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Westerwelle in 2 Tagen in Bangkok

Erstellt von DisainaM, 26.04.2012, 00:13 Uhr · 111 Antworten · 6.995 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Westerwelle in 2 Tagen in Bangkok

    nun darf man gespannt sein, wie Westerwelle sich auf seine Asienreise vorbereitet hat,
    und was er zum besten geben wird.

    Außenminister Westerwelle bricht am 25. April zu einer Reise nach Südostasien auf. Vom 26. bis zum 27. April wird er in Brunei am Treffen der Außenminister von EU und ASEAN teilnehmen. Von dort wird er weiter nach Thailand und Myanmar reisen.

    Im Mittelpunkt der Reise stehen dabei vor allem drei Ziele:
    Zum einen soll die Zusammenarbeit mit ASEAN und den neuen Gestaltungsmächten im Asien-Pazifik-Raum weiter ausgebaut werden. Außerdem sollen in Thailand und insbesondere in Myanmar demokratische Entwicklungen und der friedliche Wandel in der Region gefördert werden. Und schließlich möchte Außenminister Westerwelle den europäischen Weg zur Überwindung der Schuldenkrise erläutern.

    ...
    Besuch in Thailand

    Von Brunei aus wird Außenminister Westerwelle weiter nach Thailand fliegen, wo er unter anderem mit Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra und Kronprinzessin Maha Chakri Sirindhorn zusammentreffen wird.

    Thailand ist ein wichtiger strategischer Partner Deutschlands in Südostasien. Die bilateralen Beziehungen sind eng und freundschaftlich; im Jahr 2012 feiern beide Länder den 150. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Auch die Wirtschaftsbeziehungen sind gut. Mehr als 500 deutsche Firmen sind in Thailand vertreten. Deutschland ist Thailands wichtigster Handelspartner in der EU.



    Auswärtiges Amt - Westerwelle reist nach Südostasien


    Auf 150 Jahre! Dr. Guido Westerwelle feiert im April mit den Thais

    Es ist ein besonderes Jahr für Deutschland und Thailand. Gefeiert wird das 150-jährige Jubiläum der deutsch-thailändischen diplomatischen Beziehungen. Rolf Schulze, deutscher Botschafter in Thailand, gibt ein Update.

    Was im Jahre 1861 mit einem “Freundschafts-, Handels- und Schiffahrtsvertrag” zwischen dem Königreich Preußen und dem Königreich Siam begann, entwickelte sich seitdem zu einer intensiven Partnerschaft mit einer Vielzahl von gemeinsamen Kooperationen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.

    Deutsche und Thailänder lernten sich in den vergangenen Jahrzehnten besser kennen und viele Freundschaften wurden geschlossen.

    Noch ein weiteres Jubiläum steht an. Am 28. April wird die Deutsch-Thailändische Handelskammer ihren 50. Jahrestag feiern. Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle wird als Ehrengast und Hauptredner beim großen Galaempfang anwesend sein.



    Rückblick: Deutsche Politiker in Thailand
    Das 150-jährige Jubiläum wird in diesem Jahr in Thailand und Deutschland ausgiebig mit verschiedenen Festen und Veranstaltungen zelebriert. So war Staatsministerin Cornelia Pieper bereits im Februar für mehrere Tage in Thailand und eröffnete als Vertreterin der Bundesregierung gemeinsam mit dem thailändischen Außenminister Dr. Surapong Tovichakchaikul die offiziellen Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr.

    Auch die Themen Berufsausbildung und Kulturerhalt wurden erörtert. Zu den wichtigsten Programmpunkten gehörte der Besuch der Weltkulturerbestätte Ayutthaya und ihrer Tempelanlagen, bei deren Restaurierung nach den Überschwemmungen im letzten Herbst Deutschland weiterhin helfen wird. Das Auswärtige Amt hatte sofort nach Bekanntwerden der Flutschäden im Oktober 2011 zugesagt, die Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten an einer der beschädigten Tempelanlagen finanziell zu unterstützen.
    Von thailändische Seite würdigte Kulturministerin Sukumol Khunploem gemeinsam mit dem Aussen- und Bildungsminister die besonders schnelle Hilfe Deutschlands nach der Flutkatastrophe im letzten Jahr. Deutschland hatte als erstes europäisches Land humanitäre Hilfe in Höhe von insgesamt über einer halben Million Euro geleistet.



