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Starke Unruhen im Süden !!!

Erstellt von Conny Cha, 26.10.2004, 07:22 Uhr · 208 Antworten · 11.890 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Conny Cha

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    Re: Starke Unruhen im Süden !!!

    Quelle: die Tageszeitung
    Montag, 08. November 2004

    Bangkoks harte Hand
    AUS BANGKOK NICOLA GLASS

    Tak Bai gilt seit kurzem als Synonym für Schrecken und Gewalt: Am 25. Oktober sind in dem kleinem Ort nahe des Golfs von Thailand und der malaysischen Grenze nach schweren Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und muslimischen Demonstranten mehr als 80 Menschen ums Leben gekommen. Sie hatten die Freilassung von sechs Inhaftierten gefordert, denen vorgeworfen wurde, Aufständischen Waffen verkauft zu haben. 78 Demonstranten sind erstickt, als sie nach ihrer Festnahme gefesselt und mit mehr als tausend anderen in völlig überfüllte Armeelaster gepfercht wurden. Weitere sechs Demonstranten wurden bei den Ausschreitungen erschossen.
    Die Tragödie von Tak Bai hat die derzeitige Krise in den vorwiegend muslimisch dominierten Südprovinzen weiter verschärft. Seitdem sind bereits mindestens zehn Menschen von mutmaßlichen muslimischen Extremisten ermordet worden. Zuletzt starben am Samstag ein buddhistischer Ladenbesitzer und der Wächter eines buddhistische Schreins.
    Inzwischen hat die Regierung Fehler beim Vorgehen der Sicherheitskräfte in Tak Bai eingeräumt. Den Tod so vieler Menschen bezeichnete Regierungssprecher Jakrapob Penkair als "Tragödie", die die Regierung "zutiefst bedauere". Zu dieser Erkenntnis ist sie freilich nicht so ganz freiwillig gelangt. Es brauchte schon eine unabhängige Untersuchung, die der Senat eingeleitet hatte.
    Zuvor hatte es immer geheißen, Polizei und Militär seien auf der Jagd nach hundert mutmaßlichen Kriminellen und Aufrührern gewesen. Die aber waren laut Untersuchungsbericht unter den 1.300 Verhafteten nicht mehr auszumachen gewesen. Für den Abtransport hätten 25 Armeelaster, einige Polizeiautos und andere Fahrzeuge zur Verfügung gestanden. Die Menschen seien - gefesselt und mit den Gesichtern nach unten - vier- bis fünffach übereinander geschichtet und von Soldaten misshandelt worden, als sie um Hilfe geschrien hatten.
    Das Vorgehen des Militärs sei völlig unangemessen, kritisierte Senator Nirun Phithawatcharn, Vorsitzender des Komitees für Soziale Entwicklung und Sicherheit. Zumal noch Menschen vermisst würden und die genaue Zahl der Toten noch immer nicht feststehe. Auch führten die Demonstranten keine schweren Waffen mit sich. Offiziere hatten behauptet, sie hätten Gewehre und Handgranaten in einem nahen Fluss gefunden.
    Für den oppositionellen Senator Kraisak Choonhavan ist das eine Ausrede: "Ich fragte den zuständigen Kommandeur, woher er wisse, dass manche der Demonstranten Waffen mit sich geführt hätten. Er antwortete, dass er während der Verhandlungen mit der Menge den Arm um einige Leute gelegt und die Pistolen im Gürtel gefühlt habe." Kritiker wenden ein, dass die Protestler, wenn sie wirklich bewaffnet gewesen sein sollten, die Sicherheitskräfte auch hätten angreifen können.
    Viele fragen sich, wie es zu dieser neuen Welle der Gewalt kommen konnte. Nachdem der Süden in den 70er- und 80er-Jahren mehrfach Schauplatz separatistischer Auseinandersetzungen war, folgte in den 90er-Jahren eine Zeit relativer Ruhe. Dann aber brach die Gewalt am 4. Januar dieses Jahres erneut aus: Mutmaßliche Rebellen griffen ein Armeecamp in Narathiwat an, töteten vier Soldaten und erbeuteten mehrere hundert Gewehre. Regierungschef Thaksin Shinawatra, der die Probleme im Süden lange ignorierte, schlug sofort zurück und verhängte das Kriegsrecht über drei muslimisch geprägte Provinzen.
