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PAD übernimmt Fernsehsender NBT

Erstellt von ffm, 26.08.2008, 04:54 Uhr · 623 Antworten · 16.952 Aufrufe

  1. #121
    woody
    Avatar von woody

    Re: PAD übernimmt Fernsehsender NBT

    Zitat Zitat von maphrao",p="625161
    .....Wann wurde denn jemals in Thailand frei gewählt?
    Die Wahlen in Thailand sind mit denen im neuen Russland vergleichbar.

    Früher (vor 1992) hat das Militär, die Politiker Kaste und der Tronrat die Regierungen eingesetzt, mit Taksin ist der Geldadel mit ins Spiel gekommen.

    Heute stehen sich beide Gruppen verfeindet gegenüber.

  2.  
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  3. #122
    ffm
    Avatar von ffm

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    Re: PAD übernimmt Fernsehsender NBT

    Zitat Zitat von maphrao",p="625161
    Wann wurde denn jemals in Thailand frei gewählt?
    In Thailand werden Parlamente und Regierungen seit 60 Jahren gewählt. Dass es Stimmenkauf gibt, dass die Reichen sich in die Politik einkaufen können, dass es in der Politik viel mehr um persönliche Bindungen, Beziehungen und Loyalitäten geht als um politische Inhalte, das ist in der Tat ein grosses Defizit.

    Aber dieses System ist immer noch sehr viel näher am demokratischen Ideal dran als alle Systeme in den Nachbarländern, Malaysia und Singapore eingeschlossen.
    Und ich ich halte es aber für bodenlos arrogant, sich einfach auf den Standpunkt zu stellen dass man wegen dieser bekannten Mängel die Ergebnisse demokratischer Wahlen einfach ignorieren könne. Genauso arrogant ist es zu behaupten die Leute im Issan und im Norden wären einfach nur zu dumm die richtige Partei zu wählen.

    Die Wahlen in Thailand waren und sind weitgehend frei. Es mag da und dort Geld geflossen sein, das bedeutet aber nicht dass die Stimme auch entsprechend abgegeben wurde. Die Leute nehmen gerne das Geld das man ihnen anbietet, aber sie wählen dann doch das was sie für richtig halten.

    Dass Wahlen im großen Umfang gefälscht wurden hat nie jemand behauptet. Von wem auch? Die letzten Wahlen aus denen Samak als Sieger hervorging fanden unter der Militärregierung statt.

  4. #123
    Avatar von Hippo

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    Re: PAD übernimmt Fernsehsender NBT

    Jetzt hat der Spiegel auch das Thema entdeckt

    THAILAND
    Demonstranten verbarrikadieren sich im Regierungssitz

    Spannung im Urlaubsparadies Thailand: Tausende Demonstranten haben sich im Gebäude der thailändischen Regierung in Bangkok verbarrikadiert. Sie fordern den Rücktritt von Ministerpräsident Samak. Noch halten sich die Polizisten in der Hauptstadt zurück.

    Bangkok - Aufruhr im Urlaubsparadies: Die Anhänger der Volksallianz für Demokratie (PAD) wollen das Gelände nicht eher verlassen, bis die Regierung von Ministerpräsident Samak Sundaravej zurückgetreten ist. Die Demonstranten bildeten auch eine Menschenkette um mehrere PAD-Führungsmitglieder, gegen die die Behörden einen Haftbefehl erwirkt haben. Ihnen werden Landfriedensbruch und Verschwörung zur Last gelegt.
    Im Regierungssitz und umliegende Straßen hielten sich am Donnerstag immer noch bis zu 10.000 Demonstranten auf. Auf dem Gelände waren auch etwa tausend Polizisten, die sich aber seit einem kurzen Schlagstockeinsatz am Mittwoch zurückgehalten haben. Die Demonstranten befürchteten aber, dass die Polizei nach einem Gerichtsbeschluss nun härter vorgehen könnte. Dutzende PAD-Mitglieder standen mit Stöcken und Golfschlägern bewaffneten an den Toren Wache, Tore wurden verriegelt und Barrikaden aus Reifen errichtet. Das Zivilgericht von Bangkok ordnete an, dass die PAD-Anhänger den von ihnen besetzten Sitz der Regierung sofort räumen sollten.

