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Rücktrittsforderung und Drohung gegen Thaksin

Erstellt von Ralf_aus_Do, 28.02.2006, 14:12 Uhr · 1.342 Antworten · 41.220 Aufrufe

  1. #291
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Rücktrittsforderung und Drohung gegen Thaksin

    Die thailändische Opposition hat einen Vorschlag von Premier Thaksin Shinawatra abgelehnt, sich nach der kommenden Wahl an der Regierung zu beteiligen.
    Die Opposition werde nicht Thaksins Spiel spielen, sagte ein Vertreter der Partei Chart Thai. Die Demokratische Partei schloss sich dieser Haltung an.
    Gegen Thaksin, dem Machtmissbrauch und Korruption vorgeworfen werden, kommt es bereits seit Wochen zu Massenprotesten. Unter dem wachsendem Druck hat er das Parlament aufgelöst und Neuwahlen für den kommenden Sonntag angesetzt. Die Opposition will die Wahl boykottieren, wennn Thaksin sein Amt nicht aufgibt.

    Quelle: news.search.ch

    Möchte das nicht weiter kommentieren.

    René

  2.  
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  3. #292
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Rücktrittsforderung und Drohung gegen Thaksin

    Welche Auswirkungen die jetzige Politik des PM wir in der wiwo wie folgt beschrieben.


    Kommt der einstige Tigerstaat Thailand nach den Neuwahlen am nächsten Sonntag wieder zur Ruhe? Oder sind die Thaksinomics gescheitert?

    In sein Büro kommt Thaksin Shinawatra in diesen Tagen eher selten. Nur noch zweimal die Woche, nachts und unter Polizeischutz, schleicht der thailändische Premierminister in seinen Amtssitz in Bangkok, denn rund um die Regierungsgebäude demonstrieren seine Gegner. Tag und Nacht kampieren Mönche und Generäle, Professoren und Massageclub-Mädchen einträchtig auf den umliegenden Straßen und Plätzen.

    Die Atmosphäre lädt sich immer mehr auf. Als ein aufgeputschter junger Mann der viergesichtigen Brahma-Statue neben dem Hyatt-Hotel zur Geisterstunde den Kopf abschlägt, wird er von der aufgebrachten Menge gelyncht. Dies sei ein untrügliches Zeichen für bevorstehendes Blutvergießen, erklärt daraufhin der Hausastrologe des Regierungschefs.

    Die Konfrontation zwischen der Regierung des erst im vergangenen Jahr mit absoluter Mehrheit wiedergewählten Premiers Thaksin und der Stadtbevölkerung von Bangkok hat sein einst bester Freund ins Rollen gebracht: der Zeitungsverleger Sondhi Limthongkul. Seit Herbst vergangenen Jahres breitete er im Lumpini-Park, einer grünen Oase inmitten der Acht-Millionen-Metropole, jeden Freitagabend vor mehreren zehntausenden Zuschauern die jeweils jüngsten Skandale der Thaksin-Regierung aus: Vetternwirtschaft, Mauschelei, Korruption.

    Zum Dauerprotest eskalierte die Sondhi-Show, als Thaksins Familie im Januar ihren 49-Prozent-Anteil an der Shin Corp, der Muttergesellschaft des größten thailändischen Mobilfunkanbieters AIS, verkaufte. Für rund 1,5 Milliarden Euro gingen die Aktien an Temasek, die Staatsholding der Republik Singapur. Die Vorwürfe an die Familie des Regierungschefs: Insiderhandel, Steuerhinterziehung, Kursmanipulation – und vor allem: Ausverkauf von Thailand. Demonstranten vergriffen sich bereits mehrfach an Singapurer Einrichtungen in Bangkok, darunter auch die Botschaft des südostasiatischen Stadtsaates, und verbrannten Fahnen und Puppen, die Singapurs Premierminister Lee Hsien Loong darstellten.

    Mit vorzeitigen Neuwahlen, die für den kommenden Sonntag angesetzt sind, versucht Thaksin nun den Befreiungsschlag. Seine Basis hat er bei der ländlichen Bevölkerung. Die Opposition, nur in Bangkok und im unruhigen Süden stark, will den Urnengang boykottieren und in der Hauptstadt weiter demonstrieren, bis Thaksin zurücktritt. In Bangkok überschlagen sich die Gerüchte. Von Ausnahmezustand, „chinesischer Lösung“, aber auch von einem Putsch ist die Rede. Die Armeeführung, obwohl handverlesen und mit dem Premierminister verwandtschaftlich verbunden, hält sich zurück, sie fühlt sich der „Einheit der Nation“ verpflichtet und lässt dies auch öffentlich erkennen. König Bhumibol, von den 66 Millionen Thais wie ein Gott verehrt und geliebt, schweigt. Er hat die Macht, eine Regierung zu ernennen – und zu entlassen.

