in den Restaurants ist eher nicht zu rechnen. Selbst in meinem Hotel (Seagull Hotel am Green Lake Park 14€/Nacht; für das Geld schöne Zimmer) war Englisch absolute Fehlanzeige. Aber das was kein Problem. Irgendwie verständigt man sich schon.

    Sehenswürdigkeiten: Hauptsächlich ist da der „Green Lake Park“ zu nennen. Vormittags werden hier von den Chinesen die hunderte Seemöwen gefüttert, die deswegen nette Flugkunststücke vollbringen. Um den Park herum gibt es eine etliche Restaurants und auch kleine Pubs. Ansonsten wird Kunming im Zentrum hauptsächlich von einer Unmengen Klamotten- und Handy-Geschäften dominiert.

    Lohnenswerte Ausflugsziele in der Umgebung: Die Bergwelt des „Xi Shan“, eine halbe Bussstunde (1€) vor Kunming der mit kleinen Steinwäldern, dem sehenswerten „Dragon Gate Temple“ einer schönen Landschaft und einem tollen Blick auf den Diän Chi-See aufwartet, einige Tempel im Umland. 120km entfernt liegt der Steinwald von Shilin, den ich mir aber nicht angeschaut habe.

    Essen: Leckere Nudelsupper für 0.70€/ Flug Guilin-Kunming: 83€


    Zum Thema Sprach in China: Vor meiner Reise habe ich mir ein paar Wörter Chinesisch sowie chinesische Schriftzeichen beigebracht. Auf die Schriftzeichen musste ich eigentlich nicht zurückgreifen. Habe zwar immer mal wieder was wiedererkannt, was auch bei Toiletten (männlich/weiblich), Ausgängen und Bergen recht nützlich war, es wäre aber auch gut ohne gegangen. Wichtiger ist es, sich ein paar Begriffe wie Wasser, Bier, Reis, Tee etc sowie die Zahlen anzueignen. Auf die Schriftzeichen für die Zahlen kann man wieder verzichten, was aber recht brauchbar ist, ist die Art, wie die Chinesen mit den Fingern zählen ( von 1-10 mit einer Hand, gibt es hier zu sehen: http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Zahlen) Das hilft einem auf jedenfall weiter, da viele Preise in China einfach Verhandlungssache sind. Auch über Preise für Hotelzimmer kann man immer noch mal reden, und da beeindruckt es, wenn man mit ein paar chinesichen Wörtern auftrumpfen kann.

    Im Restaurants hat man oftmals Glück und bekommt Bilder von den Gerichten gezeigt. Andernfalls bleibt einem, wenn keine englische Karte vorhanden, nicht anderes übrig, als sich nach dem umzuschauen, was an den Nebentischen gespeisst wird, und dann mit dem Finger zu zeigen. Konnte mich meist auf meine Augen verlassen, was die Auswahl der Gerichte angeht.

    Taxi: In Hongkong ging es grade noch, mich auf Englisch zu verständigen. Ansonsten habe ich nicht einen einzigen Taxifahrer getroffen, der auch nur ein Wort Englisch verstanden hätte. In Beijing, wo die Taxifahrer wg. Olympia spez. geschult wurden (300 Wörter sollten die lernen) eine Fahrt zum „Summer Palace“ eine Hauptattraktion: Fehlanzeige. In Lijiang in die „Old Town“ der Besuchsmagnet schlechthin dort oben, und auch auf Verkehrsschildern so beschrieben: Fehlanzeige. So weiß ich jetzt wenigstens, das Flughafen „fei jii tchang“ heisst. Leider wird man nicht immer verstanden, wg. der schwierigen Betonung. Von daher ist es ratsam, einen Stadtplan oder Reiseführer im Taxi mitzunehmen, so dass man dem Fahrer das Ziel in chinesischen Schriftzeichen zeigen kann. Das hat zum Glück dann immer funktioniert.




