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Und man kann doch! – Asien nach der Welle

Erstellt von Rene, 04.03.2005, 01:27 Uhr · 1 Antwort · 866 Aufrufe

  1. #1
    Rene
    Avatar von Rene

    Und man kann doch! – Asien nach der Welle

    Mit Entsetzen sahen die Deutschen am 26. Dezember 2004 ihre Lieblings-Reiseziele in den Fluten des Tsunami versinken. Wo die Welle zuschlug, hinterließ sie meist eine Spur der Verwüstung. Dies vor allem entlang der Küste und damit nicht nur in den am dichtesten besiedelten Gebieten, sondern auch in den touristisch besonders interessanten Regionen. Trotzdem sind sich die deutschen Asien Fans einig: Der Indische Ozean darf nicht von der Reise-Landkarte verschwinden – gerade jetzt brauchen die Menschen die Einkünfte aus dem Tourismus!

    Doch wohin kann man nun eigentlich fahren, ohne die Aufbauarbeiten zu stören, ohne zwischen Trümmern zu kampieren? So tragisch die Katastrophe sich aus menschlicher Sicht zeigt – mehr als 250.000 Tote sind zu betrauern! – so überraschend „gering“ sind die infrastrukturellen Schäden in vielen Badeorten rund um den Indischen Ozean. „Kommt zurück“ flehen die einheimischen Hoteliers und Restaurantbesitzer, Taxifahrer und all die anderen, deren Einkünfte indirekt von den ausländischen Besuchern abhängen. Allein in Thailand dürfte der Tsunami bereits mehr als 200.000 Jobs zerstört haben.
    Thailand

    In den deutschen Medien taucht Thailand beim Thema Tsunami immer an erster Stelle auf. Dies hat jedoch weniger mit dem reellen Ausmaß der Zerstörungen zu tun, als mit der Tatsache, dass hier hunderte von deutschen Touristen betroffen waren und deshalb ganz besonders viele Fotos und Videos an die europäische Öffentlichkeit gelangten. Zudem geht die thailändische Regierung das Thema sehr offen an. Wer im Internet unter www.sawadee.com nachschaut, kann schnell überprüfen, ob das Lieblingshotel aus dem letzten Urlaub noch steht. Generell gilt: Nur die Westküste Thailand, also die Strände der Andamanen-See sind von der Katastrophe betroffen. Am verheerensten machte sich die Welle im nördlich von Phuket gelegenen Ort Khao Lak bemerkbar: Er existiert praktisch nicht mehr und bleibt für den Tourismus auf absehbare Zeit off-limits. Auch die vorgelagerte Insel Ko Racha sind erst einmal kein geeignetes Reiseziel. Die dortigen Hoteliers rechnen aber damit, spätestens in der Wintersaison 2005/2006 den gewohnten Service bieten zu können. Ko Phiphi Don, die vor allem bei Backpackern beliebte „kleine Schwester“ Phukets, ist zwar nur teilweise zerstört – hier ist vor allem die Tonsai-Bucht an der Südwestseite betroffen – trotzdem wird es wohl noch einige Wochen dauern, bevor die Aufräumarbeiten einen echten Neustart zulassen. Lediglich einige Anlagen auf der Ostseite blieben verschont, so dass hier theoretisch auch wieder Gäste unterkommen können.
    Auf der Ferieninsel Phuket sieht die Lage schon besser aus: Am Patong- und Kamala-Beach wird noch gebaut, Ausweichmöglichkeiten gibt es aber genug, denn alle anderen Strände der Insel bieten bereits wieder das gewohnte Bild. Selbiges gilt für die zwischen Phuket und dem Festland gelegene Insel Ko Yao Noi – sie war ohnehin nur leicht betroffen. Auf Ko Lanta, einem der neuesten Geheimtipps für Thailand-Fans, sind die Reparaturen ebenfalls weit vorangeschritten, so dass die Hoteliers Normalzustand melden.
    Viele Berichte der internationalen Medien suggerieren dem Leser eine allgemeine Katastrophensituation in der Provinz Krabi: Dies entspricht allerdings nicht den Tatsachen. Obwohl an der Andamanen-See gelegen, waren hier nur wenige Schäden zu verzeichnen. Trotzdem ist die Hotelauslastung sehr gering – also gerade jetzt ein ideales und günstiges Reiseziel!

    Ebenfalls völlig unbeschadet bleibt die Ostküste am Bay of Thailand. Die Region steht der Westküste prinzipiell in nichts zurück, Inselparadiese, Traumstrände, Tauch- und Naturschutzgebiete gibt es hier genauso wie an der Andamanen-See. Freie Kapazitäten finden sich zurzeit auf den Inseln Ko Samui, Ko Phangan, Ko Lanta und Ko Tao freilich kaum, haben doch viele Reisende innerhalb Thailands umgebucht. Wenn es nicht unbedingt ein Badeurlaub werden soll, kann das Inland eine gute Ausweichmöglichkeit bieten: Trekking in Nordthailand zum Beispiel.

    Quelle:

    in Asien! liegt seit dem 23. Februar 2005 im gut sortierten
    Zeitschriftenhandel aus.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von MadMovie

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    Beiträge
    1.457

    Re: Und man kann doch! – Asien nach der Welle

    @René,
    In Asien! gehört auch zu meinen bevorzugten Zeitschriften.
    Die neue Ausgabe habe ich allerdings noch nicht gelesen.

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