    Für das Image des Landes als Wirtschaftsstandort ist das alles äußerst negativ. Die ausländischen Investoren, die in den Neunzigerjahren scharenweise nach Thailand gekommen waren, konzentrierten ihre Aktivitäten schon in den vergangenen Jahren immer mehr auf China und Indien. Thailand, der einstige Tigerstaat, muss eine neue Rolle in der Region finden.

    Genau das hatten die Thais dem Dollar-Milliardär Thaksin zugetraut, als sie ihn 2001 erstmals zum Premierminister wählten. Sympathie gewann er mit dem Versprechen, Thailands Abhängigkeit vom Export zu verringern und den privaten Konsum anzukurbeln. Als „Thaksinomics“ wurde seine Wirtschaftspolitik gefeiert, die vor allem darin bestand, große, öffentlich finanzierte Infrastrukturprojekte anzuschieben und die Landbevölkerung mit zinsgünstigen Krediten zu versorgen. Jedes Dorf bekam zudem eine Einmalzahlung von einer Million Baht, etwa 20.000 Euro. In öffentlichen Krankenhäusern werden seit seinem Amtsantritt Bürger zum Pauschaltarif von 30 Baht (60 Cent) pro Besuch behandelt. Das Wachstum der Wirtschaft zog kräftig an auf Raten von durchschnittlich sechs Prozent.

    Die Ausgabenprogramme haben Thaksin bei der Landbevölkerung populär gemacht. Im Februar vergangenen Jahres gewann seine Partei „Thais lieben Thais“ 375 von 500 Sitzen. Selbst die anschließende Abschaffung der Benzin- und Dieselsubventionen für Endverbraucher hat dem Regierungschef kaum geschadet.

    Doch dann kam der Konjunkturmotor ins Stottern. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres begannen privater Konsum und Investitionen zu lahmen. Bangkoks Wertpapierbörse SET gehörte 2005 zu den schwächsten Asiens; die Leistungsbilanz verzeichnete erstmals seit der Asienkrise wieder ein Defizit von 2,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Ursache waren unter anderem ein kräftiger Anstieg der Einfuhren aber auch Einbrüche beim Tourismus nach der Tsunami-Katastrophe Anfang vergangenen Jahres. Im laufenden Jahr dürfte der Zuwachs bei den Importen zwar leicht zurückgehen, aber immer noch im zweistelligen Bereich liegen. Der Export wird vor allem von der weltweiten Nachfrage nach Elektronikprodukten getrieben.

    Für das laufende Jahr hält die thailändische Notenbank bisher zwar an ihrer Wachstumsprognose von 4,75 bis 5,75 Prozent fest. Auch zeigten sich Ende vergangenen Jahres erste Zeichen einer leichten Erholung. Die Analysten der Credit Suisse First Boston gehen jedoch von nur noch vier Prozent aus. Größter Unsicherheitsfaktor sind die politischen Verhältnisse im Land. Handelsminister Somkid Jatusripitak befürchtet sogar, als Folge der politischen Instabilität könne des Wachstum 2006 „auf deutlich unter drei Prozent“ sinken.

    Wegen der leeren Staatskassen muss die Regierung die Infrastrukturprojekte schleifen lassen. Auch sind die angekündigten Privatisierungen großer Staatsunternehmen in jüngster Zeit ins Stocken geraten. Dazu macht noch das Wetter zu schaffen. Im vergangenen Jahr setzte eine Dürre der immer noch wichtigen Landwirtschaft zu, im Januar stand jetzt der Süden des Landes fast komplett unter Wasser. „Die Risiken überwiegen zurzeit“, resümiert Atchana Waiquamdee von der thailändischen Notenbank in Bangkok. Kein Wunder, dass die Direktinvestitionen aus dem Ausland seit einigen Jahren nur auf niedrigem Niveau pendeln und nicht wieder anziehen wollen.

    Aus der WirtschaftsWoche 13/2006.