    Polizeichef Suraphol Thuanthong sagte, die Behörden wollten den Demonstranten Zeit geben, den Regierungssitz freiwillig zu räumen. Falls dies nicht geschehe, werde man aber zur Gewalt greifen, um den Platz für eine am Samstag geplante Zeremonie mit der Königsfamilie zu räumen.
    Das Bündnis konservativer Monarchisten verlangt den Rücktritt von Ministerpräsident Samak, dem Korruption vorgeworfen wird. Die Opposition wirft der Regierung vor, Marionetten des früheren Regierungschefs Thaksin Shinawatra zu sein. Der war im September 2006 nach Korruptionsvorwürfen bei einem unblutigen Militärputsch gestürzt worden. Samak hatte sich im Wahlkampf selbst als Anhänger Thaksins bekannt. Seine Partei gewann bei den Wahlen im Dezember die meisten Stimmen und bildete im Januar eine Koalitionsregierung.

    als/AP/dpa
    Spiegel online

  5. #124
    Avatar von Serge

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    Re: PAD übernimmt Fernsehsender NBT

    Glaube auch Nr. 5. Hatte gerade eine heftige Diskussion mit PADlern, die wissen eigentlich nur, das sie Samak nicht wollen. Es reiche, fuer heute zu wissen, was heute wichtig ist.

    So ein Bloedsinn hab ich seit den Ansprachen zur Wiedervereinigung nicht mehr gehoert.

  6. #125
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: PAD übernimmt Fernsehsender NBT

    " (...)Falls dies nicht geschehe, werde man aber zur Gewalt greifen, um [highlight=yellow:0d72953efa]den Platz für eine am Samstag geplante Zeremonie mit der Königsfamilie zu räumen[/highlight:0d72953efa].(...) "

    Oh oh, das hoert sich aber gar nicht gut an...

    Was fuer eine Zeremonie ist denn dort geplant?

    Chock dii, hello_farang

  7. #126
    Avatar von Jiap

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    Re: PAD übernimmt Fernsehsender NBT

    Zitat Zitat von hello_farang",p="625190
    "

    Was fuer eine Zeremonie ist denn dort geplant?

    Chock dii, hello_farang
    116 Tage von Mutterstag bis Vaterstag Zeremonie. - 116 วันจากวันแม่ถึงวันพ่อ

  8. #127
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: PAD übernimmt Fernsehsender NBT

    Danke fuer die Info, Jiap

    Was es nicht alles gibt...

    Aber da scheint sich eine dramatische Verschaerfung der Lage anzubahnen. Stellt sich die Frage, ob das Koenigshaus willens ist, auf blutgetraenktem Boden die Feierlichkeiten abzuhalten. Oder ob es eine Intervention welcher Art auch immer geben wird.

    Wie gesagt, das hoert sich gar nicht gut an. :-(

    Chock dii, hello_farang

  9. #128
    Avatar von Jiap

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    Re: PAD übernimmt Fernsehsender NBT

    Nein, der Königshaus will das nicht.

  10. #129
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: PAD übernimmt Fernsehsender NBT

    Davon gehe ich auch aus und hoffe daher, das sich zum einen die Polizei zurueckhaelt, und zum anderen das die Feierlichkeiten an einem anderen Ort stattfinden.

    Zumal ich eh davon ausgehe, das sich Seine Majestaet der Koenig sehr bald zu der ganzen Situation aeussern wird.

    Wenn die Polizei mit Gewalt gegen die Royalisten vorgeht kann das nur mit Blutvergiessen enden, ein neuer Militaerputsch liegt ja quasi in der Luft. Bloss diesmal wird es Tote geben, auf beiden Seiten.

    Chock dii, hello_farang

    p.s.: ...ich sollte vielleicht weniger oft mit meinen Freunden vom Militaer telefonieren.
    Was die so berichten ueber die Stimmung in der Armee, das macht mir Angst.

