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Pressefreiheit in THL

Erstellt von Rene, 24.10.2006, 11:32 Uhr · 109 Antworten · 4.237 Aufrufe

  1. #51
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Pressefreiheit in THL

    @DisainaM schreibt:
    "Kompromisbereitschaft ist gefordert,..."

    Eben, wenn es denn keine Einbahnstraße ist, oder wird.
    Und der Punkt, wo etwas nicht mehr zu tragen ist, bestimmt jeder für sich.

  2.  
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  3. #52
    Avatar von mipooh

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    Re: Pressefreiheit in THL

    Mir fällt gerade ein, dass meine Frau mir erzählt hat, dass im Thaischrift-Teil des Forums eigentlich nicht schlecht geredet wird über Deutsche...
    So wie ich sie kenne meint sie damit durchaus auch Dinge, wo sich (aus unserer Sicht) Kritik durchaus mal lohnen könnte.
    Da ist man im Schnitt eben sehr zurückhaltend und das könnte der deutschsprachige Teil auch ruhig mal ein wenig übernehmen, wenn es denn ohne Verbiegen möglich wäre.
    Was Netandys Postings angeht, ich habe sie ebenfalls gelesen und fand sie für ihn ungewöhnlich scharf, durchaus als beleidigend zu verstehen. Er versteht es normalerweise besser Kritik anzubringen und als jemand vorhin von einer "heissen Feder" sprach, dachte ich "wie wahr"...
    Kommt vor und damit das nicht Standard wird gibt es Moderation.

  4. #53
    Avatar von songthaeo

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    Re: Pressefreiheit in THL

    Zitat Zitat von DisainaM",p="413172
    Kompromisbereitschaft ist gefordert, wenn man ein Forum nicht spalten will,
    ansonsten wandert der thailändische Forenmember ab,
    wie wir dies seinerzeit im Thaiboard des Forums erleben durften,
    darum die Entscheidung beim Forenbetreiber,
    ob er ein Forum für deutsche Thailandfreunde aller coleur will,
    oder ein Forum für Deutsche und Thailänder.

    Gibt es ein einziges anderes, deutschsprachige Thailandforum,
    wo die ungeteilte freie Meinungsäußerung nach deutschem gusto herrscht,
    und wo Thailänder ebenfalls noch mitwirken ?
    Hallo DisainaM,
    dieen Beitrag verstehe ich nicht.Kannst Du ihn anders ausdruecken?Insbesondere den Passus mit "deutschem Gusto".
    Darunter kann ich mir absolut nichts vorstellen.
    Danke Helmut

  5. #54
    Avatar von DisainaM

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    Re: Pressefreiheit in THL

    Zitat Zitat von songthaeo",p="413189
    dieen Beitrag verstehe ich nicht.Kannst Du ihn anders ausdruecken?Insbesondere den Passus mit "deutschem Gusto".
    Darunter kann ich mir absolut nichts vorstellen.
    aufgrund der kulturellen Prägung ist es vielen Deutschen fremd, ein Blatt vor den Mund zu nehmen,
    wenn es der eigenen Überzeugung wiederspricht.
    Takt, Zurückhaltung und Respekt bleiben oft dabei auf der Strecke.
    Ein abstraktes Streitgespräch (nach deutschem Geschmack), nur um der Sache wegen,
    ist vielen Kulturen fremd,
    und wird als persönlicher Angriff missverstanden.
    Die in Höflichkeitsfloskeln eingebettete Rede ist wiederum vielen Deutschen nicht genehm,
    da man gerne so spricht, wie einem der Schnabel gewachsen ist.

    Versucht man eine gemeinsame Deutsch-Thai-Plattform zu schaffen,
    sollte man es denjenigen, die die deutsche Sprache (Schrift) nicht perfekt beherrschen,
    es nicht zu schwer machen,
    und sie von jeglichen Anmachen verschonen.

