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Shinawatras Erfolge Teil II - Die Grassroot-Oekonomie

Erstellt von Jinjok, 30.09.2003, 09:16 Uhr · 19 Antworten · 1.008 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Azrael

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    Re: Shinawatras Erfolge Teil II - Die Grassroot-Oekonomie

    @Otto



    Kommt wahrscheinlich auch auf die Krankheit und die daraus folgende Komplexität der Behandlungsmethode an.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Samuianer

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    Re: Shinawatras Erfolge Teil II - Die Grassroot-Oekonomie

    Zitat Zitat von Jinjok
    ..Jetzt kann man auch einen Kredit bekommen, wenn man als Sicherheit ein Stueck Land bewirtschaftet, welches einem nicht selbst gehoert (gemietet oder staatlich bezuschusst), einen Essenstand auf oeffentlichen Grund (Fussweg) betreibt, mit geleasten Maschinen arbeitet, ueber "Wissen" verfuegt (Softwareentwicklung) und so weiter und so fort.

    Aber auch hier ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Ab Januar naechsten jahres wird es fuer die Leute, die bei dem 1-Moi-THB-Projekt leer ausgegangen sind, weil sie kein eigenes Land mehr besitzen bzw. schon total ueberschuldet sind, eine 200 Mrd. THB teure Entschuldungsaktion geben.
    Klar, das Schlimmste was sich so einer vorstellen kann, versteckte Schuldenberge lauern irgendwo im Nirgendwo - die Altlasten sind ja ´nur´ zusammengelegt und irgendwo ´versteckt´ worden. Dann haben die Banken ein riesen Haufen Geld auf dem sie sitzen, weil zwar die Zinsen niedriger sind als jeh zuvor sind, aber wegen der 97/8er Wirtschaftskrise die Sicherheitsansprueche der Banken extrem hoch sind, hat sich die "Katz in den Schwanz gebissen´. Jetzt schreitet der "Magier" ein... und stellt seine eigenen Gesetze auf - entgegen aller Vernunft - Kohle soll wieder fliessen und zwar reichlich! Gibt es doch noch jede Menge einzupacken - how much is enough - Mister Primeminister?

    Das muss unweigerlich in die naechste Katastrophe fuehren oder hat schon mal jemand was von marktwirtschaftlichen "Wundern" gehoert?

    Hat tatsaechlich schon mal jemand davon gehoert das mit geliehenem Geld das auf ´Sicherheiten´ geliehen war, die nicht sicher waren, jemand ein richtig gut gehendes Geschaeft aufgebaut hat - obwohl ihm dazu alle Qualifikationen fehlten?

    So einen Kredit nehm ich auch - sofort und in jeder Hoehe!

    Noch irgendjemand ohne Geld fuer aehhh... ein Mobiltelefon oder Sat-TV??

  4. #13
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Shinawatras Erfolge Teil II - Die Grassroot-Oekonomie

    Diese "informative Opositionspolitik" von dem Zweiergespann Jinjok-samuianer ist ja durchaus interessant, und auch nicht von der Hecke gepflückt, das kann man ja nicht von der Stange weisen.Aber irgendwie ist sie in meinen Augen doch etwas löchrig.

    Da sitzt unser bester Mann in Hua Hin, und wollte eigentlich seinen Urlaub am Strand genießen - aber was tut er, er kämpft sich durch Presse und Nachrichtenagenturen, aus seinem Sandbunker nach Bangkok spähend, um von dort aus Leuchtraketen über die feindliche Regierung abzuschießen.

    Flankiert vom Leutnant der Reserve aus dem Straflager Samui, gehts dem Regierungsoberhaupt jetzt mächtig an den Kragen...und ich frage mich ob die Aussicht von beiden Stützpunkten aus, in jeder Himmelsrichtung ausser der nach Bangkok versperrt ist?

    Nicht daß er es nicht verdient hätte in's Kreuzfeuer genommen zu werden, unser werter Herr Premier, denn das was er so vom Stapel läßt und von sich hören läßt, ist ganz sicher nicht koscher. Und die Aufklärung über seine Aktivitäten läßt die Romantik von Thailand zurecht ein wenig verblassen...

