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Steigender Thai Aktien-Index " SET "

Erstellt von Otto-Nongkhai, 09.09.2003, 21:47 Uhr · 24 Antworten · 1.612 Aufrufe

  1. #11
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: Steigender Thai Aktien-Index " SET "

    Zitat Zitat von alhash

    ich habe tausende von Thai-Aktien, fall Du mal eine haben willst
    Jedenfalls habe ich mit Thai-Aktien noch keinen Totalverlust gehabt, wohl aber mit deutschen Aktien (Bremer Vulkan), aber da war ich noch zu grün.
    Gruß
    AlHash
    Hallo alhash,

    tausende ? Na ja, bei den teils sehr geringen "Einstiegskosten" kein Problem.
    Du bist mit dem Vulkan auf die Nase gefallen... ich habe ihn ganz billig zur Spekulation gekauft. Dafür bin ich schon in TH auf die Nase gefallen. Derzeit habe ich nichts von TH im Depot.

    Gibt mal einen Tipp. Derzeit sollen ja Finanz- und Imobilienwerte gefragt sein.

    Wir wärs mit einem Thread "Börse Thailand".

    Gruss
    C N X

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Samuianer

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    Re: Steigender Thai Aktien-Index " SET "

    Ob eigens dafuer ein Thread notwendig wird halte ich fuer fraglich?

    Lange genug war der SET ja auf Talfahrt-jetzt sind einige wieder zum testen aufgesprungen.

    Gestern haben auslaendische Investoren - rumms - mal eben eine knappe Mrd. Baht ´verloren´.

    Die neuen ´Regulationen kamen zum tragen´ kam es lakonisch von der Staatsbank. Sicher ist das interveniert wurde um den Baht gegenueber dem US$ hoch zu treiben...das wurde schon mal versucht und getan...das war 1997 und 1998 war der Baht im finanziellen Keller und die Wirtschaft ist gleich mit abgerauscht und hat ganz SOA mitgesaugt.

    Der damalige Premier ist heute Vizepremier. Nachdem ein naher Verwandter in die hoechsten Raenge der Militaers aufgestiegen ist, hat gestern der Premier verlauten lassen dass das Militaerbudget um 200 Mrd. Baht auf 9-10 Jahre angehoben werden soll um die Streitkraefte zu modernisieren.

    Der Vize mit seinen guten Kontakten zu den Militaers, ist er doch selber General, hatte damals den Kauf eines ´Militaersatelliten´ begruesst. Ich meine damals war er mindestens auch schon mal Vize, wenn nicht gar Premier. (Weiss das jemand genauer?) Damals hiess der dafuer zustaendige Minister fuer Transport und Kommunikation so wie der heutige Premier und diesem Mann wurden dann die alleinigen Rechte fuer die privaten Kanaele auf dem Satelliten zugestanden, heute ist dieser Mann der de fakto Monopolist fuer das Mobilnetz AIS Shin.Corp. und der reichste bzw. einer der reichsten Maenner des Landes. Somit hat der Steuerzahler dem Monopolisten eines der profitabelsten Mobilnetze in SOA dem Mann mit den ´ehrlichen Luegen´ eine Mega-Investition erspart - ist doch wirklich nett, oder? Oder hat es ´nur´ noch keiner gemerkt?

    So und jezt wird die Armee digitalisiert - lass kosten was es will.
    Derweil die Provinzhospitaeler den Abgang machen.

    schoenen Gruss aus Thailand Incorp.
    Samuianer

    (gehoert vielleicht in den Thread "Shinwatch"...aber ich lass ihn ,mal hier stehen.)

  4. #13
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Steigender Thai Aktien-Index " SET "

    Hallo,

    Thailands Wirtschaft boomt wieder; trotzdem ist die Boerse in Bangkok nur eine Luke in’s globale Geschehen. Ein eigener Thread wuerde mangels Masse schnell eingehen.

    Wer sich fuer den Aktienmarkt ueber Foren interessiert, ist zunaechst bei

    http://pub86.ezboard.com/fkennwortfrm1

    gut aufgehoben. Dort werden hin und wieder auch die asiatischen Maerkte beleuchtet.