  6. #55
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Pressefreiheit in THL

    Warum diese ganze Diskussion? Es wurde lediglich ein Fakt genannt, der nun auch nicht mehr ganz neun ist, dass Thailands Pressefreiheit niedriger eingestuft wurde, was, wie Serge zu Recht sagte, die durch Thaksin hervorgerufene Situation beschreibt. Wie es aufgrund der Maßnahmen durch die neue Regierung aussieht wird sich erst noch zeigen.

    Vollkommen unverständlich ist mir aber, wie man auf die Meinung kommen kann, dieses Thema dürfte nicht diskutiert werden. Abgesehen davon, dass es nicht die aktuelle Regeirung betrifft, die Nittaya-Nicks nicht im Pass stehen und wohl auch keine Informationen über die Benutzer seitens der Administration dieses Forums an thailändischen Behörden weitergegeben werden, sollten wir hier doch nicht vorauseilenden Gehorsam üben.

  7. #56
    Avatar von mipooh

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    6.152

    Re: Pressefreiheit in THL

    Chak, Du kriegst anscheinend öfter mal nicht alles mit... es gab schon Grund das zu besprechen.

  8. #57
    woody
    Avatar von woody

    Re: Pressefreiheit in THL

    Zitat Zitat von mipooh",p="413264
    Chak, Du kriegst anscheinend öfter mal nicht alles mit... es gab schon Grund das zu besprechen.
    So ist es.

  9. #58
    Avatar von Netandy

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    192

    Re: Pressefreiheit in THL

    Ich denke durch die Zenzur meiner Beiträge durch die Forenverantwortlichen, und die dadurch nachfolgend ausgelöste Disskussion über die "Meinungsfreiheit hier im Forum", sind wir doch vom eigentlichen Thema etwas abgekommen. Nämlich der "Pressefreiheit in Thailand".

    Aber diese Diskussion war bitter nötig, und ist leider noch immer nicht abgeschlossen (meine alten Postings sind übrigends noch immer unter Zenzurverschluss). Vor allem war es absolut richtig etwas "schärfer" zu schreiben!

    Doch noch einmal zum eigentlichen Thema:

    Man kann nach meiner Meinung das Thema Pressefreiheit in THL nur erörtern wenn man auch die Politik eingehend betrachtet! Dieses Posting wird deshalb ein klein wenig länger. :-)

    Es ist natürlich absolut richtig, dass das schlechte Rating von Thailand nicht erst nach dem Putsch zustandekam, sondern sich auch auf die Zeit der Vorgängerregierung bezog.

    Dies kam jedoch vornehmlich dadurch zustande, das schon zur damaligen Zeit gewisse regierungsfeindliche Agitatoren, unter anderem die in einem Vorposting genannte Journalistin (natürlich mit Unterstützung der entsprechenden Gruppierungen), eine "Einschränkung" der Pressefreiheit bemängelten.

    Jedoch bedeutet "eine persönlich empfundene Einschränkung" etwas absolut anderes als Zensur, so wie sie jetzt vom derzeitigen thailändischen Regime ausgeübt wird.

    Was mich ein wenig stört ist, dass genau dieselbe politische Unwahrheit, und damit die völlige Verdrehung der tatsächlichen Geschehnisse, auch hier im Forum von Manchen sogar in mehrfachen Postings dargelegt wird.

    Ist dies Unkenntnis oder Absicht?



    Dies gipfelte in der Falschaussage, das auch die abgesetzte Regierung ebenfalls nicht mehr legitimiert gewesen sei. Richtig ist jedoch: Das nach der demokratischen Verfassung Thailands, die BESTEHENDE Regierung die Regierungsgeschäfte SOLANGE weiterführt, bis eine neue Regierung gewählt ist. Es gibt zwar einen Pasus in welchem Zeitraum die Neuwahl bei einer eventuelle Parlamentsauflösung stattfinden "sollte", dies ändert aber auch bei Nichterfüllung nichts am "bestehenden Status".

