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Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

Erstellt von E.Phinarak, 13.01.2004, 21:50 Uhr · 18 Antworten · 1.114 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von E.Phinarak

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    Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?
    Eben mal zwei Wochen Sonne tanken in der "Dom Rep" oder am Palmenstrand von Kenia... Wenn die Tage kürzer werden, zieht es viele Winter-Flüchtige in tropische Länder. Dabei sollten zur Reisevorbereitung unbedingt auch medizinische Vorbeugungsmaßnahmen gehören. An oberster Stelle: Die Malaria-Prophylaxe - vor allem, wenn die Reise nach Schwarz-Afrika oder (Südost-)Asien geht. Seit einiger Zeit wird diskutiert, ob das Malaria-Medikament Lariam® (Wirkstoff Mefloquin-Hydrochlorid) zu psychischen Nebenwirkungen führen kann. In den Studien, die der Hersteller - das Pharma-Unternehmen Roche - in Auftrag gegeben hat, wurden Psychosen oder gar Selbstmord sehr selten beobachtet. Andere Untersuchungen fanden hingegen, dass bis zu einem Drittel der Studienteilnehmer mit psychischen Nebenwirkungen zu kämpfen hatte. Genannt werden gedankenlose Handlungen, Depressionen, Halluzinationen, Angstzustände, Panikattacken, Selbstmordgedanken sowie Selbstmord.
    Die amerikanische Gesundheitsbehörde hat ein sechsseitiges Merkblatt für Patienten entwickelt, die Lariam® zur Malaria-Prophylaxe einnehmen. Am Schluß ist ein Abschnitt zum Ausschneiden angefügt, den die Betroffenen in der Brieftasche als Gedankenstütze mit sich führen sollten. Aus diesem Grund raten Tropenmediziner psychisch sensiblen Menschen sowie jenen mit psychischen Erkrankungen in der Vorgeschichte dringend von einer Malaria-Prophylaxe mit Mefloquin-Hydrochlorid ab. So gibt es mit Malarone® ein Alternativ-Präparat, dass allerdings laut einem Bericht des WDR noch nicht ausreichend klinisch untersucht ist. Ob Lariam® überhaupt für eine bestimmte Region empfohlen wird, weiß am besten ein Reisemediziner.
    Neben der medikamentösen Prophylaxe gibt es noch die klassischen Vorsichtsmaßnahmen, um einem Stich der Anopheles-Mücke vorzubeugen:
    - Vermeiden Sie möglichst ab der Dämmerung den Aufenthalt im Freien. Anopheles-Stechmücken sind nämlich dämmerungsaktiv. Sollte das nicht möglich sein, schützen Sie sich durch abdeckende, helle Kleidung (an Socken denken!), die mit einem Insektizid (Permethrin etwa) imprägniert werden kann.
    - Benutzen Sie auf den nicht bedeckten Hautarealen sogenannte Repellents. In der Apotheke nach tropentauglichen Mitteln fragen!
    - In nicht-klimatisierten Räumen bieten spezielle Räucherspiralen oder -kerzen einen kleinen Schutz.
    - Die Nacht sollte in Risikogebieten möglichst unter einem dicht abschließenden, Insektizid-imprägnierten Moskitonetz verbracht werden.
    - Viele Duftstoffe scheinen die Stechmücken magisch anzuziehen: Starke Körpergerüche und Parfüms vermeiden.
    - Tragen Sie einen Medikamentenpaß bei sich, wenn Sie auf bestimmte Präparate angewiesen sind.
    (Quelle: CTT-Yinjock)

    gelesen im FARANG

  2.  
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  3. #2
    Avatar von dawarwas

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Um nichts in der Welt wuerde ich sowas nehmen. Hatte es in jungen Jahren 2 - 3 x genommen. Kaempfe heute noch mit den oden genannten Nebenwirkungen. Es laesst sich natuerlich nicht beweisen das sie daher stammen.

    Meine spaetere (Ex) Freundin hatte auch darauf verzichtet als sie lass, das es sich bei einer Schwangerschaft noch nach JAHREN! negativ auswirken koenne.

    Dann lieber das Risiko.
    (Denke ich, fuer mich)

  4. #3
    Avatar von MadMac

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Es gibt zwei Gegen-Statements:

    - Thailand spricht sich offiziell gegen Malaria-Prophylaxe aus.
    - Die entsprechenden Erreger sind resistent gegen Lariam.

    Wenn ich jetzt noch wuesste, wo ich das gelesen habe :-)....

    Ich wuerde mir (und habe es noch nie) jedenfalls kein Gift auf Verdacht einwerfen. Im Notfall gibt es genuegend Behandlungsmoeglichkeiten, z.B. Malarone. Dieses ist ja wohl auch nur in DL "noch" (seit Jahren) nicht fuer gut befunden worden.

    Gruss,
    Mac

  5. #4
    Avatar von seven

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Mein Arzt hat mir diese Woche von einem neuen Malaria-Medikament erzählt, dass auf einer chinesischen Pflanze beruht, die dort schon länger gegen Malaria eingesetzt wird. Das Medikament heißt Riamet und kosten EUR 50,62 für 24 Tabletten.
    Das Mittel eignet sich zur Prophylaxe als auch zur Standby-Vorsorge (zur Behandlung bei einer Infektion). Bei diesem Mittel sollen die Nebenwirkungen nicht so groß sei und vor allem kennt es der Erreger noch nicht, so dass man auch einen gewissen Schutz hat.