    Seit Anfang Januar starben mehr als 460 Menschen bei bewaffneten Auseinandersetzungen. Darunter waren sowohl Sicherheitskräfte als auch buddhistische und muslimische Zivilisten. Wer hinter den Attentaten steckt, weiß bis heute niemand. In der offiziellen Darstellung mutierten die Angreifer von Banditen zu Terroristen und dann wieder zu Kriminellen, die nur Waffen stehlen wollten.
    Die mehrheitlich moderaten Muslime der Region fühlen sich ohnehin als Sündenböcke für Bangkoks verfehlte Politik: Ständig werden Vorwürfe über den Machtmissbrauch der von Bangkok eingesetzten Autoritäten laut. Es kursieren Namenslisten von Menschen, die seit der Verhängung des Kriegsrechts verschwunden sind. Prominentester Fall dürfte der des Muslim-Anwalts Somchai Neelapaijit sein. Er war am Abend des 12. März nach einem Treffen in der Hauptstadt Bangkok verschwunden. Bis heute fehlt jede Spur von Somchai, der sich mehrfach für die Aufhebung des Kriegsrechts stark gemacht hatte.
    Insgesamt ist die Gewaltspirale eher politisch-kultureller als religiöser Art. Traditionell gilt der arme, unterentwickelte Süden als Hochburg der Demokratischen Partei, der politischen Rivalin von Thaksins regierender "Thai Rak Thai" (Thais lieben Thais). Die Demokraten hatten immerhin versucht, den Problemen des Südens zu begegnen, indem sie ein Netzwerk von Experten eingerichtet hatten, die teils selbst aus dem Süden stammten.
    "Viele Buddhisten im übrigen Thailand wissen nichts darüber, was hier passiert, sie glauben, dass die Probleme allein von den Muslimen ausgehen", sagt Louis, muslimischer Englischlehrer in Narathiwat. Die Probleme der Muslime mit den lokalen Autoritäten sowie die Rivalitäten zwischen Polizei und Militär habe es aber immer schon gegeben.
    Eine Lösung, die Gewalt zu beenden, ist nicht in Sicht - weder Regierung noch Armee scheinen aus den blutigen Auseinandersetzungen gelernt zu haben. Die Vorfälle von Tak Bai gelten als eine Wiederholung dessen, was sich bereits am 28. April ereignet hatte: An jenem Tag waren rund 107 junge, mit Messern und Macheten bewaffnete Muslime von Militärs getötet worden. Die älteste Moschee der Provinz, die Krue Se Moschee in Pattani, wurde mit Handgranaten beworfen und anschließend mit Waffengewalt gestürmt, weil sich dort etwa 30 Angreifer verschanzt hatten. Die mutmaßlichen Rebellen hatten Sicherheitsposten attackieren wollen. Doch die Einsatzkräfte seien vorher gewarnt worden - die Erschießungen also unnötig gewesen, monierte später eine Untersuchungskommission.
    Tak Bai gilt als noch tragischer: Denn die meisten der rund zweitausend, die vor der Polizeiwache in Tak Bai protestierten, wollten Gerechtigkeit oder kamen nur aus Neugier an den Schauplatz. Aber sie seien keine Kriminellen gewesen, bilanzierte Senator Nirun Phithawarcharn.
    Der sowohl von Buddhisten als auch von den Muslimen Thailands verehrte König Bhumipol hatte Premier Thaksin kürzlich aufgefordert, die harte Gangart gegen den Süden aufzugeben. Auch die muslimischen Geistlichen des Landes drängen weiterhin auf eine politische Lösung. Die Regierung habe ganz klar Fehler gemacht, so Imam Winai Sama-oon, Mitglied des Zentralen Islamischen Komitees. Es genüge nicht, nur Armeekommandeure ihrer Posten zu entheben.
    Trotz aller Appelle aber wird die Regierung wohl an ihrer Law-and-Order-Politik festhalten. Sie befürchtet, dass ein weniger martialisches Vorgehen ihr als Schwäche ausgelegt werden könnte. In seiner wöchentlichen Radioansprache schloss Thaksin am Freitag Verhandlungen mit muslimischen Separatisten aus und drohte jedem, bei dem ein Sturmgewehr oder Bombenmaterial gefunden werde, mit der Todesstrafe.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Conny Cha