    Das jetzige Regime ist also wiederrechtlich an der Macht, und deshalb nicht verfassungsgemäss. Im Prinzip operieren diese Personen momentan im absolut "rechtsfreien" Raum, weshalb natürlich auch die bestehende Verfassung für ungültig erklärt wurde.

    Und somit, wenn man es wirklich richtig auslegt, eigentlich auch alle Gesetze (Rechte des Einzelnen)
    die auf dieser Verfassung aufbauen, dadurch nichtig sind.

    Und dazu gehört natürlich auch die "Presse- / Meinungsfreiheit. Was übrigbleibt ist juristisch gesehen eben reine "Willkür" (Anarchie) die auf rein millitärischer Macht (Gewalt) beruht. Einem Zustand, bei der dieses Regime genauso schnell eine Marionettenregierng installieren kann, wie sie diese auch wieder entfernen könnte.

    Hierbei spielt es auch keine Rolle ob dieses Spektakel vom König legitimiert wurde. Der König hat nämlich gar nicht das Recht dieses zu legitimieren. Wenigstens nicht nach der "alten" Verfassung.

    Thailand ist (bzw. war) nämlich eine "konstitionelle Monarchie" auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage. Dies bedeutet, die Macht des Monarchen ist nicht "absolut", sondern von der Verfassung geregelt (im Prinzip ähnlich wie z.B. in England).

    Die Regierung geht (ging) auch in Thailand, wie in allen modernen Demokratien, aus einer demokratischen Wahl hervor, und diese bleibt lt. Verfassung grundsätzlich auch übergangsweise solange im Amt, bis eine neue gewählt ist!

    Dem König fallen (fielen) verfassungsgemäss (ähnlich dem deutschen Bundepräsidenten) nur repräsentative Aufgaben zu (z.B. symbolische Ernennung der Regierungsmitglieder, Eröffnung des Parlaments..etc..) Für diese Aufgaben ist (war) er "verfassungsmässig" Staatsoberhaupt.

    Aber auch diese Position des Königs, basiert(e) auf der Verfassung, ohne sie ist (wäre) er heutzutage sonst nichts anderes mehr, als politisch ein normaler Privatmann ähnlich den Fürsten und Königen in Deutschland).

    Die Verfassung steht (stand) also über allem, auch über dem König!

    Und der König ist als Staatsoberhaupt somit (wie z.B. auch die Königin von England), oberster Beschützer gerade dieser Verfassung, und somit auch der Demokratie (und Meinungsfreiheit)!.

    Er steht deshalb wegen seiner überparteilichen Integrität moralisch als wichtigster Mahner über der Regierung (wenn auch ohne eigentliche Macht), und kann seine Stimme erheben wenn etwas im Land nicht in Ordung ist, oder Dinge zugange sind, die der "Verfassung" nach seinem Verständnis widersprechen (z.B. Gesetzesentwürfe...etc.).

    Gerade in Thailand hat der König dieses auch öfters zum Wohle des Volkes getan, und dadurch bewiesen, welchen grossen Einfluss er (auch ohne eigentliche Macht) im Land heutzutage noch hat.

    Was soll man nun aber nun von einem "konstitionellen Monarchen" halten, der als höchster Bewahrer der Verfassung und Demokrtaie untätig zusieht wie Putschisten mit millitärischer Gewalt beides abschaffen?

    Müsste er nicht mit aller Kraft seine grosse Authorität einsetzen und seine Stimme gegen diese Leute erheben?

    Zum Widerstand aufrufen, und Kraft seines Amtes die Putschisten als "Hochverräter" und Feinde der Demokratie bezeichnen gegen die es zu kämpfen gilt?

    Nehmen wir an so ein "konstitonieller Monarch" würde dazu schweigen, was ja möglich wäre, da er millitärische Auseinandersetzungen im Land fürchtet, oder seine eigene Sicherheit bedroht sieht.