    Auf 150 Jahre! Dr. Guido Westerwelle feiert im April mit den Thais - Thaizeit - www.thaizeit.de

  2.  
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  3. #2
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Och, da ist er gleichzeitig mit mir in Bangkok, nicht gerade romantisch...

  4. #3
    Avatar von siamthai1

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    moin bt

    der hat wenigstens die probleme mit den thaimädchen nicht !

  5. #4
    Avatar von clavigo

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    Siamthai1, ich glaub' er hat doch seinen ständigen Begleiter bei sich, der muß doch auch geschäftlich etwas von der Reise profitieren!

  6. #5
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    Siamthai1, ich glaub' er hat doch seinen ständigen Begleiter bei sich, der muß doch auch geschäftlich etwas von der Reise profitieren!
    Ich hab es verpasst. Ich hätte ihn gerne gebeten die Patenschaft bei unserem schwulen Mango im Garten zu übernehmen. Den hab ich schon vor 4 Jahren Westerwelle getauft. 7 Jahre ist das Mistding jetzt alt und noch nicht eine Frucht.

  7. #6
    nfh
    Avatar von nfh

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    vieleicht kommt Westerwelle dann als ....... zurück

  8. #7
    Avatar von MadMac

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    Zitat Zitat von nfh Beitrag anzeigen
    vieleicht kommt Westerwelle dann als ....... zurück
    Die nehmen auch nicht jeden

  9. #8
    Avatar von DisainaM

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    Das grösste Problem von Westerwelle in Thailand,

    er darf nicht mit den Händen gestikulieren,

    denn er ahnt nicht, wass er damit signalisiert



    DIE HÄNDE, Westerwelle, DIE HÄNDE runter !



    (((mal ganz nebenbei, was haltet ihr von der neuen Beleuchtungstechnik von dem dpa Fotographen,
    ein Scheinwerfer an die Wand ausrichten, damit bei einem Foto von Westerwelle, sein Kopf auf dem Foto von Licht umgeben ist,
    fast wie ein kleiner Heiligenschein; ist das eine gute Idee der Inzenierung ? )))

    die Thais müssen erstmal arbeiten lernen;
    das klappt am besten, wenn sie das deutsche Ausbildungsprogramm übernehmen;

    so oder so ähnlich müssen wohl die Gedanken von Westerwelle gewesen sein.

    Zahlreiche gemeinsame Themen

    Westerwelles Besuchsprogramm in Thailand ist vielfältig und bildet damit die Bandbreite der deutsch-thailändischen Beziehungen ab, die wesentlich mehr als rein politische Themen beinhalten. "Es ist eine umfassende Partnerschaft, die unsere Länder verbindet", erklärte Westerwelle nach einem Gespräch mit Premierministerin Yingluck Shinawatra. So arbeiteten beide Länder auch wirtschaftlich, kulturell sowie im Bildungsbereich eng zusammen.

    Termin bei der Kronprinzessin
    © Photothek/Trutschel




    Um diese Themen ging es auch bei einem Gespräch mit Kronprinzessin Maha Chakri Sirindhorn. Beide besprachen unter anderem die Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit im Bildungsbereich. Besonders interessant für Thailand sei dabei die berufliche Ausbildung nach deutschem Vorbild, berichtete Westerwelle. Zu diesem Thema sei eine gemeinsame Konferenz in Bangkok geplant.
    bemerkenswert, die deutsche Presse schweigt grösstenteils zu einer Zeitnahen Besuchskommentation, und übernimmt allenfalls die Erklärungen des Auswärtigen Amtes;
    macht den Eindruck eines Integral-Maulkorbes, sagt nicht, was er schon wieder angestellt hat, wir haben es schwer genug mit ihm.
    Ob er die vorgeschriebenen Reden mit seinem Schnellkurs English auf verständlich vortragen konnte, wird man nicht erfahren, es gibt wohl keine Videos von seiner Rede zur 150 Jahr Feier.

