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Tod eines Inders

Erstellt von DisainaM, 18.10.2008, 12:53 Uhr · 16 Antworten · 1.677 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Tod eines Inders

    Ein erfolgreicher indischer Geschäftsmann kam in Schräglage, weil er von einigen neuen Grosskunden nicht bezahlt wurde.

    Als man ihm seine Firma zwangsversteigern wollte, legte er Einspruch gegen die Versteigerung ein, weil die Aussenstände von erwarteten, gesicherten Zahlungseingängen nicht berücksichtigt wurden.

    Kurz danach wurde er exekutiert mit einem Genickschuss von 2 Auftragsmördern.

    Geschäftlicher Erfolg ist bedeutungslos, wenn man sich nicht mit einem Netzwerk von Beziehungen umgibt, das einen beschützt.

    Ein, ich mache nur mein eigenes Ding, funktioniert in Thailand nicht, wenn man zu erfolgreich wird.

    Man sollte mal einige deutsche Staatsanwälte, die Siemensmanager wegen Bestechungszahlungen anklagen, mal mit ihren Familien durch die Strassen von Bangkok führen, damit sie begreifen, dass die wirtschaftliche Teilnahme in fremden Märkten bedeutet, sich anzupassen, ansonsten kommt schnell jemand auf die Schlachtbank.

    Sikh business owner killed


    A 70-year-old Sikh businessman was shot and killed while driving through Wattana district yesterday. Sawat Settee, who owned a textile company in the Sampheng area, was found dead in his Volvo at the entrance of Sukhumvit Soi 61, Klong Ton Nua in Wattana district yesterday. He had been shot in the neck.


    Witnesses said two men on a motorcycle followed Sawat and the pillion rider pulled out a pistol and fired one shot before fleeing towards Sukhumvit road. The victim tried to speed off in his car, but collapsed before his vehicle hit an electricity pole.


    Sawat died at the scene.


    Police said he ran a textile firm in Sampheng and also had a textile factory in Prachin Buri province. However, his factory had been seized by the Legal Execution Department on a court order and was being auctioned.


    He had appealed against the auction, which one bidder won with an offer of 52 million baht.


    He filed an appeal after learning that a group of people had sneaked in and checked his assets despite the fact that the bidding process had not yet been completed because of some outstanding payments.


    Police are checking to see if the victim's move against the bidding procedure was a motive for the attack
    http://www.bangkokpost.com/181008_Ne...008_news10.php

  2.  
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  3. #2
    KKC
    Avatar von KKC

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    Re: Tod eines Inders

    Zitat:
    Man sollte mal einige deutsche Staatsanwälte, die Siemensmanager wegen Bestechungszahlungen anklagen, mal mit ihren Familien durch die Strassen von Bangkok führen, damit sie begreifen, dass die wirtschaftliche Teilnahme in fremden Märkten bedeutet, sich anzupassen, ansonsten kommt schnell jemand auf die Schlachtbank.
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Ist zwar provokativ, aber ich bin trotzdem der Meinung, die heute am meisten schreien haben wahrscheinlich selber am meisten Dreck am Stecken.
    gruß

  4. #3
    Avatar von DisainaM

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    Re: Tod eines Inders

    weiß nicht, wieviel Dreck die STaatsanwälte am Stecken haben,

    klar dürfte sein,
    wenn sich ein deutscher Großkonzern in Thailand halten will,
    muss er seine Zusagen zum Erhalt des Beziehungsgeflechtes langfristig zuverlässig einhalten,

    wenn schwarze Kassen nicht mehr zur Verfügung stehen, und der Boomerang zurück kommt, wer hält dann den Kopf dafür hin,
    irgend ein kleiner Siemensjurist, der stolz in den Auslandseinsatz mit Familie geschickt wurde,
    um die Auslandsvertretung in dem Land xyz zu übernehmen.

    Die dann zur Schau gestellte Anteilnahme über das vorhersehbare Ereignis, ist mehr als heuchlerisch.

    Wer sich mit Schlangen schlafen legt,
    darf sich nicht wundern, gebissen zu werden,
    wenn man aus den Schlangenregeln aussteigt.

  5. #4
    Avatar von soulshine22

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    Re: Tod eines Inders

    Was mich in diesem Zusammenhang auch oft verwundert, wie wenig Einfühlungsvermögen für thail. Lebensweise und Verständniss für das Geschäft in THL auf Seiten mancher ausländischer Prokuristen und Manager besteht.

    Pflichtlektüre sollte auf jeden Fall das Buch Das Deutsch-Thailändische Wirtschaftsrecht von Martin Lorenz sein (dessen Geschäftspartner war der Prokurist wo ich arbeitete). Darin finden man auch Informationen zu vielen anderen wichtigen Themen (wenn ich mich recht erinnere sogar bis hin zum Eherecht).
    Noch wichtiger ist es natürlich einfach die Gegebenheiten kommentarlos zu akzeptieren. Manch einer versteht dass aber nicht (z.B. dass Korruption in der Wirtschaft zur guten Sitte gehört und es ohne einfach nicht geht) und bleibt dann halt nicht lange in THL.