    Aber könnte er dann sein Volk nicht wenigsten zum "passiven Widerstand" auffordern und die Sache moralisch verurteilen?

    Diesen Zustand gab es ja in vielen anderen Ländern zuvor, wo z.B. das Staatsoberhaupt dann ins Ausland immigrierte und "seine Arbeit" gegen das "unrechtmässige Regime" von dort dann aufnahm. Bekanntestes Beispiel ist hierfür z.B. der Dalai Lama.

    Aber was soll man nun von einem "Monrachen" halten, der das Handeln der "Putschisten" gutheisst und es legitimiert?

    Der natürlich auch nicht fliehen muss, da er ja "gut Freund" mit diesen ist. Sich soagr im Vorfeld mirt diesen traf. Und die "Putschisten" sich ihm sogar nach dem Putsch unterstellen (sozusagen ihn zu ihrem Anführer machen)?

    Der dadurch sein "JA" dazu gibt, das Demokratie und Verfassung abgeschafft werden (die er verfassungsgemäss ja beschützen und bewahren sollte)?

    Ist dieser Mann eigentlich om Herzen ein Demokrat, und hat er überhaupt den nötigen Respekt vor der Verfassung seines Landes?

    Und wie ist zu verstehen das er untätig zusieht wie die legitimierte Regierung aufgelöst wird und der rechtmässige Staatspräsident zu seiner eigenen Sicherheit sogar vorläufig im Ausland verweilen muss?

    Der auch tatenlos bleibt wenn sein eigenes Volk aller demokratischen Grundrechte (inkl. der Meinungsfreiheit) beraubt wird?

    Hat man ihn dazu gezwungen?

    Vielleicht mit Gewalt? Und falls nicht, wieviel Respekt sollte er dann noch verdienen?

    Ich denke, die Königin von England würde sich vorher erschiessen lassen, bevor sie ihre Unterschrift unter ein Schriftstück setzt, das Verfassung, Demokratie, und alle Rechte Ihrer Untertanen ausser Kraft setzt!

    Manche könnten nun durch all diese Tatsachen sogar auf den Gedanken kommen er hätte das alles insziniert. Was glaubt ihr?

    Schon vorher gab es übrigends Anzeichen das der König mit der Regierungsarbeit nicht besonders zufrieden war. So zollte er z.B. dem gewählten Regierungschef nicht den Respekt, der ihm eigentlich zustand. Was dieser natürlich auch dann zurückgab! Und es gab grosse Kreise der "thailändischen Oberschicht" (ebenfalls sehr dem König verbunden) bei der ein ähnliches Stimmungs- u. Meinungsbild vorherschte.

    Einer Schicht (teilweise aus dem alten Feudaladel mit grossem Landbesitz), die auch teilweise seit Generationen die wichtigen Stellen des Beamtenapparats und des Millitärs besetzte.

    Ebenso einer "Mittelschicht" (alteingesessene Familien) die sich treffend mit dieser Oberschicht arrangierten und die keinen Deut ihrer alten Privilegien (z.B. Posten für ihren Nachwuchs) abgeben wollte. Beides eben sehr raditionelle und wertekonservative Schichten (vornehmlich in Bangkok lebend), und durch deren Kinder auch zu grossen Teilen in der intellektuellen Studentenschaft vertreten fürchteten wirklich vermehrt um ihren Einfluss.

    Es war jedoch sichtbar, das der Einfluss dieser Gruppen bei der altem legitimierten Regierung immer weiter sank, und andere "Bevölkerungsschichten" in Thailand im Gegenzug immer mehr Einfluss gewannen.

    Nämlich die modernen, fortschrittlichen Gruppierungen pfiffiger Unternehmer, denen es gelungen war in neuen Märkten aus eigener Kraft viel Kapital zu erwirtschaften.

