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Cambodia, wie ich es mag

Erstellt von abstinent, 28.08.2005, 09:59 Uhr · 94 Antworten · 9.841 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von abstinent

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    Re: Cambodia, wie ich es mag

    Part 9:

    Schon gleich am Morgen des folgenden Tages geht es weiter in die Hauptstadt. Wir haben uns für den nun regelmäßig verkehrenden Airconbus entschieden, denn die gesamte Straße soll fertig sein - die Reisedauer wird mit 4 Std. veranschlagt. Welch ein Fortschritt! Vor nicht ganz 2 Jahren war das noch eine komplette Tagesreise.

    Per Mopedtaxi (2000 Riel) geht es vom Parrot Guesthouse zu Dritt mit Gepäck zum Busterminal in Battambang:



    Von hier gehen auch die Flußboote nach Siem Reap weg.



    Wir wundern uns über die zahlreichen Granattrichter und Einschußnarben an Häusern und in den Verglasungen der Geschäfte rundum:



    Die Busse sehen recht ordentlich aus, wenngleich ein teutonischer TÜV-Dude sich trotzdem die Haare ausreißen würde, und das Ding sofort zwangsstillegen würde:





    Aber hier haben solche Paragraphenreiter noch viele Jahrzehnte lang nicht das Sagen, und heutige Cambo-Busse weisen sogar schon Bremsen und Zulassungen auf. Einen Bus zuzulassen kostet übrigens genausoviel wie ein Moped, 5200 Riel - pro Jahr!

    Irgendwann erscheinen dann die Zubringerpickups mit ihren Passagieren, sofern diese die Schlaglochrallye aus den abgelegeneren Dörfern hierher überstanden haben. Dieser hier hatte neben der Dachlast sogar 3 auf der Motorhaube mitgebracht, die klammerten sich unterwegs wohl verkrampft an die Scheibenwischerarme - und rutschten beim finalen Bremser sanft vom Gefährt:



    Die "Tankstellenbesitzerin" auf der Straßenecke hatte ihre helle Freude an unserem schnieken Mäxchen, und hätte den am Liebsten gleich dabehalten.



    Max aß derweil sein Baguette, zu dessen Genuß ihn anscheinend diese Werbefigur verleitete:


  2.  
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  3. #32
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Cambodia, wie ich es mag

    alleinreisen sind dummer unfug,
    Dann schein ich wohl vor 3 Jahren sehr leichtsinnig gewesen sein ,habe die Strecke mit einem befreundeten Mopedfahrer fuer
    60,000 Riel als Tagestour gemacht.

    Keinerlei Probleme und Aengste ,nur die Strasse war ein einziges Matschloch und diese bloeden Eisenbruecken,die zum ballanzieren aufforderten.

  4. #33
    Avatar von Wittayu

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    Re: Cambodia, wie ich es mag

    Hallo Absti,

    danke für Deine Info bez. Mobbedfaahn in der Region Pailin und Grenzübertrittmit einem in TH registrierten Motorrad. Dachte mir schon, dass es nicht so einfach ist, als wenn man einen Tagestrip nach Burma mit dem eigenen KfZ macht (via Mae Sot).

    Allerdings mussich erstmal sehen, dass die gute alte XT wieder in die Gänge kommt. Wie so oft, ist ein in Thailand zurückgelassenes Eigentum nach der Rückkehr nicht im selben Zustand, wie bei der Abreise. Oder vielleicht ist auch nur der Vergaser verharzt, weil vergessen wurde ihn vor längerem Stillstand der XT leerzufahren.
    Kriege das wieder hin.

    Werde mich dann wohl mit meiner XT im Dezember/Januar erstmal Richtung Mae Hong Son aufmachen und auch wieder im Norden die Akhas und vor allem die Hmong besuchen, auch wenn das von Thaioffiziellen nicht so gerne gesehen wird, wenn man als Westler bei den Hmong im Lager auftaucht. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Was hasten für ein BigBike ??? Ich hatte ja mal vor meine XJ600 nach TH zu exportieren, allerdings flog mir dann die XT500 günstig zu,
    was ja für TH das geeignetere Motorrad ist, wenn man mal die Hauptverkehrsadern verlassen will.

    Gruß,
    Wittayu

  5. #34
    Avatar von abstinent

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    Re: Cambodia, wie ich es mag

    @ otto

    60.000 riel ( 15 US-$ )sind fuer einen pailintown-trip von battambang aus ein tarif, der aus jedem der dortigen modeptaxler deinen freund gemacht haette. die strecke ist mir bekannt und ist ebenfalls schwierig zu navigieren.
    unsere destination war jedoch eine rubinmine im distrikt pailin, nicht das staedtchen! und unsere anfahrtsroute differierte stark von dem einen direkten schlammweg dorthin.
    ich empfehle u.a. deshalb keine alleinreien dorthin, weil man sich allein schlecht aus manchen situationen befreien kann - alleine tauchen tu ich ja auch nur im pool oder in der badewanne!
    erinnere dich 'mal an dein unliebsames stung treng abenteuer (deine raeubersache), so etwas passiert anderen reisenden zu dutzenden im pailin-district auch heute noch!
    ich klopfe gerade dreimal auf holz, denn solche erfahrungen konnte ich mir und meinen reisegefaehrten bisher ersparen.