    Wer an einen Boersenbrief denkt, kann bei

    http://www.ekip.de/index.php

    hereinschauen. Stephan Heibel liefert brandaktuelle, gut recherchierte und verständlich aufbereitete Informationen über die Geschehnisse an den US-Boersen, denn dort spielt die Musik. Aber kostenfrei ist das heutzutage nicht mehr.

    Wer mehr ueber das globalisierte Wirtschaftsgeschehen wissen will, dem empfehlen wir ein Buch:


    Thailand - im Bann der Globalisierung
    Von H. & R. Pollmeier

    Globalisierung ist ein schillernder Begriff. Mit der Asienkrise schlidderte Thailand in ihren Bann. In seinem Buch "Die Schatten der Globalisierung" beleuchtet Joseph Stiglitz, jahrelang Chefvolkswirt der Weltbank und Nobelpreistraeger fuer Wirtschaft, schonungslos die Fehler des Internationalen Waehrungsfonds (IWF). In dieser Anklageschrift - publikumswirksamer waere der Titel "Das Versagen des IWF" gewesen - spielt Thailand eine bedeutende Rolle.


    Erinnern wir uns! Am 2. Juli 1997 brach der Kurs des thailaendischen Baht massiv ein. Zehn Jahre lang hatte dieser Wechselkurs um etwa 25 Baht pro Dollar geschwankt, nun fiel er ueber Nacht um etwa 25 Prozent. Noch im gleichen Monat gerieten auch die Waehrungen der Nachbarstaaten unter Druck: der philippinische Peso, Indonesiens Rupiah und Malaysias Ringgit. Was zunaechst nur eine Waehrungskrise war, entpuppte sich als Beginn der groessten Wirtschaftskrise seit der Grossen Depression in den dreissiger Jahren - einer Krise, die von Asien auf Russland und Lateinamerika uebergriff und die ganze Welt bedrohte.

    Sie ist eine Zaesur fuer die Weltwirtschaft, legt die systematischen Maengel der heutigen Weltwirtschaftsordnung offen.

    Tatsaechlich zeigt sich rueckblickend, dass die Politik des IWF die Abschwuenge nicht nur verschlimmerte, sondern mit ausloeste. Stiglitz stellt lapidar fest: "Die vorschnelle Liberalisierung der Finanz- und Kapitalmaerkte war vermutlich fuer sich genommen die wichtigste Ursache der verschiedenen Krisen, auch wenn eine verfehlte Wirtschaftspolitik seitens der betroffenen Laender selbst ebenfalls eine Rolle spielte."

    So hatte sich Thailand seit Beginn der 90er Jahre zunehmend verschuldet. 1996 betrugen die Schulden 123 Prozent des BIP, 1992 waren es nur 39 Prozent. Der Loewenanteil entfiel auf Private und bestand aus Krediten mit geringer Laufzeit. Viele Kredite wurden in den boomenden Immobilienmarkt gepumpt in dem Kalkuel: Der Marktwert steigt schnell und macht die Kreditzinsen mehr als wett. Ende 1996 platzte die Spekulationsblase. Die Bodenpreise fielen mit fatalen Folgen: Viele Kredite konnten nicht mehr bezahlt werden. Nach Angaben der Bank of Thailand soll ein Siebtel aller Kredite bereits Ende 1996 "faul" gewesen sein, die tatsaechliche Rate war gewiss doppelt so hoch.

    Als diese Fakten durchsickerten, verloren auslaendische Investoren ihr Vertrauen in die Wirtschaft des Landes; der Angriff auf den Baht begann. In Bangkok versuchte man noch, den Wechselkurs zu verteidigen. Die thailaendische Zentralbank kaufte fuer mehr als 23 Milliarden US-Dollar Baht auf und musste tatenlos zusehen, wie ihre Devisenreserven ohne nennenswerte Effekte dahinschmolzen.