    Und die verstanden mit diesem dann bei grossen ärmeren Bevölkerungsschichten vortreffliche politische
    Überzeugsarbeit zu leisten. Durch dieses soziale Bündnis (kapitalkräfiges neues Unternehmertum und arme Landbevölkerung) stellten sich dann auch sehr schnell Wahlerfolge ein, die dann schlussendlich auch zum Erhalt der politischen Macht führte.

    Danach war es dann möglich, durch schrittweise Verbesserungen bei den Gesetzen, den eingehenden Kapitalfluss der eigenen Unternehmen noch mehr zu verstärken, wodurch noch mehr politische Arbeit möglich wurde. Von diesem Geld haben in Thailand übrigends viele Kommunen und Dorfgemeischaften profitiert.

    Dieser nützliche und soziale Kreislauf hatte als Planungsziel eine immer stärkere Verzahnung der Wirtschaft mit der Politik, im Prinzip eine Symbiose der regierenden modernen Partei mit den für die Finanzierung wichtigen Unternehmen, wobei es sich von Vorteil erwies, wenn die Eigentümer dieser Unternehmen dann auch gleich die Politiker stellten. Ein ideales System doppelter Kompetenz das Reibungsverluste vermeidet.

    Hierdurch hätte dann im Endziel ein wirtschaftlich sehr starker, aber denoch ausserordentlich sozialer Staat (z.B.
    kostenlose Krankenbehandlung...etc..) entstehen können, da ja die Legitimation für den Machterhalt durch den
    rückläufigen Kapitalfluss an die Stammwähler ständig neu erkauft werden muss. Als Vorbild für dieses für Asien ideale System sind z.B. die Volkswirtschaften Malaysia und Singapur zu sehen. Endziel war also ein ganz anderes, moderneres Thailand!

    Dieses an sich legitime Verfahren (ähnlich der Lobbyarbeit in Deutschland und den USA) wurde aber von den alten
    erzkonservativen Kräften, die auch mit moderner Regierungsarbeit noch nicht so vertraut sind, dann als unredlich empfunden.


    Hauptgrund war jedoch deren Verlust an Privilegien. Deshalb wurden auch aus diesen Kreisen zahlreiche
    "Schmutzkampagnen" (z.B. durch die Presse oder den uns bekannten Journalisten) ins Leben gerufen um die legitime
    Regierung zu diskreditieren.

    Dies gipfelte darin, das inszenierte Demonstrationen in Bangkok von den Studenten (vornehmlich Kindern der alten
    Ober- und Mittelschicht) standfanden, und es schliesslich sogar zur Anulierung einer Wahl kam.

    Im Gegensatz zum jetzigen "Regime" (mit seiner hässlichen staatlichen Zenszur) erwehrte man sich dem schlechten
    Meinungsbild durch die aufgewiegelte Presse jedoch mit absolut legalen Mitteln.

    Indem man das aus anderen Zweigen "erwirtschaftete Kapital" nämlich einsetzte, und die jeweiligen Medienunternehmen einfach kaufte.

    Es ist ja dann wohl auch absolut legitim, wenn man dann in den nun eigenen Unternehmen "die Richtung" (in diesem Fall die Inhalte) bestimmte. Und von Mitarbeitern (z.B. Journalisten) die sich der "Unternehmenskultur" partou nicht anpassen konnten, musste man sich eben trennen, bzw. diese wurden an andere Positionen versetzt. Ebenfalls in einem normalen Unternehmen nichts ungewöhnliches.

    Da manche besonders Uneinsichtige dann weiterhin aus Rache teilweise besonders "verleumderisch" arbeiteten und ihre Unwahrheiten nun sogar international verkündeten, führte es schlussendlich zum etwas schlechteren Ranking für Thailand in Bezug auf die "Pressefreiheit".

    Verstärkt wurde dies noch durch Journalisten fremder ebenfalls (regierungsfeindlicher) Medienunternehmen, die zumeist uner Kontrolle der alten "wertekonservativen" Kräfte standen. Diese wurden jedoch ebenfalls mit absolut legalen Mitteln in ihre Schranken verwiesen.

