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Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

Erstellt von E.Phinarak, 13.01.2004, 21:50 Uhr · 18 Antworten · 1.113 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Jinjok

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Als ich vor vier Jahren mich auf meine erste Thailandreise vorbereitete und mich pflichtschuldig beim Hausarzt nach Impfungen und präventiven Medikamenten erkundigte bekam ich ein Rezept für Lariam welches damals 95 DEM kostete. Nach der ersten Einnahme bekam ich derartig schweren Durchfall, daß mich der Hausarzt bis zum Antritt der Reise aus dem Verkehr ziehen mußte. Er erzählte mir natürlich nicht, daß das mit dem Lariam zusammenhängt. Die nächsten Dosen in Thailand waren dann nur noch mit einem 24-stündigen flotten Otto gefolgt, begleitet von völliger Abgeschlagenheit.

    Als ich ein halbes Jahr später das nächste Mal nach Thailand flog lief es ähnlich ab. Die Nebenwirkungen hatten sich auf einen Tag Extrem-Durchfall eingependelt und nach der zweiten Einnahme waren mir die Zusammenhänge klar. Damit versaut man sich nur unnötig die schönsten Tage des Jahres.Lariam würde ich nur noch als Behandlung bei einer akuten Malaria-Erkrankenung nehmen. Ansonsten halte ich mich an die beste Malaria-Prophylaxe die es geben kann, weitestgehend ohne Nebenwirkungen: mehrmals täglich Duschen, nachts helle, den Körper bedeckende Kleidung und in exponierten Gebieten insektenabweisende Hausmittelchen von Bayer oder der lokalen Apotheke.

    Man muß dann halt seinen Körper gut beobachten, wenn man sich in so entlegenen Ecken wie den Bergen von Nan oder in anderen waldreichen Gegenden rumtriebt. Es hilft auch die Anzeichen für eine Malariaerkrankung zu erkennen, damit man rechtzeitig einen Arzt aufsucht. Man liest immer wieder von Europäern, die erstmal ein paar Tage auf ihrem Hotelzimmer bleiben um die seltsamme Krankheit zu kurieren, welche sie sich eingefangen haben. Diese Knickrigkeit könnte man später bereuen und ein Arzt in Thailand kostet wirklich nicht die Welt. Wer natürlich jede Nacht reichlich dem Alkohol frönt, wird aber kaum solche körperlichen Anzeichen sicher wahrnehmen können. Allerdings - welches Moskito mag schon so dünnes Blut.
    Jinjok

  2.  
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  3. #12
    Avatar von seven

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    @Andy
    Da kann ich Jinjok nur recht geben.
    Zum einen besteht in Thailand zwar in den meisten Gebieten die theoretische Gefahr einer Infektion, praktisch ist sie aber mehr als gering. Die Nebenwirkungen verderben Dir nur den Urlaub. Trotz dieser Medikamente hast Du dann auch nur einen ca. 60%igen Schutz. Wie oben schon erwähnt ist der Schutz vor Mückenstichen um einiges effektiver.
    Ein Standby-Medikament im Reisegepäck, dass man bei ersten Anzeichen der Krankheit nimmt, kann aber nicht schaden. Zur Not bekommst Du dieses aber auch in thailändischen Apotheken.

    Inzwischen soll es auch Malaria-Sofort-Tests geben, die man in der Apotheke bekommt. So kann amn bei den ersten Symptomen selber nachschauen ob es nur eine Grippe oder Malaria ist.

  4. #13
    pef
    Avatar von pef

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    @Andy

    Zusätzlich zu dem von Jinjok gesagtem, in den Städten besteht keine Malariagefahr. Wenn ich im Isaan bin, ziehe ich mir bei Dämmerung lange Hosen und Socken an und besprühe die Socken, sowie Hände und Arme mit einem Insektenmittel (Autan) oder ähnliches aus der Thaiapotheke. Außerdem schlafe ich unter einem Moskitonetz.
    Ich fliege jetzt schon seit 8 Jahren nach Thailand und bin dort auch außerhalb der Touristädte schon viel rumgekommen und hatte nie Probleme, außer ab und an mal einen Stich der mit Tigerbalsam sofort eingerieben wurde.
    Auch in Kambodscha (Angkor Wat) dieselbe Verhaltensweise und null Pompen mit Malaria. Zugegebener Weise hat mich in Cambodia ein seltenes ........ erwischt, dass aber kein Malariaüberträger ist. Nur der Fuss, da hatte er mich erwischt, schwoll dick an, gab sich aber nach 2 Tagen wieder.
    Also wenn du deinen Urlaub geniessen willst lass die Finger von der Vorbeugung. Auch wenn du später für immer dorthin ziehst, ist es lachhaft, immer das Zeug zu schlucken. Es gibt genügend gute Ärzte in Lummerland.