  8. #7
    Avatar von Taunusianer

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    Re: China - VISA und Reisetips

    Lijiang: Ein absolutes Highlight meiner Chinareise, und absolutes „Must see“. Leider wissen dass auch andere. Von daher muss man sich hier auf ziemliche Touristenmassen einstellen. Im November kommt man noch sehr gut durch die unzähligen Gassen der Altstadt mit Ihren wunderschönen alten Gebäuden. Die Einheimischen, die zur Volksgrupper der besonders stolzen Naxi gehören, muss man aber deswegen nicht bedauern. Die haben sich glänzend auf den Tourismus eingestellt. Fast in jedem Haus sind Cafés, Hostels, bzw. Hotels oder Geschäfte untergebracht. Was hervorzuheben ist, wäre, dass hier nicht das übliche Einerlei Angeboten wird, sondern noch echte, schöne Handwerksware, die auch meist direkt in den Geschäften hergestellt wird. Und das zu günstigen Preisen. In Lijiang wird eine Art Kurtaxe in Höhe von 8€ erhoben. Die wird einmalig bezahlt an einer der Sehenswürdigkeiten. Ohne das dazugehörige Ticket, dass man aufbewahren muss, wird man manche Sachen, nicht sehen können.

    Mit dem Flieger ging es für lediglich 37€ von Kunming nach Lijiang. Die Busfahrt wäre mit knapp 20€ nicht wirklich günstiger gewesen, dafür aber um mehr als 8 Stünden länger. Am Flughafen fährt ein Bus für 2€ in die Stadt. Der Taxifahrer, der mich an den Rande der Altstadt bringen sollte, wollte mich aber erstmal nicht transportieren, weil er nix mit „oldtown“ anfangen konnte, aber dass hatten wir ja weiter oben schon.

    Die Altstadt von Lijiang ist Autofrei. Durch die Gassen würde aber auch keines passen, zumal die ignoranten chinesischen Reisegruppen ohnehin niemand passieren lassen. Schnell ist ein schönes Hostel für lediglich 5€ die Nacht gefunden, und ich bin auf der Piste, um die Stadt zu erkunden.

    Herz der Altstadt ist der „Old Market Square“. Zw. den unzähligen Touristen, die kaum in der Lage sind, mal ein Foto von Ihren Freunden zu machen, weil ständig jemand durch das Bild rennt (auch da muss man hier schnell jegliche Skrupel ablegen), tanzen von früh bis spät am Abend etliche (Ur-)alte Dorfbewohner Ihre traditionellen Tänze, und die Touris dürfen sich beteiligen beim Ringelrein. Das Spektakel kann man sich mit Lust Ewigkeiten betrachten.

    Weiter durch die Gassen, muss man nur mal etwas von den Hauptrouten abweichen, und schon ist man fast alleine mit den Bewohnern, und kann sich dem Charme der Stadt, mit den Gebäuden, den kleinen Bächen, die die Altstadt durchziehen und anderen Dingen hingeben. Fast immer im Blick, und dass ist ein weiteres optisches Highlight ist der 5500 Meter hohe „Jade Drachen Schnee Berg“, aber dazu später mehr.

    Am Nachmittag ging es zu Fuss in der herrlichen Parkanlage „Black Dragon Pool Park“ am Rande der Stadt. Auf dem Wege dorthin am Einzigen überlegensgroßen Mao-Denkmal vorbeigekomen, welches ich in China gesehn habe. Artig verneigt sich eine chinesische Reisegruppe vor Ihrem ehemals großen Führer, der hier immer noch eine Menge Anerkennung genießt. Gegen eine Gebühr von 3 Euro (daran, dass man für fast jeden Park Eintritt zu zahlen hat, hat man sich mittlerweile gewöhnt), kann man diese wundervolle Anlage mit Ihren alten Gebäuden, Tempeln und dem schönen See bewundern. Abends wird hier ein Lichterspektakel veranstaltet, dass ich mir aber nicht angeschaut hatte. Im Park liegt der „Elephant Hill“ (sieht aus der Entfernung recht entfernt wie ein Elefant aus) den man besteigen kann. Der Weg auf die Spitze (es gibt sogar 2 davon), kann man aber nur begehen, wenn man sich min. in einer 4-er Gruppe befindet. Aus Sicherheitsgründen heisst es. Der LP erzählt irgendwas von Dieben. Habe mich dann mit 3 Amis zusammen getan, und muss sagen, der Aufstieg lohnt auf jedenfall, und ist auch gleich Fitness-Programm.