    Es geht ja wohl kaum umhin daß man der Mannschaft eines untergehenden Botes, nach alter kapitänsmanier Mut macht und sie in der Illusion läßt das Boot könnte den Sturm der Stürme überstehen. Einen Teil der Manschaft beauftragt man den lecken Kiel mit Lumpen zu zustopfen, und auszupumpen was die Riemen halten - und den anderen Teil schickt man an's Heck um die Rettungsboote zu bohnern und auf Hochglanz zu polieren...und sicherheitshalber bis zum Kielwasser herunterzulassen. Da muß man es schon mit einer sehr dummen- , oder einer extrem hörigen, - oder aber einer sehr verzweifelten Mannschaft zu tun haben...

    Wirft man aber einen Blick auf die Weltmeere, dann sieht man daß alle die Großen Schiffe bereits leckgeschlagen haben und Schlagseite zeigen, besonders der große Dampfer der genau zwischen dem Pazifik und dem Atlantik geankert hat. Und was tun die Kapitäne, dieser Schiffe in ihrer Verzweiflung? Die seltsamsten Dinge tun sie um ihre Schiffe vom Untergang zu retten, und so mancher vergisst um seine vielgepriesene Kapitänsehre, manche werden sogar zu Piraten! Was tut man nicht alles damit es keine "Meuterei auf der Bounty" gibt ?! Die Kapitäne, falls sie ihr Salz wert sind, passen sich der Manschaft an und versprechen ihnen das wovon sie nun mal denken daß es die Manschaft am Ruder hällt! Aber es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis auch der letzte Ozeanriese untergeht, manchmal reicht ein Eisberg auf Kollisionskurs aus um ein unsinkbares Schiff der länge nach aufzuschlitzen!

    Musik bitte: "Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord" - Musik aus.

    Ich glaube kaum daß die Kapitäne der Weltmeere beser als ihr Ruf sind, - es ist eher umgekehrt - und daß der Kapitän das sinkende Schiff als letzter verläßt, kann man endgültig unter Legenden der Antike verbuchen!
    Zum Abschluß noch einen Rat an die Herren Informanten:

    Weder persönliches Schönfärben, noch "journalistische" Schwarzmalerei stellt die Realität gebührend dar!

    Einseitige Sensationsberichterstattung ist allerdings durch die Bank negativ, weil es stest mehr negative Schlagzeilen als positive gibt. Das hat aber weniger mit der Realität als mit dem "Potential zur Sensation" zu tun, das dem Negativen bekanntlicherweise (leider) nun mal mehr anhaftet. Das sollte jeder bedenken der sich journalistisch betätigt.

    Aus meiner Erfahrung muß man die positiven Dinge allerdings aus dem eigenen Potential herausschöpfen, die findet man nun mal nicht so leicht in der Presse oder den einschlägigen Medien, dieses Material braucht man auch nicht als "Informationen" zu tarnen und als journalistische FAKTEN zu verkaufen, zu denen kann man dann getrost stehen.

    Eine Beziehung zu einem Land (und der Welt) ist wie die Beziehung zu einer Frau, zuviel Romantik ist genauso tödlich wie zuviel Kritik! Es muß aber auch von Allem haben um eine solche Beziehung aufrecht zu erhalten ohne sich und seine Persönlichkeit dabei zu verlieren...

    Und beide Extreme haben in beiden Fällen immer etwas mit Ängsten zu tun.

  5. #14
    Avatar von Samuianer

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    Re: Shinawatras Erfolge Teil II - Die Grassroot-Oekonomie

    Zitat Zitat von MrLuk
    Flankiert vom Leutnant der Reserve aus dem Straflager Samui....
    Nicht daß er es nicht verdient hätte in´s Kreuzfeuer genommen zu werden, unser werter Herr Premier, denn das was er so vom Stapel läßt und von sich hören läßt, ist ganz sicher nicht koscher. Und die Aufklärung über seine Aktivitäten läßt die Romantik von Thailand zurecht ein wenig verblassen...


    MrLuk vielen Dank fuer den so schillerden ;-D und zustimmenden Kommentar - hatte was - wie das Wort zum Bierholen...aeehh..zum Sonntag natuerlich-wer wird denn trinken und wenn es nur Wasser ist-das tut einer nur aus Aengsten! ;-D

    MrLuk, kommen sie mich doch mal den "Leutnant der Reserve" aus dem "Straflager" Samui besuchen-ich wuerde mich freuen einen ausgedehten Spaziergang mit einem so aeusserst informierten und unvoreingenommen Gespraechspartner, entlang azurblauer Meeresbuchten auf zuckerweichem Sand unter endlosen smaragdgruenen Palmendaechern-zu machen...