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    Re: Starke Unruhen im Süden !!!

    Quelle: Yahoo Nachrichten
    Dienstag 9. November 2004, 06:27 Uhr

    Erneut Buddhist in Thailand enthauptet

    Bangkok (AP) Rund zwei Wochen nach dem Tod von Dutzenden Muslimen ist im Süden Thailands erneut ein Buddhist enthauptet worden. Die Leiche des 60-Jährigen wurde auf einer Kautschuk-Plantage in der Provinz Narathiwat gefunden, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. In einer Botschaft, die sie bei der Leiche hinterlassen hatten, kündigten die Täter weitere Rachemorde an.
    Ausschreitungen und das anschließende Vorgehen von Sicherheitskräften haben Ende Oktober 85 Menschen das Leben gekostet, die meisten von ihnen erstickten nach ihrer Festnahme in völlig überfüllten Militärlastwagen. Anfang November haben Extremisten bereits einen stellvertretenden Bürgermeister der Region enthauptet. Die Unruhen im Süden Thailands dauern seit Jahresbeginn an. Dort lebenden Muslime werfen der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit Diskriminierung vor.

  4. #23
    Avatar von Conny Cha

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    Re: Starke Unruhen im Süden !!!

    Quelle: Deutsche Welle

    11. November 2004

    Rachefeldzug in Thailand


    Grausame Attentate im Süden sorgen für Unruhe im beliebten Urlaubsland Thailand. Ob lokale Separatisten oder der internationale islamistische Terrorismus hinter den Anschlägen steckt, ist unklar.

    In der Grenzregion zu Malaysia wurden am Dienstag (9.11.) ein älterer Mann geköpft und zwei Arbeiter erschossen aufgefunden. Die Tat gilt als Racheakt für den Tod von über 80 muslimischen Demonstranten in dem Ort Tak Bai. Im Oktober hatten dort mehrere tausend Menschen die Freilassung von sechs Inhaftierten gefordert, die angeblich islamische Separatisten mit Waffen und Munition beliefert hatten.

    Die Armee hatte die Proteste gewaltsam aufgelöst und zahlreiche Demonstranten zum Abtransport in Lastwagen gesperrt. In der qualvollen Enge waren 78 Menschen erstickt. Sechs weitere wurden bei den Ausschreitungen erschossen. Polizei und Militär rechtfertigten die Aktion mit der Jagd nach bewaffneten Kriminellen und Aufrührern unter den Protestierenden. Familienangehörige forderten nun die Regierung auf, den Verbleib von mindestens 40 weiteren vermissten Teilnehmern der Demonstration zu klären.

    Die Unruhen kommen der thailändischen Regierung doppelt ungelegen. Einerseits steht die Asien-Pazifik-Konferenz am Wochenende in Bangkok an, andererseits könnten die Touristen fernbleiben. Damit würde eine wichtige Einnahmequelle des Landes versiegen.

    Streben nach Unabhängigkeit


    Im islamisch geprägten Süden des überwiegend buddhistischen Landes gibt es seit langer Zeit Gruppen, die die Unabhängigkeit anstreben. Dies führt immer wieder zu Gewaltausbrüchen. Thailand hatte die Provinzen Narathiwat, Pattani und Yala 1902 annektiert. Die als "Assimilierungspolitik" betitelten Aktionen der Bangkoker Zentralregierung wandelten sich in Wirklichkeit in eine andauernde wirtschaftliche und politische Diskriminierung des Südens. Erst gegen Ende der 1980er-Jahren beruhigte sich dank des wirtschaftlichen Aufschwungs die Situation. Schließlich wurde 1997 in Bangkok eine neue Verfassung verabschiedet, die der muslimischen Minderheit eine weitreichende Religionsfreiheit garantierte und den Provinzen gewisse Autonomierechte zugestand.

    Nach einigen Jahren der relativen Ruhe brach am 4. Januar 2004 mit einem Überfall auf eine Kaserne erneut die Gewalt aus. Bisher kamen rund 450 Menschen bei Attentaten und Aufständen ums Leben. Vorläufiger Höhepunkt war am 28. April der Überfall mehrerer Gruppen von Jugendlichen auf 15 Polizeiwachen. Dabei wurden rund 107 Angreifer erschossen. Kurz darauf stürmte das Militär eine Moschee, in der sich eine der Gruppen verschanzt hatten. Dabei wurden 30 Jugendliche getötet.

    Unbekannte Urheber


    Wer genau hinter den jüngsten Aktionen steht, ist jedoch völlig unklar. Die thailändische Regierung schwankt in ihrer Beurteilung, ob die Anschläge auf das Konto islamischer Separatisten gehen oder vielmehr Banden von Waffenschiebern und Drogenhändlern dahinter stecken. "Nach Angaben des thailändischen Nationalen Sicherheitsrates gibt es bislang jedoch keine Beweise für die Involvierung von ausländischen Terrorgruppen, wie beispielsweise Jemaah Islamiah", sagt Marco Bünte vom Institut für Asienkunde in Hamburg.

