Seite 14 von 19 ErsteErste ... 41213141516 ... LetzteLetzte
Ergebnis 131 bis 140 von 182

Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor !

Erstellt von Thai-Robert, 30.05.2006, 11:30 Uhr · 181 Antworten · 7.013 Aufrufe

  1. #131
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    Netandy, ich habe den Verdacht, du schmeißt hier Zugewinngemeinschaft und Gütergemeinschaft durcheinander.
    In der Zugewinngemeinschaft hat jeder erstmal eigenes Vermögen, eventuell auch gemeinsames.
    Beispiel: Mein Wertpapierdepot gehört mir alleine. Wenn ich mich scheiden lasse, wird mein Endvermögen minus Anfangsvermögen gerechnet, davon steht meiner Frau die Hälfte zu. Genauso sieht es mit ihrem Haus aus, davon steht mir wertmäßig die Hälfte zu.


    Zu den Scheingesellschaften ist noch zu sagen, dass thailändischen Strohmännern bis zu zwei Jahren Haft drohen laut Gesetz.

  2.  
    Anzeige
  3. #132
    Avatar von Nokgeo

    Registriert seit
    18.01.2001
    Beiträge
    11.373

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    Ne Daniel,

    mein Beipiel, geht ja nicht in die Richtung, der bewussten Verdummung, sondern zu ner vollkomen falschen Aussage, seitens
    Frau.

    Da sind doch Unterschiede..undzwar gewaltig. gruss.

  4. #133
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    @Nokgeo schreibt:
    "mein Beipiel, geht ja nicht in die Richtung, der bewussten Verdummung, sondern zu ner vollkomen falschen Aussage, seitens
    Frau."

    Im Endergebnis für den Betroffenen aber gleich.

    Gruß
    Monta

  5. #134
    Avatar von Netandy

    Registriert seit
    26.11.2004
    Beiträge
    192

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    @Chak3

    Netandy, ich habe den Verdacht, du schmeißt hier Zugewinngemeinschaft und Gütergemeinschaft durcheinander.
    Du hast sehr gut aufgepasst, und sprichst hier auch ein sehr interessantes Rechtsgebiet an. Ich spreche in allen meinen Postings nur von der "THAILÄNDISCHEN Zugewinnsgemeinschaft". Sie ist allerdings mit der "deutschen Zugewinnsgemeinschaft" von der Ausführung her nicht ganz identisch. Von der Sache her allerdings absolut gleich.

    Innerhalb der deutschen Zugewinngemeinschaft herscht nämlich "Gütertrennung", jeder hat sein eigenes Vermögen. Erst bei Beendigung (Z.B Scheidung) der Ehe wird der Zugewinn ermittelt.

    Bei der "thailändischen Zugewinngemeinschaft" gibt es dagegen während der Ehezeit neben dem eigenen Vermögen, auch noch ein "GEMEINSAMES VERMÖGEN".

    Der Zugewinn während der Ehezeit (sowohl aus privatem wie auch gemeinsamen Vermögen) wird hierbei immer sofort diesem gemeinsamen Vermögen zugewiesen. Über dieses gemeinsame Vermögen entscheiden beide Ehepartner dann gemeinschaftlich.

    Dies ist, wenn man so will, ein Bestandteil aus der deutschen Eherechtsform "Gütergemeinschaft". Ich habe diesen Begriff, und diesen Umstand aber bisher nicht eingeführt, da dies sich eigentlich kaum auswirkt, und mit dem eigentlichen Thema nun gar nichts mehr zu tun hat. Das mit dem Wertpapierdepot hast du deshalb absolut RICHTIG erklärt.

    An deinem Beispiel noch einmal der Unterschied:



    1. Zugewinngemeinschaft (Deutschland)

    Der Gewinn (Zugewinn) den der Ausländer in seiner Ehezeit mit seinem privaten Depot (Geld) erwirtschaftet wird als Zugewinn gewertet. Er muss dann bei Beendigung der Ehe (z.B. Scheidung) geteilt werden. Während der Ehezeit bleibt dagegen der Gewinn zuerst einmal rein privates Geld.