    "Umfassende Partnerschaft" mit Thailand

    Westerwelle mit Yingluck Shinawatra
    © picture-alliance/dpa


    Besonderer Anlass für den Besuch bei einem engen Partner: Seinen Aufenthalt in Thailand nutzt Außenminister Guido Westerwelle, um das 150-jährige Bestehen diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Thailand zu begehen. Die Freundschaft beider Länder basiere auf "starken gemeinsamen Werten", so Westerwelle bei einer Feierstunde in Bangkok.

    "Thailand und Deutschland glauben fest an Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit", erklärte Westerwelle am 28. April bei einem Empfang aus Anlass des Jubiläums. Gleichzeitig feiert auch die deutsch-thailändische Handelskammer ihr 50-jähriges Bestehen. Der thailändische Industrieminister Pongsvas Svasti nannte beide Jubiläen "bemerkenswerte Meilensteine".
    soweit das Aussenministerium auf seiner heute aktualisierten Webseite
    Auswärtiges Amt - Westerwelle in Thailand

    wer die Pressetechnik des Aussenministeriums kennt, wird sich fragen, was war da schon wieder los,
    warum ist die Überschrift der Seite
    "Umfassende Partnerschaft" mit Thailand


    in "" gesetzt, wer zwischen den Zeilen des im Gegensatz zu Westerwelle geschulten Mitarbeitern des diplomatischen Dienstes im AM liesst,
    wird wissen, "" war ein Signal an deutsche Unternehmen in Thailand, die gerade irgendwelche Probleme haben,
    und denen konkret nicht geholfen werden konnte.
    Kann aber auch bedeuten, dass das AM davon abgesehen hat, dass sich Westerwelle für die Klärung von bestimmten Einzelfällen von deutschen Wirtschaftsunternehmen einsetzt.
    Da ist Westerwelle einfach nicht der richtige Mann, derart sensible Themen frei anzugehen,
    man ist schon froh, wenn er die vorgeschriebenen Reden gut bei seinem Auftritt wiederholen kann,
    ausserdem hat der Mann noch viel an seiner Handgestik bei Konsultationsterminen zu lernen,
    sprich, das wird in seiner Amtszeit nix mehr.

    Wer Westerwelle Thailand bei google eingibt, und nach aktuellen Veröffentlichungen, Videos und sonstiges Ausschau hält,
    stellt fest, nur die Deutsche Welle hat vor 15 Stunden folendes veröffentlicht :

    Samstag, 28. April 2012 17:00 Uhr

    Westerwelle wirbt für EU-Freihandelsabkommen mit Thailand

    Bundesaußenminister Westerwelle hat für ein Freihandelsabkommen der EU mit Thailand geworben. Auch von anderen ASEAN-Staaten erhoffe er sich weitere Verhandlungen mit der europäischen Seite, sagte Westerwelle in Bangkok. - Die Gespräche hatten 2007 begonnen, bislang gibt es aber keine Fortschritte. Zudem würdigte der Minister das Verhältnis zwischen Thailand und Deutschland. Beide Länder verbinde eine enge Freundschaft und das Bekenntnis zu gemeinsamen Werten wie Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Thailand ist die zweite Station einer Südostasienreise Westerwelles.
    Westerwelle wirbt für EU-Freihandelsabkommen mit Thailand - dradio.de

    sehr eng an die Verlautbarung des Aussenministeriums gehalten.

    Hier noch der Link zu der vorgeschriebenden Rede von Westerwelle zur 150 Jahr Feier,
    Auswärtiges Amt - Westerwelle in Thailand - Rede von Außenminister Westerwelle aus Anlass des 150-jährigen Bestehens diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Thailand und des 50. Geburstags der deutsch-thailändischen Handelskammer (englisc
    hoffen wir, dass er sie ohne zuviel Fehler vortragen konnte.

