Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 43

Starbucks vs. Starbung

Erstellt von Dart, 18.10.2013, 11:20 Uhr · 42 Antworten · 4.371 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Dart

    Registriert seit
    03.05.2009
    Beiträge
    1.917

    Starbucks vs. Starbung






    Unglaublich! Starbucks, der Riese unter den Kaffeedealern in Thailand, hat die Betreiber eines kleinen, fahrbaren Kaffeestand angezeigt, weil diese den Namen Starbung benutzen mit einem ähnlichen Logo. {/


    Starbucks fordert eine Entschädigung von 300.000,- Baht plus Zinsen.


    Den Betreibern droht sogar eine Haftstrafe.







    Bungholes: Starbucks demands arrests in IP case | Coconuts Bangkok

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    16.505
    Starbucks würde ich in Thailand nun nicht unbedingt als Riesen bezeichnen, Coffee World und Black Canyon haben deutlich mehr Fillialen.

    Und so unglaublich finde ich es nun auch nicht, dass mal jemand in Thailand Markenrechte durchsetzt.

  4. #3
    ccc
    Avatar von ccc

    Registriert seit
    09.07.2011
    Beiträge
    3.949
    300.000 Baht Entschädigung ist so eine typisch amerikanische Forderungs-Höhe in diesem Fall. 1000-fach überhöht, damit man sich irgendwo auf einem niedrigeren Level einigen kann.

    Starbucks hat durch den Standbesitzer vielleicht ein paar Hundert Baht an Umsatz verloren, also wäre das eine denkbare Höhe an Schadenersatz, aber viel eher müssten sie dem kleinen Mann noch etwas zahlen, denn der Bericht über die Klage ist doch eine kostenlose Super-Werbung für den Großkonzern.

    Das Problem des Standbesitzers ist, dass er einer der wenigen Thais ist, die denken. Er dachte, ich nehme einen ähnlichen Namen, dann kann mir nichts passieren. Das ist zwar eine nachvollziehbare Überlegung, aber richtig wäre gewesen, das echte Starbucks-Logo zu verwenden! Begründung: Die Lacoste-, Gucci, Lancombe-, etc. Plagiate verkaufen sich im LOS doch blendend unter dem Originalnamen und das funktioniert seit Jahrzehnten so. Der arme Mann hat um eine Ecke zuviel gedacht, und das ist in Thailand immer ein Problem.

    @ Chak

    Natürlich ist es hoch an der Zeit, im LOS etwas gegen Markenklau zu unternehmen, aber dabei bei so einem kleinen Fisch (genaugenommen einem Plankton) im großen Meer der Plagiate anzufangen, ist schon etwas eigenartig.

  5. #4
    Avatar von Dart

    Registriert seit
    03.05.2009
    Beiträge
    1.917
    Sorry Chak, ich sehe da keine Verhältnismäßigkeit.


    Welchen wirtschaftlichen Schaden soll der arme Tropf eigentlich verursacht haben, das eine Forderung von 300k plus Zinsen im Raum steht?


    Mit solch einem Vorgehen macht man sich doch als internat. Konzern eher lächerlich und unsympathisch, just my 2 cents.


    Ich könnte es ja noch verstehen, wenn der Mann eine ganze Kette an Verkaufswagen in Bangkok auf den Straßen verteilt hätte.

  6. #5
    Avatar von alhash

    Registriert seit
    17.12.2001
    Beiträge
    4.824
    Schmeckt denn der Kaffee bei Starbucks besser als bei den anderen Ketten?
    Da ich ja kein I-Phone besitze, hatte ich mich bisher nicht getraut ihn dort zu verköstigen.
    Abgesehen auch von den in meinen Augen ordinären Preisen.

    Ein echter Ceap Charly halt....
    AlHash

  7. #6
    Avatar von Dune

    Registriert seit
    20.06.2010
    Beiträge
    5.975
    Ja genau, man statuiert an einem Kaffeeverkäufer ein Exempel. Demnächst werden das Gucci, Prada u.a. genauso machen, wenn die Händlerin ihre gefakten Handtaschen an die Frau bringt. Die Frage ist doch, wenn man das Wort schlimm benutzen darf, wer den größeren Schaden hat. Oder?