    Devisenspekulationen haben bei der Abwertung des Baht und der anderen Waehrungen eine Rolle gespielt, denn es zeigte sich schnell, dass die Programme des Internationalen Waehrungsfonds weniger den gebeutelten asiatischen Laendern als den Schnaeppchenjaegern aus Europa und den USA halfen. Allerdings muss man nicht dem malaysischen Premier Mahathir Mohammad folgen, der den Finanzjongleur George Soros zum alleinigen Missetaeter erklaerte. Im Juni und Juli 1997 haben Spekulanten wohl rund 10 Milliarden US-Dollar auf die Abwertung gesetzt, also Schulden in Baht aufgenommen und damit "harte" Waehrungen gekauft, um die Kredite nach der Abwertung zurueckzuzahlen und den Kursgewinn einzustreichen. Leicht gemacht hat ihnen das die vom Internationalen Waehrungsfond und anderen Apologeten des freien Welthandels empfohlene Liberalisierung des Finanzsystems. Mit der Einrichtung der Bangkok International Banking Facilities hat die thailaendische Regierung 1993 praktisch den grenzueberschreitenden Kapitalverkehr freigegeben.

    Claus Koehler zeigt anschaulich das Grundmuster spekulativer Techniken am Devisenmarkt:
    "Ausgangspunkt jeder geplanten spekulativen Transaktion sind Erwartungen ueber die Kursentwicklungen an den Devisenmaerkten. Erwartet man eine Abwertung auslaendischer Waehrungen und eine Aufwertung der heimischen Waehrung, dann wird sich der Spekulant in auslaendischer Waehrung verschulden, die aufgenommene auslaendische Waehrung in heimische Waehrung umtauschen und die Gelder am heimischen Markt anlegen. Wertet, wie erwartet, die auslaendische Waehrung ab, dann muss der Spekulant nicht die gesamte heimische Anlage in auslaendische Waehrung umtauschen, um seine Schulden in auslaendischer Waehrung zurueckzuzahlen. Es genuegt, einen Teil der Anlagen umzutauschen, um die Schulden zu tilgen. Der verbleibende Teil ist der Gewinn des Spekulanten.

    Im Falle der "normalen" Yen-basierten Spekulation duerfte sich das etwa folgendermassen abgespielt haben. Der Spekulant besass US-Dollar (100 $) und erwartete eine Abwertung des Yen von 125 ¥ auf 140 ¥. Er musste sich zunaechst in Yen verschulden und den Gegenwert in US-Dollar anlegen.

    Fuer die geplante Kreditaufnahme in Yen musste der Spekulant der japanischen Bank eine Sicherheit in Yen stellen. Also tauschte er seine US-Dollar in Yen um (100 $ x 125 ¥ = 12500 ¥). Fuer diese umgetauschten Yen erwarb der Spekulant Yen-Anleihen. Diese hinterlegte er bei der japanischen Bank als Sicherheit und erhielt einen Yen-Kredit (12500 ¥). Die Verschuldung in der abwertungsverdaechtigen Waehrung Yen war vollzogen. Die durch den Kredit erhaltenen Yen (12500 ¥) tauschte der Spekulant nun wieder in Dollar ein (100 $) und legte sie in Dollar-Anleihen an."

    Drastischer stellte das Sophon Suphaphon in seiner beruehmten Absauger-Rede vor - er erhielt 1998 als exemplarischer Wirtschaftsmanager mit sozialem Engagement den angesehenen Ramon-Magsaysay Preis, eine asiatische Version des Nobelpreises: "Der erste Saugvorgang: Dies war ein Absaugen von Volkseinkommen ins Ausland ueber den internationalen Geldmarkt, und zwar nach Plaenen von auslaendischen wie von Thai-Spekulanten, die es auf den Baht abgesehen hatten (einschliesslich George Soros). Sie saugten die ueber mehrere Jahrzehnte mit grosser Muehe angesparten Devisen Thailands ab. Die Summe von 30 Milliarden US-Dollar oder 1000 Milliarden Baht verschwand innerhalb eines Monats und landete in auslaendischen Haenden. Das Volk hatte keine Ahnung von dem, was vorging. Und es gibt kein Zurueck mehr."