    Bin eigentlich kein Fan von solchen Mittelchen, da wie oben beschrieben die Nebenwirkunegn in keinem Verhältnis zum Schutz stehen, aber das Mittel werde ich mir zumindest mal anschauen, wenn ich wieder in ein paar Gegenden Asiens komme, in denen das Infektionsrisiko größer ist, als in Thailand.

  6. #5
    Avatar von tira

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Zitat Zitat von E.Phinarak",p="105179
    ..... Andere Untersuchungen fanden hingegen, dass bis zu einem Drittel der Studienteilnehmer mit psychischen Nebenwirkungen zu kämpfen hatte. Genannt werden gedankenlose Handlungen, Depressionen, Halluzinationen, Angstzustände, Panikattacken, Selbstmordgedanken sowie Selbstmord....
    hey eddy,

    wenn ich nicht wüsste, dass man für pattaya keine malaria-prophylaxe benötigt, könnte ich mir es erklären weshalb die morbitätsrate der farangs dort so hoch ist. andauernd springt einer aus dem fenster, in ein auto, erstickt im zimmer durch pflanzengift etc...... :-(

    sehe aber auch für thailand auf den ausgetretenen touristenpfaden kein bedarf sowas anzuwenden.....

    gruss

  7. #6
    Avatar von odysseus

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    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Servus E.Phinarak :-)
    Habe bis jetzt jedesmal Malarie Tableten geschluckt? Vorsicht ist die Mutter der Porzillan Kiste, wie es immer so schön heist. Aber längere Zeit dieses Tableten, ich weis nicht? Ob das gerade gut ist für die Gesundheit.

  8. #7
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Malariaprophylaxe gegen den Erreger aus Südostasien ist seit längerem umstritten. Mein Hausarzt hat mir bereits vor 2 Jahren davon abgeraten. Nicht nur wegen der lästigen und häufigen Nebenwirkungen, sondern auch wegen der Sicherheit. Diese Medikamente bieten nach seinen Erklärungen nur eine 60-70 prozentige Sicherheit (statistisch). Nach seinen Aussagen wiegen sich beide Risiken also quasi auf...

    Anders ist es mit den Medikamenten gegen den Erreger der auf dem Südamerikanischen Kontinent und Umgebung vorkommt, diese Prophylaxe bitet hohe Sicherheit und seltene und geringe Nebenwirkungen. Man sollte also beide nicht verwechseln, Erreger beider Kontinente und entsprechende Prophylaxe.

    Soweit meine Informationen...

  9. #8
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    @tira,

    sehe aber auch für thailand auf den ausgetretenen touristenpfaden kein bedarf sowas anzuwenden....
    Du sprichst etwas an, das ich vergessen habe: die Prophylaxe ist eh' nur dann zu empfehlen wenn man sich in einem Risikogebiet aufhällt (vornehmlich der Süden des Landes und die Ballungszentren). Man darf nicht vergessen, daß die Moskitos nicht die Träger der Krankheit sind, sondern die [highlight=yellow:1ae2fb80a4]Überträger![/highlight:1ae2fb80a4] Gibt es also keine "Epidemie" (häufig in der Regenzeit), bzw. häufiges Vorkommen, dann ist die Gefahr daß man von einem "geladenen" Moskito gestochen wird ebenfalls sehr gering. Bestenfalls: gibt es keine Malariakranken, dann gibt es auch nichts zu übertragen! Aber umgekehrt natürlich auch!

  10. #9
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Ich bin auch der Meinung, wenn man nicht gerade irgendwo in denBergen rumturn ist doch ein Krankenhaus nie so weit, dass man bei akuter Malaria tropica nicht noch rechtzeitig dort eintrifft.

  11. #10
    Avatar von AndyL

    Registriert seit
    17.01.2004
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    36

    Re: Nebenwirkungen bei Malaria-Prophylaxe?

    Hallo @ all,

    würde mich jetzt auch mal interessieren, ob diese Prophylaxe wirklich ratsam, bzw. sinnvoll ist. Den Medizinern hier in Deutschland vertraue ich um ehrlich zu sein nicht so ganz, denn die wollen ja eh nur verdienen und sehen deshalb alles für notwendig an...
    Da ich ja Ende des Jahres für 2 Monate von meiner Freundin nach Thailand eingeladen wurde, um dort ihre Familie kennenzulernen und sie mir dann im Anschluss noch Thailand besser zeigen möchte, ist dieses Thema hier schon sehr interessant für mich. Auch da ich evtl. in einigen Jahren nach Thailand ziehen möchte....und dauerhaft möchte ich so eine Prophylaxe nun wirklich nicht nehmen...Also wie hoch ist die tatsächliche Gefahr für Malaria? Anhand der bisherigen Meinungen anscheinend verschwindend klein. Gibt es noch weitere Meinungen?

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