  4. #293
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Rücktrittsforderung und Drohung gegen Thaksin

    Vorerst kein Einschreiten des Königshauses in Thailand

    Eine Woche vor den vom Ministerpräsidenten ausgerufenen Neuwahlen in Thailand haben dessen Gegner an den König appelliert, Thaksin unter Missachtung der Verfassung aus dem Amt zu entfernen. Der König und seine Berater lehnen das Ansinnen aber offenbar ab.
    Quelle: nzz online

  5. #294
    Avatar von Samuianer

    Registriert seit
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    Beiträge
    17.303

    Re: Rücktrittsforderung und Drohung gegen Thaksin

    Zitat Zitat von Rene",p="329651
    Wegen der leeren Staatskassen muss die Regierung die Infrastrukturprojekte schleifen lassen.
    So, so die Kassen sind schon leer...?

    Zitat Zitat von Rene",p="329651
    Auch sind die angekündigten Privatisierungen großer Staatsunternehmen in jüngster Zeit ins Stocken geraten.
    PTT, EGAT? tritt er deswegen noch nicht zurueck, weil da noch einiges drin, d.h. zu holen ist?

    Anderswo habe ich gelesen das dieses Jahr schon in den wenigen Monaten (knapp 3) die Investitionen, die des gesamten Volumesn des Vorjahres uebersteigen.

    Hier stimmt was nicht!

    Haben denn nun der PM und seine Cronies am SET gedreht ? - vorgeworfen wird es ihm jedenfalls.

  6. #295
    Udo Thani
    Avatar von Udo Thani

    Re: Rücktrittsforderung und Drohung gegen Thaksin

    Fronten in Thailand verhärten sich
    .......
    Die thailändische Opposition hat einen Vorschlag von Premier Thaksin Shinawatra abgelehnt, sich nach der kommenden Wahl an der Regierung zu beteiligen.

    Die Opposition werde nicht Thaksins Spiel spielen, sagte ein Vertreter der Partei Chart Thai. Die Demokratische Partei schloss sich dieser Haltung an....

    Quelle

  7. #296
    Avatar von Yala

    Registriert seit
    28.01.2002
    Beiträge
    2.688

    Re: Rücktrittsforderung und Drohung gegen Thaksin

    Hmm,


    nach Nachrichtenmeldungen im Radio soll ER Heute um 10.00 Uhr Ortszeit verhaftet werden.

    Habe aber dann nichts mehr davon gehoert.

    Natuerlich sind 300 - 500 THB Handgheld viel Geld, die gibt es aber NICHT im Isaan (da ist der Satz nur 50 THB).



    edit: Versuch, den Thread sachlich zu halten

  8. #297
    soi1
    Avatar von soi1

    Re: Rücktrittsforderung und Drohung gegen Thaksin

    immer noch sitzen sie und demonstrieren.
    live fast tag und nacht siehe hier!
    live von der demo

  9. #298
    Labyrinthfisch
    Avatar von Labyrinthfisch

    Re: Rücktrittsforderung und Drohung gegen Thaksin

    Meine Güte, könnt ihr euch über eure Befindlichkeiten nicht irgendwo anders vollsabbern ?
    Es geht einem auf die Ketten, dieses ich weiß es besser gewimmer, um nachher festzustellen das alle zusammen nicht zuende gedacht haben.
    Mann, macht ein Bier auf und raucht ne' Friedenspfeife.


    @ Yala,
    was schreibst du da, sie wollen IHN verhaften ???
    Wer will IHN verhaften und WO hast du das her ???
    Und meinst du mit IHN auch den, den wir alle zusammen meinen ???

  10. #299
    Avatar von ChangLek

    Registriert seit
    01.06.2004
    Beiträge
    4.167

    Re: Rücktrittsforderung und Drohung gegen Thaksin

    Zitat Zitat von soi1",p="329845
    immer noch sitzen sie und demonstrieren.
    live fast tag und nacht siehe hier!
    live von der demo
    .....sorry, aber mit welchem Player kann man "php"-Streams abspielen.... :???: :-)

  11. #300
    karo5100
    Avatar von karo5100

    Re: Rücktrittsforderung und Drohung gegen Thaksin

    Zitat Zitat von ChangLek",p="329897
    .....sorry, aber mit welchem Player kann man "php"-Streams abspielen.... :???: :-)
    Mit dem IE geht das, der fragt dann, ob man stream.wmv öffnen
    will...

    Für Firefox gibts da das Plugin IE View...

    hier auch der Link: IE View Plugin für Firefox

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