  6. #15
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Shinawatras Erfolge Teil II - Die Grassroot-Oekonomie

    einen ausgedehten Spaziergang, entlang azurblauer Meeresbuchten auf zuckerweichem Sand unter endlosen smaragdgruenen Palmendaechern-zu machen...
    Genau das meinte ich, geh du schon mal vor, ich komme in ein paar Monaten nach, wenn's weniger Arbeit und Stress hier hat und wenn dann der Weihnachtsverkauf in Benelux über die Bühne ist

  7. #16
    Avatar von Jinjok

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    Re: Shinawatras Erfolge Teil II - Die Grassroot-Oekonomie

    Heute bezeichnet in der Nation die Opposition die Maßmahmen zur Umwandlung von ungewöhnlichen Besitztümern in Kreditsicherheiten (Landnutzungsrechte, Lizenzen zum Beteiben einer Garküche auf dem Bürgersteig etc. siehe weiter oben im Thread) als weitere populistische Maßnahme, die die Farmer weiter flächendeckend in die Schuldenfalle trieben wird und langsfristig das Bruttonationalprodukt in immer stärkere Unbalance bringt.

    Fakten dazu sind, daß bisher von den geplatzten Krediten (Non-performing Loans - NPLs) bisher 70 Mrd. THB von Farmern kommen. Über 4 Mio Farmhaushalte sind mit durchschnittlich 61.000 THB in der Kreide und 28% dieser Kredite wurden seit 3 Monaten oder länger nicht mehr abbezahlt und gelten damit als geplatzt - NPLs. Das macht über eine Mio Farmhaushalte die bankrott sind oder eben 70 Mrd THB geplatzte Kredite allein aus diesem Teil der Bevölkerung.

    Und die will Shinawatra nun per Dekret entschulden und sofort wieder kreditfähig machen, damit sie neue schöne Dinge zum Wohle der Staatskonjunktur und damit seines Firmenimperiums auf Pump kaufen können. Dagegen hat sich jetzt Democrat Party spokesman Ong-art Kampaibul lautstark ausgesprochen.

    http://www.nationmultimedia.com/page...1352&usrsess=1

    Die Stimmen mehren sich offenbar, die versuchen die tragische Wahrheit hinter den Bauernfänger-Tricks vom PM in die Öffentlichkeit zu bringen. Fragt sich nur wie viele das hören wollen.
    Jinjok

  8. #17
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Shinawatras Erfolge Teil II - Die Grassroot-Oekonomie

    @MrLuk,
    genau deswegen habe ich vorher die "ernste" Frage gestellt, ob es unserm JJ gut geht.

    Ein Aufenthalt in Hua Hin wär doch mal ein "happy" posting wert.

    Ne, Jungs. Ist nicht schon wieder eine Spitze in Richtung JJ. Mach mir nur ein paar Gedanken.

    Das Bild mit dem Kapitän ist nicht schlecht. Ein Kapitän, der mit seinem Schiff untergeht, trägt persönlich die Konsequenzen seines Handelns und des Weltgeschehens (Wetters).

    Ein Administrator, der Lust an der Macht gefunden hat, wird sich immer rechtzeitig zu seinem eigenen Vorteil abseilen und sich für die Naivität seiner Schäfchen ins Fäustchen lachen.

    Aber du und ich weiss, wohin das führt. Verlierer auf der anderen Seite werden gesetzmässig immer zum eigenen Untergang führen.

    Aus gegebenen Anlass möchte ich einfach mal den Begriff "win-win" weitergeben. Dies ist ein Erfolgsrezept mit relativer Dauer und hat auch den "anderen" im Blick.

  9. #18
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Shinawatras Erfolge Teil II - Die Grassroot-Oekonomie

    @Iffi,

    Meine Parabel über die Schiffskapitäne war eigentlich eine Parabel die nichts mit Administratoren und Moderatoren zu tun hatte, sie sollte viel eher darauf aufmerksam machen daß die ganze Admiralität auf den Hund gekommen ist und das große Boot bereits leck geschlagen hat. Und daß es insofern etwas kurzsichtig ist die angeschlagenen lokalen Fischerbote in die Werft zurückzupfeifen und die untergehenden Ozeanriesen nicht einmal zu beachten...