    2. Zugewinngemeinschaft Thailand

    Der Gewinn den der Ausländer in seiner Ehezeit mit seinem privaten Depot (Geld) erwirtschaftet wird sofort dem "GEMEINSAMEN VERMÖGEN" zugewiesen. Beide Ehepartner entscheiden über dieses gemeinsame Vermögen gleichberechtigt. Das "gemeinsame Vermögen" wird bei Beendigung der Ehe (z.B. Scheidung) geteilt.




    In der Praxis (also dem täglichen Leben) hat dieser Unterschied im Prinzip aber kaum Auswirkungen. Auch bei Beendigung der Ehe und Festlegung des jeweiligen Zugewinns gibt es dadurch kaum Unterschiede.


    Die Rechtsform der "echten Gütergemeinschaft", wie in Deutschland, gibt es meines Wissens dagegen in Thailand gar nicht. Es gibt aber wie in Deutschland auch noch die "modifizierte Zugewinngemeinschaft" (allerdings abweichend auch mit "gemeinsamen Vermögen"), sowie die "Gütertrennung".

    Wen es interessiert, hier findet man (für Deutschland) eine Grundinformation für diese weiteren Eherechtsformen. Diese sind aber im thailändischem Recht fast identisch. Jetzt sind wir aber inzwischem vom Grundstüksrecht bei den absoluten Feinheiten des thailändischen Eherechts gelandet, also absolut Off TOPIC. :-)

    Viel wichtiger wäre es etwas über die "3 Tricks" zu schreiben, mit der viele thailändische Ehepartner sehr häufig versuchen sich Vermögensbestandteile des Ehemanns beim Grundstückskauf und Hausbau einzuverleiben :-).

    Gruss an alle von

    Netandy

  6. #135
    Avatar von Loso

    Registriert seit
    14.07.2002
    Beiträge
    6.957

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    Zitat Zitat von Netandy",p="353525
    ... die "3 Tricks" ...
    Na dann schiess doch mal los!

  7. #136
    Avatar von Loso

    Registriert seit
    14.07.2002
    Beiträge
    6.957

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    Zitat Zitat von Netandy",p="352864
    ...Von diesem Grundstück ist er nach thailändischem Recht auch in der Erbfolge ausgeschlossen...Machst du das Ganze mit deiner Frau, so ist sie ja die Grundstückseigentümerin, und dein Sohn (mit thailändischer Staatsbürgerschaft!) ist VOLL erbberechtigt!.
    Sind Auslaender in T. erbberechtigt?. Ist Grund und Boden...nicht generell ausgeschlossen?
    Doch, Grund und Boden ist grundsätzlich ausgeschlossen.
    Dehalb muss ja bei jedem privaten Grunderwerb eines thailändischen Ehepartners, ein ausländischer Ehemann ja seinen "Erbverzicht" für das jeweils gekaufte Grundstück schriftlich bestätigen.
    Ich habe da was gefunden, was mich verwirrt:


    Quelle
    "Ähnlich stellt sich die Sachlage bei Erbschaft von Grundstücken durch Ausländer, z.B. dem ehelichen ausländischen Kind eines Ausländers mit einer Thailänderin oder dem ausländischen Ehepartner selbst, dar. Auch hier muss der Innenminister zuerst, gemäss dem Land Code (section 93), dem Eigentumserwerb zustimmen, wenngleich dies in einem solchen Fall [highlight=yellow:e249707f8b]meist problemlos[/highlight:e249707f8b] geschieht. Doch auch hier ist die Grundstücksgrösse genau wie im vorigen Fall limitiert. Sollte dem Erben insgesamt nach der Erbschaft mehr Land gehören, als es im Land Code erlaubt ist, so ist er verpflichtet, den überschüssigen Teil innerhalb einer bestimmten Frist zu veräussern. Andernfalls wird dies zwangsweise durch die staatlichen Behörden durchgeführt (section 94)."
    Also Land bis 1Rai erben(=besitzen) doch "problemlos" möglich?

  8. #137
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    dem ehelichen ausländischen Kind eines Ausländers mit einer Thailänderin
    m.E. gibt es kein ausl. Kind, das aus einer Ehe mit einer Thailänderin hervorgegangen ist, da alle Kinder aus einer Ausl./Thai Ehe auch autom. die thail. Staatsbürgerschaft besitzen.

