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Thailand - ein geteiltes Land

Erstellt von Jinjok, 08.02.2005, 15:24 Uhr · 46 Antworten · 3.166 Aufrufe

  1. #21
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Thailand - ein geteiltes Land

    Zitat Zitat von kraph phom
    Meine Liebste sagt immer: Nicht denken, das gibt Kopfschmerzen.
    Na, ich hoffe für Dich nicht, daß Du dies in jeder Lebenslage befolgst.

    Karlheinz

  2.  
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  3. #22
    yunggatt
    Avatar von yunggatt

    Re: Thailand - ein geteiltes Land

    Was soll´ ich mir zu dem Ganzen eigentlich Gedanken machen? Etwas daran aendern kann ich eh nicht
    genau so denken doch auch die Thais.
    Ich hab noch nirgendwo auf der Welt ein so unpolitisches, d.h. politisch uninteressiertes Volk gesehen wie in Thailand. So lange es etwas zu essen und zu trinken gibt und der sanuk stimmt ist doch alles in Ordnung.
    Und ob ein anderer (Thai) an der Spitze der Regierung etwas viel besser machen würde als Thaksin wage ich doch sehr zu bezweifeln.

    yunggatt

  4. #23
    Avatar von x-pat

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    Re: Thailand - ein geteiltes Land

    yunggat: Ich hab noch nirgendwo auf der Welt ein so unpolitisches, d.h. politisch uninteressiertes Volk gesehen wie in Thailand. So lange es etwas zu essen und zu trinken gibt und der sanuk stimmt ist doch alles in Ordnung.

    Zu pauschal. Das trifft nur auf die ungebildete Schicht zu, die zugegebenermassen die Mehrheit darstellt. Ich kenne aber viele Thais, die sehr sensitiv und sehr engagiert in politischen Fragen sind.

    yunggat: Und ob ein anderer (Thai) an der Spitze der Regierung etwas viel besser machen würde als Thaksin wage ich doch sehr zu bezweifeln.

    Kannst du diese Meinung weiter qualifizieren? Was besser machen?

    X-Pat

  5. #24
    Avatar von Jinjok

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    5.556

    Re: Thailand - ein geteiltes Land

    @ Brecht
    Du hast docvh recht. 4 Jahre sind eine lange Zeit und mein Gedächtnis scheint nicht mehr so gut zu funktionieren wie. früher. ich wußte ja wo iche s gelesen hatte, also mußte ich es nur wiederfinden. Und tatsächlich will Shinawtra bis zu seinem 60. Geburtstag durchhalten. Er hofft wohl, er kann die Schulden die er bis dahin auftürmt irgendwie umschichten und vor dem Bankrott bewahren. Aber wenn die Wechsel eingelöst werden oder Platzen, dann gehts richtig beragab. ich schätze dann ist die Kriese von Anno 97 nicht das Ende. Nur damals bluteten auch die Konkurrenten in der ganzen Region. Und da wa r die Weltbank mit Sofort-Cash zum Wiederaufbau, wenn auch zu unbequemen Konditionen. Was Shinawatra aber jetzt aufstapelt, wird Thailand alleine auslöffeln müssen.

    @ Alhash
    Ich muß Dich warnen, im Gegensatz zu früher habe ich letztens hier keine Zeitungsartikel mehr überstzt sondern diese kommentiert. Es handelt sich dabei also dabei nicht um Agenturmeldungen oder die Meinung von Journalisten, sondern um meine. ;-D
    Viele Grüße
    Jinjok

  6. #25
    yunggatt
    Avatar von yunggatt

    Re: Thailand - ein geteiltes Land

    @x-pat

    also die gebildeten Thais, die ich kenne und die sich für Politik interessieren, die auch sehr erfolgreiche Geschäftsleute sind und auch etwas in Thailand bewegen, bzw. bewegen wollen haben alle, ohne Ausnahme einen großen Anteil chinesisches Blut in ihren Adern...

    ich will bestimmt nichts verallgemeinern, sind halt nur meine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen.

    Und in wie weit ein anderer PM in der Lage wäre die wirtschaftlichen Probleme zu lösen frage ich mich auch, zumal ich nicht erkennen kann was der Thaksin denn nun so völlig falsches macht?! Vielleicht hat der ein oder andere Wirtschaftexperte aus diesem Forum einen brauchbaren Vorschlag für den die thailändische Regierung dankbar wäre :???:

    yunggatt

  7. #26
    Avatar von Jinjok

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    Re: Thailand - ein geteiltes Land

    Zitat Zitat von yunggatt",p="215311
    Und in wie weit ein anderer PM in der Lage wäre die wirtschaftlichen Probleme zu lösen frage ich mich auch, zumal ich nicht erkennen kann was der Thaksin denn nun so völlig falsches macht?!
    Shinawatra wäre selbst in der Lage, einiges besser zu machen, wenn er dabei nicht nur seine eigenen Vettern im Blick hätte sondern das Reich als Ganzes. Er hätte die Korruption bekämpfen müssen, daß hätte enorme Geldmengen der Steuerzahler freigesetzt, die sich gewinnbringend für die Zukunft Thailands einsetzen ließen.