    Schon als Weltbank-Chefoekonom reihte sich Joseph Stiglitz in die Front der IWF-Kritiker ein. Statt enger Haushaltspolitik sei eine Ausweitung der oeffentlichen Ausgaben gefordert, soziale Sicherungssysteme muessten her, um den Abstieg von Millionen in die Armut zu verhindern.

    Mit seinem Buch laesst er nun vollends die Katze aus dem Sack. Der Professor schreibt bisweilen weitschweifig, manchmal kleinlich, fesselt aber nach den ersten Seiten wie ein spannender Kriminalroman. Aber es ist kein Roman - leider, moechte man hinausschreien! Es ist auch kein Flugblatt von Greenpeace-Aktivisten oder das akademische Pamphlet eines Sozialwissenschaftlers.

    Stiglitz ist ein knallharter Ökonom mit den unmittelbaren Erfahrungen aus der Naehe des US-Praesidenten Clinton und der Chefetage der Weltbank. Mit zweifelsfreier Autoritaet und der Weihe des Nobelpreises nennt er die Verantwortlichen: IWF und US-Finanzministerium. Sie bestimmen die Richtlinien der internationalen Wirtschaftspolitik. Stiglitz ist gewiss ein Ärgernis fuer das Finanz-Establishment: kritisch, nuechtern, nicht selten zynisch: "Die moderne High-Tech-Kriegsfuehrung ist darauf ausgerichtet, physischen Kontakt zum Feind zu vermeiden: Wenn man Bomben aus einer Hoehe von 10.000 Metern abwirft, "spuert" man nicht, was man tut. Bei der modernen Wirtschaftssteuerung verhaelt es sich ganz aehnlich: Von seinem Luxushotel aus kann man gefuehllos Konditionen auferlegen, ueber die man zweimal nachdaechte, wuerde man die Menschen kennen, deren Leben man zerstoert."

    Was wir bisher bei vielen Autoren als Annahmen, Vermutungen oder Spekulationen abgetan haben, erfahren wir nun kaum widerlegbar aus berufenem Munde, wird transparent und fuer Laien nachvollziehbar: Fuer die Armen dieser Welt ist der IWF eine Katastrophe. Der Kreditgeber fuer Notfaelle ist eine arrogante Ersatzregierung; er diktiert Bedingungen, die mit den Interessen der kleinen und schwachen ,Laender des Suedens´ fast nie uebereinstimmen.

    Staunend ,verschlingen´ wir haarstraeubende Einzelheiten: Kredite sollen voruebergehende Zahlungsprobleme beheben. Sie werden aber an die Öffnung von Maerkten, an die Liberalisierung des Kapitalverkehrs, an die Privatisierung von Unternehmen, an den Ausgleich der oeffentlichen Haushalte gebunden. Bittsteller muessen nationale Entwicklungsstrategien und damit wesentliche Teile ihrer Souveraenitaet preisgeben.

    Stiglitz nennt viele Gruende: Rechthaberischer Dogmatismus der IWF-Buerokraten; sie trauen dem Markt alles, den Staaten nichts zu. Eine administrative Praxis ohne sorgfaeltige Analysen der Besonderheiten eines jeden Landes; pauschalierte Laenderberichte gleichen sich bis in einzelne Formulierungen. Ein faktisches Vetorecht der USA; was mit Wall Street nicht kompatibel ist, wird boykottiert.

    Neben der Asienkrise sind Russland und China Schwerpunkte des Buches. China weigerte sich, das Land vorschnell zu oeffnen. Es bekaempfte zunaechst erfolgreich die Armut und setzte auf ein gediegenes Wachstum.Russland nahm die empfohlene Schocktherapie des IWF an, erwies sich als Musterschueler ? und versank vom Mafia-Kapitalismus ins Chaos.