    Am Abend droht leider ein anderer Horror: Restaurants und Lokale gibt es wie Sand am Meer. Um die Gunst der Kunden werbend, überbieten sich die Besitzer selbst. Jeder hat ein Programm, entweder Alleinunterhalter mit Gitarre (3 winzige Restaurants in Reihe, 3 Gitarrenschrammler, die versuchen, ihr nebenan mehr ins Sachen Lautstärke als in Sachen Qualität zu überbieten), oder folkloristische Einlagen á la Markt Platz, nur mit deutlich jüngeren Tänzerinnen begleitet zur Musik aus der Konserve, neben der ein startender Jumbo-Jet akustisch nicht ankommen würde. Man muss etwas suchen, um ein halbwegs ruhiges Plätzchen zum Dinner zu bekommen. Serviert werden hier übrigens auch häufig Kartoffeln, die in dem Hochlandklima wohl klasse gedeihen. Frische Erdbeeren waren auch verfügbar.

    Nächster Tag ging es auf besagten Schnee Berg mit dem Mini-Bus. Aber Achtung Falle. Den Buss, oder das Taxi mietet man für die Hin- und Rückfahrt (ca. 10€). Nicht so ich, weil ich nix wissen. Deshalb Stand ich am Nachmittag am Fuße des Berges, um mich herum ein ganzer Haufen Taxis und Busse, die aber alle darauf warteten, bis Ihre Passagiere wieder zurück kommen. Kein einziges freies Taxi. So bin ich auf dem Rückweg als Anhalter unterwegs gewesen, was aber aufgrund der Neugier bei den Chinesen fix geklappt hat. Wann sonst hat der Durchschnitts-Chinese schon mal die Möglichkeit mit einem „weißen Riesen“ auf Tuchfühlung zu gehen :-)

    Aber zurück zum Berg:
    Auf die Spitze führt eine Seilbahn. Für einmal Rauf und Runter sind 15€ fällig. Zusätzlich kann man warme Jacken mieten (3€) denn es geht in den Schnee auf bis zu 4680m, und da ist es halt kalt. Sauerstoff ist auch käuflich, wg. der dünnen Luft. Aber für einen halbwegs fitten Menschen nicht notwendig. Prinzipiell muss man mit Wartezeiten rechnen, da wohl jeder Chinese mal hier auf den Gipfel will. Trotzdem würde ich sagen es lohnt sich, die Sicht von dort oben ist atemberaubend, aber der Berg liegt auch öfters mal im Nebel. Für die 15€ kann man sich noch mehrere Sights in der Umgebung anschauen (Flüsse, Seen und künstlich erschaffene Wasserfälle, die einem fast nicht real vorkommen, so schön ist es dort zum Teil.)

    Was gibt es sonst noch zu sehen: Die bekannte Tigersprungschlucht 2 Stunden außerhalb von Lijiang,, das Naxi Orchester, dass die traditionelle Musik präsentiert, der alte Tempel „Wanggou Lou“. Einen Trip ins sagenumwogene „Shangri-La“ musste ich leider chanceln, da ein Wetterumschwung drohte, und es dort oben dann fraglich ist, ob Busse noch passieren können,








  9. #8
    Avatar von habi

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    Re: China - VISA und Reisetips

    @Taunusianer: Wahnsinn - Danke für die umfassenden Berichte. Werde das mal in den nächsten Tagen auf mich einwirken lassen. Erstmal muß ich klären ob meine Firma mich 2 Wochen wegläßt - dann vorab klären ob das mit dem Visa irgendwie problematisch werden könnte und dann klären ob ich meinen Freiflug passend einstzen kann. Aber all das scheint mir arg viel für 2 Wochen zu sein. Die ausgestaltung hat ja dann noch etwas Zeit. Leider ist gerade der Dragonairserver überlastet - wollte gerade mal testen wie teuer das ggf. werden würde. Der Sinn von diesen Visaagenturen besteht dann wohl darin das persönliche Erscheinen zu umgehen. Nochmal vielen Dank für Deinen Bericht - wenn ich buchen sollte melde ich mich bestimmt nochmal :bravo:

  10. #9
    Avatar von maphrao

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    Re: China - VISA und Reisetips

    Sehr netter Bericht und ein paar wirklich schöne Bilder. China scheint wirklich eine Reise wert zu sein.

  11. #10
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: China - VISA und Reisetips

    Sehr guter Bericht

    hatte mich von China eigentlich schon geistig verabschiedet als ich das letzte mal durchs Land gereist bin.
    damals hat es mir, bedingt durch Smog und Dreck das Land ganz shön verleidet, aber wenn ich diese Bilder sehe muß ich nochmal studieren. :-)

    Grüße
    Mandybär

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