    Anzeichen dafür gibt es allerdings schon. So kehrten thailändische Veteranen des Afghanistan-Kriegs, noch von den Taliban militärisch ausgebildet und ideologisch indoktriniert, in die Südprovinzen zurück. Außerdem wurde im August 2003 der Indonesier Riduan Isamuddin südlich von Bangkok verhaftet. Er gilt als mitverantwortlich für die Planung der Anschläge von Bali. In manchen Islam-Schulen wird eine radikale Ideologie im Sinne der Jemaah Islamiah verbreitet.

    "Die Regierung hat seit Anfang des Jahres versucht, das Problem im Süden mit drei Schritten zu lösen: Auf der einen Seite mit umfassender Wirtschaftshilfe - 32 Millionen sollen in die Region geleitet werden -, auf der anderen Seite mit einer Reform der Islam-Schulen und eben mit einer politisch-militärische Lösung", erklärt Bünte. Die beiden letztgenannten Punkte könnten jedoch die Situation im Süden Thailands noch weiter verschärfen und den radikalen Gruppen weiteren Zulauf bescheren.

  5. #24
    Avatar von Conny Cha

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    Re: Starke Unruhen im Süden !!!

    Quelle: azonline.ch

    13.November 2004 09:50

    Ein Toter bei Bombenexplosion in Thailand

    Im Süden Thailands ist erneut ein Buddhist Opfer eines Gewaltaktes geworden. Bei einer Bombenexplosion auf einem Markt in der Provinz Yala kam eine Person ums Leben; sieben weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei mitteilte.


    Erst am Vorabend hatte es in der benachbarten Provinz Narathiwat eine offenbar koordinierte Serie von drei Explosionen gegeben; mindestens 16 Menschen wurden bei einer der Detonationen in einem buddhistischen Restaurant verletzt.

    Der überwiegend von Moslems bewohnte Süden Thailands ist in dem buddhistisch geprägten Staat seit Jahrzehnten ein Unruheherd. Im Januar flammten die Aufstände wieder auf; seitdem wurden mehr als 540 Menschen getötet.

    Für weitere Eskalation sorgte der Tod von 87 moslemischen Demonstranten Ende Oktober: Neun starben bei einer gewaltsam niedergeschlagenen Demonstration; 78 weitere erstickten oder wurden erdrückt, als sie in Militärlastwagen eingepfercht zum Verhör gefahren wurden.

    40 weitere Moslems werden nach Angaben ihrer Angehörigen seitdem vermisst. Seit dem Zwischenfall hatte es zahlreiche tödliche Racheakte gegen Buddhisten in der Region gegeben. (sda)



    Quelle: Der Blick

    Aufruhr in Süd-Thailand

    Sonntag, 14.November 2004

    BANGKOK – Muslimische Extremisten wollen den Süden Thailands unter Kontrolle bringen. Bei einem Überfall sowie mehreren Anschlägen wurden drei Menschen getötet und 27 verletzt.
    Heute früh wurde ein buddhistischer ehemaliger Polizist auf seiner Plantage erschossen. Auch ein Arbeiter aus dem Nachbarland Birma zählt zu den Opfern. Die Behörden gehen davon aus, dass die Bluttat darauf zielte, Buddhisten aus der Region zu vertreiben.

    Bei der Explosion einer Bombe auf einem Markt in der Provinz Yala kam gestern ein Mann ums Leben, sieben weitere Menschen, darunter ein Kleinkind, wurden verletzt.

    Dabei verwendeten die Attentäter High-Tech: Nach Angaben der Polizei wurde der Sprengsatz mit einem Handy ferngezündet. Alle Opfer seien Buddhisten, hiess es weiter. Wenige Stunden zuvor war in der Provinz Narathiwat ein Sprengsatz in einem Restaurant detoniert, mehr als ein Dutzend Menschen wurden verletzt.

    Die Bevölkerung Thailands ist überwiegend buddhistisch, in den südlichen Provinzen Yala, Narathiwat und Pattani leben dagegen mehrheitlich Muslime. Für die jüngste Welle der Gewalt in der Region werden islamistische Separatisten verantwortlich gemacht. Seit Januar fielen den Unruhen mehr als 500 Menschen zum Opfer.

    Ministerpräsident Thaksin Shinawatra sagte am Wochenende, er habe die Regierungschefs der südlichen Provinzen aufgefordert, sich mit Abgeordneten, Geistlichen und Bewohnern zu treffen, um «eine Lösung des Problems zu finden».