  9. #138
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    Netandy, thailändisches Eherecht gilt aber in meinem Fall, und ich wage zu behaupten den meisten hier postenden, gar nicht. Anders könnte es aussehen, wenn beide Ehepartner in Thailand leben, aber auch da bin ich mir nicht so sicher.

    Ich fürchte dennoch, meine Frau wird die Hälfte des Wertes ihres Hauses nicht rausrücken.

  10. #139
    Avatar von Netandy

    Registriert seit
    26.11.2004
    Beiträge
    192

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    @Bueko

    m.E. gibt es kein ausl. Kind, das aus einer Ehe mit einer Thailänderin hervorgegangen ist, da alle Kinder aus einer Ausl./Thai Ehe auch autom. die thail. Staatsbürgerschaft besitzen.
    Ja genau so ist es. Jedoch muss das Kind (wenn ein Ausländer sein Vormund ist), um Eigentümer am ererbten Grundstück werden zu können, die Zustimmung des Innenministerium gem. dem Land Code einholen. Das ist aber nur eine Formsache, und wird automatisch vom thailändischen Nachlassgericht geregelt.

    Sinn des Ganzen ist nur, das dieses Grundstück dann speziell registriert ist, und der Ausländer dann alle Rechtsgeschäfte die er im Namen seines Kindes mit dem Grundstück vornehmen will, ebenfalls genehmigungspflichtig sind. Wobei hier aber kaum eine Handlung (z.B. ein Verkauf) vom thailändischen Staat zugelassen wird. Hatte so einen Fall im Bekanntenkreis.

    Aber sonst ist es absolut kein Problem.

    Jedoch kann auch ein Ausläner rechtmässiger Erbe, und damit "Besitzer" (eigentlich vorläufiger Eigentümer) von Grundstücken werden.

    Er kann von diesen jedoch NIEMALS eingetragener "Eigentümer" werden. Vom Nachlassgericht wird ihm deshalb eine angemessene Frist zur Übertragung eingeräumt. Er kann das Grundstück dann "verkaufen" oder "verschenken", natürlich aber auch mit gleichzeitiger Rückpacht (30+30 Jahre). So entstehen ihm im Prinzip keine Nachteile. Ausser das er selbst nichts mehr "vererben kann", und es mit seiner Nutzung nach den 60 Jahren dann eben wirklich Schluss ist. Es gibt hierbei nach den neuen Gesetzen KEINE Limitierung der Grösse. Dies betrifft alle Erbschaften von "Dritten", sowie von Grundstücken einer thailändische Ehefrau, bei denen sie vor ihrer Ehe schon Eigentümerin war.

    Und jetzt wird es ein wenig kompliziert!

    Und zwar wenn es sich um Grundstücke handelt, die ein Ausländer von seiner verstorbenen Frau erbt, wo sie während ihrer Ehe alleinige Eigentümerin geworden ist. Normalerweise wäre er ja überhaupt nicht erbberechtig, da er bei ihrem persönlichen Eigentumserwerb innerhalb der Ehe ja den Erbverzicht unterschrieben hat. Die nächsten in der gesetzlichen Erbfolge (also deren Eltern, Geschwister) wären deshalb allein erbberechtigt.

    Das thailändische Gesetz sieht aber vor, das er trotzdem Erbe werden kann, aber nur dann, wenn seine Frau ihn per Testament zum Erben erklärt (also explizit eine Willenserklärung in diese Richtung abgibt), und nicht auf Wege des Pflichtteils. Zusätzlichn ist die Grundstücksgrösse die er so erben kann "limitiert". Diese beträgt seit Gesetz von 2005 jetzt 1 Rai. All dies muss aber ebenfalls durch das Innenministerium genehmigt werden (Formsache).

    Von diesem Erbe wird er dann Besitzer, nicht Eigentümer. Er muss das Land dann ebenfalls in angemessenem Zeitraum wie schon oben beschrieben (Verkauf, Schenkung) an einen Thailänder (z.B. seine Kinder) weitergeben. Natürlich kann er sich auch die Nutzung wieder per Rückpacht absichern.

    In der Praxis sieht das so aus:

    Nehmen wir an ein Ausländer ist mit einer Thailänderin verheiratet und sie haben 2 Kinder, und sie stirbt. Nehmen wir weiter an die Ehefrau wäre Eigentümerin eines Gundstück von 2 Rai während der Ehe geworden, und es wurde nachlasstechnisch überhaupt nichts geregelt.