    Zum andern hätte er nicht so viel Geld für seine populistischen Eintagsfliegen aus dem Fenster werfen dürfen, das geld hätte in echten projekten bessere Dienste geleistet. So wurde zum Beispiel das Geld des 1 Mio THB für 1 Mio Dörfer zum größten Teil für Mobiltelefone des Marktführers Shinawatra (AIS) oder sonstige nicht nachhaltigen Investitionen ausgegeben.

    Die Rechnung der 30-Bath-Versicherung für alle zahlen die staatlichen Krankenhäusern, wie lange sie noch Geld haben werden ihre Ausgaben zu begleichen, bevor sie reihenweise schließen müssen ist noch noch bekannt. Aber auf Dauer werden die Menschen sich über diese Krankenversicherung auf Kosten der Krankenhäuser nicht freuen können.

    Die Millionen die von Staatswegen in das OTOP-System gepumpt worden sind, sind schon nach einem Jahr versickert. Im zweiten Jahr brachen die Umsätze um ein Fünftel ein, weil die produkte ohne die Mio aus Bangkok nicht so vermakrtet werden können wie im ersten jahr und weil vor allem die Qualität der Produkte nur zum Teil marktfähig ist. Das liegt daran, wenn per zentralem Dekret ein ganzes Heer von Amateueren plötzlich professionele Produkte abliefern soll.

    Alle Verkehrsinfrastruktur-Projekte versacken jedesmal wieder im Sumpf der Korruption, weil die Ausschreibungen solange verzögert und manipuliert werden bis nur noch die Bieter von Sonnenkönigs Gnaden übrigbleiben oder das projekt halt wieder für ein weiteres Jahr in die Schublade wandert in der Hoffnung das die vettern beim nächsten Versuch zum Zuge kommen. Siehe die seit 2 Jahre von Shinawatra gestoppte Vollendung des Skytrains zum Thaksin-Denkmal in Thonburi.

    Alles Beispiel die Unsummen von dringend benötigten Geldern verschlungen haben, die man besser in das Bildungssystem gesteckt hätte, damit die Jugend von heute später mal bessere Chancen hätte, ein leistungsfähiges Thailand aufzubauen.

    Ebenso hätten die verschleuderten Gelder den vernachlässigten Süden des Reiches wahre Wunder bewirken können. Damit hätten die Menschen dort nicht nur Chancen die den Buddhisten im Norden ebenbürtig wären, sondern ich verwette 3000 meiner Postings, daß es damit auch keine Gewalt mehr dort unten geben würde.

    Die Liste ließe sich beliebing und wahrscheinlich endlos fortsetzen. Aber hier stehen eigene handfeste wirtschaftliche Interessen gegen eine dem Wohle des Königreich dienende Poltik. Conflict of Interest nennt man das gewöhnlich. Shinawatra ist hier ein lehrbuchmäßiges Beispiel.
    Jinjok

  8. #27
    yunggatt
    Avatar von yunggatt

    Re: Thailand - ein geteiltes Land

    @Jinjoke

    das was du da anmerkst ist doch normal für Thailand und ähnliche Länder aber:
    sondern ich verwette 3000 meiner Postings, daß es damit auch keine Gewalt mehr dort unten geben würde.
    hier irrst du dich gewaltig, denn die Moslems sind in diesem Sinne nicht zu kaufen, die würden auch bestimmt weiter zündeln wenn es ihnen finanziell und durch bessere Infrastruktur usw besser gehen würde, darauf wette ich

    yunggatt

  9. #28
    Avatar von x-pat

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    Re: Thailand - ein geteiltes Land

    yunggat: Und in wie weit ein anderer PM in der Lage wäre die wirtschaftlichen Probleme zu lösen frage ich mich auch, zumal ich nicht erkennen kann was der Thaksin denn nun so völlig falsches macht?!

    Leider keine sehr beeindruckende Antwort. Deine erste unqualifizierte Aussage -das kein anderer Thai an der Spitze es besser machen würde- mit einer zweiten unqualifizierten Aussage zu untermauern -das Thaksin sowieso nichts falsch macht- legt Stammtischniveau nahe. Du hast bisher weder gesagt was genau die Thaksin Regierung deiner Meinung nach richtig macht, noch was der Gegenstand der "wirtschaftlichen Probleme" ist die du angesprochen hast. Es steht außerdem die Frage offen, ob die wirtschaftliche Erholung Thaksin's persönlicher Verdienst ist, ob die gegenwärtige Wirtschaftspolitik der Regierung langfristig tragbar ist, oder ob hier nur wieder ein Ballon aufgeblasen wird, der in Zukunft platzt.

