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Tourismus einmal anders - wem es gefällt

Erstellt von Jinjok, 27.02.2003, 13:43 Uhr · 0 Antworten · 603 Aufrufe

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    Tourismus einmal anders - wem es gefällt

    Eine gute Balance

    Eine moslemische Gemeinde in Phang Nga hat internationale Anerkennung erhalten, für die Förderung von sanften Tourismus um die trationelle Kultur und lokale Fischerei zu bewahren. Ein Fischer auf Koh Yao Noi sagt: Tourismus ist wie ein Feuer, wenn man es nicht unter Kontrolle behält zerstört es alles von der Heimat bis zur Umwelt. Aber wenn wir verstehen es zu managen, dann kann man seinen Nutzen daraus ziehen.

    Samreong Raket ist der Koordinator des Koh Yao Noi Ökotourismus Clubs in Phang Nga ist beileibe kein einsammer Rufer in der Wüste. Die meisten Einwohner der kleinen moslemischen Gemeinde auf Koh Yao Noi sind sich der negativen Konsequenzen eines Mißlingens der Kontrolle des Tourismusses bewußt, welcher seit fast einem Jahrzehnt Teil ihres Lebens ist.

    Die kleine Inselgemeinde Koh Yoa Noi (winzige lange Insel) ist seit 1995 als Tourismusziel in Phang Nga bekannt. Aber anders als andere Inseln, die von der Tourismusindustrie als Hauteinnahmequelle voll umklammert wurden, benutzten die Bewohner von Koh Yao Noi ihren Tourismus als Mittel um den Schutz ihrer Meeresumwelt zu finanzieren.

    Regulierter Tourismus

    Dank der Regulierungen die getroffen wurden um unangenehme Nebenwirkungen des Tourismusses wie Auslöschung ihrer Kultur und traditionellen Fischerei zu verhindern, die Tourismus Mangament Kampagne hat letztlich handfeste Beweise ihres Erfolges gezeigt. In- und ausländische Preise und Ehrungen wurde für das Erreichte an die Inselgemeinde vergeben. Dabei wurde besonders Wert auf das Gleichgewicht zwischen der Erhaltung der natürlichen Umgebung, dem Schutz des kulturellen Erbes, der sozialen Verantwortung und den Kommerz gelegt.

    Die großen Schiffe fernhalten

    Als der Tourismus 1994 die Insel erreichte, litten die Bewohner gerade unter den dramatischen Folgen durch die Zerstörung der Meeresfauna durch große industriemäßige Fischkutter. Das Projekt begann damit, daß die Bewohner sich auf einen Schutz der traditionellen Fischerei vor der industriemäßigen mit ihren überdimensionierten Schiffen einigten. Nach weniger als einem Jahr Lobbyarbeit überzeugten sie die Regierung eine Bannmeile von 3km um die Insel für große Schiffe zu legen. Seitdem haben sich die Fischbestände schrittweise erholt, was sich positiv auf die finanzielle Situation der Inselbewohner auswirkte.

    Folgt unserem Stil

    Die Bewohner suchten nach einem Weg, Außenstehende an ihrem Wissen über den Erfolg ihrer Idee teilhaben zu lassen. Da Koh Yoa Noi eine der schönsten Inseln im Archipel ist, entschieden die Bewohner sich dazu, die Insel für Besucher zu öffnen. Aber nur solche Besucher sind willkommen, die gewillt sind sich strikt an die Regularien der Insel zu halten. Wir haben unsere Häuser den Besuchern geöffnet um ihnen unseren Erfolg bei der Wiederherstellung einer intakten Meeresumwelt zu zeigen. Wer sich an der azurblauen See und den weißen Stränden erfreuen will, muß auch bereit sein etwas über unsere Art von Fischerei zu lernen.

    Ebenso müssen die Besucher die Kultur der moslemischen Bewohner respektieren und ihrer Art zu leben folgen. Wenn man aufgefordert wird auf der Insel und dem Strand passende Bekleidung zu tragen, sind damit weder Bikini noch andere "schamlose" Bekleidung gemeint und sind deshalb von der Insel verbannt. Sie verstoßen gegen unsere moslemischen Regeln und sind schlechte Vorbilder für unsere Jugend. Unterkünfte werden nur in den hölzernen Häusern der Einheimischen angeboten. Keine Airconditions, keinen Alkohol, keine Hunde, kein Abfall.

    Sicheres Einkommen.

    Aber kommen unter solchen Restriktionen überhaupt Touristen auf die Insel? Ungeachtet der strengen Regeln kommen jede Monat 100 Besucher, angezogen von dem kristallklaren Wasser, den spektakulären einsammen Stränden und ebenso der natürlichen Kultur der Bewohner wegen. Aber nicht nur für die Touristen gelten strenge Regeln. Auch die Bewohner selbst müssen sich diesen Richtlinien unterwerfen, damit ihre Kultur nicht vom Tourismus ausgelöscht wird.

    Für die Bewohner ist es unglaublich, wie in den anderen Toursimusorten in Thailand die landestypische Kultur und die intakte Umwelt wegen dem Tourismusgeschäft aufgegeben wurde. Sie wollen aber nicht so sorglos sein und das gleiche Schicksal erleiden. Sie schafften das mit der Grundregel, daß sie hauptsächlich vond er traditionellen Fischerei leben und der Tourismus nur eine Nebengeschäft ist.

    Nachbarschaftshilfe

    Was noch? 10% aller Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft werden auf der Insel über einen Entwicklungsfond an diejenigen verteilt, die nicht direkt an den Besuchern mitverdienen. So profitiert jeder Bewohner auch selbst von der Erhaltung der Insel als ursprüngliche Umwelt und als hochklassige Touristenattraktion in Phang Nga. Wenn einige am Tourismusgeschäft teilnehmen können, ist es doch nur fair, wenn auch die anderen, die sich an die Regeln halten, auch davon profitieren können.

    Auch wenn in den vergangen 9 Jahren schrittweise die Türen der Häuser für die Tourismus-Industrie geöffnet wurden, blieb doch die moslemische Inselgemeinde mit 4000 Einwohnern unverändert. Der große Vorteil von Koh Yao Noi ist die Gemeinschaft der Bewohner. Die Erhaltungs-Kampagne der Umwelt und Kultur der Insel kann nur so erfolgreich sein, wie ihre Bewohner sich dazu bekennen. Sie wissen was sie von Tourismus wollen, und sie wissen wie sie es anstellen müssen um ihr Ziel zu erreichen.

    Quelle: www.nationmultimedia.com

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