    Dann erben die Kinder zu gleichen Teilen die Hälfte, die andere Hälfte geht gemäss der gesetzlichen Erbfolge an ihre Eltern.

    Hätte die Frau jedoch ihren Ehemann als Erben bestimmt, so würde er das halbe Grundstück erben (1 Rai), die andere Hälfte geht mit Pflichtteil ebenfalls an die Kinder. Seine Hälfte könnte er dann ebenfalls an einen Thailänder abtreten (z.B. seinen Kindern). Und dies ebenfalls mit "Pachtvertarg" so das er das Nutzungsrecht behält.


    Ich denke die Sache mit dem Erbe ist aber im Prinzip nicht wirklich interessant. Jeder "clevere" Ehemann einer Thailänderin, wird ja mit dieser sowieso "zu Lebzeiten" einen Pachtvertrag über die Nutzung der Grundstücke abgeschlossen haben. Besonders dann, wenn er für die Grundstücke bei der Anschaffung sogar bezahlt hat. :-)
    Haben die Grundstücke dann in Folge von ihrem Tod evntuell einen neuen Eigentümer, so gehen die Pflichten des Pachtvertrag auf diesen über. Er kann die Grundstücke dann also trotzdem 30+30 Jahre lang weiter nutzen.

    Da hier im Forum höchstwahrscheinlich keine Unsterblichen sind, sehe ich keine Probleme.. :-)

    Es gab leider in den letzten Jahren sehr viele Änderungen thailändischer Gesetze. Teilweise schwirren alte Regelungen immer noch als "Wahrheiten" durchs Internet. So wurde der Land Code BE 2497 von 1954 (Civil and Commercial Land Code), durch den BE 2518 (1975) vom Innenministerium ergänzt. 2004 und 2005 gab es besonders im Erbrecht viele weitere Veränderungen durch den BE/N 3619.

    Deshalb in allen Grundstücksfragen immer zuerst einen guten Anwalt ausserhalb des Dunstkreises der zuständigen Verwaltung, sowie der thailändischen Verwandtschaft konsultieren. Da ist wirklich jeder Baht gut angelegt :-)

    Gruss an alle von

    Netandy

  11. #140
    Avatar von Netandy

    Registriert seit
    26.11.2004
    Beiträge
    192

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    @Chak3

    Netandy, thailändisches Eherecht gilt aber in meinem Fall, und ich wage zu behaupten den meisten hier postenden, gar nicht. Anders könnte es aussehen, wenn beide Ehepartner in Thailand leben, aber auch da bin ich mir nicht so sicher.

    Ich fürchte dennoch, meine Frau wird die Hälfte des Wertes ihres Hauses nicht rausrücken.
    Klar, alles was ich hier geschrieben habe gilt nur für Ausländer die in Thailand leben! In Deutschland zählt nur "deutsches Recht"!

    Zivilrechtlichen Ansprüche, die einem in Deutschland zustehen, jedoch in Thailand geltend zu machen, besonders wenn sie auf unterschiedlichen Gesetzeslagen beruhen, ist nahezu unmöglich. :-(

    Wenn sich jedoch deine Frau in deiner Ehezeit ein Haus in Thailand gekauft hat, ihr dann aber geschieden seid, so muss sie die Hälfte des Hauses rausrücken. Ist glasklarer Zugewinn! Du stellst hierzu einfach deine Ansprüche über ein thailändisches Gericht :-)

    Auch wenn ihr noch verheiratet seid ist es Zugewinn der eurem "gemeinsamen" Vermögen zufällt. Da entscheidest du also aktuell mit ihr gemeinsam über die Nutzung.

    Gruss an alle von

    Netandy

Seite 14 von 19 ErsteErste ... 41213141516 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 16.08.08, 08:36
  2. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 15.08.08, 16:27
  3. GEW geht gegen Nationalhymne vor!
    Von maphrao im Forum Sonstiges
    Antworten: 38
    Letzter Beitrag: 17.06.06, 17:33
  4. Ministerium sucht Aufklaerungs- Experten
    Von Dieter Kandler im Forum Treffpunkt
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 01.04.05, 08:12
  5. Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 07.11.03, 09:26