    Die Ergebnisse kann Stiglitz nur noch zynisch kommentieren: Die Privatisierung war ein Raubzug, mit der Liberalisierung wurde die Beute ins Ausland gebracht und mit dem Rueckzug des Staates verlor die verarmte Bevoelkerung ihren letzten Schutz.

    Mitte 1998 sollte der Rubel von Dollarmilliarden aufgefangen werden. "Wir hatten geglaubt, das Geld wuerde den Wechselkurs fuer drei Monate stuetzen, tatsaechlich reichte es nur fuer drei Wochen. Wir waren der Ansicht, die Oligarchen wuerden Tage oder gar Wochen brauchen, um das Geld ausser Landes zu schaffen, tatsaechlich brauchten sie nur Stunden oder hoechstens Tage... der IWF haette uns allen das Leben leichter gemacht, wenn er das Geld direkt auf die schweizerischen und zypriotischen Konten ueberwiesen haette."

    ,,Spekulanten sind wie Haie, sobald sie eine Schwaeche wittern, attackieren sie ihr Opfer", lautet ein gefluegeltes Wort. Wenn Stiglitz meint: "So wie Russland heute beginnt, seine politische Fuehrung fuer die Folgen ihrer Entscheidungen zur Verantwortung zu ziehen, so sollten auch wir unsere Regierungen zur Rechenschaft ziehen. Das Urteil duerfte nicht guenstig ausfallen", melden wir arge Zweifel an. Hier war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens.



    Joseph Stiglitz, Die Schatten der Globalisierung. Aus dem Englischen von Thorsten Schmidt, Siedler Verlag, Berlin 2002, 303 S., 19,90 Euro

    Weitere Quellen & Texte:
    http://www.baanthai.com/magazin/crash1997.shtml
    http://www.asienhaus.org/publikat/so...8/98-3-028.htm
    http://www.geistesleben.com/diedrei/drei499/thai.html
    http://www.blaetter.de/aeltere/nove97/gold1197.htm
    http://www.fes.de/ipg/ipg2_98/artkoehler.html
    http://www.sealinks.de/asienkrise/zeit33.htm
    http://www.hausarbeiten.de/rd/faeche...bwd/17042.html - wird z. Z. nicht geoeffnet -
    http://www.solidaritaet.com/neuesol/1997/40/wsj.htm
    http://www.akweb.de/ak_s/ak417/26.htm

    Gruss
    Heinz Pollmeier

  5. #14
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Steigender Thai Aktien-Index " SET "

    Mal eine kleine Info ,gelesen im Farang:

    Die Rating-Agentur Fitch bewertet Thailands langfristige Bonität positiv und hat das Land auf „BBB“ heraufgestuft.
    Seit der Krise in 1997 habe das Land Auslandsschulden in Höhe von 50 Milliarden Baht zurückgezahlt.

  6. #15
    Avatar von alhash

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    Re: Steigender Thai Aktien-Index " SET "

    @Otto,

    das sind die Nachrichten, die Börsen treiben (wobei bei BBC gleich das Umgekehrte eintreffen würde), ebenso der Bericht von Samuianer.

    "So und jezt wird die Armee digitalisiert"

    dann wollen wir mal überlegen, wo die Gelder hinfließen. Tut mir ja auch leid für die Hospitäler, aber Börse ist gnadenlos.

    Ich werde bestimmt bei meinem nächsten Besuch in TH wieder ein paar Bath spenden um mein "Gewissen" zu beruhigen.

    Schönen Sonntag noch
    AlHash

  7. #16
    Avatar von Samuianer

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    Re: Steigender Thai Aktien-Index " SET "

    Zitat Zitat von HPollmeier
    "Die vorschnelle Liberalisierung der Finanz- und Kapitalmaerkte war vermutlich fuer sich genommen die wichtigste Ursache der verschiedenen Krisen, auch wenn eine verfehlte Wirtschaftspolitik seitens der betroffenen Laender selbst ebenfalls eine Rolle spielte."