  8. #7
    ccc
    Avatar von ccc

    Registriert seit
    09.07.2011
    Beiträge
    3.949
    Zitat Zitat von alhash Beitrag anzeigen
    Schmeckt denn der Kaffee bei Starbucks besser als bei den anderen Ketten?
    Was mich persönlich betrifft, so ist das kein Kaffee, den die verkaufen, sondern eben nur 'Coffee', will sagen es schmeckt mir nicht wirklich dort. 1x probiert, genug gehabt. Es ist schon schlimm genug, dass die Amis der Welt den Geschmack beim Essen vorgeben wollen mit Burgers, Chicken-Wings, etc., muss es jetzt auch noch der Kaffee sein?

  9. #8
    Avatar von ChangLek

    Registriert seit
    01.06.2004
    Beiträge
    4.161
    ................ der ähnliche Markernname könnte ein Grund sein. Hier in Deutschland ein ähnlich gelagerter Fall im Jahre 2010: iPod vs. eiPOTT: Urteilsbegründung veröffentlicht | heise online

    ..............vielleicht hätte er (der Standbetreiber) einfach ohne Logo einen Werbespruch kreieren sollen: "bei mir schmeckts immer besser und es gibt auch immer ein bißchen mehr"............

  10. #9
    Avatar von Navita

    Registriert seit
    04.08.2013
    Beiträge
    507
    In Anbetracht dessen, dass der Betreiber Konsumenten durch vorsätzliche Täuschung übers Ohr haute, kommt er mit läppischen 7.500 € mehr als mit einem blauen Auge davon. In EU wäre mindestens das Zehnfache fällig.

  11. #10
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.208
    Ich weiss angesichts dieses Falls auch nicht was ich davon halten soll. Einerseits finde ich es richtig, dass man Leuten auch in Thailand auf die Finger klopft, wenn sie Markenzeichen unverhohlen kopieren. Andererseits ist eine Klage in der Höhe für den Angeklagten gleichbedeutend mit Konkurs, was dann schon ein wenig mehr als "auf die Finger klopfen" darstellt. Manu muss dabei folgendes beachten:

    - eine "vorsätzliche Täuschung" liegt sicher nicht vor, denn dafür ist das Zeichen zu verschieden und man kann davon ausgehen, dass die Kunden von Mr. Bung wissen dass sie keinen Kaffee der Marke Starbucks kaufen.

    - der Gedanke, dass ein Konzern mit 13 Milliarden Jahresumsatz (@Chak: das ist sicher mehr als die thailändische Black Canyon Marke) einen Straßenverkäufer fertig macht und ein Exempel statuiert ist höchst unsympathisch.

    Aber:

    - Mr. Bung zieht unzweifelhaft kommerziellen Nutzen aus der Starbucks Marke.

    - Mr. Bung ist in dem Fall äußerst uneinsichtig. Er hatte von dem Kläger im vergangenen Jahr zwei für ihn kostenfreie Abmahnungen per Brief erhalten und ignoriert, bevor der Konzern rechtliche Schritte einleitete.

    - Mr. Bung hat danach auch noch eine (von Starbucks erwirkte) einstweilige Verfügung des Gerichts ignoriert, die ihm verbietet das Logo weiter zu benutzen.

    - das IPD Bangkok hat einen schiedsrichterlichen Verfahrensantrag von Starbucks abgelehnt.

    Fazit: dem Konzern bleibt gar nichts anderes übrig, als zu klagen. In diesem Fall habe ich dafür Verständnis, denn Mr. Bung hat ja bisher weder gutes Rechtsverständnis noch Einsicht bewiesen. Falls er glaubt auf einer Sympathiewelle aus dem Fall heraus reiten zu können, werden die Richter diese Idee wahrscheinlich widerlegen. Und das wäre auch gerecht.

    Cheers, X-pat

Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Mc Donalds und Starbucks in Udon Thani
    Von Red_Mod_Ant im Forum Essen & Musik
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 01.07.09, 20:51