    Natürlich kann man noch mehr um so eine Parabel spinnen, denn wenn sie zutreffend sind sind sie auch zur Kreativität offen :-)

  10. #19
    Avatar von Samuianer

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    Re: Shinawatras Erfolge Teil II - Die Grassroot-Oekonomie

    Zitat Zitat von Iffi
    ...Ein Kapitän, der mit seinem Schiff untergeht, trägt persönlich die Konsequenzen seines Handelns und des Weltgeschehens...

    rechtzeitig zu seinem eigenen Vorteil abseilen und sich für die Naivität seiner Schäfchen ins Fäustchen lachen.
    Ich glaub mal nicht das der "Herr am Ruder" irgendwelche Konsequenzen tragen wird. Da wird wohl der Inhalt des zweiten Satzes zum tragen kommen.

    Notfalls geht er nach Australien ein paar Runden Golf spielen-da ist er dann nur ein reicher "Japaner"... ;-D

    Soweit zu populistischen Massnahmen und deren Folgen.

    Das ist die Katastrophe, er brockt es den Leuten ein, verdient ordentlich mit seinen Helfershelfern daran, wird noch bejubelt und gefeiert und dann geht er...die anderen bezahlen dann ueber Jahre die Rechnung und zwar nicht mit Geld, das haben sie ja dann nicht mehr, sondern mit noch schlechteren Lebensbedingungen!

    P.S.
    Auch wenn vieles (leider) sehr negativ ist, es sind Aufzeichnungen von Leuten die hier leben und sich mit dem taeglichen Leben im Koenigreich kritisch auseinandersetzen. Bei mir z.B. loeste diese Reaktion die ganze TRT Geschichte mal ein wenig kritischer zu durchleuchten, ein "Jubel-Beitraege" aus.

    Denn dem der in D. sitzt und mal 3-4 Wochen nach LoS kommt, den wird das mit Sicherheit wenig oder garnicht tangieren, verstaendlich - die anderen die hier leben und das Vorgehen der jetzigen Mannschaft bejubeln und gut heissen sollten sich mal ein extra starke Lupe kaufen.

  11. #20
    Avatar von Jinjok

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    Re: Shinawatras Erfolge Teil II - Die Grassroot-Oekonomie

    Michael Markels von der Londoner Financial Times, der Bangkok-Spezialist der Weltbank, äußerte sich nun sehr kritisch zu den exzessiven Ausdehnungen der Kreditvergaben der Krung Thai Bank sowie anderer staatlicher Banken, die durch die neuen Gesetze der Shinawatra-Administration dazu angehalten wurden.

    70% aller neuen Kredite des laufenden jahres wurden von der Krung Thai Bank vergegeben, nachden Shinawatra die alten, geplatzen Kredite dieser bank einfach in einen vom Steuerzahler finanzierten Sammelfond überführt hat. Das ist nach kapitalistischen Marktgesetzen kein normaler Eingriff sondern eine massive Verzerrung des Marktes, der riesige Gefahren in sich birgt.

    Gestern schloß die Krung Thai Bank den Verkauf von 600 Mio neuen Aktien im Wert je 8,50 THB ab und bekommt so 29 Mrd. THB frisches Kapital für die extensive Kreditvergabepraxis. Die Aktioen wurden am Eröffnungstag komplett verkauft.

    Markels betont, damit ist Thailands Finanzmarkt endgültig vom freien Wettbewerb abgerückt und praktiziert nun einen staatlich geführten Finanzmarkt, welcher enorm risikoreich ist und Gefahr läuft den gleichen Exzessen wie Malaysia zu erliegen.

    "Alles was wir tun können ist Thailand zu waren, daß es nicht wie eine 3. Welt-Diktatur den Banken befielt so-und-soviel an seine Kumpel zu leihen." Es ist eher selten, daß die Weltbank finanziell selbstständigen Staaten solche Ratschläge gibt, aber seit der Asien-Kriese von Anno 97 warnen wir Staaten öfter und zeitiger, wenn sie derart schlechte Finanzpolitik betreiben.


    http://www.nationmultimedia.com/page...1632&usrsess=1

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