  6. #25
    PETSCH
    Avatar von PETSCH

    Re: Starke Unruhen im Süden !!!

    noch eine aktuelle Anmerkung:
    HEUTE 14.11.04 wird im TV :Weltspiegel/ARD (19:10h)
    über das Problem durch Korrespondent
    Hetkämper berichtet

  7. #26
    Avatar von Conny Cha

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    Re: Starke Unruhen im Süden !!!

    Quelle: der Standard

    30. November 2004

    Thailand: 80 Millionen Papier-Tauben für Frieden
    Regierung will Zeichen des Friedens gegenüber Moslems im Süden des Landes setzen


    Bangkok - Ein besonderes Zeichen des Friedens hat sich die thailändische Regierung für die Unruhegebiete im moslemischen Süden des Landes ausgedacht: Dort sollen am Geburtstag des landesweit verehrten Königs Bhumibol Adulyadej Millionen von Papiertauben übers Land flattern. In der mehrheitlich buddhistischen Bevölkerung stieß die Aktion von Regierungschef Thaksin Shinawatra auf Begeisterung: Auf seinen Aufruf hin bastelten die Einwohner insgesamt mehr als 80 Millionen weiße, handsignierte Vögel.

    Stipendien und Jobs

    Sie sollen nun am 5. Dezember aus 35 Armeeflugzeugen abgeworfen werden. Shinawatra versprach zudem jedem jungen Menschen, der seine eigene Friedenstaube wieder findet, ein Stipendium für ein Studium. Jedem Arbeitslosen, dem dies gelinge, sagte der Regierungschef einen Job zu.

    Die religiösen Führer in Südthailand kritisierten die Initiative als Mediencoup, mit dem die Regierung von ihrer sonstigen Ideenlosigkeit ablenken wolle. Sie monierten zudem, dass die Aktion das Land vermüllen werde. Behördenvertreter schlugen vor, Netze zwischen den Bäumen aufzuhängen, um die Vögel abzufangen. Im Süden Thailands wurden bei gewalttätigen Unruhen von Moslems seit Anfang des Jahres mehr als 550 Menschen getötet.

  8. #27
    Avatar von Dieter1

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    Re: Starke Unruhen im Süden !!!

    Die Mutti von meiner Kleinen ist zu Besuch bei uns, die bastelt den ganzen Tag an den Dingern mit wachsender Begeisterung. Leider werden sich Extremisten davon nicht beeindrucken lassen.

    Gruss Dieter

  9. #28
    brecht
    Avatar von brecht

    Re: Starke Unruhen im Süden !!!

    CNN hat sich letzte Woche lustig gemacht ueber Thaksin wegen den Brieftauben.
    Nun das die Thais darueber begeistert sind bedeutet das sie die Situation immer noch kapiert haben und Thaksin weis das auch aber es ist ihm mal wieder gelungen die Leute an sich zu binden das Ausland hat schon lange kapiert was Thaksin tut aber die Thais scheinen regelrecht zu doof zu sein da muss erst mal was richtiges passieren dann vielleicht sehen sie was der Mann wirklich ist.

  10. #29
    Avatar von Conny Cha

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    Re: Starke Unruhen im Süden !!!

    Quelle: Yahoo News

    24. Dezember 2004

    Ein Toter bei Anschlag in Thailand

    Bangkok (AP) Bei einer Bombenexplosion in der Nähe eines Marktes in der südthailändischen Stadt Sungai Kolok ist am Freitag ein Mensch getötet worden, neun weitere Menschen wurden verletzt. Ziel des Anschlags waren Regierungssoldaten, vier der Opfer waren nach Militärangaben aber muslimische Bewohner der Gegend, darunter der Getötete. Auch drei Soldaten und drei Buddhistinnen wurden verletzt. Die Bombe war auf einem Motorrad deponiert und wurde ferngezündet, nachdem ein Militärlastwagen an dem Markt gehalten hatte.

    Die Bevölkerung Thailands ist überwiegend buddhistisch, in den südlichen Provinzen Yala, Narathiwat und Pattani leben dagegen mehrheitlich Muslime. Für die jüngste Welle der Gewalt in der Region werden islamistische Separatisten verantwortlich gemacht. Seit Januar fielen den Unruhen fast 580 Menschen zum Opfer.

  11. #30
    Avatar von Serge

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    Re: Starke Unruhen im Süden !!!

    Zwei Tote ....!

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