    @ wittayu

    mein bike ist eine xj 650 special, kardan, 4 zylinder, luftikus, bequeme tourensitzbank, grosser tank. aelteres ding (nenne es scherzhaft: poh yai), welches mich bisher so gut wie nie im stich liess. wenn du dein bike wieder auf vordermann bringen lassen moechtest, kann ich dir meinen bikeschrauber hier empfehlen, der ist yamahaspezifisch mit fachkenntnissen beschlagen, preiswert und zuverlaessig. standort ist pathum thani (noerdlich bkk, suedlich ayutthaya

    ciao

    "abstinent"

  6. #35
    Avatar von Wittayu

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    Re: Cambodia, wie ich es mag

    Danke Frank für das Angebot bez. Motorradspezi, wenn ich es selbst nicht hinkriege komme ich gerne darauf zurück. Wie sieht es mit Ersatzteilbeschaffung für ältere Yamahas bei ihm aus ???

    XJ650 ist natürlich bekannt, da gibt es ja noch jede Menge Chrom zu putzen und Kardan ist ein großer Vorteil. Dürfte auch schon 20 Jahre oder mehr aufm Buckel haben. Mag diese Art von Motorrädern, Pattaya-Joghurtbecher sind mir ein Graus.

    Viel Spass beim Biken,
    Wittayu

    PS: sorry für offtopic ....

  7. #36
    Avatar von abstinent

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    Re: Cambodia, wie ich es mag

    @ wittayu

    spare parts kann er gut besorgen, machte er für meine alte karre auch schon öfter, meine phone-nr. schicke ich dir in einer pm - wenn es soweit ist funke einfach 'mal durch.
    bereite gerade eine biketour für die nächste woche mit dem reteP über thong pha poom nach myanmar vor, über die pipelineservice-road bis hinein nach burma

    ciao

    "abstinent"

  8. #37
    Avatar von abstinent

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    Re: Cambodia, wie ich es mag

    Part: 10

    Die Busfahrt war ok, viereinhalb Stunden brauchte der Airconbomber bis in die Hauptstadt. Wie immer auf solchen Trips (wenn es sich vorbuchen läßt) saßen wir vorne direkt hinter der Türe, schräg hinter dem Fahrer. Denn das "Movie" was sich da so vor uns auf den Straßen abspielt, das ist 1000fach interessanter, als die Khmer-Karaoke, mit der uns der große Überkopffernseher beschallen will.

    Max entwickelt sich bei einem Pausenstop zum Sreyfan. Sreyfan, was ist das denn nun schon wieder?
    Mensch - kann dieser "abstinent" denn nicht 'mal damit aufhören, mit Fachausdrücken herumzuwerfen, die kein Schwein versteht?



    Ich erkläre das hier nun einmal. Alle, oder fast alle Girls in Cambodia heißen irgendwas mit Srey.....! Natürlich gibt es da Ausnahmen, wie Sophea oder Prayren - aber die Meisten der Beauties heißen halt Sreyka, Sreymom, Sreyven, Sreylin, Srey.....

    Sreyfan zu werden, das fällt einem hier wirklich nicht schwer, und nach dem Pausenstop muß ich Max wahrhaft von der supersüßen Getränkedealerin hier wegreißen.
    Der hätte sich fast verlobt!

    Die Straße ist niegelnagelneu geteert, und abgesehen von ein paar unkomplettierten Brückenbauwerken komplett fertig. Wir durchfahren Pursat und ich wundere mich, wie sehr sich dieses Provinzstädtchen gemausert hat. Einst die mit am schwersten verminte Gegend Cambodias, beginnt die Sisyphusarbeit der unermüdlichen Deminer nun wohl Früchte zu tragen. Ich freue mich mit den Leuten hier über ihre langsam aufblühende Stadt - der werde ich auf einem späteren Trip nochmal einen Besuch abstatten.

