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Weiterleben nach der Flut 3.4.05 18:30 ZDF

Erstellt von Rene, 26.03.2005, 14:54 Uhr · 0 Antworten · 870 Aufrufe

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    Rene
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    Weiterleben nach der Flut 3.4.05 18:30 ZDF

    "Hilfe und Hoffnung am Indischen Ozean"

    Sein Schmerz war so groß, dass er keine Worte mehr fand. Sakajanathan hatte seine Frau und die beiden Kinder in den Zug gesetzt. Er wollte sie so schnell wie möglich in Sicherheit bringen. Doch die zweite Welle, die den Zug bei der Stadt Hikkaduwa im Südosten Sri Lanka überrollte, war noch mächtiger als die erste. Sakajanathan musste mit ansehen, wie seine Familie in der Flut ertrank.

    Eines von vielen Schicksalen, von denen ZDF-Reporter unmittelbar nach der Flutkatastrophe im Indischen Ozean berichteten. Knapp hundert Tage sind vergangen, seit der Tsunami ganze Landstriche verwüstete. Die ZDF-Reporter Peter Kunz, Stefan Pauli und Winfried Schnurbus reisen erneut nach Thailand, Sumatra und Sri Lanka. Sie treffen auf Überlebende, die traumatisiert sind vom Verlust ihrer Angehörigen und der Zerstörung ihrer Habe. Sie begegnen Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und Soldaten der Bundeswehr, die auch Wochen nach der großen Flut den Wiederaufbau unterstützen. Und sie fragen nach, was mit den Spendengeldern geschieht, die aus Deutschland im großen Umfang in die Katastrophenregion geflossen sind.

    In Sri Lanka macht sich Winfried Schnurbus auf die Suche nach Sakajanathan. Wie und wo lebt er Wochen nach dem Verlust seiner Familie. Wer hat ihm geholfen? An der Südostküste begleitet er Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes bei ihren täglichen Einsätzen, unter anderem dem Instandsetzen von Brunnen und der Reparatur von Versorgungseinrichtungen. Von dort nimmt ihn die Singhalesin Annie mit an die Ostküste. Immer wieder fährt die Mitarbeiterin der Kindernothilfe mit ihrem kleinen Lastwagen in die am schlimmsten verwüstete Region auf Sri Lanka. Zusammen mit der deutschen Diakonie, der Caritas und UNICEF hilft sie hier vor allem Kindern und Erwachsenen, die das Grauen überlebt haben.

    Die indonesische Insel Sumatra mit der im Norden gelegenen Provinz Aceh war am stärksten von dem Seebeben und der bis 35 Meter hohen Flutwelle Ende Dezember betroffen. Kurz nach der Katastrophe trafen in der Stadt Banda Aceh Bundeswehrsoldaten ein. Ihr Auftrag: Aufbau des völlig zerstörten Krankenhauses. Stefan Pauli zeigt, wie dies innerhalb kürzester Zeit gelang. Auch hier kümmert sich das Technische Hilfswerk um die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung. Ein sehr großer Teil der deutschen Spendengelder fließt in die Provinz Aceh, unter anderem auch nach Toenom, einer Stadt zirka 350 Kilometer von der Hauptstadt Banda Aceh entfernt. Vor allem das Deutsche Rote Kreuz, das UNHCR und UNICEF leisten hier wertvolle Hilfe. Lebensmittel, Medikamente, Trinkwasser - aber das ist nicht alles, was die Opfer der Flut brauchen. Hier wird auch nachhaltige Hilfe geleistet, die den Menschen die Möglichkeit geben soll, ihr Schicksal wieder in die eigenen Hände zu nehmen.

    Das Sofitel -Hotel in Khao Lak ist für Peter Kunz Ausgangspunkt der Spurensuche in Thailand. Ein Urlauber hatte gefilmt, wie die mächtige, schmutzig-braune Welle die Anlage überschwemmte, wie Angestellte und Urlauber um ihr Leben rannten. Peter Kunz schaut sich in dem Hotel um und zeigt, wie schnell der Wiederaufbau in der Region erfolgte. Er trifft aber auch die Überlebenden der Katastrophe. Wie gehen sie um mit dem Einbruch der Hölle ins Paradies? Gibt es dort schon wieder so etwas wie einen normalen Urlaubsalltag? In Phuket trifft er Mitarbeiter des BKA. Auch Wochen nach der tödlichen Flut versuchen sie, durch DANN-Tests Leichen zu identifizieren. Eine schwere und belastende Arbeit. Mehr als 500 Deutsche werden immer noch vermisst.

    In Thailand helfen Deutsche und Europäer eher im Kleinen. Eine private Initiative baut mit Einheimischen zusammen deren Dorf wieder auf. Auf dem Festland wird es stehen, nicht auf der Insel, auf der sie lebten, bis der Tsunami kam. Sie sind alle Fischer - aber ans Wasser wollen sie mit ihren Häusern nie mehr zurück.

    Weiterleben nach der Flut - Auslandsreportage Sonntag, 03.04.2005
    Beginn: 18.30 Uhr Ende: 19.00 Uhr Länge: 30 Min.

  2.  
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