  10. #9
    Avatar von kcwknarf

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    Enttäuschend für mich, dass Thailand im Gegenzug zum Freihandelsabkomemn keine Visafreiheit für Thais in dei EU gefordert hat. Von wegen gemeinsame Werte wie Freiheit. Solange Menschen nicht dorthin reisen dürfen, wohin sie wollen, sind sie nicht frei. Deutschland steht daher gerade NICHT für Freiheit! Elende Heuchler!
    Und Demokratie.... na ja, zumindest nicht weniger als in Thailand. Aber Demokratie ist ja beides nicht.

    Warum haut Thailand den Deutschen bei solchen Besuchen nicht mal ordentlich auf die Finger? Zuviel Ehrfurcht? Deutsche Politiker boykotieren die Ukraien zurecht. Wird Zeit, dass auch mal auf Deutschland wegen seiner Fehlverhalten in Sachen Menschenrechte Druck ausgeübt wird. Thailand hat diese Chance leider verpasst. Schade!

  11. #10
    Avatar von DisainaM

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    29.04.2012

    Südostasien-Reise

    Der bescheidene Herr Westerwelle


    Sein politischer Einfluss ist geschrumpft, doch Guido Westerwelle hat sich mit seiner neuen Rolle endgültig versöhnt. Tiefenentspannt bereist der FDP-Politiker derzeit Südostasien - und besucht als erster deutscher Außenminister seit sehr langer Zeit auch das einst streng abgeschottete Burma.

    Rangun - Guido Westerwelle steht an der Seite der Friedennobelpreisträgerin. Er lächelt, sie lächelt. Fast eine Dreiviertelstunde haben sie in ihrem grauen, in die Jahre gekommenen Haus miteinander gesprochen.