    Indem man einfach "juristisch" gegen solche Verleumdungen vorging. Das von diesen natürlich dann auch Schadensersatz gefordert wurde (zivilrechtlich), ist ebenfalls ein absolut normaler rechtsstaatlicher Vorgang.

    Es gab also unter der alten legalen Regierung zu keinem Zeitpunkt eine staatliche Zensur wie dies hier in einigen Postings angedeutet wurde. Es klang ja hier gerade so, als wären damals Nachts die "Rollkommandos" vorgefahren und hätten die Leute abgeholt. :-)

    Soviel zur heutigen und damaligen Pressefreiheit in Thailand!

    Gegen diese überaus moderne und soziale Politik der alten legalen Regierung, die besonders bei den ärmeren Bevölkerungsschichten auf dem Land (die ja die überwiegenden Mehrheit der Wähler stellt) gut ankam, hatten diese "erzkonservativen" Kräfte natürlich nichts entgegenzustellen. Besonders nicht mehr, seit deren Einfluss auf die Medienlandschaft fast gänzlich geschwunden war.

    Und nachdem deren Kampagnen (z.B. die Lüge des "Wahlbetrugs durch angebl. Bestechung der Wähler") niemand mehr glaubte, (eben weil die Medien nun meist wahrheitsgemäss berichteten), war deren Verzweiflung gross.


    Aber erst nachdem die alte "moderne" Regierung nun auch damit begann die führenden alten Millitärs durch fortschrittlichere Köpfe zu ersetzen, griff man in diesen Kreisen eben zur wirklich letzten aller Möglichkeiten.

    Man sah das es auf "legalem Weg keine Chance gab", es also nur noch mit "ungesetzlichen" Mitteln ging, was schlussendlich zur Abschaffung der Demokratie und Verfassung führte.

    Leider ist in der heutigen Zeit das Volk der Thailänder noch nicht so demokratisch gefestigt, das sie sich dies bisher "gefallen" liesen. Besonders eben auch dedshalb, da sich der "sehr verehrte König" ebenfalls gegen die Demokratie entschied!

    So existiert das fortschrittliche Thailand der letzten Jahre heute nicht mehr, und ich denke es wird in die Zusände wie vor 10 Jahren zurückfallen.

    Obwohl "das moderne Thailand" meiner Meinung nach vom überwiegenden Grossteil der Bevölkerung "getragen" wurde, war der Einfluss der alten konservativen Kreise wohl doch zu stark. Hoffen wir, das sich vielleicht doch wieder eine Änderung zu "den guten Zeiten" ergibt. Vielleicht ist doch noch nicht alles verloren.

    Gruss an alle von

    Netandy

    PS:
    Hoffentlich wenigstens diesmal keine Zensur... :-)

  10. #59
    Avatar von Dieter1

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    Re: Pressefreiheit in THL

    Netandy,

    ich will Deine Argumente jetzt nicht seitenlang durchgekaut einzeln widerlegen, aber fuer meinen Geschmack siehst Du die Sache zu pessimistisch.

    Seine Majestaet Koenig Rama IX weiss was er tut und was sein Land weiterbringt, er hat dies unzaehlige Male bewiesen.

    Gruss Dieter

  11. #60
    Avatar von J-M-F

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    Re: Pressefreiheit in THL

    Zitat Zitat von Dieter1",p="413760
    Seine Majestaet Koenig Rama IX weiss was er tut und was sein Land weiterbringt, er hat dies unzaehlige Male bewiesen.
    das wage ich zu bezweifeln. nein nicht das er nicht wüsste was er tut, aber was sein land weiterbringt. den jetzigen zustand finde ich gefährlich und hat viel potential bis zur lockerung der situation richtig was aufzustauen. ich habe da so meine zweifel, ob das "aussitzen der situation mit dem kriegsrecht" der richtige weg ist. da zu kommen noch die erbärmlichen zustände bei der hochwasserbekämpfung.

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