  11. #130
    Avatar von Hippo

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    Re: PAD �bernimmt Fernsehsender NBT

    Hier mal ein Kommentar vom Handelsblatt.
    28.08.2008 , 19:37 Uhr
    Thailand
    Bhumibol Stuart
    von Martin Hutchinson, breakingviews.com

    Die politische Unsicherheit droht Thailand ins Wirtschaftschaos zu stürzen. Gewaltbereite Demonstranten, die zum Teil durch König Bhumibol unterstützt werden, fordern die Abdankung der demokratischen thailändischen Regierung. Gut möglich, dass sich die monarchistischen Thais bald zwischen ihrem König und ihrer Wirtschaft entscheiden müssen.

    Die politische Unsicherheit droht Thailand ins Wirtschaftschaos zu stürzen. Gewaltbereite Demonstranten, die zum Teil durch König Bhumibol unterstützt werden, fordern die Abdankung der demokratischen thailändischen Regierung. Gut möglich, dass sich die monarchistischen Thais bald zwischen ihrem König und ihrer Wirtschaft entscheiden müssen.

    Schon seit 1932 hat Thailand den Status einer konstitutionellen Monarchie, aber die Demokratie wurde erst 1992 eingeführt - mit aktiver Unterstützung von Bhumipol, der zuvor hinter einer Reihe von militärischen Diktatoren stand. Nach drei Wahlen, vier Premierministern und der Finanzkrise des Jahres 1997, erreichte Thaksin Shinawatra im Jahr 2001 eine klare Mehrheit und wurde 2005 erneut im Amt bestätigt.

    Thaksin genoss die Unterstützung der auf dem Land lebenden Thais, sah sich jedoch dem Widerstand der Bangkok-Elite, der gewerkschaftlich organisierten Linken, eines Großteils des Militärs und Bhumibols gegenüber. Nach einem Staatsstreich unter Zustimmung des Königs wurde Thaksins Partei im September 2006 verboten und er musste sein Amt aufgeben. Auch wenn die Anhänger Thaksins die Wahlen im Dezember 2007 gewinnen konnten, hat er sich für das Exil entschieden. In Thailand hätten er sich vor einer Gerichtsbarkeit gegen den Vorwurf der Korruption verantworten müssen, deren Richter von Bhumibol bestellt wurden.

    Ökonomisch hat das politische Chaos nur geringen Schaden angerichtet. Thailands Wachstumsrate lag zwischen 2001 und 2005 bei durchschnittlich jährlich 6 Prozent, sank 2006, stieg aber 2007 erneut auf 6 Prozent - allerdings wird für 2008 und 09 mit einem geringeren Wachstum gerechnet. Die Inflationsrate von 9,2 Prozent ist im Wesentlichen auf die Prei5explosion an den Rohstoffmärkten zurückzuführen, aber die kurzfristigen Zinsen liegen deutlich im negativen Bereich. Bei einem nur geringfügigen Außenhandelsdefizit und einem kleinen Haushaltsdefizit scheinen die wirtschaftlichen Probleme Thailands zu bewältigen zu sein. Die Regierungen unter der Leitung von Thaksin und Samak Sundaravej haben hier ökonomische Kompetenz bewiesen.

    Aber keine Wirtschaft kann auf Dauer mit massiven politischen Unsicherheiten und zivilen Unruhen fertig werden. Thailand ist in hohem Maße abhängig von ausländischen Investitionen, die mehr als 3 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt des Landes beitragen. Sie leiden mit Sicherheit unter den politischen Unwägbarkeiten. Die Instabilität ist offensichtlich vor allem auf die Weigerung des Königs zurückzuführen, die demokratisch gewählte Regierung zu unterstützen. Wenn er "konstitutionell" bleiben will, muss Bhumibol das Wahlergebnis akzeptieren und die daraus hervorgehenden Regierungen stützen, vor allem, wenn diese Regierungen ihren ökonomischen Sachverstand bewiesen haben. Wenn Bhumibol dazu nicht in der Lage ist, sollte er zurücktreten. Sein Erbe, Prinz Vajiralongkom, ist zwar wenig beliebt, hat aber ein besseres Verhältnis zu Thaksin als sein Vater. Damit scheint er die bessere Wahl.

    King Bhumibol ist nur dem Namen nach "konstitutionell", seine Macht entspricht der von Englands Prinz Charles I. Er sollte aus dem Schicksal dieses Monarchen lernen.
    Handelsblatt

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