    Es ist der Höhepunkt von Westerwelles Südostasienreise. Aung San Suu Kyi, die Frau mit dem schmalen Gesicht und der zierlichen Figur, in marineblau gekleidet, steht mit ihm auf der Veranda. Es ist schwül, der Geruch von verbranntem Müll liegt in der Luft. Westerwelle, der hier alle offiziellen Pressetermine auf Englisch absolviert, spricht Aung San Suu Kyi mit "ihre Exzellenz" an. Er spricht von der Bewunderung und Hochachtung, die ihr in Deutschland entgegengebracht werde, lädt sie ein. "Sie können auf Deutschland zählen, sie können sich auf uns verlassen", sagt er. Die Bundesregierung wolle "nachhaltige Reformen für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit" in ihrem Land unterstützen. Man wisse, dass das noch nicht garantiert sei. Die Gastgeberin stimmt zu. "Die Reformen sind noch nicht unumkehrbar", sagt sie. Wann sie nach Deutschland komme, wisse sie noch nicht. Die EU hat die Sanktionen gegen Burma "suspendiert", wie es offiziell heißt. Aufgehoben sind sie nicht. Das Druckmittel gegen die Militärs will auch Westerwelle nicht so schnell aus der Hand geben. In Rangun besuchen viele westliche Politiker die Oppositionsführerin, die jahrelang unter Hausarrest stand, es ist ein Kommen und Gehen. Kürzlich stand Westerwelles Parteifreund Dirk Niebel auf ihrer Veranda, zuletzt der italienische Außenminister und die EU-Außenbeauftragte. Westerwelle ist der erste deutsche Außenminister seit der Wiedervereinigung vor 22 Jahren, der das einst streng abgeschottete Land besucht.
    Zackige Grüße
    Hier in Rangun, der früheren Hauptstadt, will er ein politisches Zeichen setzen, Gespräche mit der Opposition führen, aber ebenso die Machthaber ermutigen, den Weg der Öffnung weiterzugehen. Die seit Jahrzehnten regierenden Militärs, die das Land einst in Myanmar umtauften, haben die Zügel gelockert. Doch ihre Präsenz ist deutlich zu spüren, schon bei der Fahrt in die Stadt. Entlang der Strecke vom Flughafen zum Hotel stehen alle dreihundert Meter zwei Uniformierte mit Gewehren. Wenn Westerwelles Kolonne passiert, grüßen sie zackig militärisch.
    Die Stadt wirkt ruhig und beschaulich; nur wenig Verkehr auf den Straßen, meist gebrauchte Wagen. Erst vor wenigen Tagen wurden die Preise für Handy-Sim-Karten auf 200 Dollar reduziert, es gab lange Schlangen. Einst kosteten die Karten 4000 Dollar. So versuchte das Regime den Handyverkehr zu kontrollieren, noch immer ist es nicht einfach, aus dem Lande zu telefonieren. Die Militärs sind weiter an der Macht, auch wenn sie sich zivil geben, so wie Präsident Thein Sein, ein früherer General. Auch ihn wird Westerwelle aufsuchen. Doch erst nach der Oppositionsführerin, nach einem Flug in die von den Militärs ins Zentrum des Landes verlegte neue Hauptstadt Naypidaw. Die Rangfolge des Programms, auch ein politisches Signal.
    Burma ist die letzte Station Westerwelles auf einer fünftägigen Reise, nach Visiten in Brunei und Thailand. Es ist so etwas wie ein Jubiläumstrip. Vor fast einem Jahr musste er den FDP-Parteivorsitz an Philipp Rösler abgeben. Seitdem ging es stetig bergab mit seinen Liberalen, von Landtagswahl zu Landtagswahl. Während sein 39-jähriger Nachfolger schon nach kurzer Frist um seinen Posten bangen muss, wirkt der 50-Jährige, als könne ihn kaum jemand aus dem Außenamt vertreiben.
    Stichelei gegen Merkel
    Westerwelle hat sich eingefügt in seine Rolle, die kleiner, bescheidener ist. In Zeiten der Eurokrise bleibt einem Außenminister, egal wie er heißt, wenig Raum. Die Kanzlerin dominiert auf der internationalen Bühne. Gleich zu Beginn besucht Westerwelle Brunei, nimmt am EU-Asean-Gipfel teil, eine Nische der Außenpolitik. Er hat immerhin den Vorteil, vor zwei Jahren in Madrid beim letzten Treffen gewesen zu sein - im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen in Europa. Er will den "Staaten der zweiten Reihe" wie Indonesien, Vietnam, Kambodscha und anderen ein Signal deutscher Unterstützung geben.
    Doch kaum in Brunei angekommen, muss er sich zur Absage der Ukraine-Reise des Bundespräsidenten äußern, in Thailands Hauptstadt Bangkok dann zum französischen Präsidentschaftskandidaten Francois Hollande. Seine Sätze schaffen es in die Hauptnachrichten von ARD und ZDF. Auch rät er allen Parteien, sich im französischen Wahlkampf zurückzuhalten - eine indirekte Stichelei gegen die Kanzlerin, die sich für Nicolas Sarkozy ins Zeug gelegt hat.
    Doch solche Ausflüge in die deutsche Innenpolitik sind selten, Westerwelle hat sich in den vergangenen Monaten fast ausschließlich der Außenpolitik gewidmet. Die frühere Belastung, neben dem Außenamt die FDP als Vorsitzender führen zu müssen, ist er los. Er scheint damit nicht unglücklich zu sein. Mit seiner Entscheidung, die Enthaltung Deutschlands im Uno-Sicherheitsrat zum Luftkrieg über Libyen durchzusetzen, hat er sich kräftige Schrammen geholt. Daraus hat er gelernt. Er ist vorsichtiger, hat seine Rhetorik abgerüstet, gibt sich unaufgeregt und sachlich.
    Deutschland, der "Fels in der Brandung"
    Doch Außenpolitik hin oder her, Westerwelle behält seine Partei im Blick. In Nordrhein-Westfalen, seinem Heimatverband, engagiert er sich ebenso im Wahlkampf wie in Schleswig-Holstein. Beide Bundesländer entscheiden mit darüber, welches Gewicht die ohnehin schon fliegengewichtige FDP noch am Kabinettstisch in Berlin spielt.
    Zuletzt machte sich sogar eine sentimentale Stimmung in der FDP breit. Man jubelt ihm wieder zu, bereitwillig. Das war im Herbst so, als er in Frankfurt am Main eine engagierte Europarede gegen die Eurokritiker in den eigenen Reihen hielt, das geschah auf dem Bundesparteitag in Karlsruhe, wenige Tage vor seiner Asienreise. Da warb Westerwelle für den "Schutz des geistigen Eigentums", mit dem er die Liberalen gegen die aufstrebende Piratenpartei abzugrenzen versucht.
    Auch sonst sind die Kritiker, die Westerwelle am liebsten auch noch aus dem Außenamt drängen wollten, ohne Handhabe. Künftige Wahl-Katastrophen seien ihm nicht mehr anzulasten, heißt es aus der Partei. Jetzt droht Rösler, Parteichef, Wirtschaftsminister und Vizekanzler, am Pranger zu stehen, sollte es im Mai bei den Urnengängen schieflaufen. Westerwelle würde wohl überleben. Doch die Lage hellt sich ohnehin auf - noch während er in Thailand weilt, liegt die FDP zum ersten Mal bundesweit seit Monaten wieder bei fünf Prozent.
    Westerwelle absolviert auf seiner Südostasienreise einen Termin nach dem anderen, macht keine Fehler. In Thailand wird er von der Ministerpräsidentin des Landes ebenso empfangen wie von der Kronprinzessin, die selbst Deutsch lernt und den Deutschunterricht in ihrem Lande ausbauen will. Der Außenminister Thailands lobt Deutschland in der Finanzkrise als "Fels in der Brandung" - das Bild der Deutschen in der Region ist positiv.