    Der Loewenanteil entfiel auf Private und bestand aus Krediten mit geringer Laufzeit. Viele Kredite wurden in den boomenden Immobilienmarkt gepumpt.. Ende 1996 platzte die Spekulationsblase. Die Bodenpreise fielen mit fatalen Folgen:

    ..thailaendische Zentralbank kaufte fuer mehr als 23 Milliarden US-Dollar Baht auf und musste tatenlos zusehen, wie ihre Devisenreserven ohne nennenswerte Effekte dahinschmolzen.
    Vermutlich..was fuer ein schoenes Wort, auch wenn der Mannn ´Nobelpreistraeger´ ist, muss er mit seinen Feststellungen nicht auch automatisch und unabdingbar richtig liegen!

    Im Nachinein verhaelt es sich sowieso wie wenn "Das Kind mit dem Bade ausgeschuettet wurde."

    Oder sind etwa beim IMF und der Weltbank bewusst Idioten angestellt - das waere indirekt die Behauptung dieses Herren. Sicher gibt es bei Allem, besonders bei globalstrategischen Entscheidungen verschiedene Meinungen - ja gar Opposition, was so richtig, wie auch gesund ist.

    Aber nun zur Sache: Damals, unter der Regierung Chavalit wurde schon im April angedeutet das der Baht "an der Boerse - gefloatet" werden solle. Es wollte oder konnte (politisch) keiner entscheiden wann das sein sollte.

    Die "Blase" wurde durch Mrd. ´billiger Ueberseekredite gefuettert, im Ausland wurde Geld fuer minimal Zins (~1%) geliehen im Inland wurde maximal verzinst (Festgelder 12-16.75%!!!)

    Derweil wurde der Baht gegen den Dollar und andere "harte" Waehrungen munter weiterhin gestuetzt.

    Was die Immobilienspekulation anbetrifft hat sich der Markt bedeutend mehr Kapital von der Uebergabe Hongkongs an China versprochen - aehhh...verspekuliert,als tatsaechlich investiert wurde, floss doch viel mehr als vermutet nach Singapur, Australien, Canada und in die USA - an Bangkok vorbei.

    Ich kann mich noch gut erinnern wie ganz langsam der Countdown zum Absturz in die Finanzabyss begann.

    Irgenwann wurden die Stimmen um die "Abwertung" des Baht immer lauter. Dann wurde wieder dementiert, keiner wollte den drohenden Absturz ins Auge sehen, es wurde weiter vertuscht oder versucht Schadensbegrenzung zu betreiben, immerhin war es doch das "Ansehen" Thailands....aeeehhh seiner politischen Vetternwirtschaftsclique.

    Es folgten Tagungen, Ansprachen, der Staatsbankchef musste immer wieder versichern das alles in Ordnung sei, der Regierungschef sprach immer von:"Kein Grund zur Beunruhigung!" Das jedoch fing an mich zu beunruhigen - ich kuendigte alle Konten auf und ´rubelte´ um.

    Eines Freitag Abends, ich meine es war der letzte oder vorletzte Freitag im Mai 1997, grosses Treffen und pssssst! Krisensitzung in Bangkok. Dann Ausschluss der Oeffentlichkeit (Presse!) und "Kriegsrat".

    Am folgenden "schwarzen" Montag, es war ein Bankfeiertag gestand der Premier das der Baht nun losgeloest sei und er frei an der Boerse gehandelt werde.

    Am Dienstag gab es einen "Bankenrun", alle wollten ihre Konten raeumen...mit dem Erfolg das ploetzlich die Banken "Chashstripped" ohne Bargeld, waren.

    Wichtige kurzfristige Kredite wurden abgelehnt, die gesamte Wirtschaft kam ins wanken...der Baht begann seinen haltlosen Freiflug.

    In diesem Zeitraum gab es Berichte im Economist, in The Far Eastern Financial Review, Straight Times etc. das hohe Summen aus Thailand auf die Finanzmaerkte in Asien verteilt wurden darunter Namen die aus der politischen Szenen nur allzu bekannt waren, wie etwa Shin Corp.

    Es ist Tatsache das die von Anlegern und Kapitalmaerkten in Europa wie in den USA, sowie vom IMF mehr Transparenz gefordert wird.