    In Bereich Unternehmensberatung für ausländische Firmen denke ich gäbe es auf jeden Fall noch gute Möglichkeiten sich Selbständig zu machen (wenn ich doch nur schon ein abgeschlossenes Studium hätte )

    SG

  6. #5
    Avatar von x-pat

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    Re: Tod eines Inders

    Die erwähnte Schrift von Lorenz (Das Deutsch-Thailändische Wirtschaftsrecht) kann ich auch empfehlen, wenn man die Zeit und Muße dafür hat. Sie ist sogar einigermaßen lesbar, was man von wenigen juristischen Texten behaupten kann. Eine noch wichtigere Lektüre für angehende Manager in Thailand ist Working With The Thais: A Guide To Managing In Thailand von Henri Holmes und Suchada Tangtongtavi.

    DisainaM, ich nehme an du sprichst den Siemens Fall aus dem April dieses Jahres an. Ich stimme dir grundsätzlich zu, dass in anderen Ländern -besonders in Thailand- andere Regeln gelten und das Geschäftsgebahren nicht vergleichbar ist. Es ist daher nicht möglich deutsche Maßstäbe anzulegen. Ein multinationaler Konzern wie Siemens weiss das natürlich. Die haben viele Leute mit Auslandserfahrung im Management. Natürlich kommen auch immer wieder mal Greenhorns, die ihre Lektionen erst lernen müssen.

    Ich kenne bei Carrefour z.B. einen Fall wo der Farang Marktleiter die Thai Mieter derart knebelt, dass man sich schon über seine Gesundheit Sorgen machen muss. Ich kenne auch einen Fall in dem ein italienischer Manager unangemeldeten Besuch von einem "Consultant" hatte, der zu Beginn des Gesprächs seine Pistole auf den Schreibtisch des Managers legte. Es ist nicht immer unangemessenes Verhalten, dass diese Situationen herausfordert, sondern oft ganz einfach Geschäftsinteressen.

    Trotzdem bin ich definitiv dagegen, die Korruption in Ländern wie Thailand offen zu unterstützen. Es geht nicht an, dass man alle Sitten über Bord wirft, sobald man im Ausland tätig wird, nur weil es dort anders läuft als zuhause. Scheinbar handeln jedoch viele nach der Devise "when in Rome do as the Romans do". Zum Beispiel fahren viele Farangs hier idiotischerweise Motorrad ohne Helm, nur weil die Kontrollen nicht so streng sind. Analog dazu neigen die in der Geschäftswelt die etwas erfahreneren Spieler dazu, die Schwächen des Systems auszunutzen. Das führt jedoch leicht zum Missbrauch und zu unakzeptablen Praktiken.

    Cheers, X-Pat

  7. #6
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Tod eines Inders

    Zitat Zitat von x-pat",p="645297
    "when in Rome do as the Romans do".
    ... but never ever switch off your brain because this can be deadly.

  8. #7
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Tod eines Inders

    Ein, ich mache nur mein eigenes Ding, funktioniert in Thailand nicht, wenn man zu erfolgreich wird.
    Ist aber traurig und spricht nicht fuer Thailand,bzw Asien.

    Wenn ich mich erst mafiaaehnlich absichern muss,um sicher durch die Strassen zu wandern,dann wuerde ich in Asien die Finger vom Geschaeft lassen.

    Es soll ja auch einige Farangs geben,die sich eine blutige Nase geholt haben!

    Chinesen und Vietnamesen kennen sich aber in Thailand besser aus und leben laenger!

  9. #8
    Avatar von x-pat

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    Re: Tod eines Inders

    Zitat Zitat von Tramaico",p="645308
    ... but never ever switch off your brain because this can be deadly.


    Ein funktionierendes Gehirn ist natürlich mit Gold nicht aufzuwiegen. Bei manchen Farangs habe ich jedoch den Eindruck, dass dieses Organ nicht für den Betrieb in tropischen Temperaturen ausgelegt ist.

    Cheers, X-Pat

  10. #9
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Tod eines Inders

    Zitat Zitat von x-pat",p="645766
    Bei manchen Farangs habe ich jedoch den Eindruck, dass dieses Organ nicht für den Betrieb in tropischen Temperaturen ausgelegt ist.

    Cheers, X-Pat
    Macht nichts. Ins Haus gehen, die Klimaanlage auf volle Leistung drehen und dann klappt es sicherlich mit der Optimierung der Relativitaetstheorie.

    Manche Unterhaltungs-Etablissements sind ja auch sehr stark gekuehlt. So ist das Bier. Vorkehrungen, damit das farangische Motherboard nicht ueberhitzt?

  11. #10
    Avatar von Samuianer

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    Re: Tod eines Inders

    Zitat Zitat von x-pat",p="645297


    Trotzdem bin ich definitiv dagegen, die Korruption in Ländern wie Thailand offen zu unterstützen. Es geht nicht an, dass man alle Sitten über Bord wirft, sobald man im Ausland tätig wird, nur weil es dort anders läuft als zuhause. .....


    Lebe so recht gemuetlich, zufrieden und unangetestet!

    Kann ich nur waermstens empfehlen, kenne so einige Faelle die meinten das System nutzen zu koennen, es ist ein Morast, aus dem eine Selbstbefreiung, wenn man sich erstmal tief hineinbegeben hat, wenn ueberhaupt, nur noch sehr schwer zu vollziehen ist!

    Es gibt KEINEN Grund sich Praktiken anheim zu stellen die a.) gegen das Gesetz sind
    und
    b.) vor allem unmoralsich, ethisch nicht vertretbar sind.

    Wer meint auf dieser Ebene Geschaefte machen zu muessen begibt sich auf duennes Eis und in Gefahr!

    siehe Titelstory!

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