  5. #14
    Avatar von E.Phinarak

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    als ich ´97 das 1. Mal nach Thailand wollte, hatte ich mich bei meinem Hausarzt ebenfalls über Malaria erkundigt. Er verschrieb mir Tabletten (Namen habe ich vergessen) und gab mir zur Lektüre einen aktuellen 1000 Seiten starken Wälzer über Malariaarten der ganzen Welt mit nach Hause. Das Buch war sehr interessant, obwohl ich nicht alles verstand, da ja nur für Ärzte gedacht. In diesem Buch waren Karten von Thailand, auf denen die Malariagebiete vermerkt waren.
    Touristenzentren, wie z.B. Bangkok, Phuket und Pattaya waren als Malariafrei gekennzeichnet. Als absolut gefährlich waren eigentlich nur Koh Samet, und kleinere Teile Nord- u. Nord-Ost-Thailands vermerkt. Wie gesagt, das war ´97! Soll sich aber sehr ausgebreitet haben. Nachdem ich mir die Packungsbeilage mit den Hinweisen auf Nebenwirkungen durchgelesen hatte, und mit einer Bekannten sprach, die 6 Jahre in Zentralafrika gearbeitet hat und jahrelang Malariaprophylaxe schluckte (sie hat dann ebenfalls Jahre! danach mit heftigsten Nebenwirkungen gekämpft), hatte ich die Tabletten wieder in die Apotheke gebracht. Ich habe dann die von Jinjok angesprochenen Maßnahmen ergriffen, nach dem Motto : gib den Moskitos erst gar keine Chance.
    Gruß Eddy

    PS: es gibt ein Malariatest, leider habe ich auch diesen Namen vergessen, welcher bei Verdacht angewendet wird. Diesen Test gibt es , glaube ich, seit 3 Jahren und man kann anhand eines selbst durchgeführten Bluttests (Tropfen Blut auf Teststreifen) feststellen, ob man schleunigst einen Arzt aufsuchen sollte. Ist allerdings nicht ganz billig.

  6. #15
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Gibt es im Isaan überhaupt Malaria? Ich dachte immer nicht.
    Ansonsten schön Lao Kao trinken, das Methanol desinfiziert.

  7. #16
    Avatar von MadMac

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Hoer mir auf mit Lao Khao. Das hatten wir erst vor 14 Tagen. Sind mit der lieben Familie zu den Grosseltern (Mahasarakham) gefahren und unterwegs gabs Fruehstueck am Highway. Irgendwelches rohes Fleisch mit Gewuerzen. Keine Ahnung wie das heisst. Aber ich wollte es schonmal probieren gegen den Widerstand von Madame. Womit ich nicht gerechnet habe, man muss danach ein Glass Lao Khao zur Desinfektion drinken. Frueh um 7. Baehhhhhhhhhh....pfui Spinne. Nie wieder :O :P

    Prost,
    Mac

  8. #17
    Avatar von seven

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Zitat Zitat von Chak",p="106387
    Gibt es im Isaan überhaupt Malaria? Ich dachte immer nicht.
    Ansonsten schön Lao Kao trinken, das Methanol desinfiziert.
    Die Gebiete an der Grenze zu Kambodscha und Laos sind sicher stärker verseucht, als die großen Städe wie Khorat.
    All zu große Gedanken würde ich mir nicht machen. Wenn Du sicher gehen willst, dann hör Dich in Deinem Ort um, ob es in der letzten Zeit Infektionen gegeben hat.

  9. #18
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Na, ich weiß ja nicht ob ich da überhaupt jemals wieder hinfahre.
    Aber bevor ich das erste Mal dahin gefahren bin (außerhalb Khon Kaen) fragte ich meine Frau nach Malaria, worauf sie antwortete "gab es früher, aber seit alles abgeholzt wurde nicht mehr".

  10. #19
    Avatar von E.Phinarak

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Hi MadMac,
    wie sieht´s denn aus in Maha Sarakham ?
    Wir waren jetzt leider seit 2 Jahren nicht mehr dort. Mutti wohnt da.
    Als ich Pui von deiner Story erzählte, hat sie gleich gesagt ich soll aufhören davon zu erzählen."khit-tüng baan".
    Hhmmm...laab-nüad, rohes Rindfleisch mit Chilipulver und Glutamat.
    Manche Sachen hab ich einfach nicht runtergekriegt, hab dann gleich den lao-khao genommen. :O

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