    Es gibt einige Indikatoren, die für letztere These sprechen, nämlich die hohe private Verschuldung, die sich abzeichnende Überhitzung des Real Estate Sektors, ein rhythmisch zuckender SET Index, und billige Kredite. Die thailändische Wirtschaft ist in einer zyklischen Wachstumsphase und der Staatshaushalt ist bisher mit Disziplin geführt worden. Davon hat Thailand in den letzten 4 Jahren profitiert. Aber worauf basiert das Wachstum? Es wird fleissig gebaut, fleissig konsumiert, Kredite ausgegeben, und weiterhin Umwelt zerstört. Das kennen wir aber schon aus den Neunzigern. Von Reformprozessen ist bisher nicht viel zu sehen. Wie kann damit Stabilität für die Zukunft garantiert werden? Der Finanzminister Somkid ist bereits gegangen, und die Position des Präsidenten der Nationalbank, Pridiyathorn Devakula, steht nun zur Debatte. Es ist zu befürchten, dass diese Leute (die maßgeblich an der wirtschaftlichen Erholung beteiligt waren) durch Ja-Sager-Köpfe ersetzt werden, um weitere populistische Maßnahmen Thaksin's zu finanzieren.

    Ist es außerdem richtig eine Regierung ausschließlich nach BSP Wachstum und wirtschaftlichen Leistungen zu beurteilen? Was ist mit den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales, Umwelt, Gesundheitsweisen, und innere Sicherheit? Die Verfehlungen der Thaksin Regierung sind gerade in diesen Bereichen prekär. Ich möchte diese Probleme nicht noch einmal im Einzelnen aufzählen, da dies von verschiedenen Membern schon in den Election Threads des Forums getan wurde (siehe Suchfunktion). Wo siehst du hier Kompetenzen in der Thaksin Regierung? Ist es in Ordnung, beschuldigte Drogenhändler ohne Prozess abzuknallen? Ist es in Ordnung, politische Demonstranten umzubringen und kritische Journalisten mundtot zu machen? Ist es in Ordnung parlamentarische Beschlüsse ohne Abstimmungsverfahren durchzuziehen? (Letzters braucht Thaksin jetzt nicht mehr zu tun...) Wo ist hier der Fortschritt?

    X-Pat

  10. #29
    yunggatt
    Avatar von yunggatt

    Re: Thailand - ein geteiltes Land

    @x-pat

    wow, so lange statements bin ich von unserem Stammtisch gar nicht gewohnt aber Spaß beiseite...nachdem wir nun die KOmmentare der Forum5experten gehört haben wäre es doch eigentlich interessant was die unmittelbar betroffenen, die Thailänder also, von ihrer Regierung halten, und da schneidet der Thaksin doch gar nicht so schlecht ab wenn ich die Zahlen richtig deute :bravo:

    yunggatt

  11. #30
    Avatar von Jinjok

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    5.556

    Re: Thailand - ein geteiltes Land

    X-Pat hat aus seiner thailandbasierten Sichtweise das Thema Toxins Errungenschaften, egal wie jetzt das Vorzeichen dabei sein mag, noch mal komprimiert.

    Ich wollte in diesem Thread eigentlich mehr die Problematik der Moslemseparatisten vor dem Hintergund des Wahlergebnisses diskutieren. Heute gab es wieder einen neuen Gedankengang des Regierungs-Chefs zu bewundern. Nachdem er unmittelbar nach der Wahl beteuerte, trotz des verheerenden Ergebnisses in den 10 Südprovinzen mit ca. einem Zehntel aller Wahlberechtigten, von seiner bekannten Politik keinen Deut abweichen zu wollen.

    Heute wurde in die Presse gegeben, daß Shinawatra eine Spezialeinheit für psychiologische Kriegsführung im Süden zu formieren und diese bei Bedarf in einen Kampfeinheit umzuwandeln. So gesehen doch wieder nichts wirklich neues. Shinawtra wird sich morgen mit verschiedenen Einheiten der inneren Ordnungsmächte treffen, wobei die ersten Gespräche mit dem Militär geführt werden.

    Der Premier beklagte, daß aber andere Behörden wie Polizei und Verwaltungen zu wenig Beitrag zu seiner Politik im Süden leisten und so Shinawatras Miliäroperationen im Vordergrund erscheinen lassen. Nun soll die Einheit für Psycho-Krieg diesen Eindruck kaschieren und bei Bedarf dennoch gezielt mit militärischer Gewalt zuschlagen können. Ihm schwebt eine Kampfesstärke von mehr als 10.000 Mann vor und soll die 15. Infantrie Division bilden.

    Auch die CEO-Gouverneure, die bei Erfolglosigkeit schneller abgesetzt werden können, haben sich im Süden nicht bewährt. Während sich PM Shinawatra und Verteidigungsminister Samphan Boonyanan zuversichtlich äußern, daß sie mit dieser Aktion, wenn auch nicht die Probleme lösen, so doch die Situation unter Kotrolle bringen können.

    Diverse Akademiker und Intelektuelle warnen hingegen davor, die Situation im Süden lediglich mit militärischer Gewalt lösen zu wollen. Insbesondere verweisen sie auf das Beispiel Isreals und dessen Erfahrung mit den gewalttätigen Problemlösungen.

    http://www.nationmultimedia.com/2005..._16411647.html

    Jinjok

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