    Der Himmel bewölkt sich zunehmend, je näher wir dem Endziel entgegenrollen. Böse schwarze Wolken hängen drohend rechts von uns und ziehen weiter in unsere Richtung. Unser Sitzfleisch ist gut durchgewalkt, den Geländetrip von Gestern noch in den Knochen.
    Straße Nummer 5 - vorbei geht es am legendären Kilometer 11 in die nördlichen Vororte. Svay Pa heißt die Gegend hier, und ist Gegenstand vieler Phantasien von 5extouristen.
    Hier sind nun die Textilbetriebe angesiedelt, die den Mädels der Umgebung heutzutage bessere Jobs anbieten können, als die Zuhälter und Mamasans das noch vor wenigen Jahren taten.
    Öffentlicher Personentransport hier geschieht mit Busmopeds, solche Dinger sehen so aus: (Sorry, aus dem fahrenden Bus fotografiert)





    Bis zu 35 Leuten werden von einem mopedgezogenen Trailer herumkutschiert, deren Kriechgeschwindigkeit bestimmt nun auch das Tempo des Busses.
    Der Coca-Cola Abfüllbetrieb zu unserer Linken am Ufer des Tonle Sap ist mein optisches Signal - ich gebe dem Fahrer zu verstehen, daß wir an der kommenden Brücke aussteigen möchten.
    Die drohende Regenwand ist nun fast direkt über uns, und nur wer Phnom Penh's chronisch nichtexistente Drainage 'mal live erleben durfte, der kann sich ein Bild von dem machen, was wir nun zwingend vermeiden wollen!

  9. #38
    Avatar von abstinent

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    Re: Cambodia, wie ich es mag

    Part 11:

    An der Kreuzung der Brückenauffahrt (ist übrigens die einzige Straßenverbindung über den Tonle Sap Fluss hier) lassen wir uns dann 'raussetzen.
    Unser Zielhotel befindet sich direkt südlich von hier, das Unwetter nacht vom Westen her. Der Bus fährt von hier in südwestlicher Richtung zum Phsar Thmei (Central Market), also in den Regen hinein - vielleicht können wir ja noch trocken in's Hotel einchecken!
    Schon beim Aussteigen umwehen uns starke Winde, die uns den Straßenstaub in die Augen und Nasen wirbeln. Wie jeder starke Niederschlag kündigt auch dieser sein Kommen damit eindrucksvoll an.
    Mit unserem Riesensack vorne beim Chauffeur des Mopedtaxis, sehen wir bestimmt lustig hier hinten auf dem überdimensionierten Soziussitz aus! Aber uns und auch alle anderen Verkehrsteilnehmer interessiert das gar nicht. Die drohend schwarze Wand kommt näher, keinem entgeht das - und jeder versucht sich noch, so gut wie er das kann in Sicherheit zu bringen.
    Die 2000 Riel (0,50 $) hatte sich der Mopedtaxler redlich verdient. Mit Affenzahn rast er mit seiner Last über die Norodomstraße, verpaßt aber die richtige Einfahrt zum Angkor International Hotel. Einen Schulterklopfer von mir später korrigiert er seinen Fehler und fährt nun das Hotel in einem Bogen an, und exakt in dem Moment, als der Himmel alle Schleusen öffnet - da bringt er mit einem halsbrecherischen Manöver sein Bike unter dem Vordach des Hotel zum stehen, fast wären wir in die Lobby hineingerast!
    Der hochgewirbelte Staub, der noch vor Minuten das Bild draußen bestimmte - den gab es nun nicht mehr. Die Wassermassen von oben kannten keine Grenzen, und binnen weniger Minuten ist die Fahrbahn der Straße geflutet. Wir schauen uns das einen Moment lang an, und Max versteht nun meine Eile.



    Check-in ist hier problemlos, wie immer - und in der folgenden Stunde hätte ein Lauscher in unserem Zimmer nur noch die ausgiebigen Duschgeräusche von uns vernehmen können.
    Wir haben ein geräumiges Zimmer mit Fenster im ersten Stock, Kabelfernseher und Aircon - alles für 10 US-Dollar!

    Nach der Säuberungsaktion machen wir uns gleich auf den Weg. Hunger haben wir, und Sharky's ist nicht weit entfernt.



    Der Platzregen hatte aufgehört, aber alle Straßen dorthin waren überflutet. Wir liefen die 500 m im Zickzack über Trottoirs und versuchten zumindest die Hosenbeine halbwegs trocken zu halten.
    Toasted Garlicbread als Hors d'oeuvre gab es für uns, superleckere Chillycheesefries mußten auch herhalten. Max hatte wenig Zeit für's Essen, Sreymom nahm seine gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch:


  10. #39
    dschaidee
    Avatar von dschaidee

    Re: Cambodia, wie ich es mag

    @abstinent



    wow, was für ein toller bericht!
    respekt

    die route nach burma hört sich auch sehr interessant an
    ach ja, grüß den whirlpool-gott mal schön von mir, lol


    beste grüße von einem
    dschaidee

  11. #40
    Avatar von abstinent

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    Re: Cambodia, wie ich es mag

    @ dschaidee

    den whirlpool-gott kannst du live in meinem heimatforum erleben (siehe link in meiner fußzeile). ansonsten richte ich den gruß aus, danke für die blumen


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