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Museum mit Gerüchteküche

Erstellt von Conny Cha, 21.11.2005, 07:09 Uhr · 0 Antworten · 630 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Conny Cha

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    Museum mit Gerüchteküche

    Quelle: Welt am Sonntag

    Morsches Holz, moderne Kunst und ein mutmaßlicher Mord: Bangkoks schönstes Privatmuseum ist voller Mysterien. Neuerdings spukt es sogar ein wenig.

    Jim Thompson kennt in Bangkok jeder, obwohl er seit vier Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde. Thompson ist jener berühmte Amerikaner, der dem thailändischen Seidengewerbe nach dem Zweiten Weltkrieg zu internationalem Ruhm verhalf und der in den 60er Jahren unter nie geklärten Umständen spurlos im Dschungel verschwand. Seine originalgetreu erhaltene Residenz ist heute ein Museum für Textilien und Kunst, in dem der thailändische Wohnstil in schönster Form zu sehen ist.
    Thompson hatte Teile seines Militärdienstes in Thailand absolviert, seine Liebe zu Land und Leuten entdeckt und nach dem Zweiten Weltkrieg beschlossen, in Bangkok zu bleiben. Er widmete sich der Herstellung handgewebter Seide, ein Handwerk, das in Thailand in Vergessenheit zu geraten drohte. Und er kaufte traditionelle Holzhäuser aus verschiedenen Landesteilen, ließ sie in ihre Einzelteile zerlegen und auf seinem Grundstück wieder zusammensetzen. Als Wohnhaus.
    Die Gebäude, mehrere hundert Jahre alt, stammen zum Teil aus weit entfernten Gegenden wie der ehemaligen Hauptstadt Ayudhya, andere standen nur wenige Meter entfernt auf der anderen Seite des angrenzenden Klongs, einem der für Bangkok typischen Kanäle.
    Von 1959 bis 1967 bewohnte der Hausherr das Anwesen. Dann verschwand er während eines Urlaubes in den Bergen Malaysias - ohne jede Spur. Die Umstände seines Verschwindens, man munkelt von Mord, wurden nie aufgeklärt. Sie gaben aber Anlaß zu zahlreichen Spekulationen und begründeten einen Mythos.
    "Es ist ein offenes Geheimnis", sagt Orawan Chailert, Reiseführerin in Bangkok, "daß Thompson beim amerikanischen Geheimdienst unter Vertrag stand." Seine Tätigkeit für das amerikanische Office of Strategic Services, den Vorläufer der heutigen CIA, hatte Thompson offiziell zwar längst eingestellt. Der Nachrichtendienst beteiligte sich aber dennoch an der Suche nach dem Vermißten. Da seine Leiche nie gefunden wurde, standen auch Entführungstheorien hoch im Kurs. Als mögliche Verantwortliche kamen nordvietnamesische Agenten genauso in Betracht wie liebestolle Orang Asli, die Bewohner des Dschungels.

    .........

  2.  
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