    In Südostasien ist ein entspannter Westerwelle zu beobachten. Außerhalb Bangkoks, auf dem Weg zu einer Tempelanlage in Ayutthaya, wo das Auswärtige Amt ein Projekt zur Erforschung der Flutschäden unterstützt, besteigt er mit Wirtschaftsvertretern ein Boot. Entlang des Flusses Chao Praya tauchen buddhistische Tempelanlagen auf, dann eine Moschee, schließlich eine Kirche. Irgendwann geht Westerwelle, ohne Sakko, im weißen Hemd und in khakifarbener Hose, auf das Oberdeck. Das Begleitschiff mit den Fotografen und Kameramännern hat ein Motiv. Hatte er nicht einst seiner Partei zugerufen, "auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt es einen, der die Dinge regelt"? In Rostock, bei seinem Abschied vor knapp einem Jahr, wandelte er den Schlusssatz zu einem "und das bin ich nicht mehr" um.
    Hier, auf dem Oberdeck eines Ausflugsdampfers gibt es kein Steuer. Aber auch ohne dieses Instrument kann der Ex-Parteichef und Nur-Noch-Außenminister gut leben.

    früher hatte der Spiegel mehr Biss und hatte zeitnaher kommentiert.
    Dafür, dass der Bericht erst gestern ins Netz kam, und dann noch nichtmal den Thailand Aufenthalt ausführlich berücksichtigt - schwaches Bild,
    eher ein Jubelbericht auf Westerwelle, es hört sich wie ein Abschiedsgeschenk für einen scheidenden Politiker an,

    diese Reise war der Höhepunkt seines Wirkens, das wars ... - so kommt der Bericht rüber.
    Kein Wort, welche aktive Aussenpolitik Deutschland zur Zeit mit Thailand betreibt,
    kein Wort von Westerwelles Rede auf der 150 Jahr Feier,
    einfach nur - Westerwelle macht keine Fehler - absolviert sein Programm - fertig,
    arme Schweine, dass es noch Leute gibt, die für solche Propagandainhalte noch echtes Geld für ein Druckexemplar des Spiegels hinlegen,
    aber dann bitte mehr Substanz im Inhalt.

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