    Da hat sich bis Heute so gut wie nichts getan.
    TiT-This is Thailand.



    Wahrheiten gibt es viele, aber Wirklichkeit nur Eine!

    Gruss
    Samuianer

  8. #17
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Steigender Thai Aktien-Index " SET "

    Hallo Samuianer,

    schoen, wie Du hier ohne Scheu vor ´grossen Namen´ vom Leder ziehst!

    Ich bin immer froh, wenn Leser vor Ort die Dinge aus ihrem Gesichtsfeld beleuchten. Das verhindert Einseitigkeit und den ,verengten’ Blick.

    Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir wegen unserer Sichtweise arg gerueffelt wurden.

    Gruss
    Heinz Pollmeier

  9. #18
    Avatar von Samuianer

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    Re: Steigender Thai Aktien-Index " SET "

    @HPollmeier...

    nun alles "live", also wirklich miterlebt und daran gibt es nichts zu ruetteln - Kronzeuge sozusagen.

    Die Namen sind alles Fakten auch daran gibt es nichts zu ruetteln - hier ist Mann (Nai) ja so abgebrueht das nicht mal die Namensnennung und direkter Bezug zu Straftaten ein Ploblem aufwerfen. (siehe die Duangchalerm Geschichte...)

    Sollte ich mir Sorgen machen, wenn sich hier offensichtlich keiner Sorgen macht?

    Ich glaube nicht, solange man nicht nervend, in aller Oeffentlichkeit jemanden direkt angeht darf wohl alles gesagt werden.

    Die ´beruehmte´ Toleranz - wo liegt die Grenze zu blinder Ignoranz? Liegen diese beiden polaren Eigenschaften wie Genie und Wahnsinn, doch ganz dicht beieinander.

    Es darf nur eben nicht zu dem allseits verpoenten ´Gesichtsverlust´ (Na daek) kommen, dann sind die Betroffenen im Zugzwang....

    ..."Sag immer die Wahrheit aber nie die unschoene Wahrheit!"..



    Gestern erst fand sich in der Bangkok Post (Titelseite) ein interessanter Hinweis: "200 Mrd. hier, 200 Mrd. dort, 900 Mill. fuer Jenes, XXX Mill. fuer irgendein anderes ehrgeiziges Projekt aber in den Krankenhaeusern (30 Baht Schema) gibt es nicht mal mehr Tupfer oder Einwegspritzen!" und in vielen nicht mal mehr Aerzte!...

    Das neue Thais lieben Thailand - Land - Thailand Inc.


    TiT - This is Thailand

    Ich meine der naechste Crash ist vorprogrammiert - und davon wird sich das Land nicht so rasch wieder erholen. (ohne Schwarz zu sehen aber in die Zukunft schauend!)

    Was allein das aeusserst pompoes ausgerichtete APEC Treffen (Okt.2003) dem Land/Steuerzahler kosten wird. Handbemalte Teller, alle mit Intialien der Staatsmaenner, Seidenhemden, Die koeniglichen Bargen, Sicherheit, streunenden Hunde - Stadt"streicher", Unansehnliches wird entfernt, uebergetuencht, abgerissen, manikuert und pedikuert - wie ´Damals´ als die Weltbanktagung in BKK stattfand.
    Schulklassen bekamen Farbe in die Hand und ´durften´ haessliche Welblechblenden uebermalen - ja, ja... Das schreibt ´denen´ keiner vor, das laeuft unter dem Motto "Eindruck schinden", oder mehr Schein als Sein - egal wie, WIR sind WAS!

    O.K. Da ist irgendwelcher ´Wachstum´ der SET hat sich um fast 100% erholt aber ist immer noch gut 100% unter seiner Bestzeit...vor 1998.
    Investoren investieren, testen den Markt, was ist zu holen? In Samui, auf Phuket in Hua Hin, Ko Chang wird gebaut, gebaut, gebaut...wenn in den USA die schlimmsten Arbeitslosenraten seit der grossen Inflation Tatsache sind, in D. es aehnlich aussieht, wer soll dann in all den neuen Luxusherbergen das so heissersehnte Geld ausgeben?

    Der etwas kurz geratenen "Gernegross", z.Zt. Leiter des Landes, ist sehr 'ambitioniert' sagt man, wo faengt Groessenwahn und Selbstueberschaetzung an und hoert der gesunde Menschenverstand auf?


    Wie war das...."Mai pen rai!"...


    feinste Gruesse vom
    Samuianer

  10. #19
    Avatar von HPollmeier

    Registriert seit
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    Re: Steigender Thai Aktien-Index " SET "

    Ja, ja, Samuianer,

    die "Potemkinschen Doerfer"!

    Ich meine, in den Foren sollte man oefter hinter die Kulissen schauen; der ´Touri´ darf bei den vorgegaukelten Traumstraenden die Realitaet nicht vergessen. Das heisst ja nicht, dass wir das Land nicht lieben.

    Ich ware Dir dankbar, wenn Du weiterhin unsere Beitraege, die wir hin und wieder hier in´s Netz stellen, kritisch beleuchtest.

    Vor allem schaetze ich, nicht sofort persoenlich angegriffen zu werden - wie mir das leider allzuoft passiert ist.

    Herzliche Gruesse
    Heinz Pollmeier

  11. #20
    Avatar von Samuianer

    Registriert seit
    04.09.2003
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    17.303

    Re: Steigender Thai Aktien-Index " SET "

    Zitat Zitat von HPollmeier
    Ja, ja, Samuianer..der ´Touri´ ..dass wir das Land nicht lieben.
    So gesehen gehoere ich nicht mehr zu der ´Spezie´ Touri. Lebe und wirke seit Jahren im Koenigreich und beaobachte/verfolge so manches mit Verwunderung. Das der Mensch hier dann mehr mitbekommt, d.h. einen tieferen Einblick "hinter die Kulissen" erhaelt, ergibt sich eigentlich aus der Situation.

    Zitat Zitat von HPollmeier
    Ich ware Dir dankbar, wenn Du weiterhin unsere Beitraege, die wir hin und wieder hier in´s Netz stellen, kritisch beleuchtest.
    Werde mir alle Muehe geben, sehe ich nicht als meine Aufgabe, denke aber gelegentliche Ergaenzungen ergeben ein klareres Bild.

    Zitat Zitat von HPollmeier
    Vor allem schaetze ich, nicht sofort persoenlich angegriffen zu werden - wie mir das leider allzuoft passiert ist.
    Herzliche Gruesse
    Heinz Pollmeier
    Da ich relativ neu in diesem Forum kann ich darueber schlecht urteilen, denke nur das ´Anmache´ draussen bleiben darf. Weil das nie und nimmer gedankliche Inhalte bzw. Tatsachen, wie Begebenheiten bereichern kann.
    Verstehe aber auch das mal jemandem "die Pferde durchgehen" koennen.



    ...Noch was zum Thema: Nachdem ich heute Morgen gegen 8:20 meinen Beitrag eingestellt hatte, bekomme ich gegen 13:30 Ortszeit die Bangkok Post in die Haende. Unter der Rubrik Leserbriefe finde ich eine de fakto Bestaetigung meines kritischen Blickes auf deas finanz-politische Geschehen im Koenigreich!

    Another crash is looking likely..

    I fear Thailand is headed towards Thaitanic II. Construction is booming, but who is going to fill all those luxury condos, shopping centres and spas?

    The government is again trying to manipulate the baht, while adding huge off-the-books debt that will come back to haunt the country. Banking and judicial reform has stalled after a dismal start, and those who caused and profited from the last collapse are back in business after avoiding punishment.

    Meanwhile, new corruption scandals continue to appear almost daily in the newspapers, while the Thai people sit back and do nothing. For someone who cares about this beautiful country, it is all quite depressing.

    Amy Burton

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    mfG
    Samuianer

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    Letzter